Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
-
Der Pflegespray-Laden
Die Frau war heute im Schuhgeschäft. Das gehört sich ab und zu so, steht in der Stellenbeschreibung für Frauen drin. Und was gibt es im Schuhgeschäft zu kaufen? Schuhe natürlich. Aber angepriesen wird dort etwas ganz anderes. Und zwar jedes Mal, wenn die Frau mit ihrer neuesten Eroberung an der Kasse steht.
-
Die große Gängelmaschine
Erst die Raucher, jetzt die Dicken: Wieder gehen angebliche oder wirkliche Experten daran, andere Menschen zu einem besseren und gesünderen Leben zu verdonnern. Mehr Sport, weniger Essen, und das, was auf den Teller kommt, sollte handverlesen sein. Der stete Tropfen der Appelle und Vorschriften für richtiges und gutes und gesundes Verhalten verfehlt seine Wirkung nicht: Die Gängelei wird zum Volkssport.
-
Sprache, die vernebelt
Sperrig, verlogen, geschraubt: Behörden verwenden Wörter, die nicht nur umständlich und kompliziert sind, sondern auch das verbergen, was sie ausdrücken wollen. Wer täglich mit Verwaltungsvorlagen, Tätigkeitsberichten und Mitteilungen von Ämtern zu tun hat, weiß, wovon ich rede. Hier eine kleine Sammlung von Euphemismen, denen ich gnadenlos ihre wahre Bedeutung zukommen lasse. Besonders kreativ ist auf dem Gebiet der Bedeutungsvernebelung die Agentur für Arbeit.
-
Manchmal brandheiß: Feuerwehr und Presse
Es ist ein Dauerbrenner, das Verhältnis von Feuerwehren und Presse. Wobei ich hier nicht von den Berufsrettern schreiben möchte, sondern von den Freiwilligen Feuerwehren, mit denen eigentlich alle Lokalredakteure ihr Berufsleben lang zu tun haben. Ein Verhältnis, das irgendwo zwischen Langeweile und Konflikt liegt und sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt hat.
-
Der Jammerlappen schlägt zurück
Nun ist es aber langsam mal gut: Ich habe keine Lust mehr, mich als gestrig, unbeweglich, zu alt für etwas Neues diffamieren zu lassen. Zugegeben, ich bin 52 Jahre alt und nicht mehr die Jüngste. Das heißt aber nicht, dass auch mein Kopf schon alt ist. Schließlich ist er seit Jahrzehnten bestens darauf trainiert, sich mit immer neuen Techniken und Medien auseinander zu setzen. Aber das glaubt mir offenbar niemand.
-
„Gymnasium ist teuer“
Elternabend, Gymnasium, 7. Klasse. Als die Eltern nach dem Ende aus dem Klassenraum gehen, wissen sie: Es ist mal wieder an der Zeit, das Portemonnaie zu zücken. Außerdem empfiehlt es sich, Reserven anzulegen. Es kommt noch die eine oder andere Zahlungsaufforderung. „Gymnasium ist teuer“, hat der Klassenlehrer mit trockenem Humor bemerkt und sich die großen Grausamkeiten bis zum Schluss aufgespart.
-
Fremdschämen für den Bettina-Mob
Ich schäme mich. Ich leide unter extremem Fremdschämen, und der Anfall ist so heftig wie noch nie in meinem Leben. Was bilden sich die Leute eigentlich ein, die meinen, öffentlich jemanden anderen herabwürdigen, niedermachen, in Grund und Boden stampfen zu können? Wo bleibt der Anstand, wo das Mitgefühl für eine Frau, die nur ihren Namen und ihre Reputation schützen will? Warum können sich so viele Menschen nicht mehr einfühlen in die Gefühle anderer? Ich stehe fassungslos und angewidert vor dem Kübel Dreck, der im Internet über Bettina Wulff ausgeschüttet wird. Überlegt sich denn niemand von denen, die da schütten, wie er selbst sich in dieser Situation fühlen würde?
-
Plastik statt Jute
Früher, ja früher, da hatten wir nicht nur einen Kaiser, angeblich mehr Ruhe und Gelassenheit als heute und ein Plumpsklo hinten auf dem Hof. Früher, da spielten die Kinder noch Ringelreihen und Blinde Kuh statt am Computer zu sitzen, und sie hatten Platz, um sich draußen auszutoben. Und früher gab es die richtigen Säcke zum Sackhüpfen. Braun, aus Jute, kratzig und gerade so groß, dass sich ein durchschnittliches Kind den Sack bis unter die Achseln hoch ziehen und damit loshüpfen konnte. Doch der Jutesack ist weg. Dass er aus unserem Alltag verschwunden ist, fällt kaum auf. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass wir erstens nie so große Mengen von…
-
Facebook – eine Spamschleuder?
Der Blick auf die Blogbesuche hat mir heute gelinde gesagt einen Schock versetzt. Die Zahl der Seitenaufrufe ist exorbitant in die Höhe geschnellt. Schön. Schön? Nix da. Der Blick auf die Spamkommentare hat mich eines besseren belehrt. 98, so viele wie noch nie. Auch Antispam-Bee meldet extrem viele Spammer. Und alle kommen über Facebook, verlinken auf Facebook-Profile mit Nummern statt Namen. Das hatte ich vor einigen Monaten schon einmal. Ist Facebook eine Spamschleuder? Offenbar ja, anders kann ich mir das nicht erklären. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
-
Brotdosen-Kontrolle: Die entmündigten Eltern
Ich muss mir jetzt mal Luft machen. Ich fühle mich heruntergeputzt, entmündigt, für dumm erklärt. Von Kindergartenerzieherinnen und Grundschullehrerinnen. Sie entziehen mir die Erziehungsberechtigung, wenn es um die Ernährung meines Kindes geht. So geht das nicht.
























