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Schuhe – zu schön zum Wegwerfen
Ich habe aufgeräumt. Das muss ab und zu mal sein. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, kommt in die Tonne. Alles? Nein, es gibt etwas, von dem ich mich nicht trennen kann. Schöne Schuhe. Schuhe, die mir etwas bedeuten. Auch wenn ich sie nicht mehr tragen kann, sind sie doch zu schade, um sie dem Müll zu überantworten.
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Die zwei Seiten der Meinungsfreiheit
Gerade reden alle über Meinungsfreiheit. Darüber, etwas angeblich nicht oder nicht mehr sagen zu dürfen. Alle? Nein, nicht alle reden darüber, nicht mal die Mehrheit. Die Debatte über die Meinungsfreiheit und das angebliche Nicht-mehr-sagen-dürfen ist eine, die den meisten Menschen an der Südtangente vorbeigeht.
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Abgestaubt: In zarte Frauenhand
Es ist wunderschön: Ein Lyrikband von 1892, mit Goldschnitt und „mit vielen Illustrationen in Holzschnitt und Lichtdruck“, so ist es vorne vermerkt, sowie einem kunstvoll geprägten Einband. Ich habe dieses prachtvolle Buch mit dem Titel „In zarte Frauenhand“ vor dem Container und der Mülldeponie bewahrt. Abgestaubt, bevor ein Hausstand aufgelöst wird.
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Zeit, auf Friedhöfe zu gehen
Die französische Verwandtschaft war am Freitag auf dem Friedhof, wie immer am 1. November. Das ist ein Pflichttermin im tiefkatholischen Frankreich. Aber selbst wer evangelisch ist und keine Gräber hat, die er besuchen will, sollte auf Friedhöfe gehen. Es sind einfach schöne Orte, auf denen ich gerne herumstreife.
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Reisende Riesen: Öffentliche Kunst in Westerland
Ich war gerade zum ersten Mal in meinem Leben auf Sylt. Vor dem Bahnhof von Westerland steht ein Kunstwerk, das diesen öffentlichen Raum prägt: Reisende Riesen, überdimensionale giftgrüne Figuren, die schräg in der steifen Nordseebrise stehen. Dazu Gepäck und schiefe Straßenlaternen. Solche Kunst für alle, Kunst in der Öffentlichkeit, gefällt mir sehr.
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Dresden 1945: Der Tag, als der Geheimrat verbrannte
Die Familie meines Vaters kommt aus Dresden. Mein Vater, Jahrgang 1933, wuchs in Cossebaude auf, einer kleinen Gemeinde auf halber Strecke zwischen Dresden und Meißen. Seine Großeltern lebten in der Dresdner Neustadt, seine Tante war in Wachwitz verheiratet. Die Familie erlebte die Dresdner Bombennacht. Was aber vor allem im Gedächtnis blieb und oft erzählt wurde, ist die Geschichte vom geretteten Oberförster und vom verbrannten Geheimrat.
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Fotobearbeitung: Meine erste Challenge
Thomas vom Reisen-Fotografie-Blog hat wieder zu einer Challenge für Fotobearbeitung aufgerufen. Bisher habe ich seine Wettbewerbe, für die er jeweils ein oder zwei RAW-Fotos zur Verfügung stellt, nur aus der Ferne beobachtet. Dieses Mal will ich mich auch mal daran versuchen. Ich habe kräftig am Bild herumgeschraubt und kann ein Endergebnis vorweisen.
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Das Residenzschloss in Dresden: Eines der tollsten Museen
Ich habe heute Stunden im Dresdner Residenzschloss verbracht. Besucht habe ich das Historische Grüne Gewölbe, das Grüne Gewölbe, den Riesensaal, die Schau „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ und die neuen Paraderäumen. Ich habe ein Museum kennengelernt, an dem es nichts auszusetzen gibt.
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Alte Meister: Wie ich lernte, die Fotografie zu hassen
Ich bin auf Dresden-Reise und habe heute die Gemäldegalerie Alte Meister besucht. Dort habe ich gelernt, die Fotografie zu hassen. Dass ich das jemals sagen würde, wundert mich selbst. Aber was ich dort erlebt habe, hat mich am Sinn des Fotografierens zweifeln lassen.
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Amadeu Antonio und der Bindestrich
Ich ärgere mich schon länger über die Amadeu-Antonio-Stiftung. Nicht über die Stiftung an sich, sondern über die Schreibweise. Ich will nicht das alte Lied vom Deppenleerzeichen singen. Aber ich kann über diese Unsitte auch nicht hinwegsehen. Wobei der Bindestrich eine etwas zielichtige Angelegenheit ist.



























