Fotokunst oder warum Fotos an die Wand gehören

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Wir werden von Fotos überschwemmt. Aber Foto ist nicht gleich Foto. Es gibt gute Fotos, sehr gute Fotos, und es gibt Fotos, die Kunst sind. Aber was macht Fotokunst aus und verdient sie es, wie ein Gemälde gesehen und wie ein solches an die Wand gehängt zu werden?

Dass Fotografie eine Kunstform ist, ist unbestritten. Nicht umsonst hat Walter Koschatzky, der österreichische Kunsthistoriker und Museumsdirektor, in seine Buchreihe über Kunstformen auch einen Band „Die Kunst der Photographie“ aufgenommen. Schon im ersten Kapitel bezieht er im seiner Meinung nach uralten Streit, ob Fotografie zur Kunst zähle, klar Stellung:

Es besteht gar kein Zweifel darüber, daß die Praxis hierbei die Theorie überholt hat: Ganz selbstverständlich wird heute Photographie als Kunst verstanden.

Walter Koschatzky

Das wirft die nächste Frage auf: Was ist Kunst? Laut Koschatzky ist eines von vielen Kriterien das Bleibende, das, was die Zeiten überdauert. Daran mangelt es der Fotografie heute schon aufgrund ihrer schieren Masse nicht. Was bleibt aber tatsächlich von der unüberschaubaren Menge der täglich angefertigten Fotos? Nur wenige Bilder. Wie viele von ihnen verschwinden in Handyspeichern und auf Festplatten? Wie viele werden heute gedruckt oder im Internet veröffentlicht und sind morgen schon wieder vergessen?

Fotos, die bleiben

Zwei Arten von Fotos aber bleiben. Die Ikonen der Nachrichtenfotografie, etwa die jährlich gekürten World Press Photos. Zu denen, die bleiben, gehören auch ikonische Kriegsfotos wie die von Robert Capa. Die zweite Kategorie sind die Fotos, die Kunst sind. Walter Koschatzky zählt dazu etwa Werke – ja, es sind tatsächlich Werke – von Man Ray, Albert Renger-Patzsch, der unter anderem das Fagus-Werk fotografiert hat, oder Otto Steinert.

Was aber macht ihre Fotografie zur Kunst. Damit Fotografie Kunst ist, muss ihre emotionaler Wert über den des Fotografen und seines Motivs hinausgehen. Nur wenn das Bild berührt, kann ein Foto den Anspruch erheben, Kunst zu sein. Das unterscheidet die Fotokunst vom Knipsen. Weitere Kriterien sind etwa die volle Kontrolle über den kreativen Prozess oder das Ansinnen, etwas umzusetzen, was nicht alle anderen tun. Neue Ideen zu verwirklichen.

Unbekannte Fotokünstler

Das gelingt nicht nur den namhaften Fotografen. Jeden Tag entstehen Bilder, die berühren, die Gefühle wecken oder Erinnerungen. Aber wo finden wir die, wenn es uns nicht gelingt, sie selbst zu machen? Da helfen Online-Portale, die Kunstdrucke von Fotos vertreiben, etwa Fotokunst bei Kunstbilder-Galerie.de. Die Auswahl ist riesig. Sie reicht von A wie abstrakte Fotografie bis W wie Weltraumfotografie. Nicht alles würde ich unter Kunst ablegen, manches tendiert eher Richtung Kitsch. Aber zumindest ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und etliche haben sicher einen emotionalen Wert.

Sie sind also Kunst, und die gehört nicht ins Depot, sondern an die Wand. Das gilt für Gemälde – wer kann schon ein echtes sein eigen nennen? – ebenso wie für Fotografie. Wer sich an Kunst erfreuen möchte, sollte sie nicht nur in Kunstbänden im Regal stehen haben, sondern sie in seiner Wohnung, seinem Büro oder seinem Betrieb präsentieren. Das macht nicht nur Freude, sondern schult obendrein das Auge für gute Bilder, ob fotografiert oder gemalt.

Alternative für Nichtfotografen

Ich gestehe mir selbst zu, dass meine Fotos gut sind, jedenfalls meistens, und ich sie für mich als meine persönliche Kunst definiere. Das werden andere nicht so sehen. Mir gefallen meine Bilder aber, und deshalb kommen meine schönsten Bilder bei mir an die Wand. Für alle, die nicht selbst fotografieren wollen oder können oder Motive suchen, die ihnen nicht vor die Füße fallen, sind Kunstbilder-Galerien im Internet eine gute Alternative. Ich sage nur Weltraumfotografie. Wer kann schon ins All fliegen, um dort ein bisher einmaliges Foto zu machen, das natürlich Kunst wäre?

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