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Kunst auf dem Bau: Die Fremden
Ich bin ein großer Fan von Kunst am Bau. Die Pflicht öffentlicher Bauherren, einen gewissen Teil der Bausumme – in der Regel ein Prozent – für Kunst auszugeben, ist in meinen Augen eine Art Künstler-Arbeitslosenversicherung. Sie verschafft Künstlern, vor allem denen, die große Werke schaffen, eine Gelegenheit, diese auch zu verkaufen. Andererseits schafft die Kunst am Bau Kunst einen öffentlichen Raum und bereichert unsere Städte mit Kultur. Meine Lieblings-Kunst-am-Bau steht in Lübeck
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Keine Fotos: Hausverbot beim Großfeuer
Das habe ich in 30 Jahren als Fotoreporterin noch nicht erlebt: Bei einem Großbrand ist das Hausrecht angewendet und mir das weitere Fotografieren beziehungsweise der Aufenthalt am Brandort untersagt worden. „Keine Fotos mehr“ lautete die Ansage einer Frau, die sich später als Hausbesitzerin zu erkennen gab, und jeden weiteren Aufenthalt auf ihrem Grundstück untersagte. Alles Argumentieren half nichts, sie holte sich die Polizei zu Hilfe, die das Hausrecht durchsetzte. Bleibt für mich die Frage: Ist das Hausrecht ein Megarecht, das die Berichterstattung über ein öffentlich relevantes Thema immer und überall ausbremsen kann? Oder muss das Hausrecht in einem solchen Fall hinter dem Grundrecht der Pressefreiheit und der Freiheit der Berichterstattung…
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Keine Angst vor dem Siebenschläfer-Wetter
Der DLRG-Turm verwaist, die Strandkörbe verschlossen, Wasser von oben, von unten und von der Seite, über See und Land gepeitscht von einer steifen Brise: Alles andere als rosige Aussichten in diesen Tagen an der Küste. Auf jede kurzfristige Besserung folgt unweigerlich das nächste Sturm- und Regentief. Und das soll laut Bauernregel nach dem heutigen Siebenschläfertag jetzt sieben Wochen lang so bleiben? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
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Die Sucht zu sabbeln
„Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn hat den Ball – verloren, diesmal an Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt . . . Toooor! Toooor! Toooor! Toooor!“. Worte, die auch heute noch kalte Schauer über den Rücken jagen. Ins Mikrofon gebrüllt von Herbert Zimmermann in seiner legendären Hörfunkreportage über das WM-Endspiel von 1954, das „Wunder von Bern“. Ohne Pause redete Zimmermann sich in Rage, und das war auch gut so. Kaum jemand konnte sehen, was er da beschrieb, waren Fernseher doch noch Mangelware. Und heute? Jeder kann sehen, ob Podolski ein Tor schießt oder Schumi überholt. Und was…
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Spaziergang im Zauberwald
Urwald – das war für mich als Kind das, was bei den Tarzan-Filmen im Fernsehen zu sehen war: dichter Dschungel, Lianen, Affen, die sich von Baum zu Baum schwingen. Dass es auch hierzulande Urwald gibt, habe ich erst später gelernt. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, einen geführten Spaziergang in einem hiesigen Urwald zu machen. Ein besonderes Erlebnis für den, der Augen hat zu sehen.
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Hilfe, mein Webspace ist voll
So ein Blog ist eine komplizierte Sache. Wer eines betreibt, will eigentlich nur Texte und Fotos veröffentlichen, sich ganz auf den Inhalt konzentrieren. Doch immer wieder gehen Stunden über Stunden für Technikkram drauf. Da dringt der unbedarfte Blogbetreiber in Sphären vor, von denen er sich nicht träumen lassen hat, dass es sie überhaupt gibt. So geht es mir gerade. Der Grund: Mein Webspace ist fast voll, und ich versuche herauszufinden, woran es liegt und wie man das Problem beheben kann. Eine Klage.
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Knackig texten mit dem Textknacker
Kennt Ihr den Textknacker? Das ist eine Anleitung, mit deren Hilfe Kinder schwierige Texte erschließen können. Der Textknacker ist enthalten in der Lesemappe des Projektes „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark“, das in schleswig-holsteinischen Schulen die Lesekompetenz fördern soll. Der Merkzettel ist mir gerade in die Hände gefallen. Er listet in sechs Schritten auf, wie man sich einem schwer verständlichen Text nähern kann, um ihn schnell und richtig zu verstehen. Der Textknacker lässt sich aber auch umgekehrt anwenden. Als Anleitung, wie ein guter Text aufgebaut sein sollte. Ich dekliniere das mal durch.
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Feuer unterm Reetdach
Das sind die Momente, in denen die Kamera nicht stillsteht: Feueralarm. Ich hatte mich am Sonntag gerade zum gemütlichen Tatort-Gucken niedergelassen, als der Pieper ging. Brand eines Reetdachhauses. 100 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer, allerdings ohne Erfolg. Am Ende musste ein Bagger Dach und Obergeschoss herunter reißen, um das Löschen der tief im Dach versteckten Glut zu ermöglichen. Ein harter Einsatz für die Feuerwehrleute, und eine Herausforderung für Fotografen. Aber das Wichtigste war: Es wurde niemand verletzt.
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Tomtom spricht wieder mit mir
Wer oft unterwegs ist zu Adressen, an denen er bisher nicht war, der weiß ein Navigationsgerät zu schätzen. Das zärtlich Navi genannte Teil erspart eine Menge Sucherei und führt einen direkt zum Ziel. Vorausgesetzt, es hat Satellitenempfang. Das ist bei Tomtom-Geräten in diesen Tagen aber nicht selbstverständlich. Gerade gibt es damit erhebliche Probleme.
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Missbrauchsopfer Norbert Denef – Hunger nach Gerechtigkeit
Bekanntlich – so ein alter Kalauer – ist das Halbwissen des Journalisten groß wie der Ozean, aber gerade mal 30 Zentimeter tief. Und jeden Tag kommen ein paar Quadratmeter Wissen dazu. Manchmal geht es mir so, dass ich mit einem Thema anfange und plötzlich in einer Geschichte bin, von der ich keine Ahnung hatte. Die mich aber berührt und die einen tiefen Eindruck bei mir hinterlässt. So ist es mir gegangen, als ich mich mit Norbert Denef befasst habe. Er ist seit ein paar Tagen im Hungerstreik und kämpft damit gegen die Bundesrepublik Deutschland.
























