Die weite Welt liegt gleich um die Ecke

Wir wissen nicht, wer sich das ausgedacht hat. Wir wissen aber, dass so mancher Ort schwer trägt an seinem Namen. Nehmen wir Strullendorf oder Schwarze Pfütze und Wicklesgreuth. Auch hübsch: Hürbel am Rangen, Nachterstedt-Hoym und Wegeleben. Dass Nomen nicht Omen ist, wissen die Hiesigen längst. Ekelsdorf im Kreis Ostholstein ist nicht besonders hübsch, aber dennoch alles andere als eklig. Das Nest Weitewelt im Kreis Segeberg alles andere als weltläufig, und in Müssen im Herzogtum Lauenburg müssen nicht immer alle müssen. Aber auch im Süden führt der Finger auf der Landkarte zum Schmunzeln. In Lieblos bei Hanau gibt’s sicher auch ein bisschen Liebe, in Katzenhirn (Bayern) dürften die Leute kaum dümmer als anderswo sein, und in Geilenkirchen, na ja . . .
Also alles Essig (Nordrhein-Westfalen) bei den Ortsnamen? Fahren wir doch mal nach Übersee, dort liegt der Beweis. Das liegt nämlich nicht jenseits des Meeres, sondern im Chiemgau, und damit immerhin hinterm See.

4 Kommentare

  1. Die Welt ist bunt und schräg. Und natürlich sind wir ein lustiges Völkchen angesichts der zahlreichen dubiosen Ortsnamen. ;-)

    Da ich in Geilenkirchen lange Zeit gewohnt und gearbeitet habe, und dort eine Straße nach meinen Vorfahren (Gotzenstraße) benannt wurde, fühle ich mich natürlich angesprochen. Geilenkirchen hat allerdings keine Geilen-Kirchen, sondern die NATO-Airbase mit ihren AWACS-Flugzeugen. Eigentlich ein MultiKulti-Ort, wo zahlreiche Menschen aus noch zahlreicheren Ländern miteinander wohnen und arbeiten. Allerdings ist Geilenkirchen alles, nur eben kein Multikulti.

    Bei einem Ortsnamen in meinem heutigen Umfeld brach sogar mein Sohn in tränenüberströmtes Gelächter aus. Der Ort „Habenichts“ zwischen Hückeswagen und Wermelskirchen passt wunderbar in diesen Blogartikel.

    Wir Deutschen haben echt Humor.

    Viele Grüße in den Norden

    Dieter

  2. Jaja, die Ortsnamen. Darüber hatte ich auch schon einmal auf einer anderen Seite berichtet und lesen tut man auch immer mal wieder drüber. Da sind wirklich einige Kracher unterwegs! :)
    Jedenfalls ist dein Artikel hier schön und abgerundet geschrieben, gefällt mir und somit… Danke! :)
    Alex

  3. Herrlich auch der Weg nach Norden auf der A7. Irgendwo stößt man auf die Ausfahrt „Echte 1000m“. Dann gibts noch „Ramelsloh“ und „Hodenhagen“. Wenn wir früher über Land Richtung Kiel fuhren, amüsierten wir uns über „Hansühn“, „Kükelühn“ und „Kaköhl“.

    Und hier bei uns in der Ecke kann ich noch mit „Bieselbach“ dienen :D

    Immer wieder was zum Lächeln!

  4. Vielen Dank für die netten Anmerkungen.
    Liebe Katharina, wer sucht, der findet noch viel mehr seltsame und ungewöhnliche Ortsnamen. Da sind einmal die mit der mit der ungewöhnlichen Bedeutung – etwa Weitewelt – und die, die seltsam klingen. Hansühn, Kükelühn und Kaköhl gehören auch zu meinen Favoriten. Ich glaube, jeder kennt in seiner Umgebung solche Ortsnamen. Deshalb ließe sich mein Text unendlich lange weiterspinnen.

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