C’est kwitsch! Die Kitsch-Freiheit der Hobbyfotografen

Mein französischer Schwager weiß nach mehreren Spaziergängen mit mir in Deutschland ziemlich genau, was Kitsch ist. Jean-Marie hat einen Blick dafür entwickelt und kommentiert annähernd oder eindeutig kitschige Artefakte vom Gartenzwerg bis zu Glitzerschuhen gerne mit dem empörten Ausruf „C’est kwitsch!“ So viel zu seinen Deutschkenntnissen. Bei Durchsicht der für später gesicherten Blogtexte in meinem Feedreader bin ich auf einen Artikel des Fotografiemagazins fokussiert.com gestoßen, der für die Fotografie die Frage stellt „Was ist Kitsch – und wer entscheidet das?“

Landschaft im Abendlicht - ein typisches Kitsch-Motiv?
Landschaft im Abendlicht – ein typisches Kitsch-Motiv?

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Ein tolles Fotomotiv: die alte Brücke

Es ist wie mit der Henne und dem Ei: Ich weiß nicht, was zuerst da war, der fotografische Blick oder die Lust am Fotografieren. Wer mit seiner Kamera mehr anstellt als nur zu knipsen, der hat automatisch einen Blick fürs Motiv. Aber ob nun diejenigen fotografieren, die den Blick dafür haben, oder ob das Fotografieren den Blick dafür schult, das ist nicht ganz klar. Egal. Ich sehe jedenfalls überall Motive, klopfe meine Umgebung daraufhin ab, was ein Foto hergeben könnte. Und so ist es kein Wunder, dass mich die alte Brücke sofort angezogen hat.
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Ich war Nr. 30: Blogparade zur 99-fotografen-Twitterei

Johannes, Initiator des Twitter-Projekts 99fotografen, hat nach 99 Wochen mit 99 Fotografen nun zur Blogparade aufgerufen. Er hat uns Teilnehmern – ich war Nr. 30 – noch einmal die Fragen gestellt, die wir schon anlässlich der Übernahme des Accounts auf der 99-fotografen-Homepage beantwortet haben. Ich füge sie deshalb hier noch einmal ein und schreibe kursiv dazu, was ich heute anders sehe oder was sich verändert hat. Immerhin ist meine Woche schon eine ganze Weile her. Außerdem hat Johannes dazu aufgerufen, ein Selfie zu zeigen. Ich habe eines aus der Zeit, als noch niemand das Wort kannte.

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Selbstporträt in meinem Jungmädchenzimmer, entstanden Ende der 1970-er Jahre und zum Glück erhalten.

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Ausgezeichnet: Knebelvertrag für Fotojournalisten ausgetrickst

Jeden Freitag kommt der DJV-Newsletter in mein E-Mail-Postfach. Darin berichtet der Deutsche Journalistenverband darüber, was sich in der Medienszene tut. Ein guter Überblick über die vergangene Woche und oft sehr, sehr interessant. Der jüngste vom Freitag enthielt eine Geschichte, die mir richtig Spaß gemacht hat. Eine kanadische Zeitung hat auf großartige Weise die Forderung nach einem Knebelvertrag für Fotojournalisten ausgetrickst.
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Das Rätsel Wassertropfen: Wie fotografiert man das?

Ich will es nicht nachmachen. Ich glaube nicht, das ich alles in Sachen Fotografie machen muss, was andere machen und was mir gefällt. Aber ich wüsste zu gern mal, wie diese tollen Fotos mit dem Wassertropfen entstehen. Gibt es dafür irgendwo ein Tutorial oder eine Anleitung oder kann jemand erklären, wie es geht?
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Ein Abend am Strand

Endlich, endlich ist die Hitze auch im Norden angekommen. Ich liebe es. Was ich nicht liebe ist, mich den ganzen Tag an den Strand zu legen. Zu voll, zu heiß, zu sandig. Aber abends nach 20 Uhr hält mich nichts mehr zu Hause, dann muss ich an die Ostsee. Sind ja nur knapp 25 Kilometer bis dahin. Mit Fotoapparat und viel Zeit geht es an den Strand. Die Ausbeute von vorgestern Abend:
Abend am Strand
Abend am Strand
Abend am Strand
Arschbombe
Abend am Strand
Abend am Strand
Juchuh

Nur noch Berge und Blümchen? Angriff auf die Panoramafreiheit

Ein vermutlich illegales Foto: Das Schloss Jumilhac le Grand in Frankreich.
Ein vermutlich illegales Foto: Das Schloss Jumilhac le Grand in Frankreich unterliegt nicht mehr dem Urheberrecht. Aber was ist mit dem Brunnen?

Der Schuss ging offenbar nach hinten los. Bestrebungen in der EU, die deutsche Panoramafreiheit auf andere Staaten auszudehnen, könnten damit enden, dass die Restriktionen anderer Länder auf Deutschland übertragen werden. Der Schreck ist groß. Zu Recht.
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Eine Idee muss her: I-Tüpfelchen für Landschaftsfotos gesucht

Wenn es um Landschaftsfotografie geht, haben wir norddeutschen Landeier ein Problem: Es fehlen die spektakulären Landmarken. Keine schneebedeckten Berge am Horizont, keine Täler mit Weitblick, ziemlich viel Flachland. Das einzige, was Akzente setzt, sind mächtige Bäume und – ein paar Kilometer weiter – das Meer. Also müssen Accessoires her, I-Tüpfelchen für den Blick des Betrachters. Aber woher nehmen?

Schön, aber nicht spektakulär: Feld in Norddeutschland mit Knick.
Schön, aber nicht spektakulär: Feld in Norddeutschland mit Knick.

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Man könnte es auch sein lassen. Warum also fotografieren?

Janselbst-2„Warum fotografierst du?“ hat Calvin Hollywood einen seiner mittlerweile seltenen Blogposts überschrieben (seit er nicht mehr täglich schreibt, schreibt er viel besser und tiefsinniger). Eine interessante Frage, die auch in einem Blogpost mit dem Titel „Ich bin nur ein Amateurfotograf“ vom Licht(in)former Michael Gelfert eine Rolle spielt. Es lohnt sich, einen Moment darüber nachzudenken. Warum fotografieren wir also?
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Flickr: ein Tag, zwei Fotos in Explore

Ich weiß gar nicht so recht, wie mir geschah. Ich habe am Sonntag nur mal kurz ein bisschen auf einem Reiterhof fotografiert, zwei Detailaufnahmen ein wenig mit Lightroom bearbeitet und beide Fotos auf Flickr hochgeladen. Und schwupps, gestern waren sie beide in Explore, der Flickr-Königsklasse. Da hin zu kommen, ist schwer, man weiß nicht so genau, wie es funktioniert, und bei mir hat es gleich zwei Mal gepasst. Nun stehe ich mit geschwellter Brust da. Und hier sind die solchermaßen geadelten Werke.

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