Pyrocontra
Daumen runter - was mir missfällt
-
Social Media, Blogs, Posts: Darf’s ein bisschen mehr sein?
Bei Facebook bin ich faul. Google+ macht mir ein schlechtes Gewissen. Twitter liebe ich. Mit Pinterest musste ich erst einmal warm werden. Mit Tumblr hatte ich einen One-Night-Stand, von dem ich nicht weiß, ob mehr daraus wird. Ach ja, und einen Tag voller Arbeit, Privatleben und Hobbys habe ich auch noch. Manchmal verkrempelt sich bei all dem mein Gehirn. Dann stelle ich mir beim Bespielen der diversen Social und sonstigen Media-Kanäle die Frage: Darf’s ein bisschen mehr oder muss es ein bisschen weniger sein?
-
Bubble Blog: Die Blogger in ihrer Blase
Blogger lesen gerne Blogs übers Bloggen. Ich jedenfalls. Und ich glaube, das geht auch anderen so. Das beweisen die Zugriffszahlen und die Kommentare hier auf meinem Blog. Sie sind am höchsten, wenn ich etwas schreibe, was sich mit dem Bloggen, Problemen des Bloggens oder des Blogs oder mit den Kommentaren beschäftigt. Leben wir Blogger in einer Blogger-Bubble, in die andere nicht hinein kommen und hinein kommen wollen?
-
Das Elend mit den eingeschickten Fotos
Redaktionspostfächer sind endlich und Vereins-Pressesprecher, auch Pressewarte genannt, fleißig. Sie alle haben mittlerweile eine Digitalknipse, mit der sie Lokalredaktionen mit Fotos beliefern. Wobei die Betonung bei den meisten auf Knipse liegt, und genauso steht es auch um die Bearbeitung der Fotos. Das Elend der eingeschickten Fotos äußert sich in Lokalredaktionen auf unterschiedliche Weise.
-
Spamst du mich, sperr ich dich
Ich habe mich entschlossen, auf diesem Blog für ältere Beiträge die Kommentarfunktion zu sperren. Veranlasst hat mich dazu das hohe Spamaufkommen, das mich jeden Tag Zeit gekostet hat. Ich habe es satt, immer die gleichen Namen zu lesen, um dann irgendwo nach 200 oder 300 oder mehr Pseudo-Kommentaren doch noch einen echten zu entdecken. Seit ich die Sperre eingerichtet habe, ist die Zahl der Spam-Kommentare in den Keller gerauscht.
-
Wo bleibt das digitale Gedächtnis unseres Lebens?
Ich habe gerade einen Roman mit Rückblenden gelesen. Kriminalfall von heute hängt mit Familienfehde von 1914 zusammen. Am Ende kommen die Ermittler über Tagebücher von damals auf die Spur des Täters. Gleiche Geschichte im Jahr 2114: Der Kommissar kommt mit Hilfe einer alten Festplatte der Familienfehde von 2014 auf die Spur und löst den Fall. Denkbar? Vielleicht. Vielleicht kann dann aber auch niemand mehr eine Festplatte lesen, ihre Daten entschlüsseln. Wo bleibt unser digital gespeichertes Gedächtnis?
-
Die Macht der Maidan-Bilder
Ich war gestern Abend bei unserer Chorprobe. Zum Abschluss haben wir das Abendlied „Der Lärm verebbt“ gesungen. Darin kommen diese Zeilen vor: „Gib Nacht und Ruhe, wo man heut litt. Lass Recht aufblühen, wo Unrecht umgeht. Mach die Gefangnen der Willkür frei. „ Am Ende kam mir der Gedanke: Das haben wir jetzt für den Maidan gesungen. Das war nicht einmal 24 Stunden nach dem Ausbruch der Gewalt in Kiew. Kaum jemals zuvor haben sich Fotos von Gewalt und Tumult so in mein Gedächtnis gegraben wie die vom Maidan. Das hat Gründe.
-
Linktipp: Sterbende olympische Sportstätten
Die Sportwelt blickt zurzeit auf Sotchi. Bald wendet sie den Blick wieder ab. Und dann? Jede Stadt oder Region, die den Zuschlag für olympische Spiele bekommt, stampft in aller Eile, mit enormem finanziellen Aufwand und manchmal unter dem Einsatz von Blut, Schmerzen und Ungerechtigkeit Arenen, Hallen und Dörfer aus dem Boden. Doch der Glanz währt nur kurz. Was aus den Sportstätten vergangener Spiele geworden ist und wie sehr einige von ihnen heruntergekommen sind, zeigt die Seite „After the games“ mit Fotos dieser Sportstätten. Und nicht immer ist der Krieg die Ursache des Verfalls, so wie in Sarajewo.
-
Verwaltungsvorlage zum Baumkataster: Wildwuchs im Wörterwald
Na, wer kennt den Zwieselriss? Ich bin begeisterte Sammlerin krauser Begriffe und habe mich gerade in einer kommunalen Bauausschusssitzung sehr über Festmist und Inputstoffe amüsiert. Das sind übrigens Zutaten für Biogasanlagen, falls es jemanden interessiert. Die absolute Schöpfungshöhe erreichte der Ausschuss aber in sprachlicher Hinsicht, als es darum ging, ein Baumkataster einzuführen. So ein Baum kann, wenn er zu einem Verwaltungsvorgang wird, sprachlich dermaßen wüst sprießen, dass es einen schüttelt. Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Schwurbeldeutsch über mich.
-
Brauchen Blogartikel Fotos, um erfolgreich zu sein?
Seit einigen Tagen lässt ein Urteil des Landgerichts Köln viele Blogbetreiber hyperventilieren. Es droht mal wieder eine Abmahn-Falle, diesmal geht es um Pixelio-Bilder. Dazu ist an anderer Stelle schon viel geschrieben worden. Ich will in diesem Zusammenhang gerne eine Frage aufwerfen: Braucht ein Blogartikel wirklich Fotos, um Leser anzuziehen und erfolgreich zu sein?
-
Wikipedia-Umfrage: Männer und Frauen wie Hund und Katz?
Das kann nicht unwidersprochen bleiben: Anatol Stefanowitsch, der gern und ausgiebig im ungerechten Zorn wider das generische Maskulinum zu Felde zieht, hat sich in einem Beitrag für geschlechtergerechte Sprache im Netzlexikon Wikipedia stark gemacht. Die in dem im Sprachlog erschienenen Artikel „Wikipedia und die starken Männer“ angeführten Argumente sind meiner Meinung nach doch sehr weit hergeholt. Mehr noch: Der Beitrag diskriminiert mich als Frau. Bin ich Hund, bin ich Katze?




























