Hecken können so schön sein
Der Sommer geht zu Ende, und ich habe mich wieder mal bei meinen Spaziergängen an schönen Hecken erfreut. Gute Pflanzen, guter Schnitt.
Gärten sind nicht unbedingt ein großes Thema in diesem Blog. Aber ab und zu muss und will ich etwas dazu schreiben. In diesem Jahr habe ich mein Augenmerk eher zufällig auf Hecken gerichtet. Und mich daran erfreut, was es da alles so am Straßenrand zu sehen gibt. Wobei Hecken mehr sind als in Reihe stehende und eine geschlossene Wand bildende Pflanzen.
Weißbuche rahmt unser Grundstück ein
Wir haben vor einigen Jahren den sogenannten Bonanzazaun, den unsere Vorgänger gebaut hatten, weggerissen. Er war marode und wackelig geworden und sah nicht mehr schön aus. Stattdessen haben wir Hecken aus Weißbuche gepflanzt. Eine robuste Pflanze, die gut an- und schnell wächst. Und die den Blick aufs Grundstück von der Straße aus verwehrt. Unsere Hecke ist allerdings einfach ganz gerade, andere Leute schaffen es, daraus einen hübschen Bogen zu schneiden, der einen Tunnelblick auf den Eingang gewährt (siehe Titelbild). Und selbst ohne Bogen veredelt eine schöne Hecke einen Eingang.

Große Auswahl an Hecken
Nun ist Hecke nicht gleich Hecke. Es gibt winterharte Hecken, immergrüne Hecken, blühende Hecken und sogar einbruchsichere Hecken. Das sind stachelige Hecken und Dornenhecken, etwa aus Stechpalmen. Der Naturschutzbund Nabu empfiehlt Hecken, von denen Tiere und Pflanzen etwas haben. Und die Hecke solle verschiedene Pflanzenarten enthalten. Das gefällt mir nicht so sehr, ich mag es, wenn Hecken ein einheitliches Bild abgeben. Und sie müssen nicht einmal gerade sein.

Auch schön: Eine Hecke aus rund geschnittenen, immergrünen Pflanzen.
Eine schöne Hecke muss nicht mal eine undurchdringliche Abgrenzung sein. Ein schönes Beispiel habe ich bei einem Spaziergang entdeckt. Dieses Exemplar verbindet Formschnitte mit der Idee einer Hecke. Das gefällt mir sehr.

Wie immer eine Hecke gestaltet ist, als Sichtschutz oder als visuelles Element, ein grünes Band ist allemal schöner als die Plastikzäune, die immer mehr wuchern. Ich weiß nicht, was Leute daran finden. Außer dass die Plastikhecken pflegeleicht sind. Echte Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, was Arbeit macht. Experten raten, die Heckenschere bis etwa Ende Februar anzusetzen, weil die Triebe dann kräftig austreiben. Überhaupt scheint das Schneiden der Hecke eine Wissenschaft für sich zu sein. Es kommt immer darauf an, welche Art von Hecke rasiert werden soll. Einige dürfen nicht im Frühjahr unter die Heckenschere kommen, bei anderen wird es empfohlen.
Und schließlich kommt es auf das richtige Gerät an. Klingt nach einer anspruchsvollen Aufgabe. Mein Problem ist zudem, dass ich Höhenangst habe und auf keine Leiter steigen kann. Deshalb haben wir einen Gärtner, der sich um unsere Hecken kümmert. Besser für die Hecken, besser für mich.





