gedacht
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Ist der Hexenschuss noch politisch korrekt?
Ich lese viel und ich lese auch Blogs und Artikel, die nicht aus meinem Dunstkreis kommen. Dazu gehören Texte der sogenannten Radikalfeministinnen. Denen muss ich mal ein Kompliment machen: Ihr wendet mein Denken. Dabei will ich das gar nicht. Bewusst gemacht haben mir das meine Rückenschmerzen.
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Roma-Musik bei Gräfin Mariza
Ich habe nichts gegen Paprikasoße und Paprikaschnitzel. Die müssen für mich nicht Zigeunerschnitzel und Zigeunersoße heißen, um zu schmecken. Ich kann zwar nicht ganz nachvollziehen, warum Sinti und Roma diese Umbenennung fordern, doch ich will diesem Wunsch gern folgen. Aber wie weit soll dessen Erfüllung gehen? Eine Frage, die sich nach dem N….-König aus Pipi Langstrumpf nun auch in der Musik auftut.
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Hochwasser: Warum Reporter keine Sandsäcke schleppen
Süd- und Ostdeutschland saufen ab. Die Nachrichten, Bilder, Tweets über das Hochwasser sind heute allgegenwärtig. Journalisten berichten auf allen Kanälen darüber, wie dramatisch die Situation ist, dass Helfer gesucht werden, welche Nummer Bürgertelefone haben und wer alles mithilft. Das ist ihr Job, das können sie, das machen sie, oft rund um die Uhr. Was sie nicht machen: Sandsäcke füllen, Häuser evakuieren oder Keller leer pumpen. Und das ist auch gut so.
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Massenkarambolage: Ein harter Tag für Fotoreporter
Es gibt noch keine Bilder. Auch fast zwei Stunden nach der Massenkarambolage auf der A45 bei Münzenberg ist kaum mehr im Redaktionsticker zu sehen als eine Zusammenfassung der Geschehnisse und eine Grafik, die die Lage des Unfallortes zeigt. Wo sonst schon wenige Minuten nach einem Ereignis, das große Schlagzeilen macht, Fotos zur Verfügung stehen, ist diesmal nichts. Und doch werde ich nicht ungeduldig. Ich habe sogar Verständnis dafür. Viel Verständnis sogar. Das waren meine Gedanken am Dienstagnachmittag, als ich nach den ersten Fotos von der Massenkarambolage in Hessen suchte. Und so ging es weiter:
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Pferde auf den Teller, aber nicht auf die Steuererklärung
Ich bin von Kindheitsbeinen an ein Pferdefan. Wir hatten Pferde zu Hause, ich habe laufen und reiten fast gleichzeitig gelernt und ich bis heute eine große Liebe zu diesen Tieren und zum Reiten. Und trotzdem esse ichPferdefleisch. Sogar gerne. Die Aufregung um das Pferdefleisch in der Lasagne kann ich zwar verstehen, weil niemand etwas untergeschoben bekommen möchte, was er nicht weiß oder nicht will. Aber grundsätzlich finde ich nicht, dass man Pferdefleisch nicht essen kann. Was ich aber überhaupt nicht gutheißen kann, sind die Bestrebungen, eine Pferdesteuer einzuführen. Hat nichts miteinander zu tun, ich weiß, außer, dass es um Pferde geht.
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Feuerwehr und Presse: Leitlinien vom grünen Tisch
„Ach, da kommen wieder die Geier.“ Manchmal werde ich so begrüßt, wenn ich zur Arbeit komme. Genauer: Zum Ort von Katastrophen und Tragödien. Es ist mein Job ab Journalistin, Bericht zu erstatten über Feuer, Hochwasser, Unglücksfälle, Mord und Totschlag. Und das wird zunehmend schwieriger. Einst kein Problem, beschäftigt mich das Verhältnis von Presse und Feuerwehr beziehungsweise Presse zu BOS (Behörden der Ordnung und Sicherheit) zunehmend. Nun nimmt der Deutsche Journalistenverband (DJV) einen Anlauf, mir das Leben an den Einsatzorten ein bisschen zu erleichtern. Ich fürchte nur, der Effekt wird nicht besonders groß sein.
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Kamera oder Kopf: Wo entstehen gute Fotos?
Gute Fotos entstehen im Kopf. Das ist ein viel zitierter Spruch unter Fotografen. Genauso gern zitiert: Der Fotograf macht die Bilder, nicht die Kamera. Oder auch: Ein guter Fotograf kann mit jeder Kamera gute Bilder machen. Ist das wirklich so? Eine interessante Frage, die der Lichtinformer Michael Gelfert in einem Blogbeitrag aufgeworfen hat. Die Antwort auf diese Frage ist so vielfältig wie die Arten von Fotografen, die es gibt. Dabei will ich hier nicht das Fass aufmachen, was ein gutes Foto ist.
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Manchmal brandheiß: Feuerwehr und Presse
Es ist ein Dauerbrenner, das Verhältnis von Feuerwehren und Presse. Wobei ich hier nicht von den Berufsrettern schreiben möchte, sondern von den Freiwilligen Feuerwehren, mit denen eigentlich alle Lokalredakteure ihr Berufsleben lang zu tun haben. Ein Verhältnis, das irgendwo zwischen Langeweile und Konflikt liegt und sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt hat.
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Plastik statt Jute
Früher, ja früher, da hatten wir nicht nur einen Kaiser, angeblich mehr Ruhe und Gelassenheit als heute und ein Plumpsklo hinten auf dem Hof. Früher, da spielten die Kinder noch Ringelreihen und Blinde Kuh statt am Computer zu sitzen, und sie hatten Platz, um sich draußen auszutoben. Und früher gab es die richtigen Säcke zum Sackhüpfen. Braun, aus Jute, kratzig und gerade so groß, dass sich ein durchschnittliches Kind den Sack bis unter die Achseln hoch ziehen und damit loshüpfen konnte. Doch der Jutesack ist weg. Dass er aus unserem Alltag verschwunden ist, fällt kaum auf. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass wir erstens nie so große Mengen von…
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Weg mit to go: Kaffee marsch
Kaffee gehört in die Kehle. Mein letzter „Coffee to go“ ging jedoch nicht den üblichen Weg in den Schlund, sondern tröpfelte auf die Jacke. Nicht, dass ich des Trinkens nicht mächtig wäre. Es lag am Becher. Der bot überraschenden Lesestoff, und schon war’s passiert. In dem Becher, so stand es draußen drauf, war nicht Coffee-to-go, sondern Kaffee-hurtig, Geh-Kaffee, Kaffee marsch oder Fersenkaffee, so die auf den Behälter gedruckten Vorschläge für lebendiges Deutsch statt „Denglish“. Die Ideen stammen von den Leserinnen und Lesern der Seite www.aktionlebendigesdeutsch.de, und da finden sich auch allerlei skurrile Vorschläge, wie englische Begriffe durch deutsche ersetzt werden können. Daraus lässt sich eine nette Geschichte basteln. Etwa so:…



























