Kreisverkehr bei der Post

Die "Post"-Kasse ist tatsächlich die Postkasse. Warum also die Gänsefüßchen?

Vorweihnachtszeit ist die Zeit, in der es viele Menschen zur Post drängt. Meine Erfahrungen damit sind dieses Jahr aber nicht gut. Meine Post dreht sich im Kreisverkehr: Was ich dort abgebe, kommt prompt zu mir zurück.

Fall 1: Ein Brief mit Unterlagen an meinen Steuerberater. Da ich seit der Portoerhöhung nicht mehr weiß, was auf den bis dato 1,45 Euro großen Brief drauf geklebt werden muss, bin ich damit zur Poststelle unseres Supermarkts marschiert. Dort habe ich nicht nur erfahren, dass Briefe jetzt alle zehn Cent mehr kosten, egal welche Größe. Ich habe auch die passende Briefmarke bekommen. Die hat der Mann von der Poststelle gleich auf meinen Brief gepappt.

Klebe hat nicht geklebt

Allerdings hat er offenbar nicht sorgfältig genug geklebt. Der Brief jedenfalls kam nach ein paar Tagen zu mir zurück, abgelehnt von der Post, da er nicht frankiert sei. Die Briefmarke war abgefallen, die Klebestelle noch zu erkennen.

Fall 2: Jedes Jahr Anfang Dezember schicke ich ein großes Paket mit Marzipan zur Verwandtschaft nach Frankreich. Dort gibt es fast kein Marzipan. Die Franzosen sind deshalb ganz verrückt nach Lübecker Marzipan. Ich bin also mit meinem Paket zur Post marschiert und habe es dort abgegeben. Acht Euro Porto sollte ich bezahlen, das kam mir schon recht wenig vor, aber wenn die das dort sagen, wird es wohl stimmen. Es stimmte nicht. Das Paket kam als unterfrankiert zurück. Es war nicht fürs Ausland frei gemacht worden.

Teures Marzipan

Also wieder zur Post. Dort wurde das Paket gedreht und gewendet, darüber beratschlagt, ob sich die ersten acht Euro verrechnen ließen. Ließen sie sich nicht. Es gab keine Möglichkeit dafür. Also habe ich dieses Mal 17,99 Euro bezahlt und das Paket auf den hoffentlich richtigen Weg gebracht.

Die Frau bei der Post gab mir noch mit auf den Weg, ich möge bitte immer sagen, dass eine Sendung ins Ausland geht. Die Mitarbeiter läsen sich doch die Adresse nicht durch. Stimmt, da ist was dran. Sonst hätte mir die Postfrau, bei der ich vor ein paar Jahren ein Paket für Frankreich in die Hand gedrückt habe, nicht mitgeteilt, es sei fraglich, ob es bis Weihnachten noch in England ankomme. Meine Antwort: „Hoffentlich nicht. Es soll ja nach Frankreich.“

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