Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Hyaluron – das Zeug ist mittlerweile überall
Grimassen schneiden macht Falten. Es gibt Wörter, deren Aussprache erfordert es aber zwingend, dabei Grimassen zu schneiden. Wie gut, wenn das, was diese Wörter bezeichnen, dabei hilft, die von Grimassen geschnittenen Falten wieder auszubügeln. Das gilt etwa für Hyaluron.
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Corona: Wie die Pandemie das Fühlen verändert
Mittlerweile liegen 14 Monate Corona-Pandemie hinter uns. Die Diskussion darüber, wie mit dem Virus umzugehen sei, und die Maßnahmen der Politik haben fast alle denkbaren Szenarien durchlaufen. Ich kann das alles aus einer recht gelassenen Warte betrachten. Und dennoch spüre ich zunehmend, wie es mein Fühlen verändert. Das hat mit dem Virus zu tun, aber auch mit der Politik und den Grundrechten.
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Wenn der Mieter nervt – das Leiden der Vermieter
Gerade wird im Zusammenhang mit dem gekippten Berliner Mietendeckel wieder über Vermieter geklagt. Sicherlich in vielen Fällen zu Recht. Aber mir ist die Debatte zu einseitig. Oft genug sind die Vermieter diejenigen, die den Ärger haben. Und es sind nicht alle böse Kapitalisten, die sich nur auf Kosten der armen Mieter leistungslos die Taschen voll stopfen.
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Holstentor: Die Löwen und das Licht
Das Lübecker Holstentor ist an sich ein wunderbares und bekanntes Fotomotiv. Ebenso beliebt sind die Löwen, die gut hundert Meter davor rechts und links auf Steinsockeln ruhen. Einer mit erhobenem Kopf, der andere mit dem Kopf auf den Pfoten. Allerdings sind die Löwen nachts nicht beleuchtet. Wie also Löwen und Holstentor vernünftig auf ein Foto bekommen?
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Alles unscharf trotz Stativ: Ich bin ratlos
Ich habe mir ein neues Stativ gekauft, weil mein altes umgestürzt und zerbrochen war. Aber das ist eine andere Geschichte. Das neue Stativ musste natürlich ausgeführt werden. Leider war die Fototour damit ein völliger Misserfolg. Alle Fotos sind unscharf geworden. Und ich weiß nicht warum, ich bin völlig ratlos.
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Frau? Mann? Bin ich oder werde ich gelesen
In sozialen Netzwerken begegnen mir immer wieder seltsame Wendungen. Da werden Menschen „als Frauen gelesen“. Ich dachte immer, wir lesen Texte. Immer häufiger beobachte ich, dass Wörter, deren Bedeutung an sich klar ist, in anderen Zusammenhängen verwendet werden. Vor allem aber finde ich dieses gelesen werden von Menschen abstrus.
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Armbanduhr: Freier Fall durch Raum und Zeit
Es kommt aus heiterem Himmel und kündigt sich nicht an: Urplötzlich ist die Batterie der Armbanduhr leer, die Zeiger stehen still. Einfach so. Es gibt keine Zeiger-Stillsteh-Anzeige, und so denkt der Träger, es sei zehn vor zwölf, wenn es in Wahrheit schon zehn nach zwölf ist.
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Die Kultur stirbt leise: Ist sie nach Corona noch zu retten?
Seit einem Jahr habe ich nicht mehr in unserem Kirchenchor gesungen, mit Ausnahme von ein paar Proben im Pastoratsgarten und großzügig verteilt in der Kirche im Spätsommer 2020. Das letzte Mal im Konzert war ich im Advent 2019. Mit Beginn der Pandemie ist die Kultur, auch die Laienkultur, dem Siechtum anheim gefallen. Wird sie sich wieder erholen?
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Plötzlich offline: Wenn dich das Internet im Stich lässt
Der Schock kam am Sonntagnachmittag. Nichts ging mehr, kein Netz, das Internet kaputt, alle Geräte offline. Das ist an einem Sonntag nicht so schlimm, aber am Montag stand wieder Homeoffice an und das Studi-Kind musste eine Online-Klausur schreiben, bei der ein Internet-Abbruch automatisch zu einem Nichtbestanden geführt hätte. Wie sehr wir doch mittlerweile vom Internet abhängig sind.
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Was macht die Frage „Was macht das mit dir“ mit dir?
In Fernsehtalkshows und Politikersprech tauchen mit schöner Regelmäßigkeit Formulierungen auf, die sich so schnell verbreiten wie eine nicht eingedämmte Pandemie. Eine Phrase scheint zurzeit ein exponentielles Wachstum zu verzeichnen: Was macht das mit dir? Wahlweise: Was macht das mit Ihnen? Was es mit mir macht? Dass ich extrem genervt bin.




























