gelernt
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Theater im Job: Persönlichkeitsentwicklung mit großer Geste
Alles nur Theater? Mitnichten. Zugegeben, das Wort Theater benutzen wir auf zweierlei Art. Um die Kunstform einer in welcher Form auch immer gespielten Handlung zu benennen, aber auch, wenn mal wieder nichts so richtig läuft und statt Produktivität nur Theater im Job oder im Privatleben herrscht. Dass Theater im Job auch eine produktive Seite haben kann, ist längst erwiesen. Es bildet die Persönlichkeit, wie jedes Theater, ob im Theater (dem Gebäude) oder eben im Job. Das bestätigten sogar Profis.
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Der Rachen des Löwen: Latein, eine lyrische Sprache
Latein steht in dem Ruf, eher etwas sperrig und im Gegenteil zu Italienisch oder Französisch nicht mit Sprachmelodie gesegnet zu sein. Ich habe nie Latein gelernt, kenne die Sprache nur aus kirchenmusikalischen Werken. In denen aber entfaltet sie eine Musik, wie ich es dieser Sprache nie zugetraut hätte. Beispiel gefällig: Libera de ore leonis. Frei übersetzt: Errette uns aus dem Rachen des Löwen. Wer weiter sucht, findet noch mehr schöne Beispiele.
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Kopplungsstriche machen das Lesen und das Leben leichter
Könnt ihr das Wort oben auf Anhieb fehlerfrei aussprechen? Als ich es entdeckt habe, hatte ich meine Probleme damit, es auf den ersten Blick zu verstehen. Ich musste zwei Mal hingucken. Hier geht es nicht um Oberbausch-Weißtechnik, sondern um Oberbau-Schweißtechnik. Mal abgesehen davon, dass ich gar nicht so genau weiß, was das ist, ist das Wort ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Kopplungsstriche lieber einmal zu viel als einmal zu wenig eingesetzt werden sollte.
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Der Journalist, das verachtete Wesen
Journalisten sind Profis. Aber sie haben es in den seltensten Fällen bei ihrer Arbeit mit Profis im Umgang mit der Presse zu tun. Das kann auch niemand verlangen. Bemerkenswert ist aber, wie manche Leute die Arbeit der Presse sehen und was sie davon halten. Das ist aus ihren Äußerungen gegenüber uns Journalisten ablesbar. Und solche falschen Einschätzungen beschränken sich nicht mal auf Laien. Sogar Profis der Pressearbeit haben diese Sprüche im Repertoire.
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WordPress: Das gebrochene Fünf-Minuten-Versprechen
Gestern ist WordPress zehn Jahre alt geworden. Die Open-Source-Blogging-Lösung ist die populärste überhaupt und soll laut Statista weltweit auf 66 Millionen Webseiten eingesetzt sein. Die „Zeit“ bescheinigt WordPress gar, die Welt verändert zu haben. Auch dieses Blog läuft mit WordPress. Die Software wird überall als einfach zu bedienen und in weniger fünf Minuten zu installieren angepriesen. Wer sich daran macht, muss aber durchaus mehr als fünf Minuten einplanen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. In den fast genau auf den Tag zwei Jahren, seitdem Pyrolirium online ist, habe ich so manches Mal vor Verzweiflung fast in den Tisch gebissen.
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Das Quiz der Polizei-Abkürzungen
Polizeimeldungen sind für Sprachliebhaber ein Quell vieler Freuden. Über die teils krausen Formulierungen, die in Revieren und Kommissariaten geschrieben werden, habe ich hier schon einmal berichtet. Ein anderer Teil der polizeiinternen Kommunikation dringt eher selten an die Öffentlichkeit. Hier ist unserer Polizeipressestelle zu danken, die uns mit den Betreffs in ihren Mails an den seltsamen Abkürzungen teilhaben lässt, die speziell in der Einsatzleitstelle gern und oft verwendet werden. Ich habe über sie über Wochen gesammelt und zusammengestellt. Viel Spaß beim Rätseln, die Auflösung folgt am Freitag.
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Fair oder unverständlich: Sprache, Behinderung und die Menschen
Wie diskriminierend ist Sprache? Und wie verwirrend ist eine Sprache, die nicht diskriminiert. Das sind Fragen, die gerade uns Journalisten täglich beschäftigen. Am Ende machen wir doch wieder das, was wir nicht machen sollen und was andere versuchen, zu vermeiden: Wir nennen Behinderung und Behinderte genau so. Es bleibt uns einfach nichts anderes übrig, wenn wir für unsere Leser verständlich sein wollen.
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Der Notenverschenker
Über das schwierige Urheberrecht bei Noten und die Nischen, darüber, wie Chöre und Kirchenmusiker an freie Noten kommen, habe ich hier schon mehrmals berichtet. Jetzt möchte ich einen Mann vorstellen, der Noten verschenkt – und dafür viel Arbeit investiert. Manfred Hößl, Kirchenmusiker in Neumarkt – St. Veit, betreibt eine Webseite, auf der er Noten zum kostenlosen Download bereitstellt. Besonders widmet er sich der Kirchenmusik Süddeutschlands des 19. Jahrhunderts. Ich habe mit Manfred Hößl ein Interview geführt.
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100 Jahre – 100 Bücher
Wer suchet, der findet. Nur nicht das, was er gesucht hat. Beim Stöbern in meinem umfangreichen Archiv ist mir heute eine Liste in die Hände gefallen, die die Stiftung Lesen vor einigen Jahren herausgegeben hat. „Das 20. Jahrhundert in 100 Romanen“ listete in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung die 100 Romane auf, die das 20. Jahrhundert widerspiegeln. Das ist aber nicht die einzige Liste der 100 wichtigen Bücher des 20. Jahrhunderts und der Jahrhunderte davor.
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Keine Angst vor dem Siebenschläfer-Wetter
Der DLRG-Turm verwaist, die Strandkörbe verschlossen, Wasser von oben, von unten und von der Seite, über See und Land gepeitscht von einer steifen Brise: Alles andere als rosige Aussichten in diesen Tagen an der Küste. Auf jede kurzfristige Besserung folgt unweigerlich das nächste Sturm- und Regentief. Und das soll laut Bauernregel nach dem heutigen Siebenschläfertag jetzt sieben Wochen lang so bleiben? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.


















