gedacht
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Es lebe der Geisterfahrer
Ich widerspreche ungern der Floskelwolke, dieser wunderbaren Einrichtung wider die Floskelogie und Phrasigkeit. Aber wie das so ist, selbst wenn man etwas schätzt, heißt dass noch lange nicht, dass man in jeder Hinsicht damit übereinstimmt. Es gibt als Floskeln angeprangerte Wörter, die ich nicht als solche sehen. Beispiel Geisterfahrer.
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Rassistischer Kinder-Karneval: Die schlimmen Indianer
Da muss man erst einmal drauf kommen: Kinder, die als Indianer verkleidet zum Karneval gehen, begehen Alltagsrassismus. So jedenfalls die Meinung einer Mutter und Bloggerin. Dafür hat sie gleich Widerspruch bekommen. Vielleicht bin ich blauäugig oder es fehlt mir das richtige Bewusstsein, aber die Kritik am sogenannten latenten Verkleidungsrassismus kann ich absolut nicht nachvollziehen.
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Wie höflich muss eine E-Mail sein?
Jeden Tag fluten hunderte von E-Mails das Redaktionspostfach. Vereine schicken ihre Veranstaltungsankündigungen, Politiker ihre Statements, Verwaltungen und Parteien ihre Einladungen zu Pressekonferenzen oder Pressegesprächen. Jede E-Mail zu sichten, macht Arbeit und kostet Zeit. Dabei gibt es einige, die mehr Aufwand erfordern, andere weniger. Und andere sind so schlicht gehalten, dass es fast schon unhöflich erscheint. Aber wie viel „leerer Grußballast“ darf oder muss sein?
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Im Arbeitstempo Gender marsch? Die Sache mit dem Mit-gemeint-sein
Es gibt Orte, an denen das so oft verdammte generische Maskulinum in Stein gemeißelt ist. Reithallen und Reitplätze gehören dazu. Dort wird mit Stentorstimme kommandiert: „Im Arbeitstempo Galopp marsch!“ Ab und zu wird beim Abteilungsreiten – also dem Reiten in der Gruppe – die Gruppe geteilt. Dann heißt das Kommando aber nicht: „Die ersten drei Reiter und Reiterinnen im Arbeitstempo Galopp marsch!“ Nicht mal dann, wenn alle drei Reiter Frauen sind.
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Päpstliches Karnickelgate: Wie rammelig sind Kaninchen?
Ist es Satire oder ernst gemeint? Egal. Die Karnickel-Meldung von heute ist das beste, was ich seit langem gelesen habe. Amüsant, witzig und vor allem sehr erhellend. Ob der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter das nun gewollt hat oder nicht: Es ist ihm gelungen, endlich mal in die ganz große Presse zu kommen.
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1000 Peitschenhiebe: Das grausame Schicksal des Raif Badawi
Ich habe Albträume. Und ich blicke mit Schaudern auf den morgigen Freitag. Es ist das Schicksal eines Mannes aus Saudi-Arabien, das mir schlaflose Nächte bereitet. Seitdem ich das erste Mal davon gelesen habe, dass der Blogger Raif Badawi zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden ist und nun jeden Freitag in aller Öffentlichkeit mit 50 Schlägen malträtiert wird, geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Welche Grausamkeit! Viele Menschen setzen sich für ihn ein. Bisher offenbar ohne Erfolg.
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Inklusion – die schwierige Definition eines Karriere-Wortes
Ich glaube, die Wette gewinne ich. Ich wette, dass immer noch etwa 80 Prozent der Zeitungsleser nicht wissen, was Inklusion genau ist. Obwohl das Wort sei einiger Zeit eine beispiellose Karriere gemacht hat, kann bis heute niemand kurz und bündig erklären, was damit gemeint ist. Nicht einmal die Behindertenverbände, wie etwa die „Aktion Mensch“.
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Vom Leben nach der Geburt und anderen Denkwürdigkeiten
Nein, ich schreibe jetzt hier keinen der Jahresrückblicke, die heute in meinen Feedreader geflossen sind. Aber ein bisschen zurückschauen muss ich doch, weil mir WordPress heute wie vielen Bloggern den Jahresrückblick zugestellt hat. Der gibt Auskunft darüber, wie es um mein kleines Blog hier steht. Daran lässt sich auch ablesen, welches die meistbesuchten Posts waren und welches die eifrigsten Kommentatoren. Und schließlich gibt es noch ein Leben jenseits des Netzes, das neben dem Privaten noch einen Blick zurück verdient.
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Monochromie versus Kitsch: Die Fotografie hat viele Landschaften
Am Anfang steht eine gewagte Behauptung: „Die Landschaftsfotografie ist derzeit ein stinkender Haufen kitschiger Müll sich nie verändernder überdramatischer, pittoresker Reproduktionen“, schreibt Martin Gommel, Herausgeber des Fotografie-Magazins kwerfeldein.de in einem mit dem nichtssagenden Titel „Positionen zur Landschaftsfotografie“ überschriebenen Artikel. Ein Text, der schnell Widerspruch hervorrief. „Sorry, aber geht’s noch?“ kontert Ronny auf dem Fotografieblog Blogtimes. Und damit sind die Positionen gesetzt. Trotzdem habe auch ich mir ein paar Gedanken zum Thema gemacht.
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Die Gender-Feuerwehr oder: Warum es Einsatzkräfte gibt
Wer mich kennt weiß, dass ich kein Freund von Genderformen in der Sprache bin. Das ausdrückliche Mitnennen weiblicher Formen ist ersten sprachlich nicht schön, bläht zweitens Texte auf und ist drittens gar nicht so notwendig, wie es deren Verfechter immer behaupten. So jedenfalls meine Meinung. Aber in einer Hinsicht finde ich es wichtiger denn je, Frauen ausdrücklich mitzunennen oder eine geschlechtsneutrale Bezeichnung zu finden: bei der Freiwilligen Feuerwehr.























