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Der Nicht-Leserbrief: Warum so gechlechtsbesessen?
Im Journalismus wird vermehrt über geschlechtergerechte Sprache diskutiert. Warum ich das für keine gute Idee halte.
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Hinsetzen und in Alltagssprache sprechen
„Sett deck hönne“ sagte meine Großmutter aus Westfalen immer, so ähnlich jedenfalls habe ich es in Erinnerung. Das sollte „setz dich hin“ heißen. Es ist ein Ausdruck, der mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist, so wie mancher andere auch. Der „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ bemüht sich, solche Ausdrücke zu bewahren.
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Meine persönliche Sprach-Polizei
Als in der vergangenen Woche das Unwort des Jahres gekürt wurde, kam die Bild-Zeitung sofort mit dem Begriff Sprach-Polizei um die Ecke. Die verordne Deutschland Sagbarkeitsregeln. Völliger Quatsch, und das haben dann auch Twitter-User klar gemacht und das Ansinnen eine Sprach-Polizei mit dem Verbot der Wörter indes und freilich persifliert. Volltreffer.
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Nieder mit den Ausrufezeichen!
Das Texttreff-Blog hat es mir mal wieder in Erinnerung gerufen. „Bitte verwendet Ausrufezeichen sparsam, denn sie rufen Aggressionen hervor“, heißt es in einem Tweet. Richtig so. Ich will mich von Texten nicht anschreien lassen. Das passiert nicht nur, wenn zu viele Ausrufezeichen gesetzt werden, sondern auch durch anderen typografische Macken.
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Den Executive Coach übersetzen
Wir Journalisten sind (auch) Übersetzer: Wir sollen und wollen unverständliche Wörter, vertrackte Formulierungen und verquastes Marketing-Sprech in normalen Sprache übersetzen. Verständlich für jedermann. Aber das ist manchmal gar nicht so einfach. Etwa bei der unschönen Formulierung Career, Business und Executive Coach.
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Schreibwaren zwischen Gummizug und Eckspanner
Schnellhefter und Ringbuch waren gestern. Wer heutzutage eine Mappe für die Unterlagen von Schule oder Studium sucht, muss sich auf einige gefasst machen. Bei den Schreibwaren findet der Wortjäger allerlei Schönes.
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Bundeswehrsprache: beräumt und mehrrollenfähig
An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen. Es gibt einen Jargon, den kann ich sofort der Polizei zuordnen. Ähnlich geht es mir mit der Bundeswehr. Es gibt Formulierungen, die gibt es so nur bei der Truppe und die sind als solche sofort zuzuordnen. Bundeswehrsprache ist im Zivilleben manchmal schwer verständlich.
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Das Kauderwelsch der Feministinnen
Das Anliegen mag ja richtig und wichtig sein. Aber warum benutzen die, die sich gegen Sexismus und sexuelle Übergriffe einsetzen, so unverständliche Worte. Ständig muss ich irgendetwas googeln, das ich nicht verstehe. Schade, so grenzen sich die Sprecherinnen, vor allem die Feministinnen, von der Welt da draußen völlig ab. Filterbubble durch Worte.
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Logbuch Deutsch: Kurs auf Sprachpflege
Sprache ist mein Thema. Das weiß, wer dieses Blog liest. Deshalb bin ich sofort aufmerksam geworden, als mir jemand das Buch „Logbuch Deutsch“ von Roland Kaehlbrandt ans Herz gelegt hat. Ein schmales Bändchen, das viel Wahres über den Umgang mit unserer Sprache enthält.
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Aufgeschient – mehr Verständnis für Schwurbeldeutsch?
Wer regelmäßig mit Verwaltungen zu tun hat, wundert sich nicht mehr über deren kreative Wortschöpfungen. Ein besonders schönes Beispiel ist mir gerade untergekommen: aufschienen, als Verb zu etwas auf die Schiene setzen. „Wir haben das Projekt erfolgreich aufgeschient“, teilte ein Bürgermeister mit. Sollen wir uns darüber aufregen?


























