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Einen Knoten in den Hemdchenbeutel machen
Wir kennen alle die dünnen Beutel, die am Obst- und Gemüsestand im Supermarkt hängen, um darin Tomaten oder Äpfel zu verpacken. Aber wie heißen die? Wer sich nähe damit befasst, lernt zwei Namen: den Knotenbeutel und den Hemdchenbeutel.
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Minderheiten: Wie viel Rücksicht darf’s denn sein?
Auslöser für diesen Text ist die Debatte über die Widerspruchsregelung zur Organspende. Während alle noch über das Für und Wider debattierten, kam von irgendwoher die Anmerkung, es sei auf Menschen Rücksicht zu nehmen, die sich nicht entscheiden könnten. Dazu entfuhr mir dieser Tweet: „Man muss nicht für jede noch so kleine Gruppe eine Extrawurst braten.“
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Der Bindestrich – der nächste Schreibquatsch
Jahrelang haben wir uns über das Deppenleerzeichen echauffiert. Was für ein Schwachsinn, mitten im zusammengesetzten Wort eine Lücke zu lassen. Offenbar hat unser Barmen geholfen. Das Deppenleerzeichen ist zwar nicht auf dem Rückzug. Aber immer mehr Schreiber gehen dazu über, mitten im Wort einen Bindestrich zu setzen. Aber das ist nun auch nicht richtig.
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Amadeu Antonio und der Bindestrich
Ich ärgere mich schon länger über die Amadeu-Antonio-Stiftung. Nicht über die Stiftung an sich, sondern über die Schreibweise. Ich will nicht das alte Lied vom Deppenleerzeichen singen. Aber ich kann über diese Unsitte auch nicht hinwegsehen. Wobei der Bindestrich eine etwas zielichtige Angelegenheit ist.
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Eselsbrücke: Geh‘, du alter Esel, über die Brücke
Der moderne Mensch hat mitunter mit kryptischen Buchstabenfolgen oder merkwürdigen Abkürzungen zu tun. Allein die vermaledeiten Passwörter, die wir dauernd irgendwo eingeben müssen. Wer soll sich das alles merken? Es gibt einen uralten Trick, um damit klarzukommen: die Eselsbrücke.
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Femizid – ein zu großes Wort
Ich verfolge seit einiger Zeit die Debatten um die Wörter Familiendrama und Femizid. Als Journalistin steht es mir gut an, darüber nachzudenken. Ja, ich finde auch, Familiendrama ist die falsche Bezeichnung. Aber mit Femizid, wie es von vielen gefordert wird, kann ich mich aus zwei Gründen nicht anfreunden.
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An, in und auf der Straße
Wir hier im Norden sagen: Das Restaurant liegt in der Hauptstraße. Aber kann ein Restaurant, ein Laden oder eine Haus in einer Straße liegen? Liegt es nicht eher an einer Straße. Oder vielleicht sogar auf einer Straße, wie ich jüngst gelesen habe?
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Mit Verlaub: Die Renaissance eines alten Begriffs
Seit einiger Zeit höre ich immer wieder einen Begriff, der lange verschwunden schien: mit Verlaub. Speziell bei Talkshows und in Politikerdialogen feiert diese doch recht altmodische Formulierung in jüngster Zeit fröhliche Urständ. Das hat vielleicht nichts mit der berühmtesten Phrase dazu zu tun.
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Der Ally, das unbekannte Wesen
Wer regelmäßig im Netz unterwegs ist, stößt auf die seltsamsten Ausdrücke. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Wörter gelernt wie in der Zeit, in der ich mich in sozialen Netzwerken herumtreibe. Meistens allerdings sind es Wörter, die mich nicht erfreuen. Wörter, die ausgrenzen, auch wenn sie das nicht wollen oder sollen. Meine neueste Entdeckung: der Allie oder Ally.
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Gedanklicher Stop am Stoppschild
Ich schreibe nicht jeden Tag über ein Stopschild. Oder über ein Stoppschild? Als ich das Wort vor einiger Zeit das erste Mal geschrieben habe, entspann sich in der Redaktion eine Diskussion darüber, ob das Wort mit einem oder zwei p gechrieben wird.


























