Sportfotografie in der dritten Kuhstall-Liga

Ich plaudere hier ja immer gerne mal aus meiner Frühzeit im Journalismus, vor nunmehr 34 Jahren, als ich in diesen Beruf eingestiegen bin. Ein Feld dieses Berufs, das ich seit damals gemieden habe wie der berühmte Teufel des Weihwasser, ist die Sportberichterstattung. Wenn ich daran denke, wie das damals war, schüttelt es mich noch heute. Aus der Rückschau allerdings klingt es ziemlich lustig, was mir damals so widerfahren ist. Ein Ausflug in die dritte Kuhstall-Liga, geprägt von kompletter Ahnungslosigkeit.

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Manchmal brandheiß: Feuerwehr und Presse

Feuerwehreinsatz an einem Unfallort
Feuerwehreinsatz an einem Unfallort

Es ist ein Dauerbrenner, das Verhältnis von Feuerwehren und Presse. Wobei ich hier nicht von den Berufsrettern schreiben möchte, sondern von den Freiwilligen Feuerwehren, mit denen eigentlich alle Lokalredakteure ihr Berufsleben lang zu tun haben. Ein Verhältnis, das irgendwo zwischen Langeweile und Konflikt liegt und sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt hat.
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Der Jammerlappen schlägt zurück

Nun ist es aber langsam mal gut: Ich habe keine Lust mehr, mich als gestrig, unbeweglich, zu alt für etwas Neues diffamieren zu lassen. Zugegeben, ich bin 52 Jahre alt und nicht mehr die Jüngste. Das heißt aber nicht, dass auch mein Kopf schon alt ist. Schließlich ist er seit Jahrzehnten bestens darauf trainiert, sich mit immer neuen Techniken und Medien auseinander zu setzen. Aber das glaubt mir offenbar niemand.

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Kein Einsatz ohne Alarm

Es ist ein Standardsatz in Pressemeldungen und in der Presse: Die alarmierten Feuerwehrleute löschten den Brand (wahlweise: befreiten den Verletzten aus dem Autowrack etc.). Ich streiche ja das alarmierte immer sofort und ersatzlos, denn wie sollten Feuerwehrleute oder Rettungsassistenten oder von mir aus auch Polizeibeamte zum Einsatzort kommen, wenn sie gar nicht alarmiert wurden. Ohne Alarm kein Einsatz, es sei denn, da sind Hellseher am Werk. Dass es auch andere Wendungen geben kann, darüber hat mein geschätzter Kollege Tonio Keller mal eine wunderbare Glosse geschrieben.
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Verräterische Schuhe bitte pixeln

Die Meldung passt ins Bild, das sich mir immer mehr bietet: Das Münchner Boulevardblatt “tz” muss einer Frau wegen schwerer Verletzung der Persönlichkeitsrechte 1200 Euro zahlen. Sie war bei einem Prozess anhand ihrer Schuhe erkannt worden. Die Redaktion hatte zwar das Gesicht der Frau wie in solchen Fällen üblich verpixelt, ihr Schuhe machten sie aber dennoch erkennbar. Auch Schuhe haben Persönlichkeitsrecht. Das habe ich gerade erst selbst erfahren.
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Blinder Fleck Zivilprozess

“Der blinde Fleck”, das Blog der “Initiative Nachrichtenaufklärung”, hat heute seine Top 10 der vergessenen Nachrichtenthemen vorgestellt. Auf Platz 5 liegen die “Vergessenen Zivilprozesse”. Aus jahrelanger Prozessberichterstattung weiß ich genau, warum die Justiz jenseits der Strafprozesse von den Medien links liegen gelassen wird. Es ist einfach kaum möglich, ihnen zu folgen, geschweige denn, über sie zu berichten. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.
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Missbrauchsopfer Norbert Denef – Hunger nach Gerechtigkeit

Bekanntlich – so ein alter Kalauer – ist das Halbwissen des Journalisten groß wie der Ozean, aber gerade mal 30 Zentimeter tief. Und jeden Tag kommen ein paar Quadratmeter Wissen dazu. Manchmal geht es mir so, dass ich mit einem Thema anfange und plötzlich in einer Geschichte bin, von der ich keine Ahnung hatte. Die mich aber berührt und die einen tiefen Eindruck bei mir hinterlässt. So ist es mir gegangen, als ich mich mit Norbert Denef befasst habe. Er ist seit ein paar Tagen im Hungerstreik und kämpft damit gegen die Bundesrepublik Deutschland.
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Mehr fotografieren als die Polizei erlaubt

Nur eine Übung: Kein Journalist würde einen schwer Verletzten so fotografieren, hier ist es ein Dummy

Meistens geht es problemlos vonstatten, wenn Pressefotografen Einsätze der Polizei fotografieren. In den seltensten Fällen verwahren sich die Beamten dagegen, mit aufs Bild zu geraten. Schließlich sind sie im Einsatz und mit ihrer Uniform eindeutig als  Einsatzkräfte zu erkennen. Doch mitunter haben Journalisten auch Schwierigkeiten, wenn sie Polizisten im Dienst fotografieren.
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