Bäderarchitektur: alt und modern

An der Küste wird gebaut, wie verrückt. In den Orten an der Lübecker Bucht entstehen immer wieder neue Häuser mit Ferienwohnungen und Appartements. Das geht schon seit Jahrzehnten so, und die Beispiele der Bäderarchitektur sind bunt – und beileibe nicht immer schön. Ein kleiner Überblick.

Ich war für einen Abendspaziergang in Travemünde. Die meisten Menschen spazieren über die Vorderreihe, immer am Wasser entlang und an den Geschäften auf der anderen Seite dieser Uferstraße. Das ist auch mein gern genommener Weg. An der Vorderreihe stehen auch einige der schönsten Häuser der Travemünder Bäderarchitektur. Genauso stellt man sich die vor.

Schönes Beispiel für Bäderarchitektur an der Travemünster Vorderreihe.
Schönes Beispiel für Bäderarchitektur an der Travemünder Vorderreihe.

Nicht immer nur in der ersten Reihe gucken

Typisch sind die vorgebauten Veranden. Wer mehr davon sehen möchte, wende sich am Ende der Vorderreihe nach links und gehe die parallel dazu verlaufende Kurgartenstraße entlang. Dort finden sich neben pittoresken Fischerhäuschen aus Backstein weitere schöne Beispiele der typischen Bäderarchitektur. Eines schöner als das andere.

Bäderarchitektur
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Bäderarchitektur
Veranden, Erker und Schnitzereien allein sind manchem nicht genug. Da geht noch mehr.

Urlauberregale – Bäderarchitektur der 70er Jahre

Wer sich ein bisschen weiter an der Ostsee umschaut, kann entdecken, wie dann Jahrzehnte später für die Feriengäste gebaut wurde. Die Bäderarchitektur der 70er und 80er Jahre unterscheidet sich sehr von der in Travemünde. Nicht nur, was Architektur und Farben angeht. Sie ist auch größer, da werden die Urlauber in Waben untergebracht wie die Bienen.

Bäderarchitektur der 70er
Bäderarchitektur in Scharbeutz: Urlauber in Waben.
Bäderarchitektur der 70er
Oder in Kästchen.

Unterdessen wird weiter und weiter gebaut. Nicht mehr so wie in den 70ern, sondern etwas individueller. Wobei ich manchmal über die Proportionen staune.

Bäderarchitektur
Moderne Bäderarchitektur in Niendorf/Ostsee.

Niemand will heute mehr so bauen, wie vor 100 Jahren. Kopieren finde ich alles andere als gut. Heutige Architekten müssen ihre eigene Formensprache entwickeln. Ob mir das Ergebnis immer gefällt, ist zweitrangig. Aber ich werde weiter beobachten, was dort an der Küste entsteht.

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