Die Plastikkamera aus Frankreich

Das Aufräumen fördert manchmal seltsame Dinge zutage. Beim Besuch der Schwiegereltern in Frankreich musste der mit Gewinnen von irgendwelchen Tombolas vollgestopfte Schrank dran glauben. Außer vier Kaffeemaschinen, drei Waffeleisen, einer elektrischen Orangenpresse, alles noch original verpackt, kamen auch zwei Plastikkameras zum Vorschein. Immerhin schon digital. Ich habe sie mitgenommen, da die Famille weder über einen Computer noch über Internet verfügt.

Plastikkamera Nr. 1 ist in einem Mini-Fotokoffer verpackt.
Plastikkamera Nr. 1 ist in einem Mini-Fotokoffer verpackt.

Eine der Kameras lag mit angeschraubtem Ministativ einfach so da, die andere war noch in ihrem Köfferchen verpackt. Marke Keenox – nie gehört – mit Zusatzangabe 300k pixels. Im Koffer ist alles dabei, sogar Batterien, die in einem schwarzen Mäppchen stecken. Ich habe die Kamera also damit bestückt und versucht zu fotografieren. Erst tat sich gar nichts, dann aber funktionierte sie einwandfrei. Die Kamera braucht Licht, sobald es zu dunkel ist, löst sie nicht aus.

Probleme mit dem Treiber

Ich würde jetzt hier gern ein paar Probebilder zeigen. Sie sind aber noch in der Kamera und kommen da auch nicht raus. Das USB-Kabel zum Überspielen auf den Rechner ist da. Ich bekomme sogar die auf der mitgelieferten CD vorhandenen Treiber installiert. Aber dann geht es einfach nicht weiter. Vielleicht liegt es daran, dass die Software für Windows 98 gedacht ist. Ich habe dann lieber abgebrochen, um meinen Rechner nicht zu gefährden.

Schade, ich hätte mir die Fotos gerne mal angesehen. Zwar werden die Plastikkamera und ich auf Dauer bestimmt nicht warm miteinander, ich glaube nicht mal, dass es eine Hosentaschenkamera für mich hätte werden können. Dazu sind beide, die übrigens ziemlich gleich aussehen, einfach zu leicht, zu sehr Plastik. Das ist eher etwas für mit dem Bus reisende Senioren ohne große Ansprüche an ihren Fotoapparat. Dabei hat die Kamera durchaus einiges zu bieten, wie mir das Minidisplay auf der Rückseite zeigt. Es gibt die Einstellungen oF, SE, d8, C5, CA, CL, Lo und Hd. Nur die Bilder, die lassen sich auf dem Display nicht anschauen. Es hat nur eine Digitalanzeige für die Zahl der fotografierten Bilder und für die Einstellungen.

Dafür verfügt die Kamera über eine Menge Zubehör. Ich habe jetzt nicht nur ein neues USB-Kabel, sondern auch ein Ministativ, auf das sich auch andere Kameras schrauben lassen. Allerdings ist es wahrscheinlich viel zu wenig stabil dafür. Es ist – natürlich – aus Plastik. Ein Smartphone könnte es aber sich tragen.

Das Mini-Stativ für die Plastikkamera. Irgendwie ist es recht niedlich.
Das Mini-Stativ für die Plastikkamera. Irgendwie ist es recht niedlich.

Sehr schick finde ich auch das Köfferchen. Das werde ich auf jeden Fall behalten. Die Kameras und die CD mit der Software wandern in den Müll. Oder hat jemand Interesse daran? Ich verschenke sie gerne, dann auch mit den Stativen, von denen jede über eines verfügt, und die Software.

Ganz schick: Der Fotokoffer der Plastikkamera.
Ganz schick: Der Fotokoffer der Plastikkamera.

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