AstrHori 9 mm F2.8 APS-C Ultraweitwinkelobjektiv manuell: mein neues Objektiv
Zugegeben, ich habe mich etwas vom Aussehen verleiten lassen: Ich besitze jetzt ein Ultraweitwinkelobjektiv von AstrHori. Das hat für mich so seine Tücken.
Meine neue Kamera, die Canon EOS R10, ist mit einem eher mittelmäßigen Kit-Objektiv geliefert worden. Wie jeder Hobby- oder Profifotograf weiß, sind gute Objektive fast so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Kamera selbst. Also habe ich begonnen, meine Ausstattung mit Objektiven aufzustocken. An sich hatte ich mit einem Fisheye-Objektiv geliebäugelt, dann ist es aber ein Ultraweitwinkelobjektiv geworden. Ein manuelles. Das hat so seine Tücken, wie ich ziemlich schnell feststellen musste.
Retro-Look hat mich verführt
Aber erst einmal zum Aussehen des neuen Objektivs. Das AstrHori 9 mm F2.8 APS-C Ultraweitwinkelobjektiv sieht so schön aus. Sehr retro. Farbig. Die Beschriftung ist nicht nur in langweiligem Weiß gehalten. Und es fasst sich gut an. Das Objektiv ist aus Metall, wertig, aber nicht zu schwer. Ich bin jemand, der sich immer auch ein bisschen vom Aussehen und von der Haptik eines Gerätes beeindrucken lässt.
Das alles sind natürlich Äußerlichkeiten. Die wichtigste Frage ist natürlich, wie das Fotografieren mit dem manuellen Ultraweitwinkelobjektiv funktioniert. Und da bin ich schnell an meine Grenzen gekommen. Die ersten Fotos waren allesamt unscharf. Meine Schuld. Genauer: die meiner Augen. Ich vermochte beim Blick durch den Sucher nicht zu sehen, ob ich gerade scharf gestellt hatte oder nicht. Ich auch der Blick aufs Kameradisplay half nicht wirklich weiter. Blindfisch ist halt Blindfisch.
Das AstrHori 9 mm F2.8 APS-C braucht ein wenig Übung
Ich habe wenig Erfahrung mit manuellen Objektiven. Die eigne ich mir gerade an. Nach den gescheiterten Versuchen und etwas Nachdenken weiß ich jetzt mit dem AstrHori 9 mm F2.8 APS-C umzugehen. Für die richtige Schärfe hilft, sich das Objektiv genau anzugucken, die Entfernung zum Motiv abzuschätzen und sie manuell einzustellen. Blende 11 oder gar 16 führt zu einer größeren Tiefenschärfe, da ist die Gefahr der Unschärfe geringer.
Und tatsächlich, die Ergebnisse sind jetzt gut. Ich bin zufrieden mit dem Objektiv und setze es ab und zu ein. Natürlich ist ein Ultraweitwinkelobjektiv wie das AstrHori 9 mm F2.8 APS-C kein Immer-drauf-Objektiv. Aber wenn ich es brauche, ist es da, und ich habe viel Freude daran.
Nächste Stufe Blendensterne
Das Objektiv soll dank sieben Blendenlamellen auch Blendensterne erzeugen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Das steht jetzt für die nächste Zeit an. Ansonsten übe ich weiter, mit dem manuellen Fokus umzugehen, wenn es sich anbietet. Mein Fazit: Der Kauf hat sich gelohnt, und runde 200 Euro sind für ein solches Objektiv nicht zu teuer.








