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Der Rachen des Löwen: Latein, eine lyrische Sprache
Latein steht in dem Ruf, eher etwas sperrig und im Gegenteil zu Italienisch oder Französisch nicht mit Sprachmelodie gesegnet zu sein. Ich habe nie Latein gelernt, kenne die Sprache nur aus kirchenmusikalischen Werken. In denen aber entfaltet sie eine Musik, wie ich es dieser Sprache nie zugetraut hätte. Beispiel gefällig: Libera de ore leonis. Frei übersetzt: Errette uns aus dem Rachen des Löwen. Wer weiter sucht, findet noch mehr schöne Beispiele.
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Treckerballett und Weizenernte – dankbare Fotomotive
Der Sommer 2013 war groß bei uns im Norden, und nun hat er sich unwiderruflich dem Ende zugeneigt. Damit geht jetzt langsam die Saison für Treckerfotos aller Art zu Ende. Es gibt kaum dankbarere Motive als landwirtschaftliche Maschinen bei ihrer Arbeit auf dem Acker. Und der Fotograf muss gar nichts dafür tun, außer an der richtigen Stelle zu stehen, Geduld zu haben und im passenden Moment auf den Auslöser zu drücken.
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Sternchen-Seiten: Wieder drei Fotoempfehlungen
Ich habe lange keine Sternchen-Seiten, also im Reader gebunkerten Seiten, mehr empfohlen. Dieses Mal gibt es wieder einen Dreierschlag von Beiträgen zur Fotografie. Hinreißende Bilder, die ich in den vergangenen Tagen auf anderen Blogs gefunden habe.
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Kopplungsstriche machen das Lesen und das Leben leichter
Könnt ihr das Wort oben auf Anhieb fehlerfrei aussprechen? Als ich es entdeckt habe, hatte ich meine Probleme damit, es auf den ersten Blick zu verstehen. Ich musste zwei Mal hingucken. Hier geht es nicht um Oberbausch-Weißtechnik, sondern um Oberbau-Schweißtechnik. Mal abgesehen davon, dass ich gar nicht so genau weiß, was das ist, ist das Wort ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Kopplungsstriche lieber einmal zu viel als einmal zu wenig eingesetzt werden sollte.
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Tremolo in cis-moll: Die Klagen der Radfem-Frauen
Cis ist ein Ton. Ein um einen halben Ton erhöhtes C. Ganz einfach. Dachte ich jedenfalls bisher. Aber denkste. Cis-Menschen sind Frauen und Männer, die sich als Frauen und Männer fühlen und sich dabei sogar wohlfühlen. Und das darf nicht sein, glaubt man den Radfems, was keine Frauen mit Rädern sind, sondern radikale Feminstinnen. Ihre Argumente sind atemberaubend, so sehr, dass ich hier darauf eingehen will. Und ich verspreche allen Lesern, es wird das letzte Mal sein, dass ich dieses Thema hier aufgreife. Aber es muss nun doch noch einmal sein. Twitter ist mal wieder schuld.
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Ein erster Hauch von Herbst
Nach all den schwerwiegenden Gedanken, die ich hier in der vergangenen Woche gewälzt habe, ist es mal wieder Zeit für ein bisschen etwas Leichtes. Heute hat der eisige Wind, der in den vergangenen Tagen über den Norden fegte, völlig nachgelassen. Die Temperatur kletterte um gut zehn Grad auf fast schon milde 13 Grad. Zeit für einen kleinen Fotospaziergang entlang der Knicks und im Wald. Zwar hat die Blattfärbung noch nicht eingesetzt, aber am Wegesrand findet sich schon allerlei an Beeren und einzelnen verfärbten Blättern. Hier sind die Ergebnisse, unkommentiert und einfach so zum Angucken.
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Gutes wollen und das Gegenteil erreichen
Es gibt so viele Dinge in unserer Gesellschaft, für die es sich lohnt zu kämpfen. Gleichberechtigung von Frau und Mann, natürlich. Gegen Nazis, gegen Rassismus, gegen Klassismus (gerade gelernt: Diskriminierung wegen der sozialen Schicht/Klasse), für Tierschutz, für die Umwelt. Alles wichtige Anliegen, für es sich lohnt, sich einzusetzen. Was mich aber traurig macht und bestürzt: Viele, die für eine dieser guten Sachen kämpfen, schaden ihr mehr als dass sie ihr nützen.
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Der Totschlag-Troll
Niemand will den Troll. Und füttern soll ihn schon gar keiner. Der kleine Internet-Fiesling, der mit seinen Kommentaren Diskussionen und Foren aufmischt, ist als Begriff zur festen Größe im Netz geworden. Doch neuerdings kommt dem Troll eine neue Rolle zu. Genauer: Der Troll wird zum Totschlag-Troll, mit dem andere Meinungen abgeblockt werden. Aus genau diesem Grund bin ich selbst jetzt mit dem Titel Troll belegt worden.
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Wie schöpferisch ist ein Unfallfoto?
Ein Mann stirbt öffentlich. Peter Fechter verblutet vor den Augen entsetzter Zuschauer an seinen Schussverletzungen. Ein Kameramann hält das Geschehen fest. Daran entzündet sich nun, 52 Jahre nach Fechters Tod an der Berliner Mauer, ein juristischer Streit. Hat der Film vom Sterben des Peter Fechter eine Schöpfungshöhe? Über die Entscheidung der Richter berichtet die Seite rechtambild.de in diesem Beitrag. Für mich wirft dieser Fall die Frage auf, welche Schöpfungshöhe Fotos von Ereignisse haben, auf die derjenige, der sie im Bild festhält, keinen Einfluss hat. Eine Situation, die mir – natürlich längst nicht so dramatisch und historisch bedeutsam wie Peter Fechters Sterben – oft im Alltag begegnet. Wie schöpferisch sind Fotos und…
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Der Journalist, das verachtete Wesen
Journalisten sind Profis. Aber sie haben es in den seltensten Fällen bei ihrer Arbeit mit Profis im Umgang mit der Presse zu tun. Das kann auch niemand verlangen. Bemerkenswert ist aber, wie manche Leute die Arbeit der Presse sehen und was sie davon halten. Das ist aus ihren Äußerungen gegenüber uns Journalisten ablesbar. Und solche falschen Einschätzungen beschränken sich nicht mal auf Laien. Sogar Profis der Pressearbeit haben diese Sprüche im Repertoire.




























