Der Nicht-Leserbrief: Warum so gechlechtsbesessen?

Der "Journalist"-Titel zur geschlechtergerechten Sprache.

„Frauen haben aber immer weniger Lust darauf“ (sich mitgemeint zu fühlen), heißt es in der Titelgeschichte der März-Ausgabe des Medienmagazins „Journalist“. Als Gegnerin der sogenannten geschlechtergerechten Sprache in Texten und erst recht in journalistischen Texten hat es mich gejuckt, einen Leserbrief dazu zu schreiben, dass wir so geschlechtsbesessen sind. Leider habe ich privat genug andere Baustellen und bin nicht rechtzeitig damit fertig geworden. Deshalb veröffentliche ich ihn jetzt hier.

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Meine persönliche Sprach-Polizei

Als in der vergangenen Woche das Unwort des Jahres gekürt wurde, kam die Bild-Zeitung sofort mit dem Begriff Sprach-Polizei um die Ecke. Die verordne Deutschland Sagbarkeitsregeln. Völliger Quatsch, und das haben dann auch Twitter-User klar gemacht und das Ansinnen eine Sprach-Polizei mit dem Verbot der Wörter indes und freilich persifliert. Volltreffer.

Pause für die Sprach-Polizei. Wenn es um Unwörter geht, ist sie nicht gefragt.
Pause für die Sprach-Polizei. Wenn es um Unwörter geht, ist sie nicht gefragt.

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Hakenkreuz, Fotos und Social Media

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr zu fotografieren. Dort steht ein Hochbunker, den die Nazis erbauten. Generationen von russischen und deutschen Soldaten versuchten, ihn mit allen denkbaren Waffen zu zerstören. Der dicke Turm aus dickem Beton diente als Zielobjekt. Er hielt stand. An seiner Seite prangt bis heute unzerstört ein Hakenkreuz. Stellt sich mir die Frage: Darf ich ein Foto von dieser Seite des Bunkers veröffentlichen?

Der Bunker ohne Hakenkreuz. Ich habe die Stelle (roter Pfeil) reuschiert.
Der Bunker ohne Hakenkreuz. Ich habe die Stelle (roter Pfeil) retuschiert.

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Die Filterblase und das Gebiss

Ich lebe in sehr verschiedenen Filterblasen. Früher nannte man das einfach Kreise oder Gruppen oder von mir aus auch hochtrabend Lebenswelten. Jeder weiß, was gemeint ist. Ich bewege mich also im Laufe der Woche unter verschiedenen Menschen, die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben. Die nicht einmal die selbe Sprache sprechen, wie mir gerade das Gebiss bewiesen hat.

Kandaren-Gebiss im Maul eines Friesen.
Kandaren-Gebiss im Maul eines Friesen.

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Das Kauderwelsch der Feministinnen

Das Anliegen mag ja richtig und wichtig sein. Aber warum benutzen die, die sich gegen Sexismus und sexuelle Übergriffe einsetzen, so unverständliche Worte. Ständig muss ich irgendetwas googeln, das ich nicht verstehe. Schade, so grenzen sich die Sprecherinnen, vor allem die Feministinnen, von der Welt da draußen völlig ab. Filterbubble durch Worte. Weiterlesen