Kleiner Crash-Kursus für Zeitungspraktikanten

Seit 30 Jahren habe ich in wechselnden Redaktionen mit Praktikanten zu tun. Einer von zehn ist richtig gut, das Arbeiten mit ihm oder ihr macht Spaß. Doch die meisten sind Schülerpraktikanten und zu jung und zu unerfahren oder – auch das gibt es – uninteressiert. Aber egal wer da kommt, alle brauchen eine kurze Einführung ins Zeitungsdeutsch und unsere hausinternen Regeln. Und deshalb kommt hier der kleine Leitfaden für Redaktionspraktikanten und für alle, die als Vereinsschriftwart oder Pressesprecher Mitteilungen schicken.
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Fett, ein explosiver Stoff

Fettbrand Foto: Olaf Dudek/Eder-Dampfradio

Mit schöner Regelmäßigkeit haben die Feuerwehren landauf, landab in der Mittagszeit Einsätze. Der Grund ist einfach: Wenn das Essen auf dem Herd steht, ist die Gefahr am größten, dass es so sehr anbrennt, dass es zumindest starke Rauchentwicklung gibt, wenn nicht sogar in Brand gerät. Jetzt bloß nicht falsch reagieren. Brennendes Fett hat schon so manche Küche ruiniert und sogar der Köchin oder dem Koch schwere Verletzungen zugefügt. Fett ist ein explosiver Stoff.

Fett entzündet sich im heißen Zustand von selbst, anders als Benzin oder andere sogenannte Brandbeschleuniger, die eines Zündfunkens bedürfen. Was die Sache aber besonders gefährlich macht, ist das falsche Löschen. Bloß nicht zu Wasser greifen. Das verdampft beim Kontakt mit dem heißen oder brennenden Fett schlagartig und  löst die gefürchtete Fettexplosion aus. Was bei einem Fettbrand zu beachten ist und wie man richtig gegen ihn vorgeht, hat die Feuerwehr Rulle in einer Checkliste aufgeführt.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen über diese Gefahr Bescheid wissen. Die Feuerwehren klären immer wieder darüber auf. Sie lassen nicht nach, vor dieser unbekannten Gefahr zu warnen, oft mit eindrucksvollen Demonstrationen. Auf dass Menschenleben und Gesundheit bewahrt und den Rettern eine ruhige Mittagspause vergönnt sei.

Der Knast ist kein Zoo

Sie sind in den Sprachgebrauch auf ewig eingeschliffen: falsche Bezeichnungen für  Menschen einer bestimmten Berufs- oder Herkunftsgruppe. Viele fühlen sich davon verletzt oder herabgewürdigt. Meistens ist es Unwissenheit, die dazu führt, dass diese verpönten Begriffe verwendet werden. Hat man erst einmal gehört, warum eine Bezeichnung unerwünscht ist, verwendet man sie auch nicht mehr. Hier kommen die drei unbeliebtesten Bezeichnungen samt Alternativen und Merksätzen. Weiterlesen

Das ABC der lokalen Pressearbeit

Täglich flattern per Mail hunderte von Pressemitteilungen in die Redaktionen. Vor allem im Lokalen kommen diese vielfach von Laien, etwa Pressewarten von Vereinen. Aber auch PR-Agenturen machen mitunter fatale Fehler. Das kleine ABC der Pressearbeit listet die wichtigsten Punkte auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit
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Warum Annan Kofi heißt

Kofi heißt nicht nur der ehemalige UN-Generalsekretär Annan mit Vornamen, Kofi ist ein sehr häufiger Vorname in Ghana, in abgewandelter Form in ganz Westafrika. Ghana kennt eine besondere Art der Vornamen-Vergabe. Je nach Wochentag erhalten Mädchen und Jungen ihre Vornamen.

Wie heißt Ihr auf ghanaisch? Hier die Liste:

  • Wochentag – männlich – weiblich
  • Montag  – Kwadwo, Kojo, Jojo – Adjoa Adzo Ejo
  • Dienstag – Kwabena Kobina Ebo – Abenaa, Abla
  • Mittwoch – Kwako, Kweku Kuuku – Akua, Ekuwa, Aku
  • Donnerstag – Yaw, Ekow – Yaa, Yaaba
  • Freitag – Kofi, Fiifi, Yoofi – Efua, Afua Afi
  • Sonnabend – Kwame, Kwamena, Ato – Ama, Aba, Awo
  • Sonntag – Kwesi, Akwasi, Siisi – Esi, Akosua, Kisi

Also wissen wir jetzt: Kofi Annan wurde an einem Freitag geboren.

Seine Geburtsstadt ist Kumasi, die von den Ghanaern liebevoll mit der Kurzform K’si bezeichnet wird.

Die jeweils ersten Namen der Liste sind übrigens die Hauptnamen für den jeweiligen Wochentag der Geburt, alle weiteren nur Abwandlungen. Sind mehrere Söhne oder Töchter einer Familie am selben Tag geboren, werden sie durchnummeriert: Kofi der erste, der zweite, der dritte . . .

Alternativ werden Kinder nach den Umständen ihrer Geburt benannt, also etwa Piesie (Stammhalter) oder Atta (Zwilling).

http://de.wikipedia.org/wiki/Akan-Vorname

Blut und Weizen – Flaggenkunde

Flaggen symbolisieren Länder. Das Flaggen-Design symbolisiert Geschichte und Charakteristik von Ländern.

Flagge Lettlands

Beispiel Lettland: Die Flagge ist Rot-Weiß-Rot. Die Geschichte dazu grausam. Die Farben stehen für das Sterbelager des unbekannten lettischen Freiheitskämpfers. Blutüberströmt wurde er vom Kampf zu seiner Lagerstatt gebracht, auf weißes Linnen gebettet. Rechts und links floss das Blut von seinem Körper und färbe das Leintuch rot, nur in der Mitte, wo der Körper lag, blieb es weiß.

 

 

 

 

 

 

Beispiel Ukraine: Das Gelb-Blau steht für den blauen Himmel über den gelben Kornfeldern des Landes.

Blauer Himmel über reifen Kornfelder - Flagge der Ukraine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer kennt weitere Geschichten?

Ich sammele sie hier für ein Brevier der Flaggenkunde.