Kreativ schreiben unter floskelwolkenlosem Himmel

Was ist eine Floskel? „Als Floskel werden schmückende Ausdrücke, nichtssagende Redensarten sowie unnötige Phrasen bezeichnet“, lautet die Definition, die wortwuchs.net gibt. Die dort angeführten Beispiele treffen nicht ganz das, was sich die Erfinder der Floskelwolke vorgestellt haben. Sie haben unter diesem Titel der Floskel im Sinne von hohler Phrase – schöne Floskel, oder? – den Kampf angesagt. Ein Kampf, der nicht auf allen sprachlichen Feldern zu Recht geführt wird, aber ungemein dazu reizt, in Texten wie diesen mit Floskeln zu spielen.
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Der schlimmste Pressetermin aller Zeiten

Zugegeben, der Titel ist etwas provokant, und mit aller Zeiten sollte man vorsichtig sein, wie Kollege Udo Stiehl auf seinem Blog so schön ausführt. Außerdem, auch das eine eiserne Regel, sollten Journalisten ihre Arbeit tun und nicht über ihre Arbeitsbedingungen berichten. Aber hier bin ich privat, und da darf ich mich mal aufregen über einen der schlimmsten Pressetermine – Achtung – aller Zeiten.
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Zeitungstexte für alle: Kein queer und kein trans*

Wir schreiben für den dümmsten Leser. So lautet das Credo in vielen Zeitungsredaktionen. Das bedeutet nicht, dass wir Journalisten die Leser verachten. Es erinnert uns nur daran, immer so zu schreiben, dass es wirklich jeder versteht. Dass wir dabei denen, über die wir schreiben, auf die Füße treten müssen, lässt sich nicht vermeiden. Denn wir lassen uns im Interesse unserer Leser nicht verbiegen, auch nicht um einer vermeintlich oder guten Sache willen.
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Mein Woche vor dem TV: Horrorgarten, Dackelblick und die gutwillige Anne

Ich war früher ein Fernseh-Junkie. Das ist längst vorbei. Ich habe besseres zu tun. Zum Beispiel hier zu bloggen, denn dieses Blog ist eine reine Freizeitbeschäftigung. Oder Fotos machen, Fotos bearbeiten. Oder lesen. Fernsehen spielt für mich nur noch sonntags eine Rolle. Erst – ich geb’s zu – bei der Lindenstraße, der ich seit Anbeginn treu bin, dann beim Tatort und hinterher noch bei Jauch. Da aber nur, weil der Weg von der Couch zum Bett so weit ist. In der vergangenen Woche bin ich dann aber doch drei Mal vor dem Fernseher hängengeblieben, der sowieso gerade lief. Und deshalb kommen hier meine Notizen zu drei Mal öffentlich-rechtliches Fernsehen in einer Woche.
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Tour nostalgie d’Einbeck: Auf den Spuren meiner frühen Jahre

Ich weiß  nicht, ob es am Alter liegt. Vielleicht. Jedenfalls habe ich in jüngster Zeit zwei Mal ausgiebig die Orte besucht, in denen ich die ersten 21 Jahre meines Lebens verbracht habe. Meine Heimatstadt Bad Gandersheim, über deren Besuch ich hier geschrieben habe, und jetzt Einbeck, wo ich von 1979 bis 1981 bei der Einbecker Morgenpost volontiert habe. Ergebnis dieses Besuchs: Es hat sich äußerlich fast nichts verändert, und es war ein sehr nostalgisches Gefühl, noch einmal durch die mittelalterlichen Gassen zu wandern. Los geht’s mit der Tour nostalgie d’Einbeck.
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Das Elend mit den eingeschickten Fotos

Redaktionspostfächer sind endlich und Vereins-Pressesprecher, auch Pressewarte genannt, fleißig. Sie alle haben mittlerweile eine Digitalknipse, mit der sie Lokalredaktionen mit Fotos beliefern. Wobei die Betonung bei den meisten auf Knipse liegt, und genauso steht es auch um die Bearbeitung der Fotos. Das Elend der eingeschickten Fotos äußert sich in Lokalredaktionen auf unterschiedliche Weise.
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Die alten Säcke, die Jungen und der Platztausch

Ja, ich bin ein alter Sack. Ich sitze seit mittlerweile 26 Jahren auf einer Planstelle  in einer deutschen Zeitungsredaktion. Nicht immer auf derselben, aber nach sieben Jahren als Freie in meinen jungen Jahren seitdem fest und angestellt. Ich bin die, die ihren Platz nicht frei macht, den Medienwandel blockiert und den deutschen Journalismus zu Tode aussitzt. Jedenfalls wenn ich dem glaube, was ich manchmal über Journalismus im Netz lese.
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