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Winter: Harte Zeiten für Polizeireporter
Jetzt geht sie wieder los, die harte Zeit für Polizeireporter. Denn nun häufen sich nicht nur wieder die Unfälle und Brände, sondern jede Fahrt zum Ort des Geschehens wird wieder zum Wagnis und der Daueraufenthalt draußen zur Qual. Gerade erst hat sich wieder angekündigt, wie es werden wird. Und es graust mir jetzt schon.
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Fotografieren – die Freiheit des Bürgersteigs
Es gibt wieder etwas von der Reporterfront zu berichten. Ich habe hier lange nicht mehr aus meinem beruflichen Alltag geplaudert, jetzt ist mal wieder ein Bericht fällig. Darüber, wie wichtig Panoramafreiheit für Reporter ist und dass dieses große Recht auch im kleinen Lokalreporter-Alltag seine Berechtigung hat. Es gibt die Freiheit des Bürgersteigs, die Freiheit, auch dann zu fotografieren, wenn es einem verboten wird.
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Wie schöpferisch ist ein Unfallfoto?
Ein Mann stirbt öffentlich. Peter Fechter verblutet vor den Augen entsetzter Zuschauer an seinen Schussverletzungen. Ein Kameramann hält das Geschehen fest. Daran entzündet sich nun, 52 Jahre nach Fechters Tod an der Berliner Mauer, ein juristischer Streit. Hat der Film vom Sterben des Peter Fechter eine Schöpfungshöhe? Über die Entscheidung der Richter berichtet die Seite rechtambild.de in diesem Beitrag. Für mich wirft dieser Fall die Frage auf, welche Schöpfungshöhe Fotos von Ereignisse haben, auf die derjenige, der sie im Bild festhält, keinen Einfluss hat. Eine Situation, die mir – natürlich längst nicht so dramatisch und historisch bedeutsam wie Peter Fechters Sterben – oft im Alltag begegnet. Wie schöpferisch sind Fotos und…
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Der Journalist, das verachtete Wesen
Journalisten sind Profis. Aber sie haben es in den seltensten Fällen bei ihrer Arbeit mit Profis im Umgang mit der Presse zu tun. Das kann auch niemand verlangen. Bemerkenswert ist aber, wie manche Leute die Arbeit der Presse sehen und was sie davon halten. Das ist aus ihren Äußerungen gegenüber uns Journalisten ablesbar. Und solche falschen Einschätzungen beschränken sich nicht mal auf Laien. Sogar Profis der Pressearbeit haben diese Sprüche im Repertoire.
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Agenturschreibweise: Wie uns DPA vor dem Grislibären schützt
fff, lll, mmm – die neue Rechtschreibung schenkt uns wunderbare Buchstaben-Dreierschläge, etwa in Schifffahrt, Kontrolllampe oder Brennnessel. Ich mag ja diese Drillinge, und sie haben sich gut eingebürgert, ebenso wie das Doppel-s anstelle des ß. So ein paar neue Schreibweisen gehen mir aber gegen den Strich. Wie gut, dass ich sie gar nicht verwenden muss, denn bei den Lübecker Nachrichten gilt wie in vielen Redaktionen die sogenannte Agenturschreibweise. Die ist ein bisschen anders, als es Herr Duden vorschreibt. Oder um genau zu sein: Die Agenturliste wählt bei zwei Möglichkeiten immer die, die mir und wohl auch den meisten Lesern näher liegt.
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Gratis-Fotomotiv als milde Gabe
Wer regelmäßig im Netz unterwegs ist, stößt gerade bei Berichten von Künstlern oder anderen Kreativen immer wieder auf dieselbe Geschichte. Sie sollen irgendwo auftreten, in einem Restaurant oder eine Bar oder bei einer Veranstaltung, aber bitte für lau. Zahlen wollen diejenigen, die das Engagement aussprechen, nicht. Sie sollen Texte schreiben oder Fotos machen oder Webseiten optimieren oder was auch immer. Aber bitte gratis. „Das ist doch Werbung für dich“, lautet immer wieder das Argument für solche unlauteren Offerten. Gerade erst hat mich ein Geschäftsführer einer großen Firma gefragt, ob er die Fotos, die ich für die Zeitung gemacht habe, für die konzerneigene Mitarbeiterzeitschrift haben könne. Auf meinen Hinweis, die seien…
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Kamerahaltung: Bist du Linksdreher oder Rechtsdreher?
Blogs zu lesen, verschafft einem manchmal Einsichten, auf die man auch selbst hätte kommen können. Unabhängig voneinander haben der People- und Fashionfotograf Michael Gelfert und der Photoshop- und Fototrainer Calvin Hollywood sich des Themas Kamerahaltung angenommen. Der eine mit Schwerpunkt auf das Hochformat, der andere auf verwacklungsfreies Fotografieren mit langen Belichtungszeiten. Beide zeigen falsche oder ungünstige Kamerhaltungen und bessere. Anlass für mich, mich selbst mal kritisch zu beobachten.
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Bloggen in Gendersprache? Nicht bei mir.
Sollten Blogger und Autoren auf gendergerechte Sprache achten? Diese Frage stellt Martin auf seinem Blog „1001 Erfolgs-Geheimnisse“ und ruft zur Blogparade auf. Ich habe viel zum Thema Gendersprache gelesen und hier und hier auch schon darüber geschrieben. Zu Martins Frage habe ich mir meine Gedanken gemacht. Die werden nicht jedem – mit Betonung auf jedem – gefallen.
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Hochwasser: Warum Reporter keine Sandsäcke schleppen
Süd- und Ostdeutschland saufen ab. Die Nachrichten, Bilder, Tweets über das Hochwasser sind heute allgegenwärtig. Journalisten berichten auf allen Kanälen darüber, wie dramatisch die Situation ist, dass Helfer gesucht werden, welche Nummer Bürgertelefone haben und wer alles mithilft. Das ist ihr Job, das können sie, das machen sie, oft rund um die Uhr. Was sie nicht machen: Sandsäcke füllen, Häuser evakuieren oder Keller leer pumpen. Und das ist auch gut so.
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Sternchen-Seiten: Provinz-Journalismus, Facebook anno 1914 und Vatertag
Ich bin dann mal für ein langes Wochenende weg. Familientreffen. Damit alle, die nichts vorhaben, noch ein paar Lesetipps bekommen, gibt es heute wieder Sternchen-Seiten. Los geht’s.





























