Spacepen – ein Design-Objekt für den Weltraum
Ich besitze einen Spacepen, genauer einen Futura by Fisher. Leider hatte er keine Mine mehr. Jetzt habe ich doch welche dafür gefunden und einen neuen Lieblingskuli.
Wie ich an meinen Spacepen gekommen bin, weiß ich nicht. Irgendwann war er einfach bei mir. Das liegt daran, dass ich dauernd irgendwo Kugelschreiber finde und sammele. Vor allem, weil meine immer leer geschrieben sind. In meinem Job schreibe ich viel mit der Hand, deshalb musste ich immer zu viele Werbekugelschreiber wegschmeißen. Es ließen sich einfach keine Minen nachkaufen. Aber ein paar wertige Schreiber, die mir irgendwann mal untergekommen sind, behalte ich und hege sie. Für die guten Lamy-Kugelschreiber habe ich genug Minen nachgekauft, um sie immer nutzen zu können.
Spacepen war jahrelang nutzlos
Jetzt habe ich mal wieder die Mengen an sonstigen Kugelschreibern durchforstet, die im Büro und Zuhause in irgendwelchen Bechern stecken. Dabei ist mir der Spacepen in die Hände gefallen. Ich habe nie Minen dafür gefunden. Und doch habe ich ihn nicht, wie viele andere Kulis, weggeworfen. Weil mir das Design so gut gefallen hat. Jahrelang hat der Spacepen deshalb nutzlos in der Schublade gelegen.
Jetzt habe ich mich mal wieder um diesen Stift gekümmert und herausgefunden, dass er ein echtes Designer-Stück ist. Und eines, das sogar hoch gehandelt wird. Bis zu 100 Euro werden für das Modell Futura by Fisher verlangt. Bei Amazon habe ich dann tatsächlich Kugelschreiberminen für einen Spacepen gefunden. Allerdings nicht für mein Modell. Ich habe es trotzdem gewagt, eine Mine zu bestellen. Kostenpunkt um die zehn Euro. Und sie passt.
Der Preis ist kein Wunder. Ist der Spacepen doch der Stift der Astronauten. Die sogenannten Super-Kulis können nur mit patentierten Druckminen (Pressurized Refills) von Fisher gefüllt werden. Deshalb konnte ich jahrelang im Schreibwarenhandel keine Minen dafür finden. Es hieß immer, die gebe es nur den USA. Erst das Internet hat es möglich gemacht, meinen Spacepen wieder zu nutzen. Hätte viel früher sein können, wenn ich mehr danach gesucht hätte.
Der Kuli, der immer schreibt
Der Super-Kuli schreibt mit den entsprechenden Minen angeblich bei Temperaturen zwischen minus 45 und plus 120 Grad, kopfüber und sogar bei Nässe, auf Kunststoff und Glas und sogar unter Wasser. Kommt alles bei mir nicht vor. Aber jetzt habe ich wieder einen zuverlässigen Kugelschreiber, der mich hoffentlich nie im Stich lässt. So wie es Fisher verspricht.
Mittlerweile nenne ich eine Reihe besonderer Stifte mein Eigen. Zwei Lamy-Kugelschreiber, einer in Silber, einer in Stahl. Einen handgedrechselten Füller, einen Montblanc-Hochzeitsfüller, einen Lamy-Füller und jetzt den Spacepen. Genug, um immer schreibbereit zu sein. Alle anderen Werbeschreiber kommen nach und nach weg.







