gedacht
-
Das Wort verstorben ist für mich gestorben
5,8 Millionen Ergebnisse bei Google für verstorben, 17 Millionen für gestorben. Offenbar wird in Deutschland doch mehr gestorben als verstorben, zumindest, wenn man Google glaubt. Aber was ist der Unterschied? Gibt es überhaupt einen?
-
Dieser eine kleine Fehler
Es ist immer das gleiche: Kaum ist ein Text fertig, steht online oder in der Zeitung, guckt er frech um die Ecke. Der eine kleine Fehler, der in jedem, wirklich jedem Text zu finden ist. Den fehlerfreien Text, es gibt ihn nicht.
-
Schleichend durch den Fauré
Tempo ist Geschmackssache. Vor allem in der Musik. Das ist mir gerade erst gestern bei der Chorprobe bewusst geworden. Zunächst geht es darum, Töne zu finden, Intervalle sauber zu singen, Text zu verteilen – eine der ganz großen Herausforderungen beim Chorgesang -, dann kommt der Klangkörper (was für ein schreckliches Wort) irgendwann zum endgültigen Tempo. Zwar gibt es oft Vorgaben des Komponisten, aber letztlich ist es auch Interpretation des Dirigenten.
-
DAS Podium: Wo die Frage nach Männern und Frauen irrelevant ist
Ich hatte mir geschworen, zum leidigen Gender-Thema künftig die Klappe zu halten. Aber manchmal muss ich mich doch noch zu Wort melden. Diesmal ist es ein Satz, der meinen Widerspruch herausfordert. „Veranstaltungen und Podien, auf denen lediglich Männer mit Männern sprechen, sind einseitig, unvollständig und nicht repräsentativ – und daher langweilig und irrelevant.“ Das sehe ich anders.
-
Olympioniken haben keine Nachnamen
Die Olympischen Spiele machen Spaß, vor allem dann, wenn deutsche Athleten eine der begehrten Medaillen gewinnen. In dieser Hinsicht waren die Dressurreiter eine Bank: ein Mal Gold, ein Mal Silber, ein Mal Bronze – alle Farben vertreten. Und so kamen die Reiterinnen, gerne Amazonen genannt, nach dem Einzel-Wettbewerb natürlich zum Interview ins ZDF-Olympiastudio. Das Gespräch führte Katrin Müller-Hohenstein. Ihr gegenüber saßen Dorothee, Isabell und Kristina.
-
Sehr seltsam: Unfall genau gegen 21.43 Uhr
Glaubt man der Polizei, lässt sich der Zeitpunkt von Unfällen stets ungefähr auf genau eine bestimmte Minute festlegen. Ungefähr – genau? Ganz genau. Die typische Polizeimeldung lautet: „Zum Unfallzeitpunkt gegen 10.45 Uhr . . . “ oder auch „Gegen 21.43 Uhr ereignete sich auf der Sowiesostraße ein schwerer Verkehrsunfall.“ Hinter dem Durcheinander von ungefähr und genau steckt ein typischer Ablauf, der aber offenbar von den Polizeipressestellen – von Ausnahmen abgesehen – nicht erkannt oder nicht klar formuliert wird.
-
Tippfehler: Stolpern auf der Tastatur
Jeder, der viel schreibt, hat seine Problemwörter. Das sind die, deren richtige Schreibweise sich einfach nicht einprägen will oder bei der die Finger auf der Tastatur immer stolpern. Mein Problemwort laut Pfadpfinder. Ich weiß nicht warum, aber ich schreibe es immer mit zweimal Pf – vorne und in der Mitte.
-
Ist nicht zeitgemäß noch zeitgemäß?
Es gibt Formulierungen, bei denen zucke ich stets leicht zusammen. Manche davon haben mit Zeit zu tun: „in unserer heutigen Zeit“ und „nicht zeitgemäß“. Was stört mich daran?
-
Alles gegenständlich auf der Autobahn
„Achtung, Autofahrer“ schallt es regelmäßig aus dem Autoradio. Und dann kommt wieder eine dieser Verkehrsmeldungen, die wir alle kennen: „Auf der A1 zwischen Lübeck und Bad Schwartau liegen Gegenstände auf der Fahrbahn.“
-
In, auf, zur oder bei der Arbeit?
Also ich gehe täglich zur Arbeit. Andere Leute gehen in die Arbeit oder sogar auf die Arbeit. Wo liegt, steht, ist sie denn, die Arbeit?

























