Orang-Utans, gefilmt für das Greenscreen-Festival
erlebt,  Pyropro

Greenscreen-Tour: Die besten Naturfilme

Ich in diese Woche im Kino gewesen. Das kommt nicht oft vor. Und es hat sich gelohnt. Ich war beim Greenscreen-Naturfilmfestival. Das ist gerade auf Tour.

Das Greenscreen-Naturfilmfestival ist eine der tollen Sachen, die es in meinem Bundesland Schleswig-Holstein gibt. Dieses internationale Naturfilmfestival findet jedes Jahr in Eckernförde statt, eine der hübschesten Kleinstädte im Land. Dieses Jahr vom 9. bis 13. September 2026.

Greenscreen-Festival seit 2007

Obwohl das Städtchen in meinem Bundesland liegt, ist es für mich zu weit weg, um an mehreren Tagen zum Festival zu fahren. Was schade ist. Seit dem Beginn 2007 hat das Festival immer mehr an Bedeutung gewonnen. 200 Filme wurden zuletzt eingereicht. Viele Filmemacher kommen jedes Jahr nach Eckernförde, und was sie im Gepäck haben, kann sich sehen lassen. Einen kleinen Eindruck davon vermittelt die Greenscreen-Filmtour, die mit ausgewählten Filmen aus dem jeweiligen Festivalprogramm in vielen Städten zu Gast ist.

100 Minuten beste Naturfilme

Das Greenscreen-Team mit Festivalleiter Dirk Steffens hat dafür die Höhepunkte des jüngsten Festivals zu einem Querschnitt durch die Welt des Naturfilms zusammengestellt. Sieben Filme sind an einem Kinoabend zu sehen. Da die Originale von normalerweise 90 Minuten Länge dafür viel zu üppig sind, wurden die Filme auf jeweils 15 Minuten gekürzt. Was schade ist, aber anders lässt sich so ein Abend wohl nicht vernünftig gestalten. Ich fand alle Filme toll, habe aber eindeutige Favoriten.

Am besten gefallen hat mir der Festival-Sieger 2025. „Faszination Europa – Wildnis Stadt“ von Christian Baumeister und Jozef Kaut, Kamera Julian Kolb, Tomas López Schwarz und Christian Baumeister. Sie haben Ratten in Paris, Fledermäuse in einer historischen Bibliothek und viele andere Wildtiere, die nahe am Menschen leben, in wunderschönen Bildern festgehalten. Davon hätte ich zu gern mehr als nur 15 Minuten gesehen. Hier ein kleiner Eindruck:

Weitere faszinierende Filme zeigen Orang-Utans hoch in den Wipfeln der Bäume auf Borneo, die große Dürre in der Katavi in Tansania, das Schicksal der Elefanten zwischen Laos und China oder in großartigen Unterwasseraufnahmen das Leben der Orcas. Jeder Film führt in eine andere Gegend der Welt, setzt einen anderen Schwerpunkt. Und alle sind ausgesprochen sehenswert. Ich bin am Ende begeistert aus dem Kino gegangen.

Die letzten Gastspielorte

Die Green-Screen-Tour ist bis 5. Mai noch in Dresden, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Rendsburg, Köln und Düsseldorf zu sehen. Den Trailer zum Programm und Karten gibt es online auf www.outdoor-ticket.net. Die Tickets kosten 16 Euro, reduziert 14 Euro, zuzüglich Vorverkaufsgebühren.

Titelfoto: NDR-Naturfilm-Zorillafilm

Susanne Peyronnet *1960 Wurzeln in Niedersachsen Leben in Schleswig-Holstein Redakteurin seit 1981 Hobbys: Reisen, Lesen, Reiten Musik: Klassik, Klassik, Klassik (Ausnahme Kammermusik) Länder: Deutschland, Frankreich

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert