Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Plastik statt Jute
Früher, ja früher, da hatten wir nicht nur einen Kaiser, angeblich mehr Ruhe und Gelassenheit als heute und ein Plumpsklo hinten auf dem Hof. Früher, da spielten die Kinder noch Ringelreihen und Blinde Kuh statt am Computer zu sitzen, und sie hatten Platz, um sich draußen auszutoben. Und früher gab es die richtigen Säcke zum Sackhüpfen. Braun, aus Jute, kratzig und gerade so groß, dass sich ein durchschnittliches Kind den Sack bis unter die Achseln hoch ziehen und damit loshüpfen konnte. Doch der Jutesack ist weg. Dass er aus unserem Alltag verschwunden ist, fällt kaum auf. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass wir erstens nie so große Mengen von…
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Facebook – eine Spamschleuder?
Der Blick auf die Blogbesuche hat mir heute gelinde gesagt einen Schock versetzt. Die Zahl der Seitenaufrufe ist exorbitant in die Höhe geschnellt. Schön. Schön? Nix da. Der Blick auf die Spamkommentare hat mich eines besseren belehrt. 98, so viele wie noch nie. Auch Antispam-Bee meldet extrem viele Spammer. Und alle kommen über Facebook, verlinken auf Facebook-Profile mit Nummern statt Namen. Das hatte ich vor einigen Monaten schon einmal. Ist Facebook eine Spamschleuder? Offenbar ja, anders kann ich mir das nicht erklären. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Brotdosen-Kontrolle: Die entmündigten Eltern
Ich muss mir jetzt mal Luft machen. Ich fühle mich heruntergeputzt, entmündigt, für dumm erklärt. Von Kindergartenerzieherinnen und Grundschullehrerinnen. Sie entziehen mir die Erziehungsberechtigung, wenn es um die Ernährung meines Kindes geht. So geht das nicht.
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August: Die Blätter werden bunt
Ja, haben wir denn schon Herbst? Es fing vor zwei Wochen an, Mitte August, als mir auffiel, dass an unserer Hauseiche die Blätter an den Spitzen der Äste bunt geworden sind. Eindeutig rot-orange. Mittlerweile beobachte ich das Phänomen des verfrühten Herbest auch an anderen Baumarten. Hier bei uns im Norden sieht es entlang der Straßen so aus wie Ende September, Anfang Oktober. Herbst im August? Wie kommt das?
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Weg mit to go: Kaffee marsch
Kaffee gehört in die Kehle. Mein letzter „Coffee to go“ ging jedoch nicht den üblichen Weg in den Schlund, sondern tröpfelte auf die Jacke. Nicht, dass ich des Trinkens nicht mächtig wäre. Es lag am Becher. Der bot überraschenden Lesestoff, und schon war’s passiert. In dem Becher, so stand es draußen drauf, war nicht Coffee-to-go, sondern Kaffee-hurtig, Geh-Kaffee, Kaffee marsch oder Fersenkaffee, so die auf den Behälter gedruckten Vorschläge für lebendiges Deutsch statt „Denglish“. Die Ideen stammen von den Leserinnen und Lesern der Seite www.aktionlebendigesdeutsch.de, und da finden sich auch allerlei skurrile Vorschläge, wie englische Begriffe durch deutsche ersetzt werden können. Daraus lässt sich eine nette Geschichte basteln. Etwa so:…
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Twitter mir nicht dazwischen!
Ich mag Twitter, diese wunderbar einfache, kurze und knappe Kommunikation mit Leuten, die man zwar nie gesehen hat, aber irgendwie interessant, nett oder klug findet. Da ergeben sich im Laufe der Twitterei nette Kontakte, und den einen oder anderen Twitterer habe ich auch schon persönlich getroffen. Dabei hat sich dann immer herausgestellt, dass der gute Draht vom Twittern auch im persönlichen Kontakt hält. Das schönste am Twittern ist aber diese Offenheit. Ich kann folgen, wem ich will, muss nicht denen folgen, denen ich nicht folgen will, muss nicht mal denen folgen, die mir folgen, kann aber trotzdem mit allen in einen Dialog treten. Kann, wohlgemerkt. Aber darf ich das auch? Einige…
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Berlin – ein Rummelplatz
So ein Berlinbesuch bietet viel Stoff für Geschichten und Gedanken. Nach langer, langer Zeit war ich jetzt mal wieder in der Hauptstadt – und bin erschüttert und ein bisschen schockiert. Berlin ist zum Rummelplatz geworden. Auf den Resten von unendlich viel Leid, von Kaltem Krieg und unzähligen Toten wuchert Touristen-Kitsch. Damit habe ich persönlich Probleme. Andere offenbar nicht. Und damit meine ich nicht nur die Touristen selbst, die diesen Kitsch befördern.
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Konzert für Mähdrescher und Streicher
Sommerzeit ist Erntezeit. Und Sommerzeit ist Festivalzeit. Gerne auch auf dem Lande, wie beim Schleswig-Holstein Musik-Festival, bei dem es seit Jahrzehnten gute Tradition ist, im Sommer in Scheunen und auf Gutshöfen zu musizieren. So mancher Hof- und Gutsbesitzer hat Veranstaltungen als zweites Standbein für seinen einst rein landwirtschaftlichen Betrieb entdeckt. Aber nicht immer ergeben Konzerte und Ernte eine harmonische Einheit.
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Die Schlacht im Schreibwarenladen
Heute war wieder der Tag des Horrors für Eltern schulpflichtiger Kinder. Am ersten Tag des neuen Schuljahres gab es die obligatorische Einkaufsliste. Mit der Pflicht, das aufgelistete Material möglichst schnell, also heute noch, zu besorgen. Wie Hunderte und Tausende anderer Eltern und aufgeregte Kinder auch. Zeit für die Schlacht im Schreibwarenladen.
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Verräterische Schuhe bitte pixeln
Die Meldung passt ins Bild, das sich mir immer mehr bietet: Das Münchner Boulevardblatt „tz“ muss einer Frau wegen schwerer Verletzung der Persönlichkeitsrechte 1200 Euro zahlen. Sie war bei einem Prozess anhand ihrer Schuhe erkannt worden. Die Redaktion hatte zwar das Gesicht der Frau wie in solchen Fällen üblich verpixelt, ihr Schuhe machten sie aber dennoch erkennbar. Auch Schuhe haben Persönlichkeitsrecht. Das habe ich gerade erst selbst erfahren.





























