Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Spam-Alarm: Faxe fix löschen
Fax ist gestrig. Unsere 16- bis 18-jährigen Praktikanten in der Redaktion wissen gar nicht mehr, was das ist. Und doch drängeln sich plötzlich Faxe in mein Leben. Sie werden mir ins Postfach geschwemmt. Da kann doch nur Spam oder etwas anderes Böses dahinter stecken.
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Binnenmajuskeln: diskussionswürdig oder eine schöne Sprach-Spielerei?
Der kann wahrscheinlich wegen mangelnder Sprachkenntnisse gar nichts dafür: Der Chef eines neuen Asia-Restaurant überraschte mich jetzt mit einer ungewöhnlichen Binnenmajuskel: „NeuerÖffnung“ kündigte ein Flyer vollmundig an. Daran knüpft sich die Frage, ob die Großbuchstaben innerhalb eines Wortes nur eine Spielerei mit Sprache sind – wohl eher Rechtschreibung als Sprache – oder ob es nicht nur eine Unsitte, sondern auch sinnentstellend ist. Sind Binnenmajuskeln also diskussionswürdig?
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Kunstunterricht: Herausforderung für Geldbeutel und Können – der Eltern
Ich habe es getan. Zum ersten Mal seit 30 Jahren habe ich eine Frauenzeitschrift gekauft. So ein Heft voller Artikel – vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, es sind mehr Bilderseiten mit Textschnipseln – über Mode, Schmuck und Styling. 2,95 Euro für 146 Seiten. Das Titelblatt verspricht mir Must-Haves, nach denen alle verrückt sind. Fashion Codes von irgendwelchen mit unbekannten Damen wie Lena Gercke. 498 Trendteile für unter 100 Euro und sexy Sommer-Styles. Reißt mich alles nicht vom Hocker. Muss es auch nicht, denn die Zeitschrift wird in Kürze zerschnitten und zu einer Hausaufgabe verarbeitet. Genauer: zu einem Style-Book.
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Google-Chrome: Kuckucksei mit ärgerlichen Folgen
Ich bin wieder darauf herein gefallen: Ich passe immer auf wie ein Schießhund, wenn ich mir Programme oder Anwendungen aus dem Internet herunterlade. Zu oft ist es mir passiert, dass ich mir aus Versehen irgendwelche Such- oder Toolbars eingefangen habe oder plötzlich etwas auf dem Rechner installiert war, was ich dort nicht haben wollte. Und doch habe ich mir heute wieder etwas eingefangen – Google Chrome. Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, aber plötzlich war der Browser installiert. Nachdem ich ihn wieder vom System geschubst hatte, tat sich jedoch ein ganz anderes Problem auf.
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Ebay-Passwort: Wenig Hilfe von Mr. Wenig
Ich habe eine E-Mail von Mr. Wenig bekommen. Devin Wenig ist President von Ebay Marketplaces und seine Mail ist in mehr als einer Hinsicht für den Empfänger ärgerlich.
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Lieblos serviert: der Serviervorschlag
Kaum eine Lebensmittelverpackung ohne Serviervorschlag: Ob Eispackung oder Joghurt, Paniermehl oder verpackter Aufschnitt: Auf der Vorderseite prangt ein Foto des angerichteten Lebensmittels und daneben steht „Serviervorschlag“. Das muss angeblich so sein, damit der Verbraucher nicht denkt, die Deko auf dem Foto sei in der Verpackung mit drin. Der Hintergrund wird hier sehr gut erklärt. Tatsächlich aber ist der sogenannte Serviervorschlag bei den meisten Produkten ziemlich lieblos geraten.
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Knistern, Knacken, Sabotage: Der Ärger mit dem Autoradio
Ihr kennt das: Ihr hört einen interessanten Wortbeitrag im Radio, etwa auf NDR-Info oder Deutschlandfunk. Und gerade wenn es besonders interessant wird, hauen Knistern und Knacken dazwischen und ihr könnt kein Wort mehr verstehen. Oder, genauso schlimm: In wunderschöne klassische Musik auf NDR-Kultur hämmern immer wieder nur halbe Sekunden lange Fetzen von Privatsendern wie R.SH oder anderen hinein – kurz, aber oft und verdammt störend. Ich habe den Eindruck, dass die Privatsender, die ich nicht hören will, mehr Sendekraft haben als die öffentlich-rechtlichen Sender. Und dass außerhalb der großen Städte der Empfang eher mau ist.
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Phrasenalarm: Die pure Natur hautnah anfassen
Natur pur ist das da draußen gerade, wo der Frühling trotz zurzeit für eine Frostbeule wie mich eher arktischen Temperaturen aus allen Knopflöchern platzt. Nun will ich hier aber nicht über den Frühling philosophieren, sondern über das kleine Wörtchen pur. Gerne übrigens mit einem Ausrufezeichen versehen. Pur!
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Spaziergang im Wohngebiet: Eine kleine Stilstudie
Ich hatte kürzlich eine ganze Stunde ohne Auto in einer Wohngegend totzuschlagen. Das Wetter war prächtig, also habe ich einen Streifzug durch die kleinen Straßen zwischen den mehr oder weniger schmucken Einfamilienhäusern unternommen. Wer mit offenen Augen durch solche Straßen geht, dem fällt die Dekorationswut der Eigenheimbesitzer auf. Wobei nicht jeder ein glückliches Händchen beweist.
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Ruhe! Heute ist der Tag gegen den Lärm
Der 30. April ist der von der Deutschen Gesellschaft für Akustik ausgerufene Tag gegen den Lärm. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Ruhe weg“ und widmet sich speziell der sogenannten Verlärmung der Umwelt. Dabei ist Lärm zweierlei: Krach, der ins Ohr dringt, und Lärm, der die Gedanken, die Seele, den Kopf verwirrt. Beide Arten finde ich gleich störend.



























