Schreibblockade? Dann ab unter die Dusche

Rauschendes Wasser ist ungeheuer inspirierend. So geht es mir zumindest, wenn ich über Texte nachdenke. Ich glaube deshalb, dass eine Dusche das beste Mittel gegen eine Schreibblockade ist. Und offenbar geht es nicht nur mir so, andere haben mir auch schon davon berichtet.

Ich kann es mir nicht erklären, aber das am Körper hinunter rauschende warme Wasser setzt bei mir zuverlässig Ideen frei. Nicht nur Ideen für Blogposts oder Artikel, sondern auch gleich die richtigen Formulierungen dazu. Nirgends fallen mir Alliterationen, Wortspiele oder einfach nur gut lesbare Sätze so mühelos ein wie unter der Dusche. Dumm nur, dass ich sie dort nicht aufschreiben kann. Wie oft habe ich schon erlebt, dass solche Geistesblitze zwar schnell und heftig einschlugen, aber ebenso schnell wieder aus meinem Kopf verschwunden waren, wie ein echtes Gewitter abzieht.

Die Möglichkeiten, die Dusch-Ideen festzuhalten, sind eher gering. Mit Block und Stift unterm Wasserstrahl stehen? Wohl eher nicht. Auch das Smartphone sollte man nicht heranziehen, um die Ideen hinein zu tippen. Vielleicht wäre ein wasserdichtes Diktaphon eine Idee. Gibt es so etwas? Andere scheinen ähnliches zu suchen, und wo ein Bedarf ist, ist auch ein Produkt. Es gibt einen wasserfesten Notizblock (nein, da ist hier keine bezahlte Werbung, nur ein Hinweis).

Vielleicht kommt mir unter der Dusche demnächst eine Idee, warum das Duschen so inspirierend für die Kreativität ist. Liegt es am rauschenden Wasser? Dann müssten die Ideen auch an einer Quelle oder einem Bach sprudeln. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Höchste Zeit, dass ich es versuche. Bei der nächsten Schreibblockade geht’s an die Quelle.

Oder ist es einfach die Zeit, in der wir etwas tun, nämlich uns einseifen und abspülen, was das Hirn nicht fordert? Was ihm die Gelegenheit gibt, auf Wanderschaft zu gehen? In Winkel zu schauen, die es sonst links liegen lässt? Aus seinen Tiefen etwas hervorzuholen, was sonst unter Alltagsgedanken und -anforderungen verschüttet liegt? Dann müsste es gar keine Dusche sein, um Ideen hervorzubringen. Nach meiner Erfahrung reicht es aber eben nicht aus, gedankenverloren herumzusitzen, um Ideen zu gebären.

Liegt es also am Wasser, das den Körper warm umschmeichelt. Offenbar auch nicht, denn in der Badewanne sind mir noch nie gute Schreibideen gekommen. Da rauscht das Wasser nicht. Offenbar ist es das am Körper herabfließenden Wasser, das die Kreativität in Gang setzt. Das liest man immer  wieder.

Angeblich soll auch Autowaschen und Holzhacken helfen, eine Schreibblockade zu überwinden oder Ideen zu haben. Ich bevorzuge aber die Dusche. Das Auto wäscht die Waschstraße. Was soll die mit guten Ideen? Als ich das letzte Mal Holz gehackt habe, endete das mit einem gespaltenen Finger. Da nützen die besten Schreibideen nichts, wenn das Tippen wegen einer solchen Verletzung ausfällt.

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