Kein Hundeleben mehr: Jetzt kommt Wau-TV

Ich kannte mal einen Hund, der liebend gern Fußballübertragungen im Fernsehen anschaute, weil dabei ein Ball mitspielte. Das Tier versuchte immer, ihn zu fangen und stürzte dabei auch mal unter den Fernsehtisch. Letztlich war es aber doch kein richtig tierisches Programm. Das könnte sich demnächst ändern, wie mein Freund und Kollege Tonio Keller, Redakteur beim Bauernblatt Schleswig-Holstein, in einer Gastglosse geschrieben hat.

Dass viele Kinder und Jugendliche und nicht wenige Erwachsene durch übermäßigen Fernsehkonsum gehörig durch den Wind sind, wird allenthalben zu Recht beklagt. Bekommen wir es aber bald auch mit aufmerksamkeitsgestörten und hyperaktiven Hunden zu tun? Dazu könnte Dog-TV führen, das Fernsehprogramm extra für den Hund, das in den USA bereits gang und gebe ist und bald auch Deutschland erobern soll.

Zu sehen sind da liegende Hunde zur Entspannung, Stöckchenholen zur Ermunterung von Faulpelzen sowie Unterhaltungsspots, etwa „Der Briefträger kommt“. Das Programm soll den Hund beschäftigen, während Herrchen oder Frauchen bei der Arbeit ist, so die Betreiber. Weit entfernt von der Kinderruhigstell-Glotze ist das Konzept demnach nicht. Sollte „Wau-TV“ Schule machen, könnte „Miau-TV“ folgen oder – als Beitrag zum Wellnessprogramm für Nutztiere – „Cow-TV“ und „Sau-TV“.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Unsere Schäferhündin „Esta“ hatte nach ein paar Minuten sowohl ihr eigenes Spiegelbild als auch Hunde im Fernsehen für immer als Thema abgehakt – weil sie nicht nach Hund rochen. Doch das können die Fernsehmacher sicher noch ändern.

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