Alltägliches, das einem das Leben schwer macht

Wider den sprachlichen WeihNachtsUnsinn

Es tut mir leid, aber ich muss heute mal den Sprachnörgler raushängen lassen. Es hat mich förmlich zerrissen, was ich heute lesen musste: eine Einladung zum WeihnachtsWunschliederSingen für Eltern, Kinder und Großeltern. Völlig zu Recht unterstreicht mir die Rechtschreibfunktion von Open Office, wo ich diesen Text schreibe, dieses Bandwurmwort. Die vorgeschlagene Alternative: Weihnachtsliedersingen. Trifft es nicht ganz, ist aber wenigstens sprachlich richtig. Der Wunsch lässt sich auch anders dazu geben.
Weiterlesen

Die weißen Männer und der Gemüsegarten

Der Spruch nervt mich schon seit langem gewaltig: Immer wieder wird von gewissen Kreisen beklagt, dass es zu viele weiße Männer gebe, die reden, präsent, in Gremien vertreten oder einfach da sind. Gern auch erweitert als „weiße, heterosexuelle Männer“ oder gar als „weiße, mittelalte, heterosexuelle Männer“. Aber ist das so verwunderlich?
Weiterlesen

Suchspiel im Supermarkt

Lange Wochenenden werfen ihren Einkaufsstress voraus. Einkaufen, nicht shoppen. Also Lebensmittel zusammenraffen, zur Kasse fahren, aus- und wieder einpacken, bezahlen, ins Auto ein- und zu Hause wieder auspacken. Wobei das mit dem Zusammenraffen nicht so einfach ist. Supermärkte haben nämlich ihre ganz eigene Ordnung, die dem Kunden oft Rätsel aufgibt.
Weiterlesen

Immer diese Darf-ich-mal-sehen?-Frage

Ich fotografiere viel und fotografiere oft Menschen. Porträtfotos kommen in meiner Fotopraxis fast täglich vor. Ich will hier keinen dieser von mir fotografierten Menschen zeigen, deshalb habe ich mir das Ölbild meines Opas genommen, um zu zeigen, was ich mit der Darf-ich-mal-sehen?-Frage meine und was es „mit diesem roten auf meiner Nase“ auf sich hat.

Der porträtierte Opa samt Schärfezeichen im Gesicht.

Weiterlesen

Das Rätsel Preis: Kundennähe geht anders

Wir sind eine Minderheit in Deutschland. Unser Haus liegt so weit weg von jeder Kanalisation, dass wir unsere Abwässer noch immer über eine Hauskläranlage entsorgen. Drei Kammern und dahinter ein Schilfbeet zur Klärung der Abwässer. Alle zwei Jahre kommt nach einer Schlammspiegelmessung ein Schlürfwagen, hängt seinen langen Rüssel in die Klärgrube und saugt den Schiet ab. Bezahlt wird nach Kubikmetern. Das wird jetzt teuer.
Weiterlesen

Ich will keine Administrator*in sein

Das ärgert mich jetzt wirklich. Vladimir von perun.net berichtet darüber, dass die nächste deutsche WordPress-Version gegendert werden soll. Im Backend wird aus dem Redakteur die Redakteur*in, aus dem Administrator die Administrator*in. Nun könnte man sagen: Was soll’s? Es passiert eh alles im Backend, ist also nur für die zu sehen, die mit WordPress arbeiten, nicht für die Leser. Aber es ärgert mich dennoch.
Weiterlesen