Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Ist der Hexenschuss noch politisch korrekt?
Ich lese viel und ich lese auch Blogs und Artikel, die nicht aus meinem Dunstkreis kommen. Dazu gehören Texte der sogenannten Radikalfeministinnen. Denen muss ich mal ein Kompliment machen: Ihr wendet mein Denken. Dabei will ich das gar nicht. Bewusst gemacht haben mir das meine Rückenschmerzen.
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Doppelnamen-Baukasten: Wilde-Rose, Zick-Zack und Melk-Schemel
Eigentlich wollte ich diese Glosse unter dem Pseudonym Sandra Hinterzarten-Tupfingen schreiben. Womit das Thema umrissen wäre. Doppelnamen. Das sind diese Namensungetüme, die das Namensrecht und die Wege der Liebe vor allem den Frauen aufgebürdet haben. Da man den Partner nicht so schnell wechselt wie das Namensrecht reformiert wurde, sind sie immer noch in der Welt, die Kombi-Nachnamen. Manche davon sind wahre Zungenbrecher, vor allem, wenn in beiden Namen oft die Buchstaben ü oder ä vorkommen. Oder die Kombination reizt zum Lachen. Ich habe noch den Scherz einer Kollegin namens Schemel im Ohr: „Dann heirate ich einen Herrn Melk und heiße Melk-Schemel.“ Und wer erinnert sich nicht an Frau Lamar-Schadler (sprich:…
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Hass im Herzen: Fassungslos über Hate-Speech-Ausbruch
Ich bin fassungslos. Ich verfolge die Vorgänge um die Open-Mind-13-Konferenz der Piratenpartei und staune nur noch. Ich habe lange überlegt, ob ich etwas dazu schreiben soll. Erst wollte ich es nicht. Was ich da lese, lässt mich aber nicht mehr los. Weil ich es nicht verstehe. Ich verstehe nicht, wie Menschen sich so benehmen können. Das ist mir vollkommen fremd, und deshalb erschüttert es mich so sehr.
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Photoshop zickt: Warum ist nicht genügend RAM da?
Alles gut, wenn’s läuft. Das gilt für jede Art von Technik. Blöd nur, wenn sie plötzlich zickt. Und du keine Ahnung hast, woran es liegen könnte. Bei mir war es dieses Mal ausnahmsweise mal nicht WordPress, sondern Photoshop. Das Programm wollte nicht mehr mit mir spielen. „Photoshop konnte nicht initialisiert werden, weil nicht genügend Arbeitsspeicher (RAM) besteht“ meldete ein Fenster. Klick auf ok, und weg war’s, das Programm.
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Müssen wir wissen, wie Wolfgang Herrndorf gestorben ist?
Ich bin hin- und hergerissen. Ich habe vom Tod von Wolfgang Herrndorf gelesen, dessen Blog „Arbeit und Struktur“ ich erst vor Kurzem entdeckt und in dem ich mich dann festgelesen habe. Wolfgang Herrndorf beschreibt darin, wie ein bösartiger Gehirnturmor von ihm Besitz ergreift, wie er, Herrndorf, seinem Tod entgegen lebt. Am Mittag berichtet dann Herrndorfs Weggefährtin Kathrin Passig, der Autor habe sich gestern erschossen, sich selbst das Leben genommen. Mein erster Gedanke dazu: Müssen wir das wissen?
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Roma-Musik bei Gräfin Mariza
Ich habe nichts gegen Paprikasoße und Paprikaschnitzel. Die müssen für mich nicht Zigeunerschnitzel und Zigeunersoße heißen, um zu schmecken. Ich kann zwar nicht ganz nachvollziehen, warum Sinti und Roma diese Umbenennung fordern, doch ich will diesem Wunsch gern folgen. Aber wie weit soll dessen Erfüllung gehen? Eine Frage, die sich nach dem N….-König aus Pipi Langstrumpf nun auch in der Musik auftut.
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Auf der Suche nach dem unbekannten Fotografen
An dieser Stelle wollte ich heute eine Fotogeschichte veröffentlichen. „Aus Mutters Fotoalbum: Die wahren Schwarzweiß-Fotos“ heißt sie. Ich habe nämlich das Fotoalbum meiner Mutter mit Fotos aus der Zeit von 1930 bis 1960 geplündert. Hinreißende Bilder, die ich hier demnächst präsentieren werde. Vorher muss ich aber noch eine andere Geschichte erzählen. Es hat sich nämlich eine unerwartet hohe Urheberrechtshürde aufgetan.
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Höflicher als der Duden erlaubt: die neuen Sie-sie-Fehler
Alte Fehler, neue Fehler: Geschriebene und gesprochene Sprache wandelt sich. Was früher falsch war, taucht heute kaum noch auf, dafür kommen andere Fehler vermehrt zum Zuge. Eine solche Karriere hat die Verwechslung von wie und als – ich bin größer wie du – gemacht. Ganz neu im Rennen und schon ziemlich weit vorn ist die Verwechslung von höflichem Sie und dem Personalpronomen sie.
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Bloggers Handwerkszeug: Kontrollzwang und Flexibilität
Hier war es die vergangenen Tage sehr ruhig. Das heißt nicht, dass ich nicht am Blog gearbeitet hätte. Aber eben hinter den Kulissen. Dabei ist mir die Erkenntnis gekommen, dass der Blogger neben allem anderen vor allem zwei Dinge braucht: Kontrollzwang und Flexibilität. Sonst läuft schnell mal etwas aus dem Ruder.
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Notizen zur IGS 2013: Design oder Nichtsign, das ist hier die Frage
„Keine Gartenschau ohne Glasscherben-Teppich.“ Die Feststellung eines Besuchers der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin angesichts eines türkisblauen Glasscherbenteppichs zwischen Gräserrabatten klingt mir noch heute in den Ohren. Sie fiel mir sofort wieder ein, als ich auf der IGS 2013, der Internationalen Gartenschau in Hamburg, vor der Fata Morgana stand. Flirrendes Licht auf Sand, dargestellt durch einen Teppich aus blauen Glasscherben, ergänzt durch Lichtpunkte aus blinkenden Getränkedosen. Kein Teppich, sondern eher ein Endmoräne en miniatur. Garten, so habe ich auf der IGS erlebt, ist mehr als Blumen und Bäume, mehr als Rosen, Rasen, Koniferen. Garten ist Design. Sollte es zumindest sein, signalisiert die Schau.



























