gelernt
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Der Notenverschenker
Über das schwierige Urheberrecht bei Noten und die Nischen, darüber, wie Chöre und Kirchenmusiker an freie Noten kommen, habe ich hier schon mehrmals berichtet. Jetzt möchte ich einen Mann vorstellen, der Noten verschenkt – und dafür viel Arbeit investiert. Manfred Hößl, Kirchenmusiker in Neumarkt – St. Veit, betreibt eine Webseite, auf der er Noten zum kostenlosen Download bereitstellt. Besonders widmet er sich der Kirchenmusik Süddeutschlands des 19. Jahrhunderts. Ich habe mit Manfred Hößl ein Interview geführt.
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100 Jahre – 100 Bücher
Wer suchet, der findet. Nur nicht das, was er gesucht hat. Beim Stöbern in meinem umfangreichen Archiv ist mir heute eine Liste in die Hände gefallen, die die Stiftung Lesen vor einigen Jahren herausgegeben hat. „Das 20. Jahrhundert in 100 Romanen“ listete in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung die 100 Romane auf, die das 20. Jahrhundert widerspiegeln. Das ist aber nicht die einzige Liste der 100 wichtigen Bücher des 20. Jahrhunderts und der Jahrhunderte davor.
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Keine Angst vor dem Siebenschläfer-Wetter
Der DLRG-Turm verwaist, die Strandkörbe verschlossen, Wasser von oben, von unten und von der Seite, über See und Land gepeitscht von einer steifen Brise: Alles andere als rosige Aussichten in diesen Tagen an der Küste. Auf jede kurzfristige Besserung folgt unweigerlich das nächste Sturm- und Regentief. Und das soll laut Bauernregel nach dem heutigen Siebenschläfertag jetzt sieben Wochen lang so bleiben? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
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Knackig texten mit dem Textknacker
Kennt Ihr den Textknacker? Das ist eine Anleitung, mit deren Hilfe Kinder schwierige Texte erschließen können. Der Textknacker ist enthalten in der Lesemappe des Projektes „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark“, das in schleswig-holsteinischen Schulen die Lesekompetenz fördern soll. Der Merkzettel ist mir gerade in die Hände gefallen. Er listet in sechs Schritten auf, wie man sich einem schwer verständlichen Text nähern kann, um ihn schnell und richtig zu verstehen. Der Textknacker lässt sich aber auch umgekehrt anwenden. Als Anleitung, wie ein guter Text aufgebaut sein sollte. Ich dekliniere das mal durch.
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Kein Hundeleben mehr: Jetzt kommt Wau-TV
Ich kannte mal einen Hund, der liebend gern Fußballübertragungen im Fernsehen anschaute, weil dabei ein Ball mitspielte. Das Tier versuchte immer, ihn zu fangen und stürzte dabei auch mal unter den Fernsehtisch. Letztlich war es aber doch kein richtig tierisches Programm. Das könnte sich demnächst ändern, wie mein Freund und Kollege Tonio Keller, Redakteur beim Bauernblatt Schleswig-Holstein, in einer Gastglosse geschrieben hat.
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Mehr fotografieren als die Polizei erlaubt
Meistens geht es problemlos vonstatten, wenn Pressefotografen Einsätze der Polizei fotografieren. In den seltensten Fällen verwahren sich die Beamten dagegen, mit aufs Bild zu geraten. Schließlich sind sie im Einsatz und mit ihrer Uniform eindeutig als Einsatzkräfte zu erkennen. Doch mitunter haben Journalisten auch Schwierigkeiten, wenn sie Polizisten im Dienst fotografieren.
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Die Kunst, ein Gruppenfoto zu machen
Reportagen und Reportagefotos sind Kuchen, Pressekonferenzen sind Schwarzbrot für jeden Journalisten. Und irgendwann, wenn alle wichtigen Leute erzählt haben, was sie erzählen wollen, kommt unweigerlich der Moment: aufstellen zum Gruppenfoto. Erfahrene Pressekonferenz-Gastgeber gruppieren sich schon mal von selbst, andere muss der knipsende Lokalredakteur oder der Fotograf erst arrangieren. Aber wie und wo und was dann?
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Kleiner Crash-Kursus für Zeitungspraktikanten
Seit 30 Jahren habe ich in wechselnden Redaktionen mit Praktikanten zu tun. Einer von zehn ist richtig gut, das Arbeiten mit ihm oder ihr macht Spaß. Doch die meisten sind Schülerpraktikanten und zu jung und zu unerfahren oder – auch das gibt es – uninteressiert. Aber egal wer da kommt, alle brauchen eine kurze Einführung ins Zeitungsdeutsch und unsere hausinternen Regeln. Und deshalb kommt hier der kleine Leitfaden für Redaktionspraktikanten und für alle, die als Vereinsschriftwart oder Pressesprecher Mitteilungen schicken.
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Fett, ein explosiver Stoff
Mit schöner Regelmäßigkeit haben die Feuerwehren landauf, landab in der Mittagszeit Einsätze. Der Grund ist einfach: Wenn das Essen auf dem Herd steht, ist die Gefahr am größten, dass es so sehr anbrennt, dass es zumindest starke Rauchentwicklung gibt, wenn nicht sogar in Brand gerät. Jetzt bloß nicht falsch reagieren. Brennendes Fett hat schon so manche Küche ruiniert und sogar der Köchin oder dem Koch schwere Verletzungen zugefügt. Fett ist ein explosiver Stoff. Fett entzündet sich im heißen Zustand von selbst, anders als Benzin oder andere sogenannte Brandbeschleuniger, die eines Zündfunkens bedürfen. Was die Sache aber besonders gefährlich macht, ist das falsche Löschen. Bloß nicht zu Wasser greifen. Das verdampft…
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Der Knast ist kein Zoo
Sie sind in den Sprachgebrauch auf ewig eingeschliffen: falsche Bezeichnungen für Menschen einer bestimmten Berufs- oder Herkunftsgruppe. Viele fühlen sich davon verletzt oder herabgewürdigt. Meistens ist es Unwissenheit, die dazu führt, dass diese verpönten Begriffe verwendet werden. Hat man erst einmal gehört, warum eine Bezeichnung unerwünscht ist, verwendet man sie auch nicht mehr. Hier kommen die drei unbeliebtesten Bezeichnungen samt Alternativen und Merksätzen.




















