Wörter als Wurfprojektile

Auszug aus einem Wörterbuch von 1940 mit dem Wort "Fremdwörtelei".

Die voluminöse Expansion subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.* Es sind solche Sätze, mit denen man sich gern mal in bierseliger Runde produzieren kann. Immer vorausgesetzt, die intellektuelle Kapazität reicht aus, um sich angesichts des einen oder anderen alkoholischen Getränks diesen langen und komplizierten Satz mit vielen Wörtern unfallfrei über die Lippen zu bringen.

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Müssen Statuen fallen? Und welche?

Ich bin hin und hergerissen. Ich beobachte, wie im Zuge der Proteste gegen Rassismus Statuen gestürzt, geköpft, mit Farbe besprüht werden. Ich weiß nicht, wie ich das finden soll. Gerechtfertigt, weil die Dargestellten üble Burschen waren (so weit ich weiß ist bisher ist noch keine Frau vom Sockel gestürzt worden)? Oder eine Form von Bilderstürmerei, die ich nicht haben möchte.

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Rechte, Rechtsradikal, rechtextremistisch? – alles andere als egal

Wieder hat ein rechtextremistischer Anschlag Deutschland erschüttert. Diesmal wirklich, vorher waren die Erschütterungen für meinen Geschmack viel zu verhalten. Ich weiß nicht mehr über den Anschlag von Hanau als das, was ich in den Nachrichten sehe, höre oder lese. Deshalb kann und will ich nichts zum konkreten Fall sagen. Mir geht es um die Worte, mit denen über Rechte berichtet wird.

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