Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
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Bonuseltern – Ein Malus für den Leser
In Zeiten, in denen Worte beinahe wichtiger sind als das, was dahinter steckt, stößt man immer wieder auf neue Bezeichnungen. Das geht aber oft auf Kosten der Verständlichkeit.
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Versalien? Ja bitte, aber warum?
Die Klassenfahrt des Kindes steht ins Haus. Die Eltern werden zur Kasse gebeten. Klar, ich zahle gerne, ich gönne dem Kind das Erlebnis, in eine europäische Hauptstadt zu reisen. Aber was mich wieder einmal nervt, diesmal eher verwundert, sind die Vorgaben der Schule beim Bezahlen.
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Die Höffigkeit der Windworte
Bei uns im Dorf tobt der Streit um die Windkraft. Im Umkreis sollen Windmühlen gebaut werden. Die einen sind lautstark dagegen, die anderen etwas leiser dafür oder sehen es entspannt. Zwangsläufig habe ich mich deshalb mit dem Thema beschäftigt. Ich will nicht auf das Für und Wider eingehen. Was mich aber beschäftigt, ist die seltsame Sprache, die die Landesregierung in Sachen Windkraft an den Tag legt.
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Das Rätsel Preis: Kundennähe geht anders
Wir sind eine Minderheit in Deutschland. Unser Haus liegt so weit weg von jeder Kanalisation, dass wir unsere Abwässer noch immer über eine Hauskläranlage entsorgen. Drei Kammern und dahinter ein Schilfbeet zur Klärung der Abwässer. Alle zwei Jahre kommt nach einer Schlammspiegelmessung ein Schlürfwagen, hängt seinen langen Rüssel in die Klärgrube und saugt den Schiet ab. Bezahlt wird nach Kubikmetern. Das wird jetzt teuer.
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Statt eines Jahresrückblicks: die schrägsten Zitate
Ich lese viel, sehr viel. Nicht unbedingt Bücher, aber Texte aller Art. Viele aus Verwaltungen, aber auch im Internet zu allen möglichen Themen. Dabei kommen mir allerlei schräge Ausdrücke und Zitate unter. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, sie zu sammeln. Hier kommen sie nun also, die krausesten, verquersten, ungewöhnlichsten, themenspezifischen, einfach bemerkenswertesten Zitate und Formulierungen der vergangenen Monate.
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Zu viel Wirbel um George Michel?
Seit heute morgen läuft auf allen fast allen Kanälen, egal ob medial oder sozial, also social, die Nachricht vom Tod des Pop-Sängers George Michael. Wieder ist ein Großer gestorben, wie so oft in diesem Jahr. Und wieder kommen mir dieselben Gedanken dazu. Ist der Hype, die Aufregung, das R.I.P. nicht ein bisschen übertrieben? Ein Gedanke, den offenbar nicht nur ich hatte.
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Haut von Gans zum Rauschen gesenft
Habt ihr heute schon euren Senf zu mehr als einem Würstchen dazugegeben? Leuten, die zu allem etwas zu sagen haben, sagt man nach, sie müssten zu allem ihren Senf dazugeben. Sagt man mir mitunter auch nach. Ich senfe also. Das sei falsch, sagt ihr. Nichts da, das ist das neue Verb für seinen Senf dazugeben. Habe ich gerade gelesen. Soll es wirklich und wahrhaftig geben.
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Regenwasser, das bessere Niederschlagswasser
Es gibt viel Wasser: Trinkwasser, Eiswasser, Mineralwasser, Badewasser, Waschwasser, Spülwasser, Quellwasser, Meerwasser. Und es gibt Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Das Niederschlagswasser macht mich immer ganz niedergeschlagen.
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Der rennende Weihnachtsmarkt: Hört mir auf mit dem Starten
Was ist ein Start? Laut Definition: Start Substantiv [der] 1.Beginn, Anfang (meist einer beruflichen Tätigkeit).“Sie hatte einen schweren Start ins Berufsleben.“ 2.Sport, Beginn eines Rennens.“Der Start musste wiederholt werden.“ So weit, so gut. Ich lese das Verb starten oder startet aber immer wieder in anderem Zusammenhang. Das widerspricht meinem Sprachgefühl. Diese für mich falsche Verwendung von Start nimmt nach meinem Gefühl in den vergangenen Monaten überhand, gerade jetzt ganz besonders.
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Das Wort verstorben ist für mich gestorben
5,8 Millionen Ergebnisse bei Google für verstorben, 17 Millionen für gestorben. Offenbar wird in Deutschland doch mehr gestorben als verstorben, zumindest, wenn man Google glaubt. Aber was ist der Unterschied? Gibt es überhaupt einen?
























