Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Jeggings – nicht mehr als eine Hose
Als Mutter einer halbwüchsigen Tochter lernt man Begriffe, von denen man vorher nicht mal geahnt hat, dass es sie gibt. Wahrscheinlich ist das längst ein alter Hut, aber ich habe gerade eben das Wort Jegging zum allerersten Mal gehört. Mit nach oben verdrehten Augen ob meiner Ahnungslosigkeit haben mich zwei junge Damen um die 12 Jahre darüber aufgeklärt, was das ist. Seltsame Wortschöpfungen finden sich auch sonst beim Einkaufen.
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Der Mini-Diebstahl: super dreist im Supermarkt
Manchmal kann ich gar nicht glauben, was mir so erzählt wird. Zum Beispiel die Klage vieler Mitarbeiter im Einzelhandel, dass besonders dreiste Ladendiebe nicht ganze Packungen, sondern Stückgut stehlen. Wer mit offenen Augen duch Supermärkte geht, findet die Klage über diese besonders dreisten Kleindiebstähle überall bestätigt.
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iTunes – Kreditkarten-Hacker gerade sehr fleißig
Ich bin bereits im Juni vergangenen Jahres Opfer eines Kreditkarten-Hackers geworden Ich war damit nicht die erste und, wie sich jetzt zeigt, beileibe nicht die letzte. Denn das im Juni waren offenbar nur erste Fingerübungen der Täter, wenn ich den Suchanfragen glauben soll, die auf mein Blog führen. Seit gestern nun steigt die Zahl dieser Suchanfragen deutlich an. Da dreht anscheinend jemand ein ganz großes kriminelles Rad.
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Ich will Kommentare – hier im Blog!
Christoph von Gallera vom Mittelhessenblog hat im jüngsten „Kurzgucker“ etwas angestoßen, was mir schon lange auf der Seele liegt: Er spricht sich für Blog-Kommentare aus – im Blog. „Wem gehört das Web: Facebook, Twitter und Co oder doch noch den Usern?“, fragt Christoph und beklagt, dass Interaktion nicht mehr auf den Webseiten stattfindet, sondern bei Facebook oder auf Twitter. Eine Klage, in die ich gern mit einstimme.
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Das große Aufräumen: Abtauchen in die Vergangenheit
Wir ziehen um. Nicht von einer Adresse zur anderen, sondern innerhalb des Hauses. Das Gästezimmer wird Arbeitszimmer, das Kinderzimmer Gästezimmer und das Zweitwohn- und Arbeitszimmer mit satten 25 Quadratmetern bekommt das halbwüchsige Kind. So eine Umräumaktion setzt aber ausgiebiges Ausmisten voraus. Und so habe ich zwei Tage lang den Inhalt fast jeden Schrankes sortiert. Dabei sind wahre Schätze zum Vorschein gekommen.
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Gerechte oder gequälte Sprache: Genderissimo – Genderissima
Die geschlechtsneutrale Formulierung von Texten ist Politikern und Verwaltung längst in Fleisch und Blut übergegangen. Was oft ein bisschen sperrig klingt – Schülerinnen und Schüler, Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter – ist weit verbreitet und wird nicht nur nicht in Frage gestellt, sondern oft sogar auf die Spitze getrieben. Bis hin zur Satire.
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Dammbruch: ARD führt Deppenleerzeichen ein
Es ist passiert: Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber die Schreib- und Sprachverschluderung hat nun auch Bastionen erobert, von denen ich nie geglaubt hätte, dass sie fallen könnten. Zunächst hielt ich es für ein Versehen, aber es stimmt: Die ARD führt das Deppenleerzeichen ein und macht es damit gesellschaftsfähig. Und dann auf eine Art, die schlimmer gar nicht geht. Erklärung des Senders: Es war eine künstlerische Entscheidung. Aha.
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Feuerwehr und Presse: Leitlinien vom grünen Tisch
„Ach, da kommen wieder die Geier.“ Manchmal werde ich so begrüßt, wenn ich zur Arbeit komme. Genauer: Zum Ort von Katastrophen und Tragödien. Es ist mein Job ab Journalistin, Bericht zu erstatten über Feuer, Hochwasser, Unglücksfälle, Mord und Totschlag. Und das wird zunehmend schwieriger. Einst kein Problem, beschäftigt mich das Verhältnis von Presse und Feuerwehr beziehungsweise Presse zu BOS (Behörden der Ordnung und Sicherheit) zunehmend. Nun nimmt der Deutsche Journalistenverband (DJV) einen Anlauf, mir das Leben an den Einsatzorten ein bisschen zu erleichtern. Ich fürchte nur, der Effekt wird nicht besonders groß sein.
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Schrauben statt Schreiben: Unordnung im Blog-Innenleben
Hier tut sich im Moment inhaltlich nicht allzu viel. Etliche Blogposts hängen in der Warteschlange. Keine Zeit, sie fertig zu stellen und zu veröffentlichen. Denn ich musste leider mal wieder am Blog herumschrauben. Und jetzt spielt Jetpack – das Super-Plugin – nicht mehr mit mir. Dabei habe ich es doch so gemocht. Aber an irgendeiner Stelle habe ich einen Fehler gemacht, der sich nun nicht mehr beheben lässt. Das Ganze hat eine Vorgeschichte.
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Fair oder unverständlich: Sprache, Behinderung und die Menschen
Wie diskriminierend ist Sprache? Und wie verwirrend ist eine Sprache, die nicht diskriminiert. Das sind Fragen, die gerade uns Journalisten täglich beschäftigen. Am Ende machen wir doch wieder das, was wir nicht machen sollen und was andere versuchen, zu vermeiden: Wir nennen Behinderung und Behinderte genau so. Es bleibt uns einfach nichts anderes übrig, wenn wir für unsere Leser verständlich sein wollen.


























