Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Feuerwehr und Presse: Leitlinien vom grünen Tisch
„Ach, da kommen wieder die Geier.“ Manchmal werde ich so begrüßt, wenn ich zur Arbeit komme. Genauer: Zum Ort von Katastrophen und Tragödien. Es ist mein Job ab Journalistin, Bericht zu erstatten über Feuer, Hochwasser, Unglücksfälle, Mord und Totschlag. Und das wird zunehmend schwieriger. Einst kein Problem, beschäftigt mich das Verhältnis von Presse und Feuerwehr beziehungsweise Presse zu BOS (Behörden der Ordnung und Sicherheit) zunehmend. Nun nimmt der Deutsche Journalistenverband (DJV) einen Anlauf, mir das Leben an den Einsatzorten ein bisschen zu erleichtern. Ich fürchte nur, der Effekt wird nicht besonders groß sein.
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Schrauben statt Schreiben: Unordnung im Blog-Innenleben
Hier tut sich im Moment inhaltlich nicht allzu viel. Etliche Blogposts hängen in der Warteschlange. Keine Zeit, sie fertig zu stellen und zu veröffentlichen. Denn ich musste leider mal wieder am Blog herumschrauben. Und jetzt spielt Jetpack – das Super-Plugin – nicht mehr mit mir. Dabei habe ich es doch so gemocht. Aber an irgendeiner Stelle habe ich einen Fehler gemacht, der sich nun nicht mehr beheben lässt. Das Ganze hat eine Vorgeschichte.
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Fair oder unverständlich: Sprache, Behinderung und die Menschen
Wie diskriminierend ist Sprache? Und wie verwirrend ist eine Sprache, die nicht diskriminiert. Das sind Fragen, die gerade uns Journalisten täglich beschäftigen. Am Ende machen wir doch wieder das, was wir nicht machen sollen und was andere versuchen, zu vermeiden: Wir nennen Behinderung und Behinderte genau so. Es bleibt uns einfach nichts anderes übrig, wenn wir für unsere Leser verständlich sein wollen.
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Der Pflegespray-Laden
Die Frau war heute im Schuhgeschäft. Das gehört sich ab und zu so, steht in der Stellenbeschreibung für Frauen drin. Und was gibt es im Schuhgeschäft zu kaufen? Schuhe natürlich. Aber angepriesen wird dort etwas ganz anderes. Und zwar jedes Mal, wenn die Frau mit ihrer neuesten Eroberung an der Kasse steht.
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Die große Gängelmaschine
Erst die Raucher, jetzt die Dicken: Wieder gehen angebliche oder wirkliche Experten daran, andere Menschen zu einem besseren und gesünderen Leben zu verdonnern. Mehr Sport, weniger Essen, und das, was auf den Teller kommt, sollte handverlesen sein. Der stete Tropfen der Appelle und Vorschriften für richtiges und gutes und gesundes Verhalten verfehlt seine Wirkung nicht: Die Gängelei wird zum Volkssport.
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Sprache, die vernebelt
Sperrig, verlogen, geschraubt: Behörden verwenden Wörter, die nicht nur umständlich und kompliziert sind, sondern auch das verbergen, was sie ausdrücken wollen. Wer täglich mit Verwaltungsvorlagen, Tätigkeitsberichten und Mitteilungen von Ämtern zu tun hat, weiß, wovon ich rede. Hier eine kleine Sammlung von Euphemismen, denen ich gnadenlos ihre wahre Bedeutung zukommen lasse. Besonders kreativ ist auf dem Gebiet der Bedeutungsvernebelung die Agentur für Arbeit.
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Manchmal brandheiß: Feuerwehr und Presse
Es ist ein Dauerbrenner, das Verhältnis von Feuerwehren und Presse. Wobei ich hier nicht von den Berufsrettern schreiben möchte, sondern von den Freiwilligen Feuerwehren, mit denen eigentlich alle Lokalredakteure ihr Berufsleben lang zu tun haben. Ein Verhältnis, das irgendwo zwischen Langeweile und Konflikt liegt und sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt hat.
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Der Jammerlappen schlägt zurück
Nun ist es aber langsam mal gut: Ich habe keine Lust mehr, mich als gestrig, unbeweglich, zu alt für etwas Neues diffamieren zu lassen. Zugegeben, ich bin 52 Jahre alt und nicht mehr die Jüngste. Das heißt aber nicht, dass auch mein Kopf schon alt ist. Schließlich ist er seit Jahrzehnten bestens darauf trainiert, sich mit immer neuen Techniken und Medien auseinander zu setzen. Aber das glaubt mir offenbar niemand.
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„Gymnasium ist teuer“
Elternabend, Gymnasium, 7. Klasse. Als die Eltern nach dem Ende aus dem Klassenraum gehen, wissen sie: Es ist mal wieder an der Zeit, das Portemonnaie zu zücken. Außerdem empfiehlt es sich, Reserven anzulegen. Es kommt noch die eine oder andere Zahlungsaufforderung. „Gymnasium ist teuer“, hat der Klassenlehrer mit trockenem Humor bemerkt und sich die großen Grausamkeiten bis zum Schluss aufgespart.
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Fremdschämen für den Bettina-Mob
Ich schäme mich. Ich leide unter extremem Fremdschämen, und der Anfall ist so heftig wie noch nie in meinem Leben. Was bilden sich die Leute eigentlich ein, die meinen, öffentlich jemanden anderen herabwürdigen, niedermachen, in Grund und Boden stampfen zu können? Wo bleibt der Anstand, wo das Mitgefühl für eine Frau, die nur ihren Namen und ihre Reputation schützen will? Warum können sich so viele Menschen nicht mehr einfühlen in die Gefühle anderer? Ich stehe fassungslos und angewidert vor dem Kübel Dreck, der im Internet über Bettina Wulff ausgeschüttet wird. Überlegt sich denn niemand von denen, die da schütten, wie er selbst sich in dieser Situation fühlen würde?
























