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Gendern: Wirrwarr und seltsame Verkaufende
Ich bin kein Freund des Genderns, aus inhaltlichen, aber auch aus formalen Gründen. Aber wie immer man dazu stehen mag: Es fällt auf, dass das Gendern in Schriftform mittlerweile zu einem völligen Wirrwarr und den krausesten Konstruktionen geführt hat. Ein paar Beobachtungen dazu.
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Tokenism, ageistisch, misogyn – Wenn woke Leute reden
Ich bin eine alte weiße Frau. Ich komme nicht mehr mit. An sich hatte ich immer gedacht, eine einigermaßen umfassende Allgemeinbildung zu haben. Aber seitdem es Leute gibt, die woke sind, verstehe ich vieles nicht mehr. Gerade bin ich etwa über das Wort Tokenism gestolpert.
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Zob – wer kennt ihn und wer die Abkürzung?
Es gibt Abkürzungen, die sind denen, die sie benutzen, sonnenklar. Zob ist so ein Kurzwort. Es steht für zentraler Omnibusbahnhof. Als ich die Abkürzung das erste Mal hörte, wusste ich auch nicht, was das ist. Mittlerweile ist das Wort für mich völlig normal, weil es hierzulande jeder sagt.
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Frau? Mann? Bin ich oder werde ich gelesen
In sozialen Netzwerken begegnen mir immer wieder seltsame Wendungen. Da werden Menschen „als Frauen gelesen“. Ich dachte immer, wir lesen Texte. Immer häufiger beobachte ich, dass Wörter, deren Bedeutung an sich klar ist, in anderen Zusammenhängen verwendet werden. Vor allem aber finde ich dieses gelesen werden von Menschen abstrus.
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Was macht die Frage „Was macht das mit dir“ mit dir?
In Fernsehtalkshows und Politikersprech tauchen mit schöner Regelmäßigkeit Formulierungen auf, die sich so schnell verbreiten wie eine nicht eingedämmte Pandemie. Eine Phrase scheint zurzeit ein exponentielles Wachstum zu verzeichnen: Was macht das mit dir? Wahlweise: Was macht das mit Ihnen? Was es mit mir macht? Dass ich extrem genervt bin.
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Marginalisierte: Was genau soll das sein?
Nicht nur die Corona-Krise hat uns allerlei neue Wörter beschert, sondern auch die Debatten um Rassismus, die das vergangene Jahr bestimmten. Eines dieser Wörter ist immer wieder aufgetaucht: Marginalisierte. Aber was soll das genau sein?
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Sonnabend oder Samstag: Eine Frage der Region, nicht der Religion
Gerade erreichte mich die Anfrage eines Pressesprechers, ob er Samstag oder Sonnabend schreiben solle. Er habe beobachtet, dass wir in der Redaktion immer den Samstag in Sonnabend umändern. Was es damit auf sich habe. So genau weiß ich das nicht, aber ich will versuchen, es zu beantworten.
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Ökozid: Ein für mich völlig neues Wort
Als Wortjägerin und jemand, der viel mit Sprache zu tun hat, bin ich so aufmerksam, dass mir neue Wörter immer sofort auffallen. Gerade habe ich wieder eines gefunden, das ich noch nie gehört oder gelesen habe: Ökozid.
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Wörter als Wurfprojektile
Die voluminöse Expansion subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.* Es sind solche Sätze, mit denen man sich gern mal in bierseliger Runde produzieren kann. Immer vorausgesetzt, die intellektuelle Kapazität reicht aus, um sich angesichts des einen oder anderen alkoholischen Getränks diesen langen und komplizierten Satz mit vielen Wörtern unfallfrei über die Lippen zu bringen.
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Struktur und strukturelle Probleme – Das Überall-Wort
Wir haben es, das ist unzweifelhaft, mit so vielen strukturellen Probleme zu tun, dass wir strukturell schon völlig überstrukturiert sind (Ironie off). Wer sich auf Social Media umguckt, der kann nicht umhin festzustellen, dass strukturelle Probleme eine der größten Herausforderungen sind. So viel strukturell Böses, das gibt’s doch gar nicht.
























