gedacht
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Der Popanz um Weihnachten – ist der real?
Als ich ein Teenager war, da habe ich noch ab und zu in Frauenzeitschriften geguckt. Was mir angesichts der Debatten um Weihnachten in der Pandemie wieder eingefallen ist, ist der Popanz, der dort um Weihnachten gemacht wird. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, ich lese dank guter Terminorganisation nicht mal mehr beim Friseur oder im Wartezimmer Frauenzeitschriften.
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Promenadologie: Ich fröne der Wissenschaft vom Spaziergang
Promenadologie ist für mich das Wort des Jahres 2020. Corona als Wort des Jahres zu wählen, ist einfallslos und langweilig. Ich habe für mich die Promenadologie entdeckt. Das ist die Wissenschaft vom Spazierengang, wobei Wissenschaft in meinem Fall ein bisschen übertrieben ist. Aber seit ich das Wort entdeckt habe, schätze ich das Spazierengehen noch mehr als sowieso schon immer.
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Schuhe putzen ist aus der Mode gekommen
Heute ist Nikolaus-Tag. Gestern haben unzählige Eltern ihre Kinder aufgefordert, die Schuhe zu putzen, damit der Nikolaus sie füllt. Wahrscheinlich ist der 5. Dezember der Tag, an dem am häufigsten Schuhe geputzt werden. Ansonsten scheint diese Tätigkeit ziemlich aus der Mode gekommen zu sein.
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Virus, Verbot, Verantwortung – das V ist der Buchstabe des Jahres
Irgendwann vergangene Woche ist es mir aufgefallen: Das V ist der Buchstabe des Jahres 2020. Was für schöne Alliterationen lassen sich damit zaubern. Das Virus gibt die Marschrichtung vor, und danach ist viel Spielraum für Variationen. Hach, und wieder ein Wort mit V. Klar, Virus fängt ja auch mit V an.
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Frauen: Warum ein „was für‘n Quatsch“ aus mir herausbrach
Normalerweise tragen ich mein Herz nicht auf der Zunge. Ich bin jetzt so alt, dass ich erst einmal nachdenke, bevor ich meinen Senf zu irgendetwas dazu gebe. Manchmal gehen aber doch die Gäule mir mir durch. Zum Thema Frauen ist mir gerade mal wieder ein „was für‘n Quatsch“ raus gerutscht.
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Shoppen ist nicht jedermanns Sache
Shoppen an sich ist schon sehr alt. Bereits im Mittelalter schlenderten Menschen über Märkte, um einzukaufen. Und bestimmt haben sie schon damals mehr gekauft, als sie ursprünglich vorhatten. Shopping oder shoppen ist also nichts Neues. Es heißt nur noch so lange so, und nicht jeder hat Spaß daran oder kann es sich leisten.
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Ökozid: Ein für mich völlig neues Wort
Als Wortjägerin und jemand, der viel mit Sprache zu tun hat, bin ich so aufmerksam, dass mir neue Wörter immer sofort auffallen. Gerade habe ich wieder eines gefunden, das ich noch nie gehört oder gelesen habe: Ökozid.
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Wörter als Wurfprojektile
Die voluminöse Expansion subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.* Es sind solche Sätze, mit denen man sich gern mal in bierseliger Runde produzieren kann. Immer vorausgesetzt, die intellektuelle Kapazität reicht aus, um sich angesichts des einen oder anderen alkoholischen Getränks diesen langen und komplizierten Satz mit vielen Wörtern unfallfrei über die Lippen zu bringen.
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Struktur und strukturelle Probleme – Das Überall-Wort
Wir haben es, das ist unzweifelhaft, mit so vielen strukturellen Probleme zu tun, dass wir strukturell schon völlig überstrukturiert sind (Ironie off). Wer sich auf Social Media umguckt, der kann nicht umhin festzustellen, dass strukturelle Probleme eine der größten Herausforderungen sind. So viel strukturell Böses, das gibt’s doch gar nicht.
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Müssen Statuen fallen? Und welche?
Ich bin hin und hergerissen. Ich beobachte, wie im Zuge der Proteste gegen Rassismus Statuen gestürzt, geköpft, mit Farbe besprüht werden. Ich weiß nicht, wie ich das finden soll. Gerechtfertigt, weil die Dargestellten üble Burschen waren (so weit ich weiß ist bisher ist noch keine Frau vom Sockel gestürzt worden)? Oder eine Form von Bilderstürmerei, die ich nicht haben möchte.

























