gesehen
Fotos, Gemälde, Visuelles
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Fernsehen holt Rußland aus der Mottenkiste
Es gibt Momente, da zweifele ich an meinem Rechtschreibverstand. Heute Morgen war so ein Moment, als ich im Morgenmagazin das Interview mit dem Russland-Beauftragten der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), gesehen habe. Das ZDF (oder war es die ARD, das ist eine Gemeinschaftssendung) hat ihn in der Namenseinblendung als „Rußlandbeauftragten“ bezeichnet. Liebe Fernsehmacher, die Rechtschreibreform ist 1996 in Kraft getreten und wird seit 1998 flächendeckend in veröffentlichten Texten angewandt. Seitdem heißt Rußland Russland.
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Mein Woche vor dem TV: Horrorgarten, Dackelblick und die gutwillige Anne
Ich war früher ein Fernseh-Junkie. Das ist längst vorbei. Ich habe besseres zu tun. Zum Beispiel hier zu bloggen, denn dieses Blog ist eine reine Freizeitbeschäftigung. Oder Fotos machen, Fotos bearbeiten. Oder lesen. Fernsehen spielt für mich nur noch sonntags eine Rolle. Erst – ich geb’s zu – bei der Lindenstraße, der ich seit Anbeginn treu bin, dann beim Tatort und hinterher noch bei Jauch. Da aber nur, weil der Weg von der Couch zum Bett so weit ist. In der vergangenen Woche bin ich dann aber doch drei Mal vor dem Fernseher hängengeblieben, der sowieso gerade lief. Und deshalb kommen hier meine Notizen zu drei Mal öffentlich-rechtliches Fernsehen in…
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Lieblos serviert: der Serviervorschlag
Kaum eine Lebensmittelverpackung ohne Serviervorschlag: Ob Eispackung oder Joghurt, Paniermehl oder verpackter Aufschnitt: Auf der Vorderseite prangt ein Foto des angerichteten Lebensmittels und daneben steht „Serviervorschlag“. Das muss angeblich so sein, damit der Verbraucher nicht denkt, die Deko auf dem Foto sei in der Verpackung mit drin. Der Hintergrund wird hier sehr gut erklärt. Tatsächlich aber ist der sogenannte Serviervorschlag bei den meisten Produkten ziemlich lieblos geraten.
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Wenn der Arbeitsplatz die Rechtschreibung bestimmt
Zugegeben, der Gedanke ist ein wenig weiter hergeholt, aber es gibt Rechtschreibfehler, die scheinen vom Arbeitsplatz bestimmt zu sein. Gucken wir uns erst einmal den Arbeitsplatz an. Es ist ein ganz besonderer und einer, der für mich, die ich unter Höhenangst leide, überhaupt nicht in Frage käme.
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Kreative Kennzeichen: Wörter auf Nummernschildern
Ich habe sie über Jahre gesammelt: Autokennzeichen, die ein Wort ergeben. Kreative Zeitgenossen haben es schon immer hinbekommen, sich witzige Kennzeichen zu sichern. SE-XY ist in unserem Kreis sehr beliebt, gern genommen werden auch UL-M und PLÖ-N für die gleichnamigen Kreise. Seit die alten Buchstabenkombinationen wie ECK für Eckernförde oder GAN für meinen Heimatort Bad Gandersheim wieder zugelassen sind, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Was der jeweilige Kennzeichenbesitzer damit aussagen möchte, bleibt der Phantasie überlassen. Ein besonderes Beispiel habe ich vor einigen Jahren gesehen. Von dem silbernen Mercedes SL-irgendwas, den ich mal mit einer aufgedonnerten Blondine am Steuer auf der Autobahn gesehen habe, habe ich leider kein Foto. Aber…
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Smartphone-Tankstelle: Erste Hilfe für leere Akkus
Wer reist entdeckt mitunter gute Ideen, die es lohnen würden, kopiert zu werden. Eine solche gute Idee, einen prima Service für Smartphone-Besitzer, habe ich auf dem Flughafen von Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, entdeckt.
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Titelbilder aus 37 Jahren: Hommage an den Fotografen H. Dietrich Habbe, den Meister des Lichts
Der Titel ist profan: „37 Jahre Titelfotografie“ heißt ein neuer Bildband, den die Edition Bauernblatt soeben herausgebracht hat. Dahinter verbirgt sich die Verbeugung vor einem Fotografen, der seit 37 Jahren die Titelbilder für das schleswig-holsteinische Bauernblatt liefert. Ein Fotograf, der die Landschaft zwischen den Meeren und vor allem ihre Landwirte in wunderschönen Bildern einfängt. Es war höchste Zeit, diese Bilder gesammelt als Buch herauszubringen.
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Gute-Laune-Bauern-Rap: Pfiffige Werbung für die Landwirtschaft
Ich habe an dieser Stelle gerade über die verheerende Image-Wirkung von „Bauer sucht Frau“ auf die Landwirtschaft philosophiert. Nun hat mich jemand auf ein besonders pfiffiges und eingängiges Video aufmerksam gemacht. Zwei junge Frauen, Helen und Julia, rappen unter dem Titel „Rhythm of Nature“ über das Landleben und den Beruf des Landwirts. Einfach angucken und daran freuen. Aber Vorsicht, es besteht Ohrwurm-Gefahr.
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Baum frisst Schild: Skulpturen, von der Natur gemacht
Die Natur ist nicht nur ein wunderbarer Maler, wie uns jetzt der Herbst zeigt. Sie ist auch ein Bildhauer, der Skulpturen formt,die jedem Skulpturenkünstler Ehre machen und eine schöne Kombination von Natur und Menschenwerk bilden. Ich habe schon zwei Mal solche von der Natur gemachten Kunstwerke gefunden, und es gibt sogar eine Internetseite, auf der sie gesammelt werden.
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„Bauer sucht Frau“: Fremdschämen und Imageschaden
Weiße Ledercouch, dunkles Sideboard, weißer Teppich auf Echtholzparkett – so sieht ein bäuerliches Wohnzimmer in meinem Dorf aus. Junger Bauer, junge Frau, stilvolle Einrichtung, mit der Nagelschere gepflegter Garten. Im Stall über 100 ebenso gepflegte Milchkühe, in der Maschinenhalle landwirtschaftliche Großgeräte in Reihe. Und was präsentiert uns RTL bei „Bauer sucht Frau“? Leopardenbettwäsche unter weiß-lila gehäkelter Tagesdecke und dunkles Plastikholz an den Wohnzimmerwänden. Bauernhäuser, die dringend mal eine neuen Anstrich gebrauchen könnten. Kälberboxen wie anno dazumal und Mistforken statt moderner Entmistungsanlagen. Auch alles andere an diesem Format ist weiß Gott keine Werbung für die deutsche Landwirtschaft. Aber es ist wie fast immer im Fernsehen. Die Realität ist eine andere.


















