Der Kampf mit dem Onlinedruck

Ich habe den heutigen Feiertag genutzt, um drei Stunden lang einen Fehler zu suchen. Die Aufgabe klang einfach: Für unseren Chor Eintrittskarten gestalten und drucken lassen. An sich kein Problem. Aber die Tücke liegt im Detail – und in meiner eigenen Dusseligkeit.

Ich habe bereits ein Kundenkonto bei dieser Online-Druckerei. Einerseits ist es für Autodidakten wie mich nicht ganz einfach, deren Druckvorgaben genau zu erfüllen, das habe ich schon leidvoll erfahren müssen, als ich eine 20-seitige Broschüre mit entsprechendem Deck- und Rückblatt drucken lassen wollte. Der Beschnitt muss genau angelegt, die Vorlage so hergerichtet werden, dass sie millilmetergenau passt. Bei farbigen Seiten sollen nirgends weiße Ränder auftreten. Damit habe ich die vorherigen Male ziemlich gekämpft, aber immerhin gibt es eine gute telefonische Auskunft dort, die ich oft in Anspruch genommen habe.

Nur einfache Eintrittskarten

Dieses Mal sollte es nur um einfache Eintrittskarten für unser nächstes Chorkonzert gehen. Einfache Eintrittskarten, einfache Druckvorbereitung, habe ich mir gedacht. Denkste. Es gibt wieder genaue Vorgaben. Die habe ich hingekriegt, wieder millimetergenau. So soll es aussehen, das fertige Produkt (den weißen Rahmen für den Beschnitt sieht man vor dem weißen Hintergrund nicht).

Der Entwurf der Eintrittskarte

Das war mit Photoshop bis hierhin alles gar kein Problem. Dann aber galt es, dieses .jpg in ein PDF umzuwandeln. Dachte ich zumindest. Auch das ist zunächst einfach, dafür gibt es Online-Tool. Doch die haben mein schönes .jpg auf eine Din-A-4-Seite mit entsprechend viel weißer Fläche drumherum gepackt. Und da meckerte das Programm beim Hochladen. Zunächst wurden die zu großen Maße bemängelt. Auch die lassen sich mit einem anderen Online-Programm zurecht stutzen. Doch dann meldete das Programm des Onlinedruckers, dass die Maße falsch herum seien: statt hoch mal quer quer mal hoch oder so.

Ich habe den Fehler nicht gefunden. trotz etlicher Versuche. Obwohl ich die PDF-Maße umgedreht habe, ging es einfach nicht. Ich bin schier verzweifelt. Dann entdeckte ich, dass ich auch das .jpg hochladen kann. Das ersparte mir immerhin, weiter am PDF herumzuschrauben.

Falsch! Falsch! Falsch!

Ein .jpg passend vorzubereiten und hochzuladen ist einfach. Dachte ich. Und wieder war es falsch. Warum? Irgendwann hat es bei mir klick gemacht. Ich hatte ganz am Anfang des Bestellvorgangs die Voreinstellung Hochformat nicht in Querformat geändert.

Also alle von vorne. Und plötzlich hat es funktioniert. Ich hoffe jetzt, dass am Ende des Drucks lesbare Eintrittskarten herauskommen. Ich habe alles dafür getan. Die Mühe lohnt sich übrigens. Beim Broschürendruck, den ich oben erwähnt habe, lag der Preisunterschied zwischen selbst dem Druck mit selbst gefertigtem Druck-PFD und dem Auftrag an eine stationäre Druckerei, die alles für den Kunden übernimmt, bei um die 900 Euro. Das ist viel Geld.

Beim Selbermachen bleibt aber immer die bange Frage, ob ich alles richtig gemacht habe. Reicht die Auflösung aus? Ist der Beschnitt richtig gesetzt, nicht dass irgendwelche Buchstaben abgeschnitten sind? Ist die Schriftgröße in Ordnung? Lesbar? Bis die Eintrittskarten da sind, werde ich noch bangen müssen. Das sind zum Glück nur ein paar Tage.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg