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	<title>Reisen Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Reisen Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Atlas versus Googel-Maps: Maps gewinnt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 14:34:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ausschnitt aus der Karte in einem Atlas mit der deutsch-französischen Grenze" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wir planen die nächste Frankreich-Reise. Und wie immer suchen wir eine Route, mit der wir die 1400 Kilometer bis Limoges in schöne Häppchen aufteilen können. Der Mari sucht mit dem Atlas, ich mit Google-Maps. Mein Mann (französisch: Mari) ist ganz alte Schule. Nur analog unterwegs. Also hat er einen alten Straßenatlas hervorgekramt und versucht, eine Route herauszusuchen. Vom hohen Norden bis in den mittleren Süden Frankreichs. Wenn man in Schleswig-Holstein wohnt, aber regelmäßig ins Zentralmassiv fahren will und muss, hat man die denkbar schlechtesten Voraussetzungen. Von nirgendwo in Deutschland ist es so weit, bis der Reisende überhaupt die deutsch-französische Grenze erreicht hat. Paris wann immer möglich vermeiden Die kürzeste Strecke von hier oben bis nach Limoges ist auch die schlechteste. Durch Belgien &#8211; sehr marode Straßen &#8211; geht es bis nach Paris. Der Autobahnring um Paris ist der Horror, deshalb suchen wir uns immer eine Route weiter südlich, um die Hauptstadt zu umgehen. Das letzte Mal über die Schlösser der Loire, das vorletzte Mal über Verdun, das Mal davor über Beaune, und diesmal wird es wieder ein Zwischenstopp dort. Zurück soll es dann über die Vogesen gehen. Bevor wir Beaune erreichen, brauchen wir noch eine Übernachtung in Deutschland eingeplant. Sonst werden mir die Etappen zu lang. Der Mari wälzt also den Atlas. Ich auch. Doch der führt dauern in die Irre. Die große Übersichtsseite mit den Autobahnen zeigt nur die Großstädte, wir wollen aber auf deutscher Seite für eine Nacht eher eine Kleinstadt ansteuern. Das Register verweist mich einmal nach Mecklenburg-Vorpommern, obwohl ich doch eine bestimmte Stadt in Baden-Württemberg suche. Welche Zahl hinter dem Städtenamen im Register lenkt mich wohin? Es ist alles sehr unübersichtlich. Mit Google-Maps schnell am Ziel Also Google-Maps angeschmissen. Das ist eindeutig die bessere Option. Ort gefunden, Entfernung über den Routenplaner anzeigen lassen. Zu weit für eine Tagesetappe? Also Route abwandeln. Schnell ist der Weg hin und zurück gefunden. Die Maps sind am Ende jedem Atlas überlegen. Den Rest wird das Navi regeln. Dann noch die Hotels für die Übernachtungen gebucht. Wer will schon nach 800 Kilometern abgekämpft irgendwo ankommen und dann noch eine Unterkunft suchen müssen? Das ist uns nach einer Reifenpanne einmal in Trier so gegangen, und es war die Hölle. Also nicht Trier, aber die abendliche Suche nach einem freien Hotelzimmer. Jetzt ist alles geregelt, und die Reise kann in knapp zwei Wochen beginnen. Den Atlas lassen wir zu Hause. Schließlich läuft Google-Maps auf meinem Smartphone, und das Navi ist ebenfalls up to date. Das sollte reichen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/atlas-versus-googel-maps-maps-gewinnt/">Atlas versus Googel-Maps: Maps gewinnt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ausschnitt aus der Karte in einem Atlas mit der deutsch-französischen Grenze" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Atlas-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Wir planen die nächste Frankreich-Reise. Und wie immer suchen wir eine Route, mit der wir die 1400 Kilometer bis Limoges in schöne Häppchen aufteilen können. Der Mari sucht mit dem Atlas, ich mit Google-Maps.</p>



<span id="more-14281"></span>



<p>Mein Mann (französisch: Mari) ist ganz alte Schule. Nur analog unterwegs. Also hat er einen alten Straßenatlas hervorgekramt und versucht, eine Route herauszusuchen. Vom hohen Norden bis in den mittleren Süden Frankreichs. Wenn man in Schleswig-Holstein wohnt, aber regelmäßig ins Zentralmassiv fahren will und muss, hat man die denkbar schlechtesten Voraussetzungen. Von nirgendwo in Deutschland ist es so weit, bis der Reisende überhaupt die deutsch-französische Grenze erreicht hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Paris wann immer möglich vermeiden</h2>



<p>Die kürzeste Strecke von hier oben bis nach Limoges ist auch die schlechteste. Durch Belgien &#8211; sehr marode Straßen &#8211; geht es bis nach Paris. Der Autobahnring um Paris ist der Horror, deshalb suchen wir uns immer eine Route weiter südlich, um die Hauptstadt zu umgehen. Das letzte Mal über die Schlösser der Loire, das vorletzte Mal über <a href="https://pyrolim.de/pyropro/besuch-auf-den-schlachtfeldern-von-verdun/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verdun</a>, das Mal davor über <a href="https://www.beaune-tourismus.com/">Beaune</a>, und diesmal wird es wieder ein Zwischenstopp dort. Zurück soll es dann über die Vogesen gehen. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2nBjRLE"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52251941474_db292e2c1d_c.jpg" alt="Schloss Chambord an der Loire" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Schloss Chambord an der Loire: Ein lohnendes Zwischenziel.</figcaption></figure>



<p>Bevor wir Beaune erreichen, brauchen wir noch eine Übernachtung in Deutschland eingeplant. Sonst werden mir die Etappen zu lang. Der Mari wälzt also den Atlas. Ich auch. Doch der führt dauern in die Irre. Die große Übersichtsseite mit den Autobahnen zeigt nur die Großstädte, wir wollen aber auf deutscher Seite für eine Nacht eher eine Kleinstadt ansteuern. Das Register verweist mich einmal nach Mecklenburg-Vorpommern, obwohl ich doch eine bestimmte Stadt in Baden-Württemberg suche. Welche Zahl hinter dem Städtenamen im Register lenkt mich wohin? Es ist alles sehr unübersichtlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Google-Maps schnell am Ziel</h2>



<p>Also Google-Maps angeschmissen. Das ist eindeutig die bessere Option. Ort gefunden, Entfernung über den Routenplaner anzeigen lassen. Zu weit für eine Tagesetappe? Also Route abwandeln. Schnell ist der Weg hin und zurück gefunden. Die Maps sind am Ende jedem Atlas überlegen. Den Rest wird das Navi regeln.</p>



<p>Dann noch die Hotels für die Übernachtungen gebucht. Wer will schon nach 800 Kilometern abgekämpft irgendwo ankommen und dann noch eine Unterkunft suchen müssen? Das ist uns <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/rad-wechseln-unmoeglich-das-elend-mit-den-muttern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nach einer Reifenpanne</a> einmal <a href="https://pyrolim.de/pyropro/allgemein/handwerkerbrunnen-trier-einfach-toll/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Trier so gegangen</a>, und es war die Hölle. Also nicht Trier, aber die abendliche Suche nach einem freien Hotelzimmer.</p>



<p>Jetzt ist alles geregelt, und die Reise kann in knapp zwei Wochen beginnen. Den Atlas lassen wir zu Hause. Schließlich läuft Google-Maps auf meinem Smartphone, und das Navi ist ebenfalls up to date. Das sollte reichen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/atlas-versus-googel-maps-maps-gewinnt/">Atlas versus Googel-Maps: Maps gewinnt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Feengrotten: eine unterirdische Zauberwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2023 16:48:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Letzte Etappe meiner kleinen Reise im September waren die Feengrotten in Saalfeld (Thüringen). Seit Jahrzehnten ein Anziehungspunkt für Touristen und eine märchenhafte Welt. Mit der mich mehr verbindet als andere Besucher. Ich habe die Saalfelder Feengrotten schon einmal besucht, Ende der 90er Jahre, bei einem Familientreffen aller Namensträger und Nachkommen der Familie Frege. Ich bin eine geborene Frege. Dass wir uns dort getroffen haben, liegt daran, dass das frühere Bergwerk einst dem reichen Bankherrn Christian Gottlob Frege (1747–1816) gehörte, ein entfernter Vorfahr von mir. Er ist bekannt als der Mann mit dem roten Turban. In dem Bergwerk mit dem Namen „Jeremias Glück“ wurde Alaunschiefer abgebaut. Eine elende Schinderei. Eine Führung durch das heutige Schaubergwerk Saalfelder Feengrotten führt den Besuchern eindringlich vor Augen, wie hart und gefährlich die Arbeit der Bergleute war. Ein paar von ihnen sind noch heute unter Tage, als Puppen in Felsgrotten. Mit dem Beginn der synthetischen Herstellung von Alaun wurden die Bergwerke, auch das von Saalfeld, aufgegeben. 1850 war Schluss mit der Plackerei. Schaubergwerk seit 1914 Die späteren Feengrotten blieben sich selbst überlassen. Es bildeten sich fantastische Tropfsteinhöhlen, die 1910 erst richtig entdeckt wurden. Seit 1914 sind die Grotten ein Schaubergwerk. Die einzelnen Höhlen tragen romantische Namen: Märchendom, Gralsburg. Nach den Informationen über die Arbeitsbedingungen der Bergleute erreichen die Besucher erst die Quellgrotten, dann weitere Grotten. Von den Decken hängen die Stalaktiten, aus dem Boden wachsen die Stalagmiten, und die Wände sind von chemischen Substanzen in bunte Farben gekleidet worden. Märchendom: Zauber aus Musik und Licht Ihren besonderen Zauber entfalten die Feengrotten durch das Licht und durch das Wasser am Boden, in dem sich die Decken und Wände spiegeln. Der Höhepunkt der Führung ist der Märchendom, der vor zwei Jahren ein völlig neues Lichtdesign bekommen hat. Zur passenden Musik werden nacheinander verschiedene Teile der Grotte erleuchtet. Fotos können den wunderbaren Eindruck, den Zauber aus Musik und Licht, kaum wiedergeben. Ich habe es dennoch versucht. Die vielen Farben und Formen in den Grotten an sich sind schon sehr reizvoll. Ihre ganze Schönheit entfalten sie dadurch, dass sie sich im Wasser spiegelt, das am Boden der Grotten steht. Und es ist spiegelglatt, weil sich dort unten unter Tage kein Lüftchen regt. Durch die Spiegelung erscheinen die Grotten doppelt so groß, wie sie in Wirklichkeit sind. Was der Besucher nicht sieht und was ihm nicht in den Kopf will: Das Wasser ist nur wenige Zentimeter tief. Wenn Techniker an die Lichter oder Leitungen müssen, reicht es, wenn sie Gummistiefel anziehen. Gangbare Führung durch die Feengrotten Der Weg durch die Feengrotten ist gut zu gehen. Es ist zwar nur zwischen acht und zehn Grad warm und oft nass, aber nicht besonders steil. Und wo es steil wird, sind Treppen vorhanden. Einzig ein Gang ist sehr eng und niedrig. Die Deckenhöhe beträgt nur 1,70 Meter. Bewältigt werden müssen bei einer Führung 550 Meter Wegstrecke und 120 Stufen. Das ist natürlich nicht barrierefrei, aber der eine oder andere Teilnehmer mit zwei Stöcken in meiner Gruppe konnte den Weg gut bewältigen. Nach den Feengrotten ist vor dem Grottoneum. Das 2011 eingerichtete Erlebnismuseum zeigt eindrucksvoll die Arbeit der Bergleute, erklärt die verschiedenen Mineralien und wie Tropfsteine entstehen. Ein interaktives Museum. Die Besucher können etwa chemische Verbindungen zusammenpuzzeln. Das Grottoneum ist eine gute Ergänzung zur Führung durch die Grotten, der Eintritt ist im Preis von 15,50 Euro mit drin. Ein Gelände voller Abenteuer Auf dem Gelände der Feengrotten liegt dann noch der Abenteuerwald „Feenweltchen“, ein Anziehungspunkt besonders für Familien mit kleinen Kindern. Den habe ich mangels solcher links liegen lassen. Was es alles in und rund um die Feengrotten zu sehen gibt, hat mein Freund Torsten in einem ausführlichen Blogpost auf seinem Reiseblog euroreiseblog.de beschrieben. Für mich war erneute der Besuch der Feengrotten ein besonders Erlebnis, das mich tief beeindruckt hat. Vor allem dem Zauber des Märchendoms habe ich mich hingegeben, nachdem die ersten Fotos im Kasten waren. Einfach genießen. Schade, dass der Genuss ein wenig getrübt war, dass einige Leute, trotz Mahnung, es nicht zu tun, mit dem Handy fotografieren mussten. Mit Blitz. Das kann nichts werden, die Fotos waren ganz bestimmt für die Tonne. Aber Handyfotografen sind sowieso oft sehr nervig, warum sollte das in Saalfeld anders sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/feengrotten-eine-unterirdische-zauberwelt/">Feengrotten: eine unterirdische Zauberwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feentitell-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Letzte Etappe meiner kleinen Reise im September waren die Feengrotten in Saalfeld (Thüringen). Seit Jahrzehnten ein Anziehungspunkt für Touristen und eine märchenhafte Welt. Mit der mich mehr verbindet als andere Besucher.</p>



<span id="more-13279"></span>



<p>Ich habe die Saalfelder Feengrotten schon einmal besucht, Ende der 90er Jahre, bei einem Familientreffen aller Namensträger und Nachkommen der Familie Frege. Ich bin eine geborene Frege. Dass wir uns dort getroffen haben, liegt daran, dass das frühere Bergwerk einst dem reichen Bankherrn Christian Gottlob Frege (1747–1816) gehörte, ein entfernter Vorfahr von mir. Er ist bekannt als<a href="https://pyrolim.de/pyropro/allgemein/ahnen-in-oel-vom-foto-zum-eigenen-familienmuseum/"> der Mann mit dem roten Turban</a>. In dem Bergwerk mit dem Namen „Jeremias Glück“ wurde <a href="http://www.eberhardprinz.de/blog/?p=4613">Alaunschiefer</a> abgebaut. Eine elende Schinderei. </p>



<p>Eine Führung durch das heutige Schaubergwerk Saalfelder Feengrotten führt den Besuchern eindringlich vor Augen, wie hart und gefährlich die Arbeit der Bergleute war. Ein paar von ihnen sind noch heute unter Tage, als Puppen in Felsgrotten. Mit dem Beginn der synthetischen Herstellung von Alaun wurden die Bergwerke, auch das von Saalfeld, aufgegeben. 1850 war Schluss mit der Plackerei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schaubergwerk seit 1914</h2>



<p>Die späteren Feengrotten blieben sich selbst überlassen. Es bildeten sich fantastische Tropfsteinhöhlen, die 1910 erst richtig entdeckt wurden. Seit 1914 sind die Grotten ein Schaubergwerk. Die einzelnen Höhlen tragen romantische Namen: Märchendom, Gralsburg. Nach den Informationen über die Arbeitsbedingungen der Bergleute erreichen die Besucher erst die Quellgrotten, dann weitere Grotten. Von den Decken hängen die Stalaktiten, aus dem Boden wachsen die Stalagmiten, und die Wände sind von chemischen Substanzen in bunte Farben gekleidet worden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feengrottentitel.jpg" alt="Die unterschiedlichen Chemikalien haben die Feengrotten bunt gefärbt." class="wp-image-13283" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feengrottentitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feengrottentitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feengrottentitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feengrottentitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die unterschiedlichen Chemikalien haben die Feengrotten bunt gefärbt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Märchendom: Zauber aus Musik und Licht</h2>



<p>Ihren besonderen Zauber entfalten die Feengrotten durch das Licht und durch das Wasser am Boden, in dem sich die Decken und Wände spiegeln. Der Höhepunkt der Führung ist der Märchendom, der vor zwei Jahren ein völlig neues Lichtdesign bekommen hat. Zur passenden Musik werden nacheinander verschiedene Teile der Grotte erleuchtet. Fotos können den wunderbaren Eindruck, den Zauber aus Musik und Licht, kaum wiedergeben. Ich habe es dennoch versucht.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p53XoQ"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53210740760_da59e910ce_c.jpg" alt="Saalfelder Feengrotten" width="634" height="800" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Märchendom in den Saalfelder Feengrotten: Licht und Spiegelung erzeugen den Eindruck von Weite.</figcaption></figure>



<p>Die vielen Farben und Formen in den Grotten an sich sind schon sehr reizvoll. Ihre ganze Schönheit entfalten sie dadurch, dass sie sich im Wasser spiegelt, das am Boden der Grotten steht. Und es ist spiegelglatt, weil sich dort unten unter Tage kein Lüftchen regt. Durch die Spiegelung erscheinen die Grotten doppelt so groß, wie sie in Wirklichkeit sind. Was der Besucher nicht sieht und was ihm nicht in den Kopf will: Das Wasser ist nur wenige Zentimeter tief. Wenn Techniker an die Lichter oder Leitungen müssen, reicht es, wenn sie Gummistiefel anziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gangbare Führung durch die Feengrotten</h2>



<p>Der Weg durch die Feengrotten ist gut zu gehen. Es ist zwar nur zwischen acht und zehn Grad warm und oft nass, aber nicht besonders steil. Und wo es steil wird, sind Treppen vorhanden. Einzig ein Gang ist sehr eng und niedrig. Die Deckenhöhe beträgt nur 1,70 Meter. Bewältigt werden müssen bei einer Führung 550 Meter Wegstrecke und 120 Stufen. Das ist natürlich nicht barrierefrei, aber der eine oder andere Teilnehmer mit zwei Stöcken in meiner Gruppe konnte den Weg gut bewältigen.</p>



<p>Nach den Feengrotten ist vor dem Grottoneum. Das 2011 eingerichtete Erlebnismuseum zeigt eindrucksvoll die Arbeit der Bergleute, erklärt die verschiedenen Mineralien und wie Tropfsteine entstehen. Ein interaktives Museum. Die Besucher können etwa chemische Verbindungen zusammenpuzzeln.  Das Grottoneum ist eine gute Ergänzung zur Führung durch die Grotten, der Eintritt ist im Preis von 15,50 Euro mit drin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Gelände voller Abenteuer</h2>



<p>Auf dem Gelände der Feengrotten liegt dann noch der Abenteuerwald „Feenweltchen“, ein Anziehungspunkt besonders für Familien mit kleinen Kindern. Den habe ich mangels solcher links liegen lassen. Was es alles in und rund um die Feengrotten zu sehen gibt, hat <a href="https://www.euroreiseblog.de/maerchenhaft-die-saalfelder-feengrotten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein Freund Torsten in einem ausführlichen Blogpost auf seinem Reiseblog euroreiseblog.de beschrieben</a>.</p>



<p>Für mich war erneute der Besuch der Feengrotten ein besonders Erlebnis, das mich tief beeindruckt hat. Vor allem dem Zauber des Märchendoms habe ich mich hingegeben, nachdem die ersten Fotos im Kasten waren. Einfach genießen. Schade, dass der Genuss ein wenig getrübt war, dass einige Leute, trotz Mahnung, es nicht zu tun, mit dem Handy fotografieren mussten. Mit Blitz. Das kann nichts werden, die Fotos waren ganz bestimmt für die Tonne. Aber <a href="https://pyrolim.de/pyropro/erlebt/alte-meister-wie-ich-lernte-die-fotografie-zu-hassen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Handyfotografen sind sowieso oft sehr nervig</a>, warum sollte das in Saalfeld anders sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/feengrotten-eine-unterirdische-zauberwelt/">Feengrotten: eine unterirdische Zauberwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Bauhaus gucken, Teil 2 &#8211; das Museum in Weimar</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/bauhaus-gucken-teil-2-das-museum-in-weimar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 16:10:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe viel Gutes gehört über das 2019 eröffnete neue Bauhaus-Museum in Weimar. Deshalb habe ich Weimar auf die Liste für meine kleine Rundreise gesetzt. Von einer Hitzeschlacht und Stühlen zum Besitzen. Das Bauhaus-Museum in Weimar liegt ein bisschen abseits der Innenstadt am Stéphane-Hessel-Platz. Nach einem Architektenwettbewerb ging der Zuschlag an die Architektin Heike Hanada, die den endgültigen Entwurf in Zusammenarbeit mit Benedict Tonon umsetzte. Entstanden ist ein fast fensterloser Kubus aus gegossenem Beton, der auf einem weiten, gepflasterten Platz steht. Mein Besuch an einem sehr heißen Tag hat gezeigt, wo das Problem dabei liegt. Das alles heizt sich in der Sonne mächtig auf, und wer das Museum verlässt, läuft wie vor eine heiße Wand. Angesichts der immer weiteren Erwärmung würde man heute vielleicht nicht mehr so bauen. Ein weiter Überblick über das Bauhaus-Schaffen Dafür ist es im Inneren dank Klimatechnik schön kühl. So kühl wie der Bauhaus-Stil, der samt seinen Auswirkungen im Museum zelebriert wird. Los geht es unten mit der Vorgeschichte des Bauhauses in Weimar und seiner Geschichte von 1919 bis 1933, dargestellt auf einer Zeitleiste. Dann folgt im ersten Obergeschoss die Wand 2, überschrieben mit &#8222;Der neue Mensch&#8220;. Dort hängen Bilder, Fotos und kleine Videowände, auf denen Filme laufen, etwa der russische Film &#8222;Aëlita &#8211; der Flug zum Mars&#8220; von Jakow Protesanow aus dem Jahr 1924. So ein Stummfilm eignet sich natürlich prima für ein Museum, da plärrt nichts in die andächtige Stille hinein. Bei manchen Exponaten habe ich mich allerdings gefragt, was sie mit dem Bauhaus zu tun haben, etwas bei einem Foto von Rosa Luxemburg aus dem Jahr 1900. Da hätte etwas mehr Erklärung gutgetan. Besonders gut gefallen hat mir das Poster &#8222;Der Mensch als Industriepalast&#8220; von Fritz Kahn, das ich noch gar nicht kannte. Ausblick auf düstere Zeiten Wohl jeder, der sich mit dem Bauhaus, ob in Weimar oder in Dessau, beschäftigt, hat das Ende dieser stilbildenden Institution im Hinterkopf. Wie die Nazis das Bauhaus töteten. Diese düsteren Zeiten lässt auch das Museum nicht aus. So gibt es an der Wand mit den Gemälden der Bauhaus-Meister und -Schüler zwei Leerstellen. Eine für die &#8222;Landschaft mit Fabrikschornsteinen&#8220; von Wassily Kandindsky und eine für &#8222;Traum-Stadt&#8220; von Paul Klee. Beide wurden von den Nazis als entartete Kunst beschlagnahmt. Im Museum gibt es dann im nächsten Obergeschoss all das zu sehen, was es im Bauhaus Dessau nicht mehr zu sehen gibt: die berühmten Design-Klassiker aus dem Bauhaus Weimar, Dessau und später Berlin. Ob Glasgeschirr, Wagenfeld-Lampe oder Lattenstuhl, alles ist im Museum in Weimar zu sehen. Und darf sogar besessen werden. Eine Sammlung von Bauhaus-Stühlen lädt zum Probesitzen ein. Sich darauf niederzulassen, ist ausdrücklich erwünscht. Zum Mitmachen animiert eine Magnetwand mit vorgefertigten Bauteilen des seriellen Bauens nach Walter Gropius, an der sich die Besucher ihr Haus oder mehrere Häuser selbst zusammen puzzeln können. Museum in Weimar weist ins Heute Anschließend schlägt das Museum einen großen Bogen vom Alltag im Bauhaus-Stil über seine wichtigsten Protagonisten bis zu den Bühnenprojekten, etwa dem Triadischen Ballett. Im Museum wird ein Film gezeigt, bei dem Tänzer des Bayerischen Staatsballetts München in Originalkostümen die experimentelle Choreografie von Oskar Schlemmer tanzen. Im dritten Obergeschoss werden schließlich noch einmal die bekannten und einflussreichen Bauhaus-Direktoren und ihre Entwürfe gewürdigt. Und ein Ausblick ins Heute gegeben. Besonders gut hat mir ein Schriftzug gefallen, der auf den ersten Blick eine Leerstelle aufweist. Wer sich die darunter hängende Lupe nimmt, entdeckt dort winzig klein geschrieben das Wort &#8222;Stadion&#8220;. Wie wahr doch diese Feststellung ist. Das Museum in Weimar gibt einen guten Überblick über die Entwicklung des Bauhauses und seinen Einfluss auf das Alltagsdesign. Ein Besuch ist eine gute Ergänzung zur Besichtigung des Bauhauses Dessau und der Meisterhäuser. Und es rückt im Kopf etwas zurecht, denn der Begriff Bauhaus ist dem Bauhaus von Weimar, Dessau und Berlin mittlerweile bei vielen abhandengekommen. Denn nein, das Wort bezeichnet eben nicht nur einen Baumarkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bauhaus-gucken-teil-2-das-museum-in-weimar/">Bauhaus gucken, Teil 2 &#8211; das Museum in Weimar</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich habe viel Gutes gehört über das 2019 eröffnete neue Bauhaus-Museum in Weimar. Deshalb habe ich Weimar auf die Liste für meine kleine Rundreise gesetzt. Von einer Hitzeschlacht und Stühlen zum Besitzen.</p>



<span id="more-13242"></span>



<p>Das Bauhaus-Museum in Weimar liegt ein bisschen abseits der Innenstadt am Stéphane-Hessel-Platz. Nach einem Architektenwettbewerb ging der Zuschlag an die Architektin Heike Hanada, die den endgültigen Entwurf in Zusammenarbeit mit Benedict Tonon umsetzte. Entstanden ist ein fast fensterloser Kubus aus gegossenem Beton, der auf einem weiten, gepflasterten Platz steht. Mein Besuch an einem sehr heißen Tag hat gezeigt, wo das Problem dabei liegt. Das alles heizt sich in der Sonne mächtig auf, und wer das Museum verlässt, läuft wie vor eine heiße Wand. Angesichts der immer weiteren Erwärmung würde man heute vielleicht nicht mehr so bauen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg" alt="Das Bauhaus-Museum in Weimar auf dem großen gepflasterten Platz." class="wp-image-13248" style="width:780px;height:585px" width="780" height="585" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimartitel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Bauhaus-Museum in Weimar auf dem großen gepflasterten Platz.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein weiter Überblick über das Bauhaus-Schaffen</h2>



<p>Dafür ist es im Inneren dank Klimatechnik schön kühl. So kühl wie der Bauhaus-Stil, der samt seinen Auswirkungen im Museum zelebriert wird. Los geht es unten mit der Vorgeschichte des Bauhauses in Weimar und seiner Geschichte von 1919 bis 1933, dargestellt auf einer Zeitleiste.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimarmodernermensch.jpg" alt="Die Wand mit dem Titel &quot;Der moderne Mensch&quot; im Bauhaus-Museum Weimar." class="wp-image-13249" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimarmodernermensch.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimarmodernermensch-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimarmodernermensch-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausweimarmodernermensch-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Wand mit dem Titel &#8222;Der moderne Mensch&#8220; im Bauhaus-Museum Weimar.</figcaption></figure>



<p>Dann folgt im ersten Obergeschoss die Wand 2, überschrieben mit &#8222;Der neue Mensch&#8220;. Dort hängen Bilder, Fotos und kleine Videowände, auf denen Filme laufen, etwa der russische Film <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QQq7On1Af08" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Aëlita &#8211; der Flug zum Mars&#8220;</a> von Jakow Protesanow aus dem Jahr 1924. So ein Stummfilm eignet sich natürlich prima für ein Museum, da plärrt nichts in die andächtige Stille hinein. Bei manchen Exponaten habe ich mich allerdings gefragt, was sie mit dem Bauhaus zu tun haben, etwas bei einem Foto von Rosa Luxemburg aus dem Jahr 1900. Da hätte etwas mehr Erklärung gutgetan. Besonders gut gefallen hat mir das Poster <a href="https://www.artnet.com/artists/fritz-kahn/der-mensch-als-industriepalast-2J33k-MCqsDSmcuHueqT1g2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Der Mensch als Industriepalast&#8220;</a> von Fritz Kahn, das ich noch gar nicht kannte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausblick auf düstere Zeiten</h2>



<p>Wohl jeder, der sich mit dem Bauhaus, ob in Weimar oder in Dessau, beschäftigt, hat das Ende dieser stilbildenden Institution im Hinterkopf. Wie die Nazis das Bauhaus töteten. Diese düsteren Zeiten lässt auch das Museum nicht aus. So gibt es an der Wand mit den Gemälden der Bauhaus-Meister und -Schüler zwei Leerstellen. Eine für die <a href="https://www.thehistoryofart.org/wassily-kandinsky/de/landschaft-mit-fabrikschornstein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Landschaft mit Fabrikschornsteinen&#8220;</a> von Wassily Kandindsky und eine für <a href="https://www.meisterdrucke.de/kunstdrucke/Paul-Klee/686040/Traum-Stadt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Traum-Stadt&#8220;</a> von Paul Klee. Beide wurden von den Nazis als entartete Kunst beschlagnahmt. </p>



<p>Im Museum gibt es dann im nächsten Obergeschoss all das zu sehen, was es im <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bauhaus-gucken-teil-1-dessau/">Bauhaus Dessau</a> nicht mehr zu sehen gibt: die berühmten Design-Klassiker aus dem Bauhaus Weimar, Dessau und später Berlin. Ob Glasgeschirr, Wagenfeld-Lampe oder Lattenstuhl, alles ist im Museum in Weimar zu sehen. Und darf sogar besessen werden. Eine Sammlung von Bauhaus-Stühlen lädt zum Probesitzen ein. Sich darauf niederzulassen, ist ausdrücklich erwünscht. Zum Mitmachen animiert eine Magnetwand mit vorgefertigten Bauteilen des seriellen Bauens nach Walter Gropius, an der sich die Besucher ihr Haus oder mehrere Häuser selbst zusammen puzzeln können. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Museum in Weimar weist ins Heute</h2>



<p>Anschließend schlägt das Museum einen großen Bogen vom Alltag im Bauhaus-Stil über seine wichtigsten Protagonisten bis zu den Bühnenprojekten, etwa dem Triadischen Ballett. Im Museum wird ein Film gezeigt, bei dem Tänzer des Bayerischen Staatsballetts München in Originalkostümen die experimentelle Choreografie von Oskar Schlemmer tanzen. Im dritten Obergeschoss werden schließlich noch einmal die bekannten und einflussreichen Bauhaus-Direktoren und ihre Entwürfe gewürdigt. Und ein Ausblick ins Heute gegeben. Besonders gut hat mir ein Schriftzug gefallen, der auf den ersten Blick eine Leerstelle aufweist. Wer sich die darunter hängende Lupe nimmt, entdeckt dort winzig klein geschrieben das Wort &#8222;Stadion&#8220;. Wie wahr doch diese Feststellung ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/bauhausweimarstadion.jpg" alt="Schriftzug &quot;Das ... besiegt das Kunstmuseum&quot;. " class="wp-image-13250" style="width:780px;height:520px" width="780" height="520" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/bauhausweimarstadion.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/bauhausweimarstadion-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/bauhausweimarstadion-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/bauhausweimarstadion-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schriftzug &#8222;Das … besiegt das Kunstmuseum&#8220;.</figcaption></figure>



<p>Das Museum in Weimar gibt einen guten Überblick über die Entwicklung des Bauhauses und seinen Einfluss auf das Alltagsdesign. Ein Besuch ist eine gute Ergänzung zur Besichtigung des Bauhauses Dessau und der Meisterhäuser. Und es rückt im Kopf etwas zurecht, denn der Begriff Bauhaus ist dem Bauhaus von Weimar, Dessau und Berlin mittlerweile bei vielen abhandengekommen. Denn nein, das Wort bezeichnet eben <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/wie-das-bauhaus-seinen-stil-verlor/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nicht nur einen Baumarkt</a>.</p>
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		<title>Bauhaus gucken, Teil 1 &#8211; Dessau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 10:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe meine kleine Reise auch unternommen, um mir mal die Original-Bauhausstätten anzusehen. Erste Station war Dessau, wo das wohl berühmteste Bauhaus-Gebäude steht. Und nur ein paar Gehminuten entfernt liegen die Meisterhäuser. Das Dessauer Bauhaus liegt, hätte ich mir ja denken können, an der Gropiusallee. War doch Walter Gropius derjenige, der den genialen und bahnbrechenden Bau entworfen hat, der heute als das Bauhaus-Haus schlechthin gilt. Und doch wäre ich bei meiner Ankunft beinahe daran vorbeigefahren, weil die Schmalseite des bekannten Hauptteils mit der vorgehängten Glasfassade gerade eingerüstet ist. Immerhin trägt die Plane ums Gerüst die bekannte Aufschrift &#8222;Bauhaus&#8220;. Rechts von der Gropiusallee zweigt die Bauhausstraße ab, die zwischen den Kuben und unter dem Zwischentrakt des Bauhauses entlang führt und nur für Fußgänger und Radfahrer offen ist. Einen Bauhaus-Parkplatz gibt es nicht, aber in den Seitenstraßen ist immer etwas frei, es gibt kein Anwohnerparkrecht und keine Parkscheinautomaten. Überhaupt ist Dessau was das Parken angeht so entspannt, wie es vermutlich sonst in kaum einer so großen Stadt ist. Fast keine gebührenpflichtigen Plätze und selbst in unmittelbarer Nähe der Innenstadt ist immer irgendwo einer frei. Außerdem ist es in der zu 80 Prozent im Zweiten Weltkrieg entfernten Stadt nicht nur tischeben, sondern es gibt auch extrem breite Fußwege und Fahrradwege. Viele verschiedene Bauhaus-Ansichten Aber zurück zum Bauhaus. Erstmal habe ich das gesamte Ensemble umrundet. Und fotografiert, fotografiert, fotografiert. Beim Bearbeiten habe ich etliche die Fotos kräftig entsättigt, sodass sie beinahe wie Schwarz-weiß-Aufnahmen erscheinen. Das ist normalerweise ganz und gar nicht mein Stil, aber im Kontext des Bauhauses passt es einfach. Die Architektur ist einfach faszinierend. Immer wieder tun sich neue Ein- und Ausblicke auf. Was mir vorher gar nicht so präsent war, sind die ungewöhnlichen Fenster, deren Flügel sich vertikal drehen lassen. Da es bei meinem Besuch sehr heiß war, waren fast alle geöffnet. Sonst wäre mir die besondere Form gar nicht aufgefallen. Faszinierende Fenster und Treppen Ebenso faszinierend sind die Treppenaufgänge, die wohl jeder schon einmal auf Fotos gesehen hat und der Oskar Schlemmer mit seinem Gemälde &#8222;Bauhaustreppe&#8220; ein Denkmal gesetzt hat. Es gibt mehrere davon in den Bauhaus-Gebäuden, mal in der blauen, mal in der roten Variante. Von den Werken der Bauhäusler ist im Bauhaus in Dessau kaum etwas zu sehen, nur wenige sind dort ausgestellt. Dafür gibt es Fotos, Texte und Videos. Insgesamt ist der gesamte Baukörper das Ziel der Besichtigung an sich. Wer um die einzelnen Gebäudeteile herumgeht, entdeckt immer wieder bekannte Ansichten, etwa die Balkone am Ateliergebäude. Sie waren schon zu Zeiten der Bauhaus-Studenten ein beliebtes Fotomotiv. Alte Meisterhäuser und ein Neubau Nur wenige Minuten vom Bauhaus entfernt liegen die Meisterhäuser in einem Wäldchen. Eines davon ist gar kein Original-Meisterhaus. Die Häuser von Walter Gropius und László Moholy-Nagy waren einem Bombenangriff zum Opfer gefallen. Das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez (BFM) aus Berlin entwarf für die so entstandene Lücke einen Neubau, der 2014 vollendet wurde und Elemente der ursprünglichen Meisterhäuser aufgreift, ohne sie zu kopieren. Im Inneren ist das Gebäude sehr streng gehalten. Daran schließen sich die Original-Meisterhäuser an, die im Sinne des neuen Wohnens gestaltet sind und einen Einblick in die Vorstellungen ihres Erbauers Walter Gropius geben, innen wie außen. Mir haben die farbig gestalteten Räume gefallen, vor allem aber die großen Ateliers jedes Meisterhauses im Obergeschoss mit bodentiefen Fenstern. Abends bin ich dann noch einmal zum Bauhaus gezogen, ist wollte es in der Blauen Stunde fotografieren und hatte die Hoffnung, dass die Glasfassade von innen beleuchtet sein würde. Aber nichts da. Lediglich im Bistro im Erdgeschoss brannte noch Licht. Schade. Immerhin hat sich das Ateliergebäude in der untergehenden Sonne noch einmal besonders schön gezeigt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bauhaus-gucken-teil-1-dessau/">Bauhaus gucken, Teil 1 &#8211; Dessau</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhaustitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich habe meine kleine Reise auch unternommen, um mir mal die Original-Bauhausstätten anzusehen. Erste Station war Dessau, wo das wohl berühmteste Bauhaus-Gebäude steht. Und nur ein paar Gehminuten entfernt liegen die Meisterhäuser.</p>



<span id="more-13235"></span>



<p>Das Dessauer Bauhaus liegt, hätte ich mir ja denken können, an der Gropiusallee. War doch Walter Gropius derjenige, der den genialen und bahnbrechenden Bau entworfen hat, der heute als das Bauhaus-Haus schlechthin gilt. Und doch wäre ich bei meiner Ankunft beinahe daran vorbeigefahren, weil die Schmalseite des bekannten Hauptteils mit der vorgehängten Glasfassade gerade eingerüstet ist. Immerhin trägt die Plane ums Gerüst die bekannte Aufschrift &#8222;Bauhaus&#8220;.</p>



<p>Rechts von der Gropiusallee zweigt die Bauhausstraße ab, die zwischen den Kuben und unter dem Zwischentrakt des Bauhauses entlang führt und nur für Fußgänger und Radfahrer offen ist. Einen Bauhaus-Parkplatz gibt es nicht, aber in den Seitenstraßen ist immer etwas frei, es gibt kein Anwohnerparkrecht und keine Parkscheinautomaten.</p>



<p>Überhaupt ist Dessau was das Parken angeht so entspannt, wie es vermutlich sonst in kaum einer so großen Stadt ist. Fast keine gebührenpflichtigen Plätze und selbst in unmittelbarer Nähe der Innenstadt ist immer irgendwo einer frei. Außerdem ist es in der zu 80 Prozent im Zweiten Weltkrieg entfernten Stadt nicht nur tischeben, sondern es gibt auch extrem breite Fußwege und Fahrradwege.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viele verschiedene Bauhaus-Ansichten</h2>



<p>Aber zurück zum Bauhaus. Erstmal habe ich das gesamte Ensemble umrundet. Und fotografiert, fotografiert, fotografiert. Beim Bearbeiten habe ich etliche die Fotos  kräftig entsättigt, sodass sie beinahe wie Schwarz-weiß-Aufnahmen erscheinen. Das ist <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-renaissance-der-schwarzweiss-fotografie/">normalerweise ganz und gar nicht mein Stil</a>, aber im Kontext des Bauhauses passt es einfach.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p1DMve"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53172270427_976171a24c_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="486" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Blick aus dem Werkstattgebäude auf Zwischentrakt (rechts) und Kunstgewerbe- und Handwerkerschule.</figcaption></figure>



<p>Die Architektur ist einfach faszinierend. Immer wieder tun sich neue Ein- und Ausblicke auf. Was mir vorher gar nicht so präsent war, sind die ungewöhnlichen Fenster, deren Flügel sich vertikal drehen lassen. Da es bei meinem Besuch sehr heiß war, waren fast alle geöffnet. Sonst wäre mir die besondere Form gar nicht aufgefallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Faszinierende Fenster und Treppen</h2>



<p>Ebenso faszinierend sind die Treppenaufgänge, die wohl jeder schon einmal auf Fotos gesehen hat und der Oskar Schlemmer mit <a href="https://www.arsmundi.de/oskar-schlemmer-bild-bauhaustreppe-1932-gerahmt-894978/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seinem Gemälde &#8222;Bauhaustreppe&#8220;</a> ein Denkmal gesetzt hat. Es gibt mehrere davon in den Bauhaus-Gebäuden, mal in der blauen, mal in der roten Variante. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausdessautreppe.jpg" alt="Bauhaus-Treppenhaus in der blauen Variante." class="wp-image-13238" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausdessautreppe.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausdessautreppe-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bauhausdessautreppe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die blaue Variante einer Bauhaus-Treppe.</figcaption></figure>



<p> </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2MZTY"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185189506_ec00f2fa0e_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="548" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die rote Variante.</figcaption></figure>



<p>Von den Werken der Bauhäusler ist im Bauhaus in Dessau kaum etwas zu sehen, nur wenige sind dort ausgestellt. Dafür gibt es Fotos, Texte und Videos. Insgesamt ist der gesamte Baukörper das Ziel der Besichtigung an sich. Wer um die einzelnen Gebäudeteile herumgeht, entdeckt immer wieder bekannte Ansichten, etwa die Balkone am Ateliergebäude. Sie waren schon zu Zeiten der Bauhaus-Studenten <a href="https://www.architonic.com/de/story/dominic-lutyens-zurueck-in-die-zukunft-100-jahre-bauhaus/20028702" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein beliebtes Fotomotiv</a>.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2MZLJ"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185189086_ab2e220dba_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Balkone am Atelierhaus.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Alte Meisterhäuser und ein Neubau</h2>



<p>Nur wenige Minuten vom Bauhaus entfernt liegen die Meisterhäuser in einem Wäldchen. Eines davon ist gar kein Original-Meisterhaus. Die Häuser von Walter Gropius und László Moholy-Nagy waren einem Bombenangriff zum Opfer gefallen. Das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez (BFM) aus Berlin entwarf für die so entstandene Lücke einen Neubau, der 2014 vollendet wurde und Elemente der ursprünglichen Meisterhäuser aufgreift, ohne sie zu kopieren. Im Inneren ist das Gebäude sehr streng gehalten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2Njkq"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185251534_2c4249c84f_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Innere des Meisterhaus-Neubaus mit Galerie im Obergeschoss.</figcaption></figure>



<p>Daran schließen sich <a href="https://www.bauhaus-dessau.de/de/architektur/bauhausbauten/meisterhaeuser.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Original-Meisterhäuser</a> an, die im Sinne des neuen Wohnens gestaltet sind und einen Einblick in die Vorstellungen ihres Erbauers Walter Gropius geben, innen wie außen. Mir haben die farbig gestalteten Räume gefallen, vor allem aber die großen Ateliers jedes Meisterhauses im Obergeschoss mit bodentiefen Fenstern. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2N12Z"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185189971_4be26f02b7_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Treppe in einem der Meisterhäuser. Deutlich ist die Bauhaus-Handschrift zu erkennen.</figcaption></figure>



<p>Abends bin ich dann noch einmal zum Bauhaus gezogen, ist wollte es in der Blauen Stunde fotografieren und hatte die Hoffnung, dass die Glasfassade von innen beleuchtet sein würde. Aber nichts da. Lediglich im Bistro im Erdgeschoss brannte noch Licht. Schade. Immerhin hat sich das Ateliergebäude in der untergehenden Sonne noch einmal besonders schön gezeigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2P3hH"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185392665_ebbc35c50c_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Werkstattflügel am Abend.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2NjkR"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53185251559_6a04a30b32_c.jpg" alt="Bauhaus Dessau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Ateliergebäude im Licht der untergehenden Sonne.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bauhaus-gucken-teil-1-dessau/">Bauhaus gucken, Teil 1 &#8211; Dessau</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Gartenreich Wörlitz zu Wasser und zu Lande</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 11:37:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe vier Tage Urlaub im September für eine kleine Rundreise in Sachsen-Anhalt und Thüringen genutzt. Eine der Stationen war das Gartenreich Dessau-Wörlitz. Ein Traum von einem englischen Garten. Kaum jemand weiß auf Anhieb etwas mit Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau anzufangen. Und auch nicht mit Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff. Der junge, früh zur Regentschaft gekommene und reiselustige Fürst und der Architekt, der stets im Schlepptau seines Fürsten unterwegs war, sammelten auf ihren Reisen alles ein, was ihnen gefiel. Einsammeln ist damit nicht immer, manchmal aber schon wörtlich gemeint. Meistens aber kopierten sie das, was sie sahen, für das von Friedrich Franz angelegt Gartenreich. Wie die beiden durch Europa zogen und welche Anregungen sie von dort mitbrachten, wie Friedrich Franz und Erdmannsdorff tickten, das kann Kuno Wendt wunderbar erzählen. Er ist einer der Gondoliere, die die sogenannten Gondeln mit Besuchern über die Seen und Kanäle des Gartenreichs rudern und unterwegs die Geschichte dieses Juwels eines englischen Gartens erklären. Angestellt bei der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die auch die Gondeln betreibt, bieten Wendt und seine Kollegen den Besuchern vom Wasser aus einen einmaligen Überblick über den Garten. Bester Überblick über das Gartenreich Ich wollte ursprünglich auf die Gondelfahrt verzichten, habe mich dann aber zum Glück doch dazu entschlossen. Und habe es nicht bereut. Einen besseren Überblick über das Gartenreich gibt es nicht. Innerhalb einer dreiviertel Stunde ruderte Wendt die großen Gondeln scheinbar mühelos übers Wasser. Es geht langsam, sehr langsam voran. Und das ist genau richtig, um all die Eindrücke und Einblicke aufzunehmen und den Geschichten dahinter zu lauschen. Keine Frage, die Kuno Wendt nicht beantworten konnte. Und er wies auch auf Kleinigkeiten am Wasserrand hin. Etwa den Grund dafür, warum etliche Bäume im unteren Bereich mit Maschendraht umwickelt sind. Es hält die Biber ab, die im Gartenreich vorkommen. Solcherart mit Wissen ausgerüstet, lässt sich das Gartenreich danach gut zu Fuß erkunden. Es ist ein strammer Marsch. Wer alles sehen möchte, muss schon eine ordentliche Strecke zurücklegen. Abkürzen lässt sich die eine oder andere Kurve mit einer der drei Fähren, die über die Seen führen und das Hin- und Herspringen zwischen Teilen des weitläufigen Geländes ermöglichen. Auch die Amtsfähre, die beiden kleinen Roseninselfähren und die Teelaubfähre werden von Hand betrieben, mit Kurbeln. Es ist still auf den Gartenreich-Gewässern, kein irgendwie gearteter Motor stört die Idylle. Ich fand das gesamte Gartenreich ganz wunderbar, obwohl ich am Ende des Tages runde Füße hatte. Und erschöpft war. Es war brüllend heiß, da half es auch nichts, dass überall große Bäume stehen und viel Schatten spenden. Aber die Neugier hat mich immer weiter getrieben, weil es hinter jeder Wegbiegung etwas zu Neues zu sehen gibt. Den Besuch im Schloss, das auf dem Gelände steht, habe ich mir geschenkt, es gab auch so viel zu entdecken. Vielleicht wäre es ja eines meiner Lieblingsschlösser geworden. 1765 angelegt, ist das Wörlitzer Gartenreich der erste englische Landschaftsgarten auf dem europäischen Festland. Da hat der Fürst doch mal was richtig Gutes von einer seiner vielen Reisen mitgebracht. Der englische Garten setzte sich im Gegensatz zum französischen Garten mit seinen strengen Formen bald überall durch. Ein für jeden zugängliches Wunderreich Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist eine sehr soziale Sehenswürdigkeit. Es ist kein Eintritt fällig. Schon Friedrich Franz, &#8222;Vater Franz&#8220; genannt, hat verfügt, dass es für jeden Bürger seines kleinen Reiches offen steht. Heute kann jeder kostenlos darin herumspazieren. Die Gondelfahrt kostet zwölf Euro, für die drei Fähren sind je ein Euro fällig. Wohnte ich näher am Gartenreich, ich wäre öfter da. Zum einen, um den Wandel der Natur in den Jahreszeiten zu erleben. Dank eines Kalenders 2024, den ich mir gegönnt habe, werde ich wenigstens etwas davon erleben. Zum anderen möchte ich mal morgens früh dort sein, wenn sich über dem Wasser die Nebel ausbreiten. Das muss schöne Bilder ergeben. Ich konnte nur welche im hellen und harten Sonnenlicht machten. Ich finde, sie sind trotzdem schön geworden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gartenreich-woerlitz-zu-wasser-und-zu-lande/">Gartenreich Wörlitz zu Wasser und zu Lande</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich habe vier Tage Urlaub im September für eine kleine Rundreise in Sachsen-Anhalt und Thüringen genutzt. Eine der Stationen war das Gartenreich Dessau-Wörlitz. Ein Traum von einem englischen Garten.</p>



<span id="more-13227"></span>



<p>Kaum jemand weiß auf Anhieb etwas mit <a href="https://www.deutsche-biographie.de/sfz68642.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau</a> anzufangen. Und auch nicht mit <a href="https://www.anhalt-dessau-wittenberg.de/staedte-sehenswuerdigkeiten-landschaften/friedrich-wilhelm-von-erdmannsdorff-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff</a>. Der junge, früh zur Regentschaft gekommene und reiselustige Fürst und der Architekt, der stets im Schlepptau seines Fürsten unterwegs war, sammelten auf ihren Reisen alles ein, was ihnen gefiel. Einsammeln ist damit nicht immer, manchmal aber schon wörtlich gemeint. Meistens aber kopierten sie das, was sie sahen, für das von Friedrich Franz angelegt Gartenreich.</p>



<p>Wie die beiden durch Europa zogen und welche Anregungen sie von dort mitbrachten, wie Friedrich Franz und Erdmannsdorff tickten, das kann Kuno Wendt wunderbar erzählen. Er ist einer der Gondoliere, die die sogenannten Gondeln mit Besuchern über die Seen und Kanäle des Gartenreichs rudern und unterwegs die Geschichte dieses Juwels eines englischen Gartens erklären. Angestellt bei der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die auch die Gondeln betreibt, bieten Wendt und seine Kollegen den Besuchern vom Wasser aus einen einmaligen Überblick über den Garten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichkuno.jpg" alt="Kuno Wendt, Gondoliere im Gartenreich Dessau-Wörtlitz, am Ruder der Gondel." class="wp-image-13230" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichkuno.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichkuno-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichkuno-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichkuno-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kuno Wendt, Gondoliere im Gartenreich Dessau-Wörtlitz, am Ruder der Gondel.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Bester Überblick über das Gartenreich</h2>



<p>Ich wollte ursprünglich auf die Gondelfahrt verzichten, habe mich dann aber zum Glück doch dazu entschlossen. Und habe es nicht bereut. Einen besseren Überblick über das Gartenreich gibt es nicht. Innerhalb einer dreiviertel Stunde ruderte Wendt die großen Gondeln scheinbar mühelos übers Wasser. Es geht langsam, sehr langsam voran. Und das ist genau richtig, um all die Eindrücke und Einblicke aufzunehmen und den Geschichten dahinter zu lauschen. Keine Frage, die Kuno Wendt nicht beantworten konnte. Und er wies auch auf Kleinigkeiten am Wasserrand hin. Etwa den Grund dafür, warum etliche Bäume im unteren Bereich  mit Maschendraht umwickelt sind. Es hält die Biber ab, die im Gartenreich vorkommen.</p>



<p>Solcherart mit Wissen ausgerüstet, lässt sich das Gartenreich danach gut zu Fuß erkunden. Es ist ein strammer Marsch. Wer alles sehen möchte, muss schon eine ordentliche Strecke zurücklegen. Abkürzen lässt sich die eine oder andere Kurve mit einer der drei Fähren, die über die Seen führen und das Hin- und Herspringen zwischen Teilen des weitläufigen Geländes ermöglichen. Auch die  Amtsfähre, die beiden kleinen Roseninselfähren und die Teelaubfähre werden von Hand betrieben, mit Kurbeln. Es ist still auf den Gartenreich-Gewässern, kein irgendwie gearteter Motor stört die Idylle.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg" alt="Gondeln unterwegs auf den Gewässern des Gartenreichs." class="wp-image-13233" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gartenreichtitel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gondeln unterwegs auf den Gewässern des Gartenreichs.</figcaption></figure>



<p>Ich fand das gesamte Gartenreich ganz wunderbar, obwohl ich am Ende des Tages runde Füße hatte. Und erschöpft war. Es war brüllend heiß, da half es auch nichts, dass überall große Bäume stehen und viel Schatten spenden. Aber die Neugier hat mich immer weiter getrieben, weil es hinter jeder Wegbiegung etwas zu Neues zu sehen gibt. Den Besuch im Schloss, das auf dem Gelände steht, habe ich mir geschenkt, es gab auch so viel zu entdecken. Vielleicht wäre es ja<a href="https://pyrolim.de/pyropro/schlossgenuss-meine-lieblingsschloesser/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> eines meiner Lieblingsschlösser geworden.</a></p>



<p>1765 angelegt, ist das Wörlitzer Gartenreich der erste englische Landschaftsgarten auf dem europäischen Festland. Da hat der Fürst doch mal was richtig Gutes von einer seiner vielen Reisen mitgebracht. Der englische Garten setzte sich im Gegensatz zum französischen Garten mit seinen strengen Formen bald überall durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein für jeden zugängliches Wunderreich</h2>



<p>Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist eine sehr soziale Sehenswürdigkeit. Es ist kein Eintritt fällig. Schon Friedrich Franz, &#8222;Vater Franz&#8220; genannt, hat verfügt, dass es für jeden Bürger seines kleinen Reiches offen steht. Heute kann jeder kostenlos darin herumspazieren. Die Gondelfahrt kostet zwölf Euro, für die drei Fähren sind je ein Euro fällig.</p>



<p>Wohnte ich näher am Gartenreich, ich wäre öfter da. Zum einen, um den Wandel der Natur in den Jahreszeiten zu erleben. Dank eines Kalenders 2024, den ich mir gegönnt habe, werde ich wenigstens etwas davon erleben. Zum anderen möchte ich mal morgens früh dort sein, wenn sich über dem Wasser die Nebel ausbreiten. Das muss schöne Bilder ergeben. Ich konnte nur welche im hellen und harten Sonnenlicht machten. Ich finde, sie sind trotzdem schön geworden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2D49c"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53183444415_bd47d30275_c.jpg" alt="Gartenreich Dessau-Wörlitz" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Gondeln warten am Vormittag auf die ersten Besucher.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2BKyi"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53183190149_b8802d65a4_c.jpg" alt="Gartenreich Dessau-Wörlitz" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Wolfsbrücke, benannt nach dem Bauern Wolf, der dem Fürsten das Land für das Gartenreich verkaufte.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2BKxw"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53183190104_88e462f801_c.jpg" alt="Gartenreich Dessau-Wörlitz" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Wolfsbrücke mit einer schräg stehenden Eiche, die andere gegenüber ist bei einem Sturm umgekippt. Bäume und Brücke bildeten den Buchstaben A für Anhalt.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2p2DjD8"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53183496553_32e0ed44de_c.jpg" alt="Gartenreich Dessau-Wörlitz" width="800" height="645" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Goldene Urne, eines von vielen Kunstwerken, die im Gartenreich verteilt stehen.</figcaption></figure>



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		<title>Wenn der Impfpass schöne Erinnerungen weckt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2021 15:48:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="559" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass-150x105.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass-768x537.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Jahrelang hat er in der Schublade gelegen. Heute habe ich meinen Impfpass wieder ans Licht gezerrt. Mir war überraschend das Angebot gemacht worden, mich gegen Corona impfen zu lassen. Es ist ein besonderer Impfpass, gut bestückt mit Impfungen und versehen mit einem weinroten Rand. Wie das kam. Ich bin zwar Prio3, habe aber bis jetzt nur auf einer Warteliste für die Corona-Impfung gestanden. Beim Online-Windhundrennen ins Impfzentrum bin ich gar nicht erst an den Start gegangen. Hier in Schleswig-Holstein ist es witzlos, einen Termin ergattern zu wollen. Jetzt ist der Stoff in meinem Oberarm drin, und der Impfpass hat einen neuen Eintrag. Ein Impfpass, der viel mitgemacht hat Der Pass ist recht abgegriffen. Er hat bereits einiges mit mir durchgemacht. Ich habe ihn 1994 neu ausgestellt bekommen, weil mein alter Impfpass aus meiner Kindheit überhaupt nicht mehr zeitgemäß und international nicht anerkannt war. Es gab einen guten Grund, ihn damals neu zu bekommen. Viele, viele Impfungen im Vorfeld von zwei großen Reisen nach Afrika. Die erste führte mich nach Ghana, die zweite nach Kamerun. Einen Teil der Impfungen brauchte ich, weil sie empfohlen werden. Einen anderen, weil die Länder ohne diese Impfung niemanden ins Land lassen. Das gilt etwa für Gelbfieber, eine Impfung, für die man in die Uniklinik oder ins Tropeninstitut fahren muss. Ich habe meine Gelbfieber-Impfung 1994 in der Lübecker Uniklinik bekommen. Ich weiß noch, dass es dort sehr voll war und viele geimpft werden wollten, vor allem junge Leute. Etliche davon gehörten zum Technischen Hilfswerk (THW) und wollten zu einem Einsatz nach Goma in Zaire. Die Aktion &#8222;Wasser für Goma&#8220; war einer der größten Auslandseinsätze des THW. Damals hieß es übrigens noch, die Impfung halte für zehn Jahre, mittlerweile geht man von einem lebenslangen Schutz aus. Kühlkette für die Typhus-Impfung Vor meinen Reisen damals habe ich mich außerdem gegen Typhus geimpft. Ja, selbst geimpft. Es war eine Schluckimpfung, die ich in der Apotheke abholen und mit ununterbrochener Kühlkette (mit Kühlschranktemperatur) nach Hause bringen musste. Dann habe ich drei Kapseln im Abstand von je zwei Tagen geschluckt. Weitere Impfungen schützten mich vor Hepatitis A, Meningokokken, Polio, Diphtherie und Tetanus. Solcherart rundherum versiegelt, habe ich meine Reisen angetreten. Impfpass und Reisepass mit Visum immer im Brustbeutel unter dem T-Shirt. Und so kam der Impfpass zu seinem roten Rand. Vor allem bei der zweiten Reise nach Kamerun, als es von Douala aus in den Norden des Landes, nach Maroua am Rande der Sahelzone ging. Von Schweiß getränkte Pässe Dort herrschen tagsüber Temperaturen von 48 Grad. Ich habe jeden Tag literweise Wasser in mich hineingeschüttet &#8211; und musste nie pinkeln. Alles ausgeschwitzt. So sehr, dass sich der weinrote Einband meines Reisepasses auflöste und die Farbe in den an seiner Seite steckenden Impfpass sickerte. Daher der rote Rand. Mittlerweile sind die Reisepässe nicht mehr in Leder eingebunden, sondern in Kunststoff. Wer weiß, ob dieser Einband die Schweißwäsche so gut überstanden hätte wie der alte Ledereinband. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Zwar habe ich noch einige Fernreisen in meinem Leben unternommen, unter anderem nach Pakistan, Costa Rica und Bali. Aber ich habe nie mehr so geschwitzt wie in Maroua.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="559" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass-150x105.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Impfpass-768x537.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Jahrelang hat er in der Schublade gelegen. Heute habe ich meinen Impfpass wieder ans Licht gezerrt. Mir war überraschend das Angebot gemacht worden, mich gegen Corona impfen zu lassen. Es ist ein besonderer Impfpass, gut bestückt mit Impfungen und versehen mit einem weinroten Rand. Wie das kam.</p>



<span id="more-11791"></span>



<p>Ich bin zwar Prio3, habe aber bis jetzt nur auf einer Warteliste für die Corona-Impfung gestanden. Beim Online-Windhundrennen ins Impfzentrum bin ich gar nicht erst an den Start gegangen. Hier in Schleswig-Holstein ist es witzlos, einen Termin ergattern zu wollen. Jetzt ist der Stoff in meinem Oberarm drin, und der Impfpass hat einen neuen Eintrag. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Impfpass, der viel mitgemacht hat</h2>



<p>Der Pass ist recht abgegriffen. Er hat bereits einiges mit mir durchgemacht. Ich habe ihn 1994 neu ausgestellt bekommen, weil mein alter Impfpass aus meiner Kindheit überhaupt nicht mehr zeitgemäß und international nicht anerkannt war. Es gab einen guten Grund, ihn damals neu zu bekommen. Viele, viele Impfungen im Vorfeld von zwei großen Reisen nach Afrika. Die erste führte mich nach <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-wiederkehr-des-augenlichtes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ghana</a>, die zweite nach Kamerun. Einen Teil der Impfungen brauchte ich, weil sie empfohlen werden. Einen anderen, weil die Länder ohne diese Impfung niemanden ins Land lassen.</p>



<p>Das gilt etwa für Gelbfieber, eine Impfung, für die man in die Uniklinik oder ins Tropeninstitut fahren muss. Ich habe meine <a href="https://tropeninstitut.de/impfungen-a-z/alle-impfungen/gelbfieber" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gelbfieber</a>-Impfung 1994 in der Lübecker Uniklinik bekommen. Ich weiß noch, dass es dort sehr voll war und viele geimpft werden wollten, vor allem junge Leute. Etliche davon gehörten zum Technischen Hilfswerk (THW) und wollten zu einem Einsatz nach Goma in Zaire. Die Aktion <a href="https://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Einsaetze/international/2019/09/meldung_001_25_jahre_goma.html?noMobile=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Wasser für Goma&#8220;</a> war einer der größten Auslandseinsätze des THW. Damals hieß es übrigens noch, die Impfung halte für zehn Jahre, mittlerweile geht man von einem lebenslangen Schutz aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kühlkette für die Typhus-Impfung</h2>



<p>Vor meinen Reisen damals habe ich mich außerdem <a href="https://www.fit-for-travel.de/impfung/typhus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gegen Typhus geimpft</a>. Ja, selbst geimpft. Es war eine Schluckimpfung, die ich in der Apotheke abholen und mit ununterbrochener Kühlkette (mit Kühlschranktemperatur) nach Hause bringen musste. Dann habe ich drei Kapseln im Abstand von je zwei Tagen geschluckt. Weitere Impfungen schützten mich vor Hepatitis A, Meningokokken, Polio, Diphtherie und Tetanus.</p>



<p>Solcherart rundherum versiegelt, habe ich meine Reisen angetreten. Impfpass und Reisepass mit Visum immer im Brustbeutel unter dem T-Shirt. Und so kam der Impfpass zu seinem roten Rand. Vor allem bei der zweiten Reise nach Kamerun, als es <a href="https://pyrolim.de/gereist/afrika-hautnah/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von Douala aus in den Norden des Landes</a>, nach Maroua am Rande der Sahelzone ging. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Schweiß getränkte Pässe</h2>



<p>Dort herrschen tagsüber Temperaturen von 48 Grad. Ich habe jeden Tag literweise Wasser in mich hineingeschüttet &#8211; und musste nie pinkeln. Alles ausgeschwitzt. So sehr, dass sich der weinrote Einband meines Reisepasses auflöste und die Farbe in den an seiner Seite steckenden Impfpass sickerte. Daher der rote Rand.</p>



<p>Mittlerweile sind die Reisepässe nicht mehr in Leder eingebunden, sondern in Kunststoff. Wer weiß, ob dieser Einband die Schweißwäsche so gut überstanden hätte wie der alte Ledereinband. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Zwar habe ich noch einige Fernreisen in meinem Leben unternommen, unter anderem nach <a href="https://pyrolim.de/gereist/frauenleben-in-pakistan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pakistan</a>, <a href="https://pyrolim.de/gereist/costa-rica-ueber-den-wipfeln/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Costa Rica</a> und Bali. Aber ich habe nie mehr so geschwitzt wie in Maroua.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/wenn-der-impfpass-schoene-erinnerungen-weckt/">Wenn der Impfpass schöne Erinnerungen weckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Jahresrückblick 2019 in Bildern: Viele Reisen, viele Erlebnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2019 11:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="600" height="433" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu-150x108.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><p>Im Jahr 2019 war ich viel unterwegs, so viel wie schon lange nicht mehr. Es waren keine langen und weiten Reisen, eher Reisehäppchen. Immer dabei natürlich die Kamera. Und deshalb kommt hier der Jahresrückblick 2019 in Bildern &#8211; nicht nur von meinen Reisen. Am Ende gibt es noch Blogempfehlungen und den kreativsten Twitter-Trend. Januar Wie immer war es vor Weihnachten zu stressig, so dass ich erst nach dem Jahreswechsel losgelaufen bin, die außergewöhnlich schöne Weihnachtsbeleuchtung in meinem Arbeitsort Eutin zu fotografieren. Dabei hat mir der Schlosshof besonders gut gefallen. Er wurde immer wieder in wechselndes Licht getaucht. Eine tolle Stimmung. Februar Ebenfalls beinahe auf den letzten Drücker habe ich die TRelche in Travemünde besucht. TRelche setzt sich zusammen aus dem TR für Travemünde und dem Wort Elche. Die beleuchtete Elchfamilie auf der Promenade hat mir gut gefallen, obwohl sie wahrscheinlich nicht künstlerisch wertvoll ist. Aber sie sieht einfach schick aus. März Im März habe ich einen freien Tag genutzt, endlich mal zum Graswarder in Heiligenhafen zu fahren. Wie es so ist, die Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe des Wohnortes besucht man eher selten. Ich hatte Glück an jenem Spätnachmittag. Es war ein klarer Tag, und die Sonne ging gerade umrahmt von vielen Farben unter. Das Foto von den Häusern auf dem Graswarder ist eines meiner liebsten aus dem Jahr 2019. April Im April ging es mir wie im März. Ich war einfach mal in meiner Gegend unterwegs. Wieder war es ein schöner, sonniger Tag, einer mit langen Schatten. Ich bin ausgiebig durch die Lübecker Altstadt marschiert und habe natürlich fotografiert. Mai Der Mai ist im Norden die Zeit der Rapsblüte. Da hält es Fotografen nicht zu Hause. Ich habe es endlich geschafft, das Schiff im Raps zu fotografieren. Und ich hatte das außerordentliche Vergnügen, schöne Pferde samt ihrer Reiterinnen für Fotos in ein Rapsfeld schicken zu dürfen. Sehr zu meiner Freude und der der Reiterinnen. Juni Im Juni begann die Zeit des Reisens. Erste Station: Goslar und ein bisschen Harz drumherum. Familientreffen mit gemeinsamem Essen und Ausflug. Mittelalter-Kitsch in der Kaiserpfalz, Luchse, Riesen-Windbeutel und schöne Aussichten. Es hat Spaß gemacht. Allerdings war Goslar an diesem Pfingstwochenende sehr voll. Das Städtchen ist ungemein hübsch herausgeputzt, hat viel Sehenswertes zu bieten und ist deshalb oft überlaufen. Juli Was soll ich vom Juli zeigen? Ich habe in diesem Monat so viel gesehen, so viel erlebt. Ich habe meine schon lange geplante #TourdeMuseum unternommen und viele Museen besucht, die ich schon immer mal in Ruhe anschauen wollte. Das Nussbaum-Haus in Osnabrück, Schloss Nordkirchen, das Versailles Westfalens, das Schokoladenmuseum und das Museum Ludwig in Köln, Schloss Drachenburg in Königswinter und die Nibelungenhalle. In Köln bin ich unversehens in die Parade zum Christopher-Street-Day geraten, die mir viele, viele schöne Fotos und Begegnungen verschafft hat. Was soll sich also hier zeigen? Museum oder Christopher-Street-Day? Warum nicht beides. August Der August war vollgepackt mit schönen Erlebnissen. Ich habe Wolfgang Jansen getroffen, den Drechsler, der so schöne Stifte macht. Ich hatte die seltene Gelegenheit, im völlig verfallenen Lübecker Schlachthof zu fotografieren. Und ich bin wieder mal gereist, diesmal in meine Heimatstadt Bad Gandersheim zur Diamantenen Hochzeit meiner Eltern. Es war ein wunderschönes Fest mit Gottesdienst und gemeinsamem Essen. September Und schon wieder eine Fahrt nach Bad Gandersheim, diesmal zum 40-jährigen Abiturtreffen. Unglaublich, wie lange ich schon die Schule hinter mir gelassen habe. Davon abgesehen war der Monat geprägt von viel Arbeit und von einigen netten Fotogelegenheiten. Ihr solltet mal mit einer Kamera auf einen Recyclingshof gehen, es lohnt sich. Oktober Noch eine Reise: Diesmal mit meinem Vater auf den Spuren seiner Kindheit und Jugend in Dresden, seinen Ortsteilen Cossebaude und Gohlis, in Schellerhau im Erzgebirge und in Langhennersdorf. Ich habe die Gelegenheit genutzt, ins Museum zu gehen. Die Zeit reichte für die Gemäldegalerie alter Meister, wo ich gelernt habe, Handyfotografen zu hassen, und fürs Grüne Gewölbe. Wenige Wochen später machte es wegen eines spektakulären Kunstdiebstahls Schlagzeilen. Im Grünen Gewölbe ist eines der weiteren Lieblingsfotos von mir in diesem Jahr entstanden. November Einfach nur zu Hause geblieben und den wunderbaren Spätherbst genossen. Der goldene Oktober strahlte noch bis Anfang November aus. Gelegenheit für lange Spaziergänge und schöne Fotos, mal wieder von den Pferden. Daneben habe ich mich im November hier auf dem Blog in die überall angesprochene Frage der Meinungsfreiheit eingemischt und über schöne Schuhe nachgedacht. Dezember Wieder Weihnachtsbeleuchtung in der Lichterstadt Eutin. Diesmal mit viel Rot in den Fenstern des Rathauses und darüber gestäubten Sternen aus Licht. Geärgert habe ich mich auch, sogar mehrmals: über den Bettelbrief von Flickr, über gedankenlose Menschen, die darüber räsonnieren, dass Landbewohner zu viel Auto fahren und über einen Reinfall meinerseits. Alles in allem war es ein gutes Jahr. Eines, das mich beruflich stark gefordert hat, was in diesem Rückblick aber keine Rolle spielt. Vor allem aber war es eines, das mir viel Freude gemacht und viele neue Einblicke beschert hat. Ich habe nette Menschen getroffen, die ich schon lange über Twitter kenne. Ich habe viel schöne Musik gehört und gesungen, ich war viel draußen unterwegs. Ich hatte keine größeren Sorgen. Kleine Auswahl an Lieblingsblogs Außerdem habe ich so manchen Lieblingsblog gelesen. Zum Abschluss möchte ich Euch einige Bloggerkollegen ans Herz legen. Da ist Matthias von redaktion42.com, den ich schon länger von Twitter kenne und mit seiner Frau in Lübeck getroffen habe. Es war ein wunderbarer Abend beim @seewolfDE. Außerdem habe ich Matthias&#8216; Blog schon lange im Feedreader. Da sind Thomas und Melanie vom Reisen-Fotografie-Blog, die mich nicht nur mit vielen Texten und Fotos erfreut, sondern mir auch meine erste Fotobearbeitungs-Challenge beschert haben. Henning Uhle und seine Beobachtungen von der Fensterbank habe ich in diesem Jahr schätzen gelernt. Dann war da noch die für mich coolste Twitter-Aktion des Jahres unter dem Hashtag TetrisChallenge. Streifenwagenbesatzungen, Piloten und andere packen ihre Autos oder ihr Gepäck aus, legen alles sorgfältig sortiert auf den Boden und fotografieren es von oben. Wunderbar kreativ. Mit meinem Lieblingsbild aus dieser Serie, dem russischen Fischer, beende ich meinen Jahresrückblick.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="433" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Augeneu-150x108.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" />
<p>Im Jahr 2019 war ich viel unterwegs, so viel wie schon lange nicht mehr. Es waren keine langen und weiten Reisen, eher Reisehäppchen. Immer dabei natürlich die Kamera. Und deshalb kommt hier der Jahresrückblick 2019 in Bildern &#8211; nicht nur von meinen Reisen. Am Ende gibt es  noch Blogempfehlungen und den kreativsten Twitter-Trend.</p>



<span id="more-10610"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Januar</h2>



<p>Wie immer war es vor Weihnachten zu stressig, so dass ich erst nach dem Jahreswechsel losgelaufen bin, die außergewöhnlich schöne Weihnachtsbeleuchtung in meinem Arbeitsort Eutin zu fotografieren. Dabei hat mir der Schlosshof besonders gut gefallen. Er wurde immer wieder in wechselndes Licht getaucht. Eine tolle Stimmung.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2cE1npi"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/7840/45718715835_c525ef954c_c.jpg" alt="Schlosshof" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Der Innenhof vom Schloss Eutin, bunt angestrahlt bis in den Januar hinein.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Februar</h2>



<p>Ebenfalls beinahe auf den letzten Drücker habe ich die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ausflug-zu-den-trelchen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="TRelche (öffnet in neuem Tab)">TRelche</a> in Travemünde besucht. TRelche setzt sich zusammen aus dem TR für Travemünde und dem Wort Elche. Die beleuchtete Elchfamilie auf der Promenade hat mir gut gefallen, obwohl sie wahrscheinlich nicht künstlerisch wertvoll ist. Aber sie sieht einfach schick aus.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/QY1RhV"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/7891/32139014457_a7fb96552f_c.jpg" alt="#Trelche" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption> Linus, Kalli und Lumi  heißen die bis zu fünf Meter hohen Elchfiguren.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">März</h2>



<p>Im März habe ich einen freien Tag genutzt, endlich mal zum Graswarder in Heiligenhafen zu fahren. Wie es so ist, die Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe des Wohnortes besucht man eher selten. Ich hatte Glück an jenem Spätnachmittag. Es war ein klarer Tag, und die Sonne ging gerade umrahmt von vielen Farben unter. Das Foto von den Häusern auf dem Graswarder ist eines meiner liebsten aus dem Jahr 2019.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/24yVUd4"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/7828/40410407283_700af0e81b_c.jpg" alt="Graswarder im Abendlicht" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Die Häuser auf dem Graswarder stehen direkt am Meer und sind deshalb manchmal vom Hochwasser bedroht.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">April</h2>



<p>Im April ging es mir wie im März. Ich war einfach mal in meiner Gegend unterwegs. Wieder war es ein schöner, sonniger Tag, einer mit langen Schatten. Ich bin ausgiebig durch die Lübecker Altstadt marschiert und habe natürlich fotografiert.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2euPZDG"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/46927556614_1457a2379d_c.jpg" alt="Die Gasse" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Eine Lübecker Altstadtgasse, die wegen ihrer Enge fast immer im Schatten liegen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Mai</h2>



<p>Der Mai ist im Norden die Zeit der Rapsblüte. Da hält es Fotografen nicht zu Hause. Ich habe es endlich geschafft, das <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-schiff-im-raps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Schiff im Raps (öffnet in neuem Tab)">Schiff im Raps</a> zu fotografieren. Und ich hatte das außerordentliche Vergnügen, schöne Pferde samt ihrer Reiterinnen für <a href="https://pyrolim.de/pyropro/genial-fuer-fotos-pferde-im-raps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Fotos in ein Rapsfeld  (öffnet in neuem Tab)">Fotos in ein Rapsfeld </a>schicken zu dürfen. Sehr zu meiner Freude und der der Reiterinnen.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2fU444n"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/47846740711_e79eb1a7cb_c.jpg" alt="Ritt im Raps." width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Andrea Mönningshoff auf ihrem Friesenhengst Jorit im Raps.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Juni</h2>



<p>Im Juni begann die Zeit des Reisens. Erste Station:<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" Goslar und ein bisschen Harz drumherum (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/kaiserpfalz-luchse-und-riesenwindbeutel/" target="_blank"> Goslar und ein bisschen Harz drumherum</a>. Familientreffen mit gemeinsamem Essen und Ausflug. Mittelalter-Kitsch in der Kaiserpfalz, Luchse, Riesen-Windbeutel und schöne Aussichten. Es hat Spaß gemacht. Allerdings war Goslar an diesem Pfingstwochenende sehr voll. Das Städtchen ist ungemein hübsch herausgeputzt, hat viel Sehenswertes zu bieten und ist deshalb oft überlaufen.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2gbUEcz"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48037483351_bb08005e97_c.jpg" alt="Kaiserpfalz Goslar" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Die Kaiserpfalz in Goslar, unser erster Anlaufpunkt in der Stadt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Juli</h2>



<p>Was soll ich vom Juli zeigen? Ich habe in diesem Monat so viel gesehen, so viel erlebt. Ich habe meine schon lange geplante #TourdeMuseum unternommen und viele Museen besucht, die ich schon immer mal in Ruhe anschauen wollte. Das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Nussbaum-Haus (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/tourdemuseum-felix-nussbaum-und-felka-platek/" target="_blank">Nussbaum-Haus</a> in Osnabrück, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Schloss Nordkirchen (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/tourdemuseum-nordkirchen-das-lieblingsschloss/" target="_blank">Schloss Nordkirchen</a>, das Versailles Westfalens, das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Schokoladenmuseum (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/tourdemuseum-das-schokoladenmuseum/" target="_blank">Schokoladenmuseum</a> und das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Museum Ludwig (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/tourdemuseum-das-museum-ludwig-in-koeln/" target="_blank">Museum Ludwig</a> in Köln, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Schloss Drachenburg in Königswinter (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/tourdemuseum-augustusburg-nibelungenhalle-und-drachenburg/" target="_blank">Schloss Drachenburg in Königswinter</a> und die Nibelungenhalle. In Köln bin ich unversehens in die Parade zum <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Christopher-Street-Day (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/mittendrin-und-voll-dabei-der-csd-in-koeln/" target="_blank">Christopher-Street-Day</a> geraten, die mir viele, viele schöne Fotos und Begegnungen verschafft hat. Was soll sich also hier zeigen? Museum oder Christopher-Street-Day? Warum nicht beides.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2guizEL"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48234336116_ac2b1fc46e_c.jpg" alt="Museum Ludwig in Köln" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Das Museum Ludwig, mein Lieblingsmuseum. Lebte ich in Köln, hätte ich eine Dauerkarte.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2gtn3Y3"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48223696786_5690442db7_c.jpg" alt="Christopher-Street-Day" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Eines der vielen Fotos vom Christopher-Street-Day, auch eines meiner Liebelingsbilder des Jahres.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">August</h2>



<p>Der August war vollgepackt mit schönen Erlebnissen. Ich habe <a href="https://pyrolim.de/pyropro/handgedrechselter-fueller-ein-geschenk-an-mich-selbst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Wolfgang Jansen (öffnet in neuem Tab)">Wolfgang Jansen</a> getroffen, den Drechsler, der so schöne Stifte macht. Ich hatte die seltene Gelegenheit, im völlig verfallenen Lübecker Schlachthof zu fotografieren. Und ich bin wieder mal gereist, diesmal in meine <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/fremde-heimat-besuch-in-einer-sterbenden-kleinstadt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Heimatstadt Bad Gandersheim (öffnet in neuem Tab)">Heimatstadt Bad Gandersheim</a> zur <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fuerbitte-zur-diamantenen-hochzeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Diamantenen Hochzeit (öffnet in neuem Tab)">Diamantenen Hochzeit</a> meiner Eltern. Es war ein wunderschönes Fest mit Gottesdienst und gemeinsamem Essen.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2hbh2WE"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48686694118_4c15ab7881_c.jpg" alt="Der alte Schlachthof" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Der Lübecker Schlachthof ist seit vielen Jahren außer Betrieb und wird demnächst abgerissen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">September</h2>



<p>Und schon wieder eine Fahrt nach Bad Gandersheim, diesmal zum <a rel="noreferrer noopener" aria-label="40-jährigen Abiturtreffen (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/klassentreffen-oder-ein-abend-mit-unbekannten-leuten/" target="_blank">40-jährigen Abiturtreffen</a>. Unglaublich, wie lange ich schon die Schule hinter mir gelassen habe. Davon abgesehen war der Monat geprägt von viel Arbeit und von einigen netten Fotogelegenheiten. Ihr solltet mal mit einer Kamera auf einen Recyclingshof gehen, es lohnt sich.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2hmx1uE"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48802780886_a0c2330a80_c.jpg" alt="Neonröhren - ausgemustert" width="800" height="475" /></a>
</div><figcaption>Neonröhren im Regen, gestapelt, um fachgerecht entsorgt zu werden.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Oktober</h2>



<p>Noch eine Reise: Diesmal mit meinem Vater <a href="https://pyrolim.de/pyropro/cossebaude-gohlis-schellerhau-langhennersdorf-vier-tage-in-sachsen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="auf den Spuren seiner Kindheit und Jugend (öffnet in neuem Tab)">auf den Spuren seiner Kindheit und Jugend</a> in Dresden, seinen Ortsteilen Cossebaude und Gohlis, in Schellerhau im Erzgebirge und in Langhennersdorf. Ich habe die Gelegenheit genutzt, ins Museum zu gehen. Die Zeit reichte für die Gemäldegalerie alter Meister, wo ich gelernt habe, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Handyfotografen zu hassen (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/erlebt/alte-meister-wie-ich-lernte-die-fotografie-zu-hassen/" target="_blank">Handyfotografen zu hassen</a>, und fürs <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Grüne Gewölbe (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/das-residenzschloss-in-dresden-eines-der-tollsten-museen/" target="_blank">Grüne Gewölbe</a>. Wenige Wochen später machte es wegen eines spektakulären Kunstdiebstahls Schlagzeilen. Im Grünen Gewölbe ist eines der weiteren Lieblingsfotos von mir in diesem Jahr entstanden.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2hzqtnd"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/48948619946_2e1e6b8d44_c.jpg" alt="Museum Residenzschloss Dresden" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Nur schön  und zum täglichen Gebrauch völlig ungeeignet: eine Trinkschale im Grünen Gewölbe.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">November</h2>



<p>Einfach nur zu Hause geblieben und den wunderbaren Spätherbst genossen. Der goldene Oktober strahlte noch bis Anfang November aus. Gelegenheit für lange Spaziergänge und schöne Fotos, mal wieder von den Pferden. Daneben habe ich mich im November hier auf dem Blog in die überall angesprochene Frage der <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-zwei-seiten-der-meinungsfreiheit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Meinungsfreiheit (öffnet in neuem Tab)">Meinungsfreiheit</a> eingemischt und über <a href="https://pyrolim.de/pyropro/schuhe-zu-schoen-zum-wegwerfen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="schöne Schuhe (öffnet in neuem Tab)">schöne Schuhe</a> nachgedacht.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2hHL4FP"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/49042974497_538e802624_c.jpg" alt="Goldener November" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption>Der November bescherte uns schöne Herbsttage, was nicht nur Hund und Pferde freute.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Dezember</h2>



<p>Wieder Weihnachtsbeleuchtung in der Lichterstadt Eutin. Diesmal mit viel Rot in den Fenstern des Rathauses und darüber gestäubten Sternen aus Licht. Geärgert habe ich mich auch, sogar mehrmals: über den <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Bettelbrief von Flickr (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/flickr-schickt-bettenbrief-warum-mir-das-schlaflose-naechte-macht/" target="_blank">Bettelbrief von Flickr</a>, über gedankenlose Menschen, die darüber räsonnieren, dass <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Landbewohner zu viel Auto fahren (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/schoener-spalten-wenn-staedter-auf-dorfkartoffeln-eindreschen/" target="_blank">Landbewohner zu viel Auto fahren</a> und über einen <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/reingefallen-linkschleuder-hat-mich-am-ego-gepackt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Reinfall meinerseits (öffnet in neuem Tab)">Reinfall meinerseits</a>.</p>



<figure class="wp-block-embed-flickr wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2i5c25X"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/49274173467_8f5f5a92cc_c.jpg" alt="Lichterstadt Eutin" width="800" height="556" /></a>
</div><figcaption>Rotlichtbezirk Rathaus: Die Lichterstadt Eutin stellte dieses Jahr viel rotes Licht in die Fenster der Verwaltung.</figcaption></figure>



<p>Alles in allem war es ein gutes Jahr. Eines, das mich beruflich stark gefordert hat, was in diesem  Rückblick aber keine Rolle spielt. Vor allem aber war es eines, das mir viel Freude gemacht und viele neue Einblicke beschert hat. Ich habe nette Menschen getroffen, die ich schon lange über Twitter kenne. Ich habe viel schöne Musik gehört und gesungen, ich war viel draußen unterwegs. Ich hatte keine größeren Sorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kleine Auswahl an Lieblingsblogs</h2>



<p>Außerdem habe ich so manchen Lieblingsblog gelesen. Zum Abschluss möchte ich Euch einige Bloggerkollegen ans Herz legen. Da ist Matthias von<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" redaktion42.com (öffnet in neuem Tab)" href="https://redaktion42.com/" target="_blank"> redaktion42.com</a>, den ich schon länger von Twitter kenne und mit seiner Frau in Lübeck getroffen habe. Es war ein <a rel="noreferrer noopener" aria-label="wunderbarer Abend (öffnet in neuem Tab)" href="https://redaktion42.com/2019/09/04/restauranttipp-dank-twitter-seewolf-in-luebeck/" target="_blank">wunderbarer Abend</a> beim <a rel="noreferrer noopener" aria-label="@seewolfDE (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/seewolfDE" target="_blank">@seewolfDE</a>. Außerdem habe ich Matthias&#8216; Blog schon lange im Feedreader. Da sind Thomas und Melanie vom <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Reisen-Fotografie-Blog (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.reisen-fotografie.de/" target="_blank">Reisen-Fotografie-Blog</a>, die mich nicht nur mit vielen Texten und Fotos erfreut, sondern mir auch meine erste <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fotobearbeitung-meine-erste-challenge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Fotobearbeitungs-Challenge (öffnet in neuem Tab)">Fotobearbeitungs-Challenge</a> beschert haben. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Henning Uhle und seine Beobachtungen von der Fensterbank (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.henning-uhle.eu/" target="_blank">Henning Uhle und seine Beobachtungen von der Fensterbank</a> habe ich in diesem Jahr schätzen gelernt. </p>



<p>Dann war da noch die für mich coolste Twitter-Aktion des Jahres unter dem Hashtag <a rel="noreferrer noopener" aria-label="TetrisChallenge (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/hashtag/TetrisChallenge?src=hashtag_click&amp;f=live" target="_blank">TetrisChallenge</a>. Streifenwagenbesatzungen, Piloten und andere packen ihre Autos oder ihr Gepäck aus, legen alles sorgfältig sortiert auf den Boden und fotografieren es von oben. Wunderbar kreativ. Mit meinem Lieblingsbild aus dieser Serie, dem russischen Fischer, beende ich meinen Jahresrückblick.</p>



<p> </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="in" dir="ltr">Russian fisherman <a href="https://twitter.com/hashtag/TetrisChallenge?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TetrisChallenge</a> <a href="https://t.co/PaC5BrwVFX">pic.twitter.com/PaC5BrwVFX</a></p>&mdash; Russian Soul (@officialrus1) <a href="https://twitter.com/officialrus1/status/1179384828443140101?ref_src=twsrc%5Etfw">October 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>
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		<title>Ich war noch niemals in &#8211; ja wo denn?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 16:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1000" height="471" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2.png" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Betonsanierung im Faulturm" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2.png 1000w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2-300x141.png 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p>Gerade habe ich in Jan Weilers &#8222;Buch der 39 Kostbarkeiten&#8220; einen Text gelesen, in dem es darum ging, was er noch nie in seinem Leben getan oder erlebt hat. Zum Beispiel hat er laut seinem Text noch nie eine Fliege getragen. Während des Lesens habe ich darüber nachgedacht, was ich eigentlich in meinem Leben noch nie erlebt oder gemacht habe. Da musste ich lange nachdenken, und so richtig viel ist dabei nicht herausgekommen. Immerhin: Ich war noch niemals in New York. Und sonst? Die &#8222;Partitur des Lebens&#8220;, auch das ein Ausdruck, den ich gerade erst gelesen habe, ist bei mir reich bestückt. Erstens, weil ich schon ein paar Lenze auf dem Buckel habe. Zweitens, weil meine Eltern ihren Kindern möglichst viele Facetten der Welt gezeigt haben: Kultur, Natur, Sport. Drittens, weil ich auf einem Gymnasium war, das Wert darauf legte, den Schülern eine umfassende Bildung zu vermitteln, was den Lehrern auch ganz gut gelungen ist. Und viertens, und das ist wohl das größte Geschenk, weil ich als Journalistin einen Beruf habe, der einem viele Einblicke gewährt und einen an Orte führt, an die normale Menschen nicht kommen. Oder habt ihr schon mal einen Blick in das Innere eine Faulturmes (Foto oben) geworfen. Ich schon, der war leer und bekam gerade von innen einen neuen Anstrich. Ich habe also sehr, sehr viel in meinem Leben erlebt. Dafür bin ich dankbar. Aber was fehlt mir noch in meinem Erfahrungsschatz? Hmm, nach einigem Hin- und Herdenken fiel es mir ein. Ich war noch nie in einem Fußballstadion. Oder vielleicht doch? Ja, war ich, im August 1992, als in Rostock-Lichtenhagen der Mob tobte und ich im Schlepptau der Polizei dabei war. Das war in diesen Zeiten, in denen es noch keine Handys gab, ich aber dringend mit meiner Redaktion telefonieren musste. Und wo gab es das einzige zugängliche Telefon, abgesehen von Telefonzellen? Im Hansastadion. Für zehn Mark Pfand und unter Vorlage eines Presseausweises konnte man sich dort eines ausleihen und es unter dem Sitz auf der Pressetribüne in eine Telefonbuchse stecken. Also habe ich kurz die Redaktion angerufen und das Telefon schon vor dem Anpfiff des Spiels wieder zurückgebracht. Ich war also schon einmal in einem Fußballstadion, aber ich habe dort noch nie ein Spiel gesehen. Also weiter in der Erinnerung gegraben. Was habe ich noch nie gemacht? Wo bin ich noch nie gewesen? Ich bin noch niemals Motorrad gefahren. Selber. Mitgefahren bin ich nur ein einziges Mal als Schülerin bei einem Freund. So viel Angst habe ich nie zuvor in meinem Leben gehabt, dabei ist er ganz vorsichtig gefahren. Was noch? Da muss ich lange nachdenken. Ich war tatsächlich noch nie auf einem Pop- oder Rockkonzert. Noch nie? Doch einmal, in der Kieler Ostseehalle, bei Harry Belafonte, dienstlich. Aber privat? Nein, noch nie. Und ich war noch nie auf einem Open-air-Festival. Ehrlich gesagt, verspüre ich auch nicht allzu viel Lust dazu. Sonst fällt mir nichts mehr ein, was ich noch nie erlebt habe. Falls mir doch noch eine Eingebung kommt, trage ich sie gerne nach. Ach ja, ich war noch nie in München und noch nie im Deutschen Museum. Ich war noch nie in Leipzig, obwohl ich da gerne mal hin möchte. Das nehme ich bestimmt demnächst in Angriff. Und ihr, was habt ihr noch nie getan oder erlebt und möchtet es gern einmal machen? Welche Träume wollt ihr euch noch erfüllen oder welche Erfahrung fehlt in eurer Partitur des Lebens? Ich freue mich über eure Kommentare.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ich-war-noch-nie/">Ich war noch niemals in &#8211; ja wo denn?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1000" height="471" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2.png" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Betonsanierung im Faulturm" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2.png 1000w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie2-300x141.png 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p>Gerade habe ich in Jan Weilers <a href="http://www.janweiler.de/start/index.php?whereami=KAUFEN%2FB%C3%BCcher%2F_Das+Buch+der+39+Kostbarkeiten&amp;language=d" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Buch der 39 Kostbarkeiten&#8220;</a> einen Text gelesen, in dem es darum ging, was er noch nie in seinem Leben getan oder erlebt hat. Zum Beispiel hat er laut seinem Text noch nie eine Fliege getragen. Während des Lesens habe ich darüber nachgedacht, was ich eigentlich in meinem Leben noch nie erlebt oder gemacht habe. Da musste ich lange nachdenken, und so richtig viel ist dabei nicht herausgekommen. Immerhin: Ich war noch niemals in New York. Und sonst?</p>
<p><span id="more-2294"></span></p>
<p>Die &#8222;Partitur des Lebens&#8220;, auch das ein Ausdruck, den ich gerade erst gelesen habe, ist bei mir reich bestückt. Erstens, weil ich schon ein paar Lenze auf dem Buckel habe. Zweitens, weil meine Eltern ihren Kindern möglichst viele Facetten der Welt gezeigt haben: Kultur, Natur, Sport. Drittens, weil ich auf einem Gymnasium war, das Wert darauf legte, den Schülern eine umfassende Bildung zu vermitteln, was den Lehrern auch ganz gut gelungen ist. Und viertens, und das ist wohl das größte Geschenk, weil ich als Journalistin einen Beruf habe, der einem viele Einblicke gewährt und einen an Orte führt, an die normale Menschen nicht kommen. Oder habt ihr schon mal einen Blick in das Innere eine Faulturmes (Foto oben) geworfen. Ich schon, der war leer und bekam gerade von innen einen neuen Anstrich.</p>
<p><figure id="attachment_10337" aria-describedby="caption-attachment-10337" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10337 size-full" title="nie1" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie1.png" alt="" width="1000" height="741" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie1.png 1000w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie1-150x111.png 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/nie1-768x569.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10337" class="wp-caption-text">Blick durch das Mannloch ins Innere eines Faulturmes</figcaption></figure></p>
<p>Ich habe also sehr, sehr viel in meinem Leben erlebt. Dafür bin ich dankbar. Aber was fehlt mir noch in meinem Erfahrungsschatz? Hmm, nach einigem Hin- und Herdenken fiel es mir ein. Ich war noch nie in einem Fußballstadion. Oder vielleicht doch? Ja, war ich, im August 1992, als in Rostock-Lichtenhagen der Mob tobte und ich im Schlepptau der Polizei dabei war. Das war in diesen Zeiten, in denen es noch keine Handys gab, ich aber dringend mit meiner Redaktion telefonieren musste. Und wo gab es das einzige zugängliche Telefon, abgesehen von Telefonzellen? Im Hansastadion. Für zehn Mark Pfand und unter Vorlage eines Presseausweises konnte man sich dort eines ausleihen und es unter dem Sitz auf der Pressetribüne in eine Telefonbuchse stecken. Also habe ich kurz die Redaktion angerufen und das Telefon schon vor dem Anpfiff des Spiels wieder zurückgebracht. Ich war also schon einmal in einem Fußballstadion, aber ich habe dort noch nie ein Spiel gesehen.</p>
<p>Also weiter in der Erinnerung gegraben. Was habe ich noch nie gemacht? Wo bin ich noch nie gewesen? Ich bin noch niemals Motorrad gefahren. Selber. Mitgefahren bin ich nur ein einziges Mal als Schülerin bei einem Freund. So viel Angst habe ich nie zuvor in meinem Leben gehabt, dabei ist er ganz vorsichtig gefahren.</p>
<p>Was noch? Da muss ich lange nachdenken. Ich war tatsächlich noch nie auf einem Pop- oder Rockkonzert. Noch nie? Doch einmal, in der Kieler Ostseehalle, bei Harry Belafonte, dienstlich. Aber privat? Nein, noch nie. Und ich war noch nie auf einem Open-air-Festival. Ehrlich gesagt, verspüre ich auch nicht allzu viel Lust dazu. Sonst fällt mir nichts mehr ein, was ich noch nie erlebt habe. Falls mir doch noch eine Eingebung kommt, trage ich sie gerne nach. Ach ja, ich war noch nie in München und noch nie im Deutschen Museum. Ich war noch nie in Leipzig, obwohl ich da gerne mal hin möchte. Das nehme ich bestimmt demnächst in Angriff.</p>
<p>Und ihr, was habt ihr noch nie getan oder erlebt und möchtet es gern einmal machen? Welche Träume wollt ihr euch noch erfüllen oder welche Erfahrung fehlt in eurer Partitur des Lebens? Ich freue mich über eure Kommentare.</p>
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		<title>Entdeckungsreise im Hotelzimmer</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/entdeckungsreise-im-hotelzimmer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 14:01:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[genervt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was . . . suchen. Das Übernachten in fremder Leute Zimmer, im Falle des Reisens sind Hotelzimmer gemeint, stellt ungeahnte Anforderungen an die Findigkeit. Nach dem Einchecken oder später am Abend hat der Kurzzeit-Mieter in seinem neuen Domizil etwas zu suchen. Wenn denn das Licht dafür ausreicht. Den Schalter für die Deckenbeleuchtung anzusteuern, ist ja noch kein wirkliches Problem. Wer es sich allerdings nach einem Tag voller Besichtigungen oder stundenlangen Wanderns kuschelig im Bett bequem machen und bei nicht minder kuscheligem Licht einen spannenden Krimi lesen möchte, der muss erst einmal nach dem Knopf für die Nachttischlampe fahnden. Mit findigen Fingern die Schnur entlanggefahren &#8211; kein Schalter da. Den Lampenfuß abgetastet, nichts. Auf dem Fußboden herumgekrochen, ebenfalls nichts. Also den Krimi in die Ecke gefeuert, das große Licht gelöscht und sich im Dunkeln in Richtung Bett getastet. Des Rätsels Lösung, erklärt vom Hotelpersonal am nächsten Morgen: Der Schalter steckt ganz versteckt knapp unterhalb der Glühbirnenfassung. Andere Herausforderungen sind im Badezimmer zu bewältigen. Jüngst habe ich versucht, eine Überschwemmung zu vermeiden, bin aber fast daran gescheitert. Wo, um Himmels Willen, ist der Dreh- oder Zugknopf, um den Abfluss im Waschbecken zu öffnen? Keine Spur davon. Also unters Waschbecken gekrabbelt, dort auf der Rückseite des Abflussknies herumgefingert, aber nichts gefunden. Erst der Zufall half weiter: Es handelte sich um einen Drehverschluss, ein einfacher Druck auf die richtige Seite der Edelmetallscheibe hilft, das Wasser zum Abfließen zu bringen. Und noch eine oft gemachte Erfahrung: Jede Dusche birgt ein Geheimnis. Drehen, ziehen, drücken? Wie will die Armatur behandelt werden, um endlich warmes Wasser abzugeben? Kryptische Zeichen, eingraviert oder aufgemalt, helfen nur selten weiter. Erschwert wird mir die Sache noch durch extreme Kurzsichtigkeit. Wer steigt schon mit Brille unter die Dusche? Wer den Schauer endlich über sich gebracht hat, darf weiter fahnden. Wo ist der Föhn? In angelsächsisch geprägten Ländern garantiert nicht im Bad. Im Schreibtisch? Im Nachttisch? Im Kleiderschrank? Offen herumliegend oder in einem Säckchen oder gar einer Schachtel verpackt? Im schlimmsten Fall ist er erst gefunden, wenn die Haare längst trocken, aber alles andere als frisiert sind. Es ist halt ein ausgesuchtes Vergnügen, verreisen zu dürfen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/entdeckungsreise-im-hotelzimmer/">Entdeckungsreise im Hotelzimmer</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was . . . suchen. Das Übernachten in fremder Leute Zimmer, im Falle des Reisens sind Hotelzimmer gemeint, stellt ungeahnte Anforderungen an die Findigkeit. Nach dem Einchecken oder später am Abend hat der Kurzzeit-Mieter in seinem neuen Domizil etwas zu suchen.<br />
<span id="more-1183"></span><br />
Wenn denn das Licht dafür ausreicht. Den Schalter für die Deckenbeleuchtung anzusteuern, ist ja noch kein wirkliches Problem. Wer es sich allerdings nach einem Tag voller Besichtigungen oder stundenlangen Wanderns kuschelig im Bett bequem machen und bei nicht minder kuscheligem Licht einen spannenden Krimi lesen möchte, der muss erst einmal nach dem Knopf für die Nachttischlampe fahnden. Mit findigen Fingern die Schnur entlanggefahren &#8211; kein Schalter da. Den Lampenfuß abgetastet, nichts. Auf dem Fußboden herumgekrochen, ebenfalls nichts. Also den Krimi in die Ecke gefeuert, das große Licht gelöscht und sich im Dunkeln in Richtung Bett getastet. Des Rätsels Lösung, erklärt vom Hotelpersonal am nächsten Morgen: Der Schalter steckt ganz versteckt knapp unterhalb der Glühbirnenfassung.</p>
<p>Andere Herausforderungen sind im Badezimmer zu bewältigen. Jüngst habe ich versucht, eine Überschwemmung zu vermeiden, bin aber fast daran gescheitert. Wo, um Himmels Willen, ist der Dreh- oder Zugknopf, um den Abfluss im Waschbecken zu öffnen? Keine Spur davon. Also unters Waschbecken gekrabbelt, dort auf der Rückseite des Abflussknies herumgefingert, aber nichts gefunden. Erst der Zufall half weiter: Es handelte sich um einen Drehverschluss, ein einfacher Druck auf die richtige Seite der Edelmetallscheibe hilft, das Wasser zum Abfließen zu bringen.</p>
<p>Und noch eine oft gemachte Erfahrung: Jede Dusche birgt ein Geheimnis. Drehen, ziehen, drücken? Wie will die Armatur behandelt werden, um endlich warmes Wasser abzugeben? Kryptische Zeichen, eingraviert oder aufgemalt, helfen nur selten weiter. Erschwert wird mir die Sache noch durch extreme Kurzsichtigkeit. Wer steigt schon mit Brille unter die Dusche?</p>
<p>Wer den Schauer endlich über sich gebracht hat, darf weiter fahnden. Wo ist der Föhn? In angelsächsisch geprägten Ländern garantiert nicht im Bad. Im Schreibtisch? Im Nachttisch? Im Kleiderschrank? Offen herumliegend oder in einem Säckchen oder gar einer Schachtel verpackt? Im schlimmsten Fall ist er erst gefunden, wenn die Haare längst trocken, aber alles andere als frisiert sind. Es ist halt ein ausgesuchtes Vergnügen, verreisen zu dürfen.</p>
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		<title>Reisegruppen &#8211; die schrägsten Typen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 17:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Chaoten]]></category>
		<category><![CDATA[Genießer]]></category>
		<category><![CDATA[Reisegruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Typen]]></category>
		<category><![CDATA[Weinkenner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal sind sie bunt zusammen gewürfelt, manchmal sind nur Leute dabei, die sich schon lange kennen. Reisegruppen können mal so, mal so zusammengesetzt sein. Ich erlebe sie vor allem bei Pressereisen, da kommen Kollegen zusammen, die sich vorher nicht kennen, aber nun ein paar Tage gemeinsam verbringen wollen, können, müssen. Meine Beobachtung: Es gibt immer dieselben Typen in Reisegruppen. Eine Erfahrung, die sich auch bei Chorreisen bestätigt hat. Hier sind meine nervigsten Reisegruppen-Typen: Der Hilfslose: Wahlweise Mann oder Frau. Sobald er in der Gruppe angekommen ist, lässt er sich in sie hineinfallen. Wann treffen wir uns morgen früh? Vergessen, er ist nicht da, hat die Zeit verpeilt. Wir brauchen jetzt den Reisepass. Ja, wo ist er denn? Der Typ hat nichts zu trinken dabei, während die Sonne vom Himmel brennt, oder die Batterien seiner Kamera sind leer und Ersatz ist in seiner Tasche nicht zu finden. Nach ein oder zwei solchen Erlebnissen beginnt die ganze Gruppe, stets für den Hilflosen mitzudenken. Und er lässt es sich gern gefallen. Irgendjemand nimmt ihn immer bei der Hand, damit er nicht verloren geht, alles dabei hat, was gerade benötigt wird, und pünktlich am Treffpunkt ist. Allmählich fragt man sich, wie er es alleine zum Abreiseort geschafft hat. Und nach der Rückkehr überlegt man sich auf dem Flughafen, wenn alles auseinander strömt, ob er wohl heil wieder nach Hause kommt. Was dann keiner mehr sieht: Der Hilflose ist durchaus lebenstüchtig, wenn es sein muss. Aber es ist doch so schön, die anderen für sich mitdenken zu lassen. Die Übermutter: Eine vorwiegend weibliche Spezies. Sie sucht &#8211; und findet &#8211; schnell Opfer, denen sie in jeder Lebenslage zur Hand gehen kann. Sie bemuttert jeden, der bei drei nicht auf dem Baum ist. In ihrer riesigen Handtasche verwahrt sie Medikamente für jedes Wehwehchen, sie ist stets mit einem ordentlichen Vorrat an Mineralwasser und guten Ratschlägen ausgestattet und versucht vehement, lebenstüchtige Erwachsene zu hilflosen Kindern zu degradieren. Am besten kommt man mit diesem Typ zurecht, wenn man die Übermutter mit dem Hilflosen zusammen spannt. Und wehe den anderen, wenn einer von diesen beiden in einer Gruppe fehlt. Entweder beide oder keinen. Kennichschon-warichschon-habichschon: Eine sehr unangenehme Spezies, überwiegend in männlicher Form anzutreffen. Typen, die alles, aber auch wirklich alles wissen und können, und das auch noch besser. Egal, was das Programm bietet, der Kennichschon hat das alles bereit gesehen, und an dieses frühere Erlebnis kann das gerade gebotene nun gar nicht heranreichen. Das macht er auch immer wieder deutlich, gern mit den Worten, die ihn beschreiben: Kenne ich schon, da war ich schon, das habe ich schon. Der Genießer: Auch diese Spezies ist in beiden Geschlechtern zu finden. Sie pflegt die überfeine Lebensart bis hin zur Karikatur. Der Genießer hat den größten Koffer im Schlepptau, schließlich verlangt das abendliche Dinner Anzug und Krawatte mit passenden Schuhen, Manschettenknöpfen oder aber das kleine Schwarze, gern mit Perlenkette. Während der Rest der Gruppe noch mit Jeans und Windjacke auf Besichtigungstour ist, zieht sich der Genießer vorzeitig ins Hotel zurück, um sich auf den Abend einzustimmen. Beim Essen wird der Wein mit Kennermiene im Mund herumgegurgelt, das Fleisch in Ministreifen seziert und mit verzückt nach oben gedrehten Augen und abgespreiztem Zeigefinger zum Munde geführt. Sollte jemand bei Tisch den Fotoapparat zücken, wird er mit erhobenem Zeigefinger zur Ordnung gewiesen: Jetzt nicht, das zerstört die ganze Stimmung. Lieber schwärmt der Genießer stattdessen von seinem Landsitz in Frankreich. Wer genauer hinhört, entdeckt aber schnell Löcher in seinen Geschichten. Diesem Typ habe ich bereits eine Glosse gewidmet: In Vino Wichtigkeit Der Chaot: Verwandt mit dem Hilflosen, aber im Gegensatz zu diesem nicht auf Hilfe angewiesen. Er kriegt immer gerade noch die Kurve, wenn auch spät. Und das ist wörtlich zu nehmen. Während alle anderen beim Frühstück sitzen, dreht sich der Chaot noch einmal im Bett um, um dann mit nassen Haaren, unrasiert, aber mit einem Kaffeebecher in der Hand doch noch rechtzeitig beim Treffpunkt zu sein. Ähnlich ist es, wenn es zurück zur Unterkunft geht. Während alle schon im Bus sitzen, entdeckt der Chaot noch ein schönes Fotomotiv, um dann durch die sich schließenden Türen zu hasten. Meistens mit einem jungenhaften Grinsen auf dem Gesicht. Alles gut! Die Extrawurst: Madame hat immer etwas zu meckern und braucht immer eine Extrawurst. Im Bus muss sie ganz vorne sitzen, im Hotel muss es unbedingt Antiallergiker-Bettzeug sein, und an der Organisation hat sie &#8211; manchmal ist es auch ein er &#8211; ständig etwas zu bemäkeln. Sie kann wegen angeblicher und wirklicher gesundheitlicher Einschränkungen die Hälfte des Programms nicht mitmachen. Schon am Flughafen sondert sich die Bestellerin der Extrawurst von der Gruppe ab, ohne sich richtig abzumelden. Sie checkt ein, bevor der Rest der Gruppe da ist, so dass recherchiert werden muss, ob sie schon an Bord ist oder noch fehlt. Gilt es im Beisein der Gruppe das Gepäck umzupacken, macht sie das in aller Seelenruhe drei Mal neu, obwohl alle anderen drumherumstehen, schon fertig sind und ungeduldig von einem Fuß auf den anderen treten. Gerne meckert die Dame auch über das Gastland, möglichst laut und so, dass alle es hören können. Überhaupt ist alles nicht richtig, wird auf ihre Bedürfnisse keine Rücksicht genommen. Ihr Genörgel ist so nervtötend, dass alle anderen die Augen verdrehen, wenn sie nur den Mund aufmacht. Gut, dass ab und zu doch mal jemandem der Kragen platzt. Das ist allerdings ein neuer Grund der Dame, beleidigt zu sein. Völlig verkannt fühlt sie sich.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal sind sie bunt zusammen gewürfelt, manchmal sind nur Leute dabei, die sich schon lange kennen. Reisegruppen können mal so, mal so zusammengesetzt sein. Ich erlebe sie vor allem bei Pressereisen, da kommen Kollegen zusammen, die sich vorher nicht kennen, aber nun ein paar Tage gemeinsam verbringen wollen, können, müssen. Meine Beobachtung: Es gibt immer dieselben Typen in Reisegruppen. Eine Erfahrung, die sich auch bei Chorreisen bestätigt hat. Hier sind meine nervigsten Reisegruppen-Typen:<br />
<span id="more-947"></span></p>
<h2>Der Hilfslose:</h2>
<p>Wahlweise Mann oder Frau. Sobald er in der Gruppe angekommen ist, lässt er sich in sie hineinfallen. Wann treffen wir uns morgen früh? Vergessen, er ist nicht da, hat die Zeit verpeilt. Wir brauchen jetzt den Reisepass. Ja, wo ist er denn? Der Typ hat nichts zu trinken dabei, während die Sonne vom Himmel brennt, oder die Batterien seiner Kamera sind leer und Ersatz ist in seiner Tasche nicht zu finden. Nach ein oder zwei solchen Erlebnissen beginnt die ganze Gruppe, stets für den Hilflosen mitzudenken. Und er lässt es sich gern gefallen. Irgendjemand nimmt ihn immer bei der Hand, damit er nicht verloren geht, alles dabei hat, was gerade benötigt wird, und pünktlich am Treffpunkt ist. Allmählich fragt man sich, wie er es alleine zum Abreiseort geschafft hat. Und nach der Rückkehr überlegt man sich auf dem Flughafen, wenn alles auseinander strömt, ob er wohl heil wieder nach Hause kommt. Was dann keiner mehr sieht: Der Hilflose ist durchaus lebenstüchtig, wenn es sein muss. Aber es ist doch so schön, die anderen für sich mitdenken zu lassen.</p>
<h2>Die Übermutter:</h2>
<p>Eine vorwiegend weibliche Spezies. Sie sucht &#8211; und findet &#8211; schnell Opfer, denen sie in jeder Lebenslage zur Hand gehen kann. Sie bemuttert jeden, der bei drei nicht auf dem Baum ist. In ihrer riesigen Handtasche verwahrt sie Medikamente für jedes Wehwehchen, sie ist stets mit einem ordentlichen Vorrat an Mineralwasser und guten Ratschlägen ausgestattet und versucht vehement, lebenstüchtige Erwachsene zu hilflosen Kindern zu degradieren. Am besten kommt man mit diesem Typ zurecht, wenn man die Übermutter mit dem Hilflosen zusammen spannt. Und wehe den anderen, wenn einer von diesen beiden in einer Gruppe fehlt. Entweder beide oder keinen.</p>
<h2>Kennichschon-warichschon-habichschon:</h2>
<p>Eine sehr unangenehme Spezies, überwiegend in männlicher Form anzutreffen. Typen, die alles, aber auch wirklich alles wissen und können, und das auch noch besser. Egal, was das Programm bietet, der Kennichschon hat das alles bereit gesehen, und an dieses frühere Erlebnis kann das gerade gebotene nun gar nicht heranreichen. Das macht er auch immer wieder deutlich, gern mit den Worten, die ihn beschreiben: Kenne ich schon, da war ich schon, das habe ich schon.</p>
<h2>Der Genießer:</h2>
<p>Auch diese Spezies ist in beiden Geschlechtern zu finden. Sie pflegt die überfeine Lebensart bis hin zur Karikatur. Der Genießer hat den größten Koffer im Schlepptau, schließlich verlangt das abendliche Dinner Anzug und Krawatte mit passenden Schuhen, Manschettenknöpfen oder aber das kleine Schwarze, gern mit Perlenkette. Während der Rest der Gruppe noch mit Jeans und Windjacke auf Besichtigungstour ist, zieht sich der Genießer vorzeitig ins Hotel zurück, um sich auf den Abend einzustimmen. Beim Essen wird der Wein mit Kennermiene im Mund herumgegurgelt, das Fleisch in Ministreifen seziert und mit verzückt nach oben gedrehten Augen und abgespreiztem Zeigefinger zum Munde geführt. Sollte jemand bei Tisch den Fotoapparat zücken, wird er mit erhobenem Zeigefinger zur Ordnung gewiesen: Jetzt nicht, das zerstört die ganze Stimmung. Lieber schwärmt der Genießer stattdessen von seinem Landsitz in Frankreich. Wer genauer hinhört, entdeckt aber schnell Löcher in seinen Geschichten.<br />
Diesem Typ habe ich bereits eine Glosse gewidmet:</p>
<p><a title="In Vino Wichtigkeit" href="http://wp.me/p1J2oJ-fg" target="_blank">In Vino Wichtigkeit</a></p>
<h2>Der Chaot:</h2>
<p>Verwandt mit dem Hilflosen, aber im Gegensatz zu diesem nicht auf Hilfe angewiesen. Er kriegt immer gerade noch die Kurve, wenn auch spät. Und das ist wörtlich zu nehmen. Während alle anderen beim Frühstück sitzen, dreht sich der Chaot noch einmal im Bett um, um dann mit nassen Haaren, unrasiert, aber mit einem Kaffeebecher in der Hand doch noch rechtzeitig beim Treffpunkt zu sein. Ähnlich ist es, wenn es zurück zur Unterkunft geht. Während alle schon im Bus sitzen, entdeckt der Chaot noch ein schönes Fotomotiv, um dann durch die sich schließenden Türen zu hasten. Meistens mit einem jungenhaften Grinsen auf dem Gesicht. Alles gut!</p>
<h2>Die Extrawurst:</h2>
<p>Madame hat immer etwas zu meckern und braucht immer eine Extrawurst. Im Bus muss sie ganz vorne sitzen, im Hotel muss es unbedingt Antiallergiker-Bettzeug sein, und an der Organisation hat sie &#8211; manchmal ist es auch ein er &#8211; ständig etwas zu bemäkeln. Sie kann wegen angeblicher und wirklicher gesundheitlicher Einschränkungen die Hälfte des Programms nicht mitmachen. Schon am Flughafen sondert sich die Bestellerin der Extrawurst von der Gruppe ab, ohne sich richtig abzumelden. Sie checkt ein, bevor der Rest der Gruppe da ist, so dass recherchiert werden muss, ob sie schon an Bord ist oder noch fehlt. Gilt es im Beisein der Gruppe das Gepäck umzupacken, macht sie das in aller Seelenruhe drei Mal neu, obwohl alle anderen drumherumstehen, schon fertig sind und ungeduldig von einem Fuß auf den anderen treten. Gerne meckert die Dame auch über das Gastland, möglichst laut und so, dass alle es hören können. Überhaupt ist alles nicht richtig, wird auf ihre Bedürfnisse keine Rücksicht genommen. Ihr Genörgel ist so nervtötend, dass alle anderen die Augen verdrehen, wenn sie nur den Mund aufmacht. Gut, dass ab und zu doch mal jemandem der Kragen platzt. Das ist allerdings ein neuer Grund der Dame, beleidigt zu sein. Völlig verkannt fühlt sie sich.</p>
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