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Zeitungstexte für alle: Kein queer und kein trans*
Wir schreiben für den dümmsten Leser. So lautet das Credo in vielen Zeitungsredaktionen. Das bedeutet nicht, dass wir Journalisten die Leser verachten. Es erinnert uns nur daran, immer so zu schreiben, dass es wirklich jeder versteht. Dass wir dabei denen, über die wir schreiben, auf die Füße treten müssen, lässt sich nicht vermeiden. Denn wir lassen uns im Interesse unserer Leser nicht verbiegen, auch nicht um einer vermeintlich oder guten Sache willen.
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Begegnung mit Monte oder: Beim Barte des Porträtierten
Der Alltag eines Lokalredakteurs hält manchmal nette Begegnungen bereit. Begegnungen mit Menschen, die etwas besonderes an sich haben oder die mit ihrer Art einfach Spaß machen. Meistens entpuppen sich genau diese Menschen hinterher als sehr nett. So wie Monte, von dem ich hier erzählen will. Monte, der Mann mit dem tollen Bart.
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Niemand außer mir mag es: Das ungeliebte Paintball-Foto
Das Fotografie-Magazin kwerfeldein.de sucht „Mein geliebtes ungeliebtes Bild“. Eines, das den Fotografen selbst total begeistert, aber alle anderen kalt lässt. Es hat keine Sekunde gedauert, da ist mir eingefallen, auf welches meiner Fotos das uneingeschränkt zutrifft. Ein Foto, hinter dem eine Geschichte steht. Aber auch wer die Geschichte nicht kennt, muss das Bild es toll finden. Dachte ich jedenfalls. Aber Fehlanzeige. Hier ist es nun, mein geliebtes ungeliebtes Bild vom Paintball.
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Gedanken zum Tag der Musik
Ab heute ist Tag der Musik. Genauer: Es sind die Tage der Musik. Der Deutsche Musikrat hat den Tag der Musik in diesem Jahr für die Zeit zwischen dem 13. und 15. Juni ausgerufen. Er steht nicht ohne Grund unter dem Motto „Anpfiff für die Musik“. Natürlich hat auch der Musikrat die Fußball-WM im Blick.
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Mein Woche vor dem TV: Horrorgarten, Dackelblick und die gutwillige Anne
Ich war früher ein Fernseh-Junkie. Das ist längst vorbei. Ich habe besseres zu tun. Zum Beispiel hier zu bloggen, denn dieses Blog ist eine reine Freizeitbeschäftigung. Oder Fotos machen, Fotos bearbeiten. Oder lesen. Fernsehen spielt für mich nur noch sonntags eine Rolle. Erst – ich geb’s zu – bei der Lindenstraße, der ich seit Anbeginn treu bin, dann beim Tatort und hinterher noch bei Jauch. Da aber nur, weil der Weg von der Couch zum Bett so weit ist. In der vergangenen Woche bin ich dann aber doch drei Mal vor dem Fernseher hängengeblieben, der sowieso gerade lief. Und deshalb kommen hier meine Notizen zu drei Mal öffentlich-rechtliches Fernsehen in…
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Spam-Alarm: Faxe fix löschen
Fax ist gestrig. Unsere 16- bis 18-jährigen Praktikanten in der Redaktion wissen gar nicht mehr, was das ist. Und doch drängeln sich plötzlich Faxe in mein Leben. Sie werden mir ins Postfach geschwemmt. Da kann doch nur Spam oder etwas anderes Böses dahinter stecken.
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Eine eigenes Blog für die kreativen Kennzeichen
Ich habe hier vor einigen Wochen Autokennzeichen gezeigt, die ein Wort ergeben: KI-NO, EL-BA und E-IS. Der Blogpost hat viel Anklang gefunden, und von allen Seiten habe ich neue Beispiele dafür gefunden. Nun habe ich es endlich geschafft, eine Reihe davon zu verarbeiten. Und weil es immer mehr werden, habe ich den kreativen Kennzeichen bei tumblr. ein eigenes Blog gewidmet: kreative-kennzeichen. Und damit es schön voll wird, nehme ich weitere Fotos gerne entgegen, am liebsten per Mail, da das Einbinden von Tweets bei tumblr. nicht so gut funktioniert. Oder ich habe noch nicht herausgefunden, wie es am besten geht. Also, wer kreative Kennzeichen sieht, bitte fotografieren und her damit. Adresse:…
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Binnenmajuskeln: diskussionswürdig oder eine schöne Sprach-Spielerei?
Der kann wahrscheinlich wegen mangelnder Sprachkenntnisse gar nichts dafür: Der Chef eines neuen Asia-Restaurant überraschte mich jetzt mit einer ungewöhnlichen Binnenmajuskel: „NeuerÖffnung“ kündigte ein Flyer vollmundig an. Daran knüpft sich die Frage, ob die Großbuchstaben innerhalb eines Wortes nur eine Spielerei mit Sprache sind – wohl eher Rechtschreibung als Sprache – oder ob es nicht nur eine Unsitte, sondern auch sinnentstellend ist. Sind Binnenmajuskeln also diskussionswürdig?
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Kunstunterricht: Herausforderung für Geldbeutel und Können – der Eltern
Ich habe es getan. Zum ersten Mal seit 30 Jahren habe ich eine Frauenzeitschrift gekauft. So ein Heft voller Artikel – vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, es sind mehr Bilderseiten mit Textschnipseln – über Mode, Schmuck und Styling. 2,95 Euro für 146 Seiten. Das Titelblatt verspricht mir Must-Haves, nach denen alle verrückt sind. Fashion Codes von irgendwelchen mit unbekannten Damen wie Lena Gercke. 498 Trendteile für unter 100 Euro und sexy Sommer-Styles. Reißt mich alles nicht vom Hocker. Muss es auch nicht, denn die Zeitschrift wird in Kürze zerschnitten und zu einer Hausaufgabe verarbeitet. Genauer: zu einem Style-Book.
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Tour nostalgie d’Einbeck: Auf den Spuren meiner frühen Jahre
Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt. Vielleicht. Jedenfalls habe ich in jüngster Zeit zwei Mal ausgiebig die Orte besucht, in denen ich die ersten 21 Jahre meines Lebens verbracht habe. Meine Heimatstadt Bad Gandersheim, über deren Besuch ich hier geschrieben habe, und jetzt Einbeck, wo ich von 1979 bis 1981 bei der Einbecker Morgenpost volontiert habe. Ergebnis dieses Besuchs: Es hat sich äußerlich fast nichts verändert, und es war ein sehr nostalgisches Gefühl, noch einmal durch die mittelalterlichen Gassen zu wandern. Los geht’s mit der Tour nostalgie d’Einbeck.





























