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Nahversorger, der neue Supermarkt
Seit einiger Zeit drängt ein Wort aus der Fachsprache in die Umgangssprache: der Nahversorger. Nach und nach löst er den Supermarkt ab.
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Bonuseltern – Ein Malus für den Leser
In Zeiten, in denen Worte beinahe wichtiger sind als das, was dahinter steckt, stößt man immer wieder auf neue Bezeichnungen. Das geht aber oft auf Kosten der Verständlichkeit.
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Die Höffigkeit der Windworte
Bei uns im Dorf tobt der Streit um die Windkraft. Im Umkreis sollen Windmühlen gebaut werden. Die einen sind lautstark dagegen, die anderen etwas leiser dafür oder sehen es entspannt. Zwangsläufig habe ich mich deshalb mit dem Thema beschäftigt. Ich will nicht auf das Für und Wider eingehen. Was mich aber beschäftigt, ist die seltsame Sprache, die die Landesregierung in Sachen Windkraft an den Tag legt.
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Schenkel auf dem falschen Fuß
Innerer Schenkel am Gurt, äußerer Schenkel eine Handbreit hinter dem Gurt. Nein, das hier ist keine Anweisung für den Sicherheitsgurt beim Autofahren (man stelle sich das mal bildlich vor). Der Satz stammt aus dem Reitunterricht und wird gern und oft von Reitlehrern gesagt. Beim Reiten werden Körperteile auf die seltsamsten Arten sortiert.
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Statt eines Jahresrückblicks: die schrägsten Zitate
Ich lese viel, sehr viel. Nicht unbedingt Bücher, aber Texte aller Art. Viele aus Verwaltungen, aber auch im Internet zu allen möglichen Themen. Dabei kommen mir allerlei schräge Ausdrücke und Zitate unter. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, sie zu sammeln. Hier kommen sie nun also, die krausesten, verquersten, ungewöhnlichsten, themenspezifischen, einfach bemerkenswertesten Zitate und Formulierungen der vergangenen Monate.
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Schnappatmung im Vorwort
„Mich deucht, da fleucht etwas.“ Das würde heute niemand mehr schreiben. Es ist veraltetes Deutsch, ich weiß nicht, aus welchem Jahrhundert. Wer nun aber glaubt, alles, was im 20. Jahrhundert geschrieben wurde, komme uns nicht so fremd vor wie das aus den Jahrhunderten zuvor, der irrt. Auch jüngere Textpassagen können ein wenig seltsam klingen. Zumal wenn es auch noch um eine Fachsprache geht.
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Haut von Gans zum Rauschen gesenft
Habt ihr heute schon euren Senf zu mehr als einem Würstchen dazugegeben? Leuten, die zu allem etwas zu sagen haben, sagt man nach, sie müssten zu allem ihren Senf dazugeben. Sagt man mir mitunter auch nach. Ich senfe also. Das sei falsch, sagt ihr. Nichts da, das ist das neue Verb für seinen Senf dazugeben. Habe ich gerade gelesen. Soll es wirklich und wahrhaftig geben.
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Regenwasser, das bessere Niederschlagswasser
Es gibt viel Wasser: Trinkwasser, Eiswasser, Mineralwasser, Badewasser, Waschwasser, Spülwasser, Quellwasser, Meerwasser. Und es gibt Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Das Niederschlagswasser macht mich immer ganz niedergeschlagen.
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Der rennende Weihnachtsmarkt: Hört mir auf mit dem Starten
Was ist ein Start? Laut Definition: Start Substantiv [der] 1.Beginn, Anfang (meist einer beruflichen Tätigkeit).“Sie hatte einen schweren Start ins Berufsleben.“ 2.Sport, Beginn eines Rennens.“Der Start musste wiederholt werden.“ So weit, so gut. Ich lese das Verb starten oder startet aber immer wieder in anderem Zusammenhang. Das widerspricht meinem Sprachgefühl. Diese für mich falsche Verwendung von Start nimmt nach meinem Gefühl in den vergangenen Monaten überhand, gerade jetzt ganz besonders.
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Das Wort verstorben ist für mich gestorben
5,8 Millionen Ergebnisse bei Google für verstorben, 17 Millionen für gestorben. Offenbar wird in Deutschland doch mehr gestorben als verstorben, zumindest, wenn man Google glaubt. Aber was ist der Unterschied? Gibt es überhaupt einen?






















