Sommerungen: Wenn der Ackerbauer fachsimpelt

Sommerungen: Wenn der Ackerbauer fachsimpelt

Jede Fachsprache hat ihre besonderen Begriffe. Das ist in der Landwirtschaft nicht anders. Da tauchen manchmal Wörter auf, bei denen der Laie nur Bahnhof (oder Bauernhof) versteht.

Winterungen und Sommerungen

Ganz einfach: Was im Herbst an Saatgut in die Erde kommt, ist eine Winterung (Winterraps, Winterweizen, Wintergerste). Alles, was im Frühjahr gesät wird, sind die Sommerungen. (Sommerweizen und Hafer). Raps ist eine Ganzjahresfrucht, zählt aber zu den Winterungen. Er wird im Spätsommer gedrillt und steht elf Monate auf dem Acker, bevor er geerntet wird.

Bestellarbeiten

Das heißt nicht, dass der Landwirt eine Bestellung aufgibt, was er natürlich auch ab und zu tut. Er bestellt seine Felder, das ist Arbeit und folglich die Bestellarbeit.

Gunststandort

Der Standort ist günstig, die Böden sind gut, die Ernte fällt reichlich aus. Lässt sich auch schlicht durch die Bezeichnung guter Standort ersetzen.

Im Lager

Wenn das Getreide im Lager ist, ist es nicht unter Dach und Fach. Sondern es liegt platt auf dem Boden. Kommt im Sommer immer wieder vor, wenn Hagelschlag oder schwere Unwetter das fast oder bereits erntereife Korn zu Boden drücken. Das mag der Mähdrescher gar nicht und der Bauer noch viel weniger. Ein paar weitere Faktoren neben Sturm und Hagel führen dazu, dass Getreide eine Lagerneigung hat.

Rauchhuhn

Noch ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit: Das Rauchhuhn ist mitnichten ein geräuchertes Huhn, sondern war früher eine Steuer. Wer ein Herdfeuer sein eigen nannte, also ein Haus mit rauchendem Schornstein besaß, musste im frühen Mittelalter jährlich ein Huhn abgeben. Deshalb wird es auch als Herdhuhn bezeichnet.

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