gedacht
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Der 60. Geburtstag: Jetzt droht der Seniorenkaffee
Runder Geburtstag: Das ist immer eine Zäsur. Der 30. war für mich ganz schlimm, den 40. habe ich entspannt gesehen, den 50. haben wir groß gefeiert, so dass ich gar nicht zum Nachdenken kam. Jetzt also der 60. Geburtstag. Damit bin ich unweigerlich alt.
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Corona zwischen Kontaktsperre und Denunzianten
Ich wollte hier nie über Politik, tagesaktuelle Ereignisse und schon gar nicht über Corona schreiben. Jetzt muss es aber doch sein, um ein paar Gedanken von mir dazu festzuhalten. Zu der Pandemie und allem, was in ihrem Schlepptau über uns gekommen ist, fällt mir eine Menge ein und auf.
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Rechte, Rechtsradikal, rechtextremistisch? – alles andere als egal
Wieder hat ein rechtextremistischer Anschlag Deutschland erschüttert. Diesmal wirklich, vorher waren die Erschütterungen für meinen Geschmack viel zu verhalten. Ich weiß nicht mehr über den Anschlag von Hanau als das, was ich in den Nachrichten sehe, höre oder lese. Deshalb kann und will ich nichts zum konkreten Fall sagen. Mir geht es um die Worte, mit denen über Rechte berichtet wird.
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Fru Öttenpötter vertellt: #Dorfkinder, deppert oder doch ganz plietsch?
Die mediale Sau, die heute durchs Dorf getrieben wird, kommt unter dem Hashtag „Dorfkinder“ daher. Auslöser ist eine Imagekampagne, die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) verbreitet hat. Dafür hat sie viel Kritik geerntet. Dabei wollte sie doch nur, so das Bundeslandwirtsschaftsministerium, die Dörfer ins Gespräch bringen.
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Minderheiten: Wie viel Rücksicht darf’s denn sein?
Auslöser für diesen Text ist die Debatte über die Widerspruchsregelung zur Organspende. Während alle noch über das Für und Wider debattierten, kam von irgendwoher die Anmerkung, es sei auf Menschen Rücksicht zu nehmen, die sich nicht entscheiden könnten. Dazu entfuhr mir dieser Tweet: „Man muss nicht für jede noch so kleine Gruppe eine Extrawurst braten.“
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Flickr schickt Bettelbrief: Warum mir das schlaflose Nächte macht
Ich hatte heute früh eine Mail in meinem Postfach, die mich erschreckt hat: Flickr teilt mit, dass es ein Riesendefizit macht und bittet darum, für mehr zahlende Mitglieder zu werben. Sollte die Fotoplattform in die Knie gehen, wäre das für mich eine Katastrophe. Nicht, weil meine Bilder verloren gehen würden, sondern weil es mir hier auf dem Blog erhebliche Probleme bereiten würde.
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Schöner spalten: Wenn Städter auf Dorfkartoffeln eindreschen
Ich entdecke in meiner Twitter-Timeline immer öfter Tweets, in denen sich (Groß)städter darüber aufregen, dass die Leute auf dem Land mit dem Auto fahren. Das ist zunächst nichts Verwerfliches, es zeugt höchstens von Ahnungslosigkeit. Wenn aber autofahrende Landbewohner als dämliche Dorfkartoffeln bezeichnet werden, geht das zu weit.
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Kurz vor Seniorenkaffee
Das mit dem Älterwerden ist so eine Sache. Niemand kommt drumherum, aber die meisten merken es im Alltag gar nicht, dass jedes Jahr ein Jährchen Lebensalter hinzukommt. Ich bin gerade von einer Terminankündigung aufgeschreckt worden, wie sie regelmäßig in die Redaktion kommen: Einladung zum Seniorenkaffee für Menschen ab 60.
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Die zwei Seiten der Meinungsfreiheit
Gerade reden alle über Meinungsfreiheit. Darüber, etwas angeblich nicht oder nicht mehr sagen zu dürfen. Alle? Nein, nicht alle reden darüber, nicht mal die Mehrheit. Die Debatte über die Meinungsfreiheit und das angebliche Nicht-mehr-sagen-dürfen ist eine, die den meisten Menschen an der Südtangente vorbeigeht.
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Dresden 1945: Der Tag, als der Geheimrat verbrannte
Die Familie meines Vaters kommt aus Dresden. Mein Vater, Jahrgang 1933, wuchs in Cossebaude auf, einer kleinen Gemeinde auf halber Strecke zwischen Dresden und Meißen. Seine Großeltern lebten in der Dresdner Neustadt, seine Tante war in Wachwitz verheiratet. Die Familie erlebte die Dresdner Bombennacht. Was aber vor allem im Gedächtnis blieb und oft erzählt wurde, ist die Geschichte vom geretteten Oberförster und vom verbrannten Geheimrat.


























