-
Die Urheberrechtsfrage ist in der tiefsten Provinz angekommen
Für alle, die regelmäßig im Netz unterwegs sind, sich mit Fotos und Blogs beschäftigen, ist die Frage nach dem Urheberrecht von Bildern bekanntes Terrain. Mittlerweile hat sich dieses Thema aber auch bis in die tiefste Provinz herumgesprochen. Das meine ich nicht nur geografisch, sondern auch in Bezug auf das Thema an sich. Allerdings mit manchmal seltsamen Auswüchsen.
-
Zeitungstexte für alle: Kein queer und kein trans*
Wir schreiben für den dümmsten Leser. So lautet das Credo in vielen Zeitungsredaktionen. Das bedeutet nicht, dass wir Journalisten die Leser verachten. Es erinnert uns nur daran, immer so zu schreiben, dass es wirklich jeder versteht. Dass wir dabei denen, über die wir schreiben, auf die Füße treten müssen, lässt sich nicht vermeiden. Denn wir lassen uns im Interesse unserer Leser nicht verbiegen, auch nicht um einer vermeintlich oder guten Sache willen.
-
Tour nostalgie d’Einbeck: Auf den Spuren meiner frühen Jahre
Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt. Vielleicht. Jedenfalls habe ich in jüngster Zeit zwei Mal ausgiebig die Orte besucht, in denen ich die ersten 21 Jahre meines Lebens verbracht habe. Meine Heimatstadt Bad Gandersheim, über deren Besuch ich hier geschrieben habe, und jetzt Einbeck, wo ich von 1979 bis 1981 bei der Einbecker Morgenpost volontiert habe. Ergebnis dieses Besuchs: Es hat sich äußerlich fast nichts verändert, und es war ein sehr nostalgisches Gefühl, noch einmal durch die mittelalterlichen Gassen zu wandern. Los geht’s mit der Tour nostalgie d’Einbeck.
-
Das Elend mit den eingeschickten Fotos
Redaktionspostfächer sind endlich und Vereins-Pressesprecher, auch Pressewarte genannt, fleißig. Sie alle haben mittlerweile eine Digitalknipse, mit der sie Lokalredaktionen mit Fotos beliefern. Wobei die Betonung bei den meisten auf Knipse liegt, und genauso steht es auch um die Bearbeitung der Fotos. Das Elend der eingeschickten Fotos äußert sich in Lokalredaktionen auf unterschiedliche Weise.
-
Die alten Säcke, die Jungen und der Platztausch
Ja, ich bin ein alter Sack. Ich sitze seit mittlerweile 26 Jahren auf einer Planstelle in einer deutschen Zeitungsredaktion. Nicht immer auf derselben, aber nach sieben Jahren als Freie in meinen jungen Jahren seitdem fest und angestellt. Ich bin die, die ihren Platz nicht frei macht, den Medienwandel blockiert und den deutschen Journalismus zu Tode aussitzt. Jedenfalls wenn ich dem glaube, was ich manchmal über Journalismus im Netz lese.
-
Wie viel Fachsprache darf’s denn sein?
Im Anschluss an meinem letzten Text hier zum Baumkataster hat sich eine kleine Diskussion zum Thema Fachsprache entsponnen. Wie viel Fachausdrücke dürfen in Texten vorkommen, darf man sich darüber lustig machen und haben Fachleute einen Anspruch auf ihre Fachsprache?
-
Schwurbeldeutsch entschwurbeln: Aus lang mach kürzer
Verwaltungen sind nicht nur für ihre überbordende Bürokratie bekannt – das liegt in der Natur der Sache -, sondern auch für verschwurbeltes Deutsch, sperrige Texte und Bandwurmwörter und -sätze. Aufgabe von uns Journalisten ist es, solche sperrigen Texte in leicht zu lesende umzuwandeln. Nicht immer ganz leicht, man muss sich weit vom Text lösen und darf sich nicht in diese Art des Schreibens hineinziehen lassen. Zum Vergleich gibt es hier nun zwei Varianten eines Textes. Die erste Variante ist die Pressemitteilung einer Gemeinde. Ich habe sie anonymisiert, schließlich will ich hier niemanden vorführen. Alle Namen sind fiktiv und kommen, Überprüfung durch Google sei dank, im echten Leben nicht vor. Es…
-
Praktikum in der Zeitungsredaktion – Herausforderung für beide Seiten
Die @99fotografen-Twitterin dieser Woche, @SaskiaSpreitzer, hat eine interessante Frage aufgeworfen. Wie gehen wir mit Praktikanten um und was erwarten Praktikanten von uns? Das bezog sich auf Fotografen, da kann ich nicht mitreden. Ich habe aber seit 30 Jahren mit Praktikanten in Zeitungsredaktionen zu tun und könnte mit Geschichten über sie ganze Abende füllen. Und wie es so ist: Wenn man lange Zeit mit einem Thema zu tun hat, gibt es Gutes und Schlechtes zu berichten.
-
Sieben auf einen Streich: Leute sortieren ohne Namensschilder
Journalisten sind Meister der Merkfähigkeit. Sie schaffen es spielend, Zitate Menschen zuzuordnen, deren Namen sie nicht kennen und die ihn auch nicht sagen. Sie schaffen es, sieben Leute auf einmal auseinander zu halten und mitzuschreiben, was diese sagen. Fehlerfrei und ohne irgendetwas durcheinander zu bringen. Das glaubt ihr nicht? Ich auch nicht. Und deshalb habe ich mich gerade ziemlich geärgert, denn genau das ist von mir erwartet worden. Wieder einmal ein Tag des Leidens für eine geplagte Lokalredakteuse.
-
Bescherung unterm Nachrichtenbaum
24 Türchen sind offen. Über 24 Tage haben Udo Stiehl und ich die Basics der Nachrichtensprache unseren Lesern untern Nachrichtenbaum gelegt. Für uns beide eine interessante Zeit, der Beginn einer offenbar längeren Zusammenarbeit über hunderte von Kilometern hinweg – das Internet sei dank – und ein Projekt, mit dem wir hoffen, etwas zu bewegen.



























