Buchsouvenir: Tee vom Falken-Verlag
Ich bin Teetrinker. Aber Tee lässt sich auf viele Art und Weise zubereiten und verfeinern. Ein kleines Büchlein ist sehr hilfreich.
Es steht schon lange in meinem Bücherregel: Schlicht „Tee“ ist das schmale Bändchen vom Falken-Verlag überschrieben. Untertitel „Herkunft.Mischung.Rezepte“. Als jemand, der gerne Tee jeder Art trinkt, ist es mir seit Jahren ein beliebter Begleiter. Auch wenn ich viele Rezepte darin noch nicht ausprobiert habe. Obwohl sie so lecker klingen. Jetzt, mit Beginn der kalten und feuchten Jahreszeit, muss ich mal das eine oder andere testen. Das habe ich das 1980 erschienene Büchlein mal wieder aus dem Regal geholt.
„Den Lärm der Welt vergessen“ ist das erste Kapitel überschrieben. Ein Lob des Tees, der angeblich gute Geister und weise Gedanken weckt. Das mit den weisen Gedanken hat bei mir bisher nicht so gut funktioniert, aber ich liebe Tee in jeder Form. Als Früchtetee, als Kräutertee und als schwarzen Tee. Nur mit dem Geschmack von grünem Tee konnte ich mich bisher nicht anfreunden.
Tee durch die Jahrtausende
Es geht in dem Büchlein zunächst um Geschichte und Geschichten, und die Autorin Sonja Ruske beginnt mit ihrer Geschichte dieses Getränks vor 3000 Jahren. Dann schlägt sie einen großen Bogen nach China und Indien. Über den Ursprung des Tees in einem dieser Länder streiten sich die Gelehrten offenbar seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten. 1610 kam der Tee mit holländischen Schiffen nach Europa und wurde schnell populär.
Weiter geht es in dem Büchlein über Anbaugebiete, den Teestrauch, die Sorten und die Mischungen, bis die Autorin zur Zubereitung für Genießer kommt. Es folgt ein umfangreicher Rezeptteil, der von Tee Shalimar über Eiertee bis Königspunsch reicht. Dabei begnügt sich die Autorin nicht mit Getränken. Teecreme und englischer Teekuchen sind im Rezeptteil ebenso vertreten. Hinzu kommen Rezepte für Kuchen und Plätzchen, die mit Tee zu tun haben.
Die Zubereitung ist meist einfach, etwa beim Zimttee. Einfach ein kleines Stück Zimtrinde beim Aufgießen mit in den Tee legen. Anderes ist komplizierter, aber nicht wirklich schwierig zuzubereiten. Es gibt Rezepte mit und ohne Alkohol. Für kalten und heißen Tee. Für russischen Tee und englischen Gewürztee und Kardinal-Tee. Ein Rezept, das mich anspricht, ist eines für Kandis-Milch-Tee.
1/2 Liter Milch
5 Esslöffel brauner Kandis
1 EL schwarzer Tee
2 gelb
Milch und Zucker aufkochen, damit den Tee aufbrühen, 5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb gießen. Dieses Getränk mit den zwei Eigelb verquirlen.
Klingt lecker und werde ich demnächst ausprobieren.
Noch etwas mit Alkohol gefällig? Wie wäre es mit Königpunsch?
Curaçao
Arrak
Rum
Weinbrand
Puderzucker
Zitrone
Tee
In jedes Glas ein halbes Gläschen Curaçao, ein Gläschen Rum, ein halbes Gläschen Arrak, 1 Gläschen Weinbrand, 2 TL Puderzucker und den Saft von einer viertel Zitrone geben. Mit heißem, starkem Tee auffüllen. Klingt, als wäre ich danach betrunken.
Das Büchlein enthält noch viele weitere Rezepte, von denen sich in diesem Winter sicher das eine oder andere ausprobieren werde.




