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	<title>Klassische Musik Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Klassische Musik Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Laeiszhalle Hamburg &#8211; eintauchen in eine andere Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 16:30:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Laeiszhalle am Johannes-Brahms-Platz in Hamburg" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe vor kurzem die Laeiszhalle in Hamburg besucht. Es war ein Ausflug in großbürgerliche Zeiten. Die Halle ist ein schönes Beispiel für Neobarock. Lange Jahre war die Laeiszhalle die maßgebliche Konzerthalle in Hamburg. Dann war irgendwann nach langer Bauzeit die Elbphilharmonie fertig und die Laeiszhalle rückte in die zweite Reihe. Heute gehören Laeiszhalle und Elbphilharmonie vom Konzertangebot zusammen. Architektonisch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Ich mag moderne Architektur, aber ich mag auch Reminiszenzen an die Vergangenheit, wie sie die Laeiszhalle darstellt. Eine Reise in die Vergangenheit Ich habe im Großen Saal die 3. Sinfonie von Gustav Mahler gehört, gespielt von Laien. Vom ersten Ton an hat mich die Akustik überzeugt. Die wussten schon damals, wie man Konzerthallen so baut, dass der Klang ideal und ganz wunderbar ist. Hinzu kommt, dass die Laeiszhalle viel fürs Auge bietet. Sie zu besuchen, ist eine Reise in die Vergangenheit. Wer durch Foyer, Wandelhalle und über den Aufgang zum Großen Saal schlendert, sieht so viele wunderbare Details. Das fängt schon bei den Wegweisern an, etwa zu den Toiletten. Entworfen und von 1904 bis 1908 erbaut von den Architekten Martin Haller und Emil Meerwein, ist die Laeiszhalle ein typisches Beispiel für großbürgerliche Architektur ihrer Zeit. Ihren Namen verdankt sie ihrem Finanzier, dem Hamburger Reeder Carl Laeisz. Er wollte der Stadt „eine würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ schenken. Das ist ihm gelungen. Carl Laeisz ist noch auf andere Weise berühmt geworden: als Reeder der sogenannten Flying-P-Liner. Alle seine Fachtsegler hatten einen Namen, der mit P begann. Unter anderem gehörten die Peking, die Pamir und die in Lübeck-Travemünde liegende Passat dazu. Viel Deko in der Laeiszhalle Zurück zur Laeiszhalle. Ich habe neben der Musik die Atmosphäre dieses besonderen Ortes genossen. Was den einen vielleicht zu viel überbordende Dekoration ist, hat mir ausnehmend gut gefallen. Viel Stuck, viel Ornament, viel Gold. Besonders beeindruckend ist der Große Saal mit mehr als 2000 Plätzen und zwei Rängen. Im Inneren der Laeiszhalle sind eine Reihe von Musiker-Büsten aufgestellt. Draußen huldigen zwei Kunstwerke Johannes Brahms, der maßgeblich in Hamburg gewirkt hat. Vor der Halle steht die große Bronzeskulptur &#8222;Hommage an Brahms&#8220; von Maria Pirwitz. Seitlich von der Konzerthalle ist der Brahms-Kubus aus Rosengranit von Thomas Darboven aufgestellt. Er zeigt auf vier Seiten vier Lebensabschnitte des Komponisten. Beide Skulpturen stammen aus dem Jahr 1981 und beide sind genauso Ausdruck ihrer Zeit wie die Laeiszhalle. Solche stilistischen Spannungen finde ich immer sehr gelungen und sehenswert. Der Besuch in der Laeiszhalle war für mich nicht nur ein akustischer Genuss, sondern auch ein optischer und atmosphärischer. Die Fahrt nach Hamburg hat sich dafür allemal gelohnt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/laeiszhalle-hamburg-eintauchen-in-eine-andere-zeit/">Laeiszhalle Hamburg &#8211; eintauchen in eine andere Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Laeiszhalle am Johannes-Brahms-Platz in Hamburg" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalle-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe vor kurzem die Laeiszhalle in Hamburg besucht. Es war ein Ausflug in großbürgerliche Zeiten. Die Halle ist ein schönes Beispiel für Neobarock. </p>



<span id="more-14718"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Jahre war die Laeiszhalle die maßgebliche Konzerthalle in Hamburg. Dann war irgendwann nach langer Bauzeit die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/endlich-in-der-elbphilharmonie/" type="link" id="https://pyrolim.de/pyropro/endlich-in-der-elbphilharmonie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elbphilharmonie </a>fertig und die Laeiszhalle rückte in die zweite Reihe. Heute gehören Laeiszhalle und Elbphilharmonie vom Konzertangebot zusammen. Architektonisch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Ich mag moderne Architektur, aber ich mag auch Reminiszenzen an die Vergangenheit, wie sie die Laeiszhalle darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Reise in die Vergangenheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe im Großen Saal <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosses-konzerterlebnis-die-3-sinfonie-von-gustav-mahler-von-laien-gespielt/" type="post" id="14684" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die 3. Sinfonie von Gustav Mahler gehört</a>, gespielt von Laien. Vom ersten Ton an hat mich die Akustik überzeugt. Die wussten schon damals, wie man Konzerthallen so baut, dass der Klang ideal und ganz wunderbar ist. Hinzu kommt, dass die Laeiszhalle viel fürs Auge bietet. Sie zu besuchen, ist eine Reise in die Vergangenheit. Wer durch Foyer, Wandelhalle und über den Aufgang zum Großen Saal schlendert, sieht so viele wunderbare Details. Das fängt schon bei den Wegweisern an, etwa zu den Toiletten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="528" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalleklo.jpg" alt="" class="wp-image-14719" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalleklo.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalleklo-150x99.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalleklo-768x507.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Laeiszhalleklo-500x330.jpg 500w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Keine schnöden Schilder, sondern fein gemalt: Wegweiser in der Laeiszhalle.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Entworfen und von 1904 bis 1908 erbaut von den Architekten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Haller_(Architekt)">Martin Haller</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Meerwein">Emil Meerwein</a>, ist die Laeiszhalle ein typisches Beispiel für großbürgerliche Architektur ihrer Zeit. Ihren Namen verdankt sie ihrem Finanzier, dem Hamburger Reeder Carl  Laeisz. Er wollte der Stadt „eine würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ schenken. Das ist ihm gelungen. Carl Laeisz ist noch auf andere Weise berühmt geworden: als Reeder der sogenannten <a href="https://blog.sbb.berlin/acht-schwestern-die-letzte-aera-der-grossen-frachtsegler/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flying-P-Liner</a>. Alle seine Fachtsegler hatten einen Namen, der mit P begann. Unter anderem gehörten die Peking, die Pamir und <a href="https://pyrolim.de/pyropro/priwall-in-travemuende-wie-sich-ein-ort-veraendern-kann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die in Lübeck-Travemünde liegende Passat</a> dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viel Deko in der Laeiszhalle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur Laeiszhalle. Ich habe neben der Musik die Atmosphäre dieses besonderen Ortes genossen. Was den einen vielleicht zu viel überbordende Dekoration ist, hat mir ausnehmend gut gefallen. Viel Stuck, viel Ornament, viel Gold. Besonders beeindruckend ist der Große Saal mit mehr als 2000 Plätzen und zwei Rängen. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2sjcNir"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55339967427_2b78d85cdb_c.jpg" alt="Laeiszhalle Hamburg" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Große Saal in der Hamburger Laeiszhalle mit dem Prospekt der Walcker-Orgel.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2sjcNiw"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55339967432_be87c66311_c.jpg" alt="Laeiszhalle Hamburg" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Treppenaufgang zum großen Saal.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2sjcNiS"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55339967452_e9a6ab8447_c.jpg" alt="Laeiszhalle Hamburg" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Foyer.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2sjiCva"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55341105139_e9a6ab8447_c.jpg" alt="Laeiszhalle Hamburg" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Am großen Treppenaufgaben erinnert eine Art Altar aus Marmor an die Stifter der Halle.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren der Laeiszhalle sind eine Reihe von Musiker-Büsten aufgestellt. Draußen huldigen zwei Kunstwerke Johannes Brahms, der maßgeblich in Hamburg gewirkt hat. Vor der Halle steht die große Bronzeskulptur &#8222;Hommage an Brahms&#8220; von Maria Pirwitz. Seitlich von der Konzerthalle ist der <a href="https://sh-kunst.de/thomas-darboven-brahms-kubus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brahms-Kubus</a> aus Rosengranit von Thomas Darboven aufgestellt. Er zeigt auf vier Seiten vier Lebensabschnitte des Komponisten. Beide Skulpturen stammen aus dem Jahr 1981 und beide sind genauso Ausdruck ihrer Zeit wie die Laeiszhalle. Solche stilistischen Spannungen finde ich immer sehr gelungen und sehenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in der Laeiszhalle war für mich nicht nur ein akustischer Genuss, sondern auch ein optischer und atmosphärischer. Die Fahrt nach Hamburg hat sich dafür allemal gelohnt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/laeiszhalle-hamburg-eintauchen-in-eine-andere-zeit/">Laeiszhalle Hamburg &#8211; eintauchen in eine andere Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 16:42:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Walddörfer Kantorei bei ihrem Auftritt in St. Aegidien Lübeck." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Die Walddörfer Kantorei hat erst in Lübeck, dann in Hamburg-Volksdorf drei oratorische Werke von Fanny Hensel aufgeführt. Es war auch eine Verbeugung vor einer zu Unrecht zu unbekannten Komponistin. Fanny Hensel ist vor allem deshalb bekannt, weil sie die große Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy war. Dabei war sie nicht weniger begabt als er. Er hat ihr sogar viel von seinem späteren Können zu verdanken. Sie hat den vier Jahre jüngeren Bruder angespornt, ihm manches beigebracht. Doch ihr selbst blieb eine musikalische Karriere verwehrt &#8211; weil sie eine Frau war. So war das damals, und es gab keinen Weg aus dieser Falle heraus. Drei Kantaten für Chor, Orchester und Solisten Umso schöner, dass die Walddörfer Kantorei jetzt Fanny Hensel in den Mittelpunkt von zwei Konzerten stellte (13. Juni in Lübeck, 14. Juni, 18 Uhr, in der Kirche am Rockenhof in Hamburg-Volksdorf). Auf dem Programm standen und stehen die drei Kantaten „Hiob“, „Lobgesang“ und das „Oratorium nach Bildern der Bibel“. Die Walddörfer Kantorei wurde begleitet von Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker, die Solopartien sangen Amelie Gorzellik (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Die Chorleitung hat Annedore Hacker-Jakobi (Hamburg), das Konzert in Lübeck dirigierte Olga Zhukova (Lübeck). Für Zhukova war es gleichzeitig ihr Master-Prüfungskonzert im Studiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ich bin keine Fachfrau und gehöre natürlich nicht zur Prüfungskommission, aber nach meinem Eindruck hat Zhukova ihre Prüfung mit Bravour bestanden. Ihr Dirigat war stets präzise, Chor und Orchester folgten ihr problemlos. Die Solisten unterstützte sie mit klaren Zeichen. Die Walddörfer Kantorei mit 80 Sängerinnen und Sängern meisterte die drei Kantaten bestens. Auch schwierige Einsätze, ob rhythmisch oder vom Finden der Töne, und Tempiwechsel gelangen ohne Probleme. Lediglich an der Mischung der Stimmen leidet der Chor ebenso wie wohl alle Chöre. Obwohl die Männerstimmen in der Mitte platziert waren und nicht wie sonst oft üblich in den hinteren Reihen, wurden sie von den Frauenstimmen etwas an die Wand gesungen. Sehr positiv fiel die klare Artikulation auf. Der gesungene Text war gut zu verstehen, mitlesen im Programmheft beinahe überflüssig. Fanny Hensel war bei den Solisten geizig Chor und Orchester bildeten eine harmonische Einheit, ausgewogen in der Lautstärke. Die Solisten glänzten allesamt in ihren Partien. Amelie Sophie Gorzellik überzeugte mit ihrem glasklaren Sopran, Altistin Nicole Dellabona mit samtenen Tönen, vor allem in den Tiefen. Tenor Timo Rößner gestaltete seine schnelle und anspruchsvolle Arie &#8222;Ich bin elend und ohnmächtig&#8220; sicher und überaus lebendig. Bass Konstantin Heintel habe ich schon einmal 2010 gehört und war restlos begeistert von ihm. Auch diesmal hat mich seine Stimme, vor allem in den Tiefen, beeindruckt. Gern hätte ich von allen Solisten mehr gehört, aber Fanny Hensel hat ihnen leider nicht mehr Partien in ihre Kantaten geschrieben. Fanny Hensel hat dem Chor in ihren drei Kantaten wunderbare Musik komponiert. Vor allem der Trauerchor im Oratorium nach Bildern der Bibel sowie der Schlusschor ließen das Ensemble sein ganzes Können zeigen. Das zu Beginn gemäß dem Untertitel &#8222;Musik für die Toten der Cholera-Epidemie 1831&#8220; etwas schwermütige Werk schwingt sich musikalisch zum Ende zu einem Ausdruck der Hoffnung auf göttliche Erlösung auf. So ging dieser Konzertnachmittag mit einem tröstlichen Gefühl und lang anhaltendem Applaus zu Ende. Werbung mithilfe der KI Die Walddörfer Kantorei ist in ihrer Organisation professionell aufgestellt. Kartenbestellung per Internet mit Platzwahl, Bezahlung per Kreditkarte. Und natürlich gehört für jeden Chor Werbung dazu. Ein Mitglied des Chores hat mithilfe von KI zwei Comics gebastelt und sie verteilt. Mal ein ganz neuer Weg, um Zuhörer anzulocken. Ich weiß, dass es funktioniert hat. Warum also nicht auch solche Wege gehen? Es war mein zweiter Konzertbesuch binnen einer Woche. Gerade erst habe ich die 3. Sinfonie von Gustav Mahler in Hamburg gehört. Es war ein großes Erlebnis, ebenso wie das Konzert in St. Aegidien. Zu der Kirche habe ich zudem eine besondere Verbindung. Auf den Tag genau 28 Jahre vor dem Lübecker Konzert sind wir in der Kirche getraut worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fanny-hensel-drei-kantaten-und-eine-verbeugung/">Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Walddörfer Kantorei bei ihrem Auftritt in St. Aegidien Lübeck." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei hat erst in Lübeck, dann in Hamburg-Volksdorf drei oratorische Werke von Fanny Hensel aufgeführt. Es war auch eine Verbeugung vor einer zu Unrecht zu unbekannten Komponistin.</p>



<span id="more-14699"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Fanny Hensel ist vor allem deshalb bekannt, weil sie die große Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy war. Dabei war sie nicht weniger begabt als er. Er hat ihr sogar viel von seinem späteren Können zu verdanken. Sie hat den vier Jahre jüngeren Bruder angespornt, ihm manches beigebracht. Doch ihr selbst blieb eine musikalische Karriere verwehrt &#8211; weil sie eine Frau war. So war das damals, und es gab keinen Weg aus dieser Falle heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Kantaten für Chor, Orchester und Solisten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Umso schöner, dass die <a href="https://walddoerfer-kantorei.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Walddörfer Kantorei</a> jetzt <a href="https://www.ln-online.de/kultur/fanny-hensel-konzert-in-luebeck-im-schatten-des-beruehmten-bruders-felix-mendelssohn-MT5LOHXOIFDNVDBEHBQO6KX2ME.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fanny Hensel in den Mittelpunkt von zwei Konzerten</a> stellte (13. Juni in Lübeck, 14. Juni, 18 Uhr, in der Kirche am Rockenhof in Hamburg-Volksdorf). Auf dem Programm standen und stehen die drei Kantaten „Hiob“, „Lobgesang“ und das „Oratorium nach Bildern der Bibel“. Die Walddörfer Kantorei wurde begleitet von Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker, die Solopartien sangen Amelie Gorzellik (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Die Chorleitung hat <a href="https://www.annedore-hacker.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Annedore Hacker-Jakobi</a> (Hamburg), das Konzert in Lübeck dirigierte <a href="https://www.olga-zhukova.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olga Zhukova</a> (Lübeck). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Zhukova war es gleichzeitig ihr Master-Prüfungskonzert im Studiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ich bin keine Fachfrau und gehöre natürlich nicht zur Prüfungskommission, aber nach meinem Eindruck hat Zhukova ihre Prüfung mit Bravour bestanden. Ihr Dirigat war stets präzise, Chor und Orchester folgten ihr problemlos. Die Solisten unterstützte sie mit klaren Zeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei mit 80 Sängerinnen und Sängern meisterte die drei Kantaten bestens. Auch schwierige Einsätze, ob rhythmisch oder vom Finden der Töne, und Tempiwechsel gelangen ohne Probleme. Lediglich an der Mischung der Stimmen leidet der Chor ebenso wie wohl alle Chöre. Obwohl die Männerstimmen in der Mitte platziert waren und nicht wie sonst oft üblich in den hinteren Reihen, wurden sie von den Frauenstimmen etwas an die Wand gesungen. Sehr positiv fiel die klare Artikulation auf. Der gesungene Text war gut zu verstehen, mitlesen im Programmheft beinahe überflüssig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fanny Hensel war bei den Solisten geizig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chor und Orchester bildeten eine harmonische Einheit, ausgewogen in der Lautstärke. Die Solisten glänzten allesamt in ihren Partien. <a href="https://www.ameliegorzellik.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amelie Sophie Gorzellik</a> überzeugte mit ihrem glasklaren Sopran, Altistin <a href="https://www.nicoledellabona.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nicole Dellabona</a> mit samtenen Tönen, vor allem in den Tiefen. Tenor <a href="http://timoroessner.com/" type="link" id="http://timoroessner.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Timo Rößner</a> gestaltete seine schnelle und anspruchsvolle Arie &#8222;Ich bin elend und ohnmächtig&#8220; sicher und überaus lebendig. Bass <a href="https://www.konstantinheintel.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konstantin Heintel</a> habe ich schon einmal 2010 gehört und war restlos begeistert von ihm. Auch diesmal hat mich seine Stimme, vor allem in den Tiefen, beeindruckt. Gern hätte ich von allen Solisten mehr gehört, aber Fanny Hensel hat ihnen leider nicht mehr Partien in ihre Kantaten geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fanny Hensel hat dem Chor in ihren drei Kantaten wunderbare Musik komponiert. Vor allem der Trauerchor im Oratorium nach Bildern der Bibel sowie der Schlusschor ließen das Ensemble sein ganzes Können zeigen. Das zu Beginn gemäß dem Untertitel &#8222;Musik für die Toten der Cholera-Epidemie 1831&#8220; etwas schwermütige Werk schwingt sich musikalisch zum Ende zu einem Ausdruck der Hoffnung auf göttliche Erlösung auf. So ging dieser Konzertnachmittag mit einem tröstlichen Gefühl und lang anhaltendem Applaus zu Ende. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Werbung mithilfe der KI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei ist in ihrer Organisation professionell aufgestellt. Kartenbestellung per Internet mit Platzwahl, Bezahlung per Kreditkarte. Und natürlich gehört für jeden Chor Werbung dazu. Ein Mitglied des Chores hat mithilfe von KI zwei Comics gebastelt und sie verteilt. Mal ein ganz neuer Weg, um Zuhörer anzulocken. Ich weiß, dass es funktioniert hat. Warum also nicht auch solche Wege gehen?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="466" height="700" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel.jpg" alt="KI-generiertes Werbeplakat für das Konzert mit Werken von Fanny Hensel." class="wp-image-14704" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel.jpg 466w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel-100x150.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 466px) 100vw, 466px" /><figcaption class="wp-element-caption">KI-generierte Werbung für das Konzert mit Werken von Fanny Hensel.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es war mein zweiter Konzertbesuch binnen einer Woche. Gerade erst habe ich die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosses-konzerterlebnis-die-3-sinfonie-von-gustav-mahler-von-laien-gespielt/" type="post" id="14684" target="_blank" rel="noreferrer noopener">3. Sinfonie von Gustav Mahler in Hamburg</a> gehört. Es war ein großes Erlebnis, ebenso wie das Konzert in St. Aegidien. Zu der Kirche habe ich zudem eine besondere Verbindung. Auf den Tag genau 28 Jahre vor dem Lübecker Konzert sind wir in der Kirche getraut worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fanny-hensel-drei-kantaten-und-eine-verbeugung/">Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Großes Konzerterlebnis: Die 3. Sinfonie von Gustav Mahler, von Laien gespielt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 18:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Laienorchester spielt die 3. Sinfonie von Gustav Mahler in der Hamburger Laeiszhalle." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Die 3. Sinfonie von Gustav Mahler ist eine Herausforderung. Zwei Stunden anspruchsvolle Musik für Spieler und Zuhörer. Ich habe sie in der Hamburger Laeiszhalle gehört. Ein besonderes Erlebnis. Dieses Erlebnis ist schon deshalb so besonders, weil im Orchester 92 Laienmusiker sitzen. Es ist ein Projekt des Landesverbands norddeutscher Liebhaberorchester (BDLO), das sich die mit mehr als eineinhalb Stunden Spielzeit längste jemals komponierte Sinfonie vorgenommen hat. Dabei liegt die Herausforderung für Dirigent Wolf Tobias Maximilian Müller nicht nur in der Größe des Werkes und der Tatsache, dass hier Laienmusiker im Orchester sitzen. Es ist auch seine große Aufgabe, die Musiker, die aus verschiedenen Orchestern kommen, zu einer Einheit zusammenzufassen. Hinzu kommen noch zwei Chöre und eine Altistin. Eine Sinfonie wie ein Gemälde „Es ist ein Geschenk, dazuzugehören“, sagt Nick Vogler, Redakteur und Cellist aus Lübeck. Er hat bereits 2024 mitgespielt, als das Lübecker Kammerorchester unter anderem die Sinfonie Nr. 5 von Dmitri Schostakowitsch aufgeführt hat. Die Mahler-Sinfonie sei noch viel schwieriger, technisch, musikalisch, und manchmal sei auch schwer zu hören, was im Orchester vor sich geht. Wie er das Konzert und das Werk empfunden hat? „Das ganze Werk ist wie ein großes Gemälde, und jeder hat seine Farbe beizusteuern“, beschreibt Vogler sein Gefühl. Farbenreich ist die 3. Sinfonie wirklich. Und sie zeigt deutlich, dass Gustav Mahler ein Faible für tiefe Bläser hatte. Das wird gleich im Anfangsmotiv des 1. Satzes deutlich, den Posaunen, Hörner und Tuba zu spielen haben. Satter Klang, Töne ohne Fehl und Tadel, dazu die wunderbare Akustik der Laeiszhalle: Schon nach wenigen Takten war klar, welches Klangerlebnis die Zuhörer erwarten durften. Mahler mochte die Bläser, schrieb ihnen immer wieder und nicht nur den tiefen wie Fagott oder Tuba Solopartien in seine Sinfonie. Da konnten sie glänzen, etwa die Oboen, ebenso wie die Schlagzeuger, die einen der schwierigsten Parts bei solchen Werken haben. Je mehr Streicher, desto mehr piano Etwas, was den Streichern so nicht vergönnt ist. Sie spielten ihr ganzes Können bei den großen Tutti-Passagen aus. Vor allem im letzten Satz, überschrieben „langsam ruhevoll empfunden“, bewiesen die Geiger, Bratschistinnen, Cellisten und Bassisten, dass sie trotz ihrer Masse in elfengleichem Piano zu spielen verstehen. Etwas mehr Zurückhaltung des Orchesters wäre dagegen im vierten und fünften Satz schön gewesen. Die Altistin Dorothee Bienert hatte zeitweise Mühe, sich gegen die machtvollen Instrumentalisten durchzusetzen. Da ging es dem Frauenchor und dem im oberen Rang platzierten Kinderchor etwas besser. Vor allem der Kinderchor mit seinem unprätentiösen und etwas rauen Bimm-Bamm-Bimm sang sich in die Herzen der Zuhörer. Der Rang, erst auf der einen, dann auf der anderen Seite, war auch die Bühne für Posthorn-Solistin Antonia Efinger. Für viele nicht sichtbar, aber hörbar, weshalb sich etliche Köpfe nach hinten-oben drehten. Efinger spielte ihren Part hinreißend schön, ein winziger Tonwackler fiel da nicht ins Gewicht. Mahler verlangt Könner Die Ausschreibung des BDLO Nord für die Laienmusiker verlangte für die Mahler-Sinfonie „sehr fortgeschrittene Instrumentalisten“, was angesichts der Schwierigkeit des Werks kein Wunder ist. Umso mehr Hochachtung verdient die Leistung der Musiker und Musikerinnen, die allesamt keine Profis sind, aber nahe an deren Können heranreichen. Da geht es nicht nur um Töne, sondern natürlich auch um ein gelungenes Zusammenspiel, um Dynamik und Tempi, und darum, Mahlers überbordende Spielanweisungen umzusetzen. So enthält allein der erste Satz für die Bratsche an die 500 Eintragungen. Nick Vogler berichtet aus den Proben, dass Dirigent Müller darauf hingewirkt habe, alles so zu spielen, wie Mahlers Anweisungen lauten. Obendrein musste Müller den Haufen zusammenhalten, um es flapsig auszudrücken. Keine leichte Aufgabe, wenn die Ausführenden aus so vielen Ecken, sprich Laienorchestern, kommen. Mit vollem Körpereinsatz und straffem Dirigat meisterte der Dirigent seine Aufgabe bestens. Jedenfalls habe ich in der ganzen langen Aufführung kein merkliches Klappern gehört. Eventuelle Fehler dürften höchstens exzellenten Kennern des Werks aufgefallen sein. Furioses Finale nach eineinhalb Stunden Ein musikalischer Hochgenuss endete mit dem furiosen Finale des sechsten Satzes mit hämmernden Paukenschlägen, viel Blech und tanzenden Geigenbögen. Danach hätte ich mir noch ein paar Sekunden andächtige Stille gewünscht. Einen Moment, um diese wunderbare Musik in mir nachhallen zu lassen. Leider hat ein Bravo-Brüller rechts hinter mir diesen Moment kaputt gemacht. Sehr schade. Aber diese Unsitte lässt sich offenbar nicht auszurotten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosses-konzerterlebnis-die-3-sinfonie-von-gustav-mahler-von-laien-gespielt/">Großes Konzerterlebnis: Die 3. Sinfonie von Gustav Mahler, von Laien gespielt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Laienorchester spielt die 3. Sinfonie von Gustav Mahler in der Hamburger Laeiszhalle." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahlertitel-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Die 3. Sinfonie von Gustav Mahler ist eine Herausforderung. Zwei Stunden anspruchsvolle Musik für Spieler und Zuhörer. Ich habe sie in der Hamburger Laeiszhalle gehört. Ein besonderes Erlebnis.</p>



<span id="more-14684"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Erlebnis ist schon deshalb so besonders, weil im Orchester 92 Laienmusiker sitzen. Es ist ein Projekt des <a href="https://www.bdlo-nord.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Landesverbands norddeutscher Liebhaberorchester (BDLO)</a>, das sich die mit mehr als eineinhalb Stunden Spielzeit längste jemals komponierte <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-sinfonie-der-symphonie-schreibung/" type="post" id="5817" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sinfonie</a> vorgenommen hat. Dabei liegt die Herausforderung für Dirigent <a href="https://www.wolftobiasmueller.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wolf Tobias Maximilian Müller</a> nicht nur in der Größe des Werkes und der Tatsache, dass hier Laienmusiker im Orchester sitzen. Es ist auch seine große Aufgabe, die Musiker, die aus verschiedenen Orchestern kommen, zu einer Einheit zusammenzufassen. Hinzu kommen noch zwei Chöre und eine Altistin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Sinfonie wie ein Gemälde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist ein Geschenk, dazuzugehören“, sagt Nick Vogler, <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/konzert-in-hamburg-orchester-aus-200-amateuren-spielt-gustav-mahlers-3-sinfonie-VM654HFIIFBJDGYZZLVE7H42GE.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Redakteur und Cellist aus Lübeck</a>. Er hat bereits 2024 mitgespielt, als das <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-abend-im-konzertsaal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lübecker Kammerorchester unter anderem die Sinfonie Nr. 5 von Dmitri Schostakowitsch aufgeführt hat</a>. Die Mahler-Sinfonie sei noch viel schwieriger, technisch, musikalisch, und manchmal sei auch schwer zu hören, was im Orchester vor sich geht. Wie er das Konzert und das Werk empfunden hat? „Das ganze Werk ist wie ein großes Gemälde, und jeder hat seine Farbe beizusteuern“, beschreibt Vogler sein Gefühl.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahler2.jpg" alt="" class="wp-image-14692" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahler2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahler2-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mahler2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Redakteur Nick Vogler aus Lübeck am Cello. Es ist nicht sein erstes großes Konzert, an dem er mitwirkt.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Farbenreich ist die 3. Sinfonie wirklich. Und sie zeigt deutlich, dass Gustav Mahler ein Faible für tiefe Bläser hatte. Das wird gleich im Anfangsmotiv des 1. Satzes deutlich, den Posaunen, Hörner und Tuba zu spielen haben. Satter Klang, Töne ohne Fehl und Tadel, dazu die wunderbare Akustik der Laeiszhalle: Schon nach wenigen Takten war klar, welches Klangerlebnis die Zuhörer erwarten durften. Mahler mochte die Bläser, schrieb ihnen immer wieder und nicht nur den tiefen wie Fagott oder Tuba Solopartien in seine Sinfonie. Da konnten sie glänzen, etwa die Oboen, ebenso wie die Schlagzeuger, die einen der schwierigsten Parts bei solchen Werken haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Je mehr Streicher, desto mehr piano</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas, was den Streichern so nicht vergönnt ist. Sie spielten ihr ganzes Können bei den großen Tutti-Passagen aus. Vor allem im letzten Satz, überschrieben „langsam ruhevoll empfunden“, bewiesen die Geiger, Bratschistinnen, Cellisten und Bassisten, dass sie trotz ihrer Masse in elfengleichem Piano zu spielen verstehen. Etwas mehr Zurückhaltung des Orchesters wäre dagegen im vierten und fünften Satz schön gewesen. Die Altistin Dorothee Bienert hatte zeitweise Mühe, sich gegen die machtvollen Instrumentalisten durchzusetzen. Da ging es dem Frauenchor und dem im oberen Rang platzierten Kinderchor etwas besser. Vor allem der Kinderchor mit seinem unprätentiösen und etwas rauen Bimm-Bamm-Bimm sang sich in die Herzen der Zuhörer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rang, erst auf der einen, dann auf der anderen Seite, war auch die Bühne für Posthorn-Solistin Antonia Efinger. Für viele nicht sichtbar, aber hörbar, weshalb sich etliche Köpfe nach hinten-oben drehten. Efinger spielte ihren Part hinreißend schön, ein winziger Tonwackler fiel da nicht ins Gewicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mahler verlangt Könner</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschreibung des BDLO Nord für die Laienmusiker verlangte für die Mahler-Sinfonie „sehr fortgeschrittene Instrumentalisten“, was angesichts der Schwierigkeit des Werks kein Wunder ist. Umso mehr Hochachtung verdient die Leistung der Musiker und Musikerinnen, die allesamt keine Profis sind, aber nahe an deren Können heranreichen. Da geht es nicht nur um Töne, sondern natürlich auch um ein gelungenes Zusammenspiel, um Dynamik und Tempi, und darum, Mahlers überbordende Spielanweisungen umzusetzen. So enthält allein der erste Satz für die Bratsche an die 500 Eintragungen. Nick Vogler berichtet aus den Proben, dass Dirigent Müller darauf hingewirkt habe, alles so zu spielen, wie Mahlers Anweisungen lauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obendrein musste Müller den Haufen zusammenhalten, um es flapsig auszudrücken. Keine leichte Aufgabe, wenn die Ausführenden aus so vielen Ecken, sprich Laienorchestern, kommen. Mit vollem Körpereinsatz und straffem Dirigat meisterte der Dirigent seine Aufgabe bestens. Jedenfalls habe ich in der ganzen langen Aufführung kein merkliches Klappern gehört. Eventuelle Fehler dürften höchstens exzellenten Kennern des Werks aufgefallen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Furioses Finale nach eineinhalb Stunden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein musikalischer Hochgenuss endete mit dem furiosen Finale des sechsten Satzes mit hämmernden Paukenschlägen, viel Blech und tanzenden Geigenbögen. Danach hätte ich mir noch ein paar Sekunden andächtige Stille gewünscht. Einen Moment, um diese wunderbare Musik in mir nachhallen zu lassen. Leider hat ein Bravo-Brüller rechts hinter mir diesen Moment kaputt gemacht. Sehr schade. Aber diese Unsitte lässt sich offenbar nicht auszurotten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosses-konzerterlebnis-die-3-sinfonie-von-gustav-mahler-von-laien-gespielt/">Großes Konzerterlebnis: Die 3. Sinfonie von Gustav Mahler, von Laien gespielt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Zimbelstern: Der Höhepunkt im Weihnachtsgottesdienst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Dec 2025 10:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="437" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zimbelstern am Prospekt der Orgel in Pronstorf." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern-150x82.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern-768x420.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es ist jedes Jahr der Höhepunkt für mich im Weihnachtsgottesdienst: Wenn zur letzten Strophe von &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220; der Zimbelstern an der Orgel erklingt. Unsere kleine Vicelinkirche in Pronstorf verfügt über zwei Besonderheiten. Einen schwebenden Taufengel und eine Orgel mit Zimbelstern. Die Orgel wurde 1999 von der dänischen Orgelbaufirma Marcussen &#38; Søn gebaut. Der Zimbelstern firmiert unter Nebenregister und Spielhilfen. Er wird auch als Effektregister bezeichnet. Heiligabend erklingt der Zimbelstern Allzu oft kommt der klingende Stern nicht zum Einsatz. Ich kenne seinen Klang bisher im Gottesdienst an Heiligabend immer bei der letzten Strophe von &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220;. Weshalb Organisten den Zimbelstern angeblich scherzhaft Zimtstern nennen. Diesmal hat der Organist den Stern im Weihnachtsgottesdienst aber bereits ab der ersten Strophe angestellt. Ich habe davon aus dem Kirchenschiff heraus ein kleines Video gemacht, bei dem der Klang des Zimbelsterns aber ziemlich vom Gesang der Gemeinde überdeckt wird. Deshalb gibt es hier ein besseres Klangbeispiel. Das Video zeigt auch die Funktionsweise des Zimbelsterns. Zimbelsterne lassen sich seit dem 15. Jahrhundert nachweisen. Letztlich setzen sie sich aus zwei Komponenten zusammen: dem am Orgelprospekt angebrachten, sich drehenden Stern und im Hintergrund den Zimbeln genannten Glöckchen. Mir als Besucherin des Weihnachtsgottesdienstes ist die Funktionsweise letztlich egal. Ich freue mich immer sehr, wenn die Gemeinde nach dem Lied &#8222;Stille Nacht&#8220; in der dunklen Kirche das &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220; schmettert und dazu der glockenhelle Klang der Zimbeln ertönt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/zimbelstern-der-hoehepunkt-im-weihnachtsgottesdienst/">Zimbelstern: Der Höhepunkt im Weihnachtsgottesdienst</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="437" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zimbelstern am Prospekt der Orgel in Pronstorf." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern-150x82.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Zimbelstern-768x420.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Es ist jedes Jahr der Höhepunkt für mich im Weihnachtsgottesdienst: Wenn zur letzten Strophe von &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220; der Zimbelstern an der Orgel erklingt.</p>



<span id="more-14507"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere kleine Vicelinkirche in Pronstorf verfügt über zwei Besonderheiten. Einen <a href="https://pyrolim.de/pyropro/der-herabgelassene-engel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schwebenden Taufengel</a> und eine Orgel mit Zimbelstern. Die Orgel wurde 1999 von der dänischen Orgelbaufirma <a href="https://marcussen-son.dk/?lang=en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marcussen &amp; Søn</a> gebaut. Der Zimbelstern firmiert unter Nebenregister und Spielhilfen. Er wird auch als Effektregister bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heiligabend erklingt der Zimbelstern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Allzu oft kommt der klingende Stern nicht zum Einsatz. Ich kenne seinen Klang bisher im Gottesdienst an Heiligabend immer bei der letzten Strophe von &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220;. Weshalb Organisten den Zimbelstern angeblich scherzhaft Zimtstern nennen. Diesmal hat der Organist den Stern im Weihnachtsgottesdienst aber bereits ab der ersten Strophe angestellt. Ich habe davon aus dem Kirchenschiff heraus ein kleines Video gemacht, bei dem der Klang des Zimbelsterns aber ziemlich vom Gesang der Gemeinde überdeckt wird. Deshalb gibt es hier ein besseres Klangbeispiel. Das Video zeigt auch die Funktionsweise des Zimbelsterns.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Zimbelstern beim &quot;O Du fröhliche&quot;, Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, Ulm-Söflingen." width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/6115aVVTwfk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Zimbelsterne lassen sich seit dem 15. Jahrhundert nachweisen. Letztlich setzen sie sich aus zwei Komponenten zusammen: dem am Orgelprospekt angebrachten, sich drehenden Stern und im Hintergrund den Zimbeln genannten Glöckchen. Mir als Besucherin des Weihnachtsgottesdienstes ist die Funktionsweise letztlich egal. Ich freue mich immer sehr, wenn die Gemeinde nach dem Lied &#8222;Stille Nacht&#8220; in der dunklen Kirche das &#8222;Oh Du Fröhliche&#8220; schmettert und dazu der glockenhelle Klang der Zimbeln ertönt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/zimbelstern-der-hoehepunkt-im-weihnachtsgottesdienst/">Zimbelstern: Der Höhepunkt im Weihnachtsgottesdienst</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Eine Orgel wird gereinigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 17:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten. Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst aufwendig erneuert worden. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen. Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er. Orgel mit 1558 Pfeifen Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen. Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese Bälge kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl. Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war. Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler. Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden. Orgelreinigung kostet 70.000 Euro Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor mit einem Flohmarkt erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten.</p>



<span id="more-14495"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst <a href="https://kirchekuecknitz.de/project/st-johannes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aufwendig erneuert worden</a>. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der <a href="https://www.beckerath.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg</a> am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgel mit 1558 Pfeifen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg" alt="Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore." class="wp-image-14498" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore. Foto: Norbert Drechsler</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese <a href="https://blog.walcker.com/?p=788" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bälge</a> kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen <a href="https://pyrolim.de/pyropro/100-jahre-st-johannes-chor-eine-ausstellung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner</a> gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgelreinigung kostet 70.000 Euro</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor <a href="https://pyrolim.de/pyropro/design-der-80er-fuer-den-kirchenflohmarkt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit einem Flohmarkt </a>erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Kirchenmusik zum Mitmachen: Bläser, Streicher, Sänger gesucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2025 16:50:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[geliebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Chor]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="567" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Kirchenchor mit Orchester davor bei der Aufführung von Kirchenmusik. Foto: Frieder Schöning" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening-768x544.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Einmal im Jahr ist im St.-Johannes-Chor Lübeck-Kücknitz Kirchenmusik zum Mitmachen. Dann haben alle, die nicht regelmäßig dabei sein wollen oder können, die Chance, ein Werk einzustudieren und aufzuführen. Nicht nur Sänger, sondern auch Instrumentalisten. Es ist ein Angebot für Laien, nicht nur im Chor, sondern auch im Orchester. Einfach mal nach nur zwei Proben ein einigermaßen leichtes Werk der Kirchenmusik aufführen. Geplant ist in diesem Jahr nach Angaben von Kirchenmusiker Norbert Drechsler ein besonders schönes Werk: der Eingangs-Chor aus Mendelssohns Psalmkantate „Kommt, lasst uns anbeten“. Mendelssohns wunderbare Kirchenmusik Dass das ein sehr schönes Stück Musik ist, kann ich bestätigen. Ich habe es schon ein paarmal gesungen, nicht nur den Eingangs-Chor, sondern die ganze Kantate. Überhaupt steht Mendelssohn bei uns öfter auf dem Programm, weil er so wunderschöne Musik geschrieben hat. Seine Vertonung von Psalm 25, &#8222;Kommt, lasst uns anbeten&#8220;, ist ein herrliches Stück Kirchenmusik. Hier die Karaoke-Version. Es geht los mit einem Tenor-Solo, ab Minute 2.29 setzt der Chor ein. Ich freue m ich sehr auf das Stück. Aber genauso gerne hätte ich diesmal mit der Querflöte bei der Kirchenmusik zum Mitmachen dabei gewesen. Das geht aber nicht, weil ich im Chor gebraucht werde. Schade. Ich habe erst vor einiger Zeit mit dem Musizieren im Ensemble angefangen und mag es sehr. Das sind die Termine Wer jetzt Lust bekommen hat mitzumachen, für den kommen hier die wichtigsten Daten: Aufführung am Sonntag, 27. Juli, um 18 Uhr in der Reihe der Sommergottesdienste in St.-Johannes (Lübeck-Kücknitz, Kirchplatz 6), dieses Mal im Rahmen des Kirchenkreisprojekts „Cantate 2025“ des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. Proben für Sänger(innen) sind am Mittwoch, 16. Juli, und am Mittwoch, 23. Juli, jeweils um 19.30 Uhr im Kirchenforum Kücknitz (Straßenfeld 2). Die Orchesterprobe ist für Freitag, 25. Juli, um 19 Uhr geplant. Die gemeinsame Probe ist dann direkt vor dem Gottesdienst am Sonntag. Im Anschluss lädt der St.-Johannes-Chor zum gemütlichen Ausklang in den Pastoratsgarten ein.  Für die Planung und Bereitstellung des Notenmaterials ist eine baldige Anmeldung hilfreich: Tel.: 0451/6926348 oder norbertdrechsler@t-online.de. Foto: Frieder Schöning</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="567" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Kirchenchor mit Orchester davor bei der Aufführung von Kirchenmusik. Foto: Frieder Schöning" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Chor-Foto-Frieder-Schoening-768x544.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Einmal im Jahr ist im St.-Johannes-Chor Lübeck-Kücknitz Kirchenmusik zum Mitmachen. Dann haben alle, die nicht regelmäßig dabei sein wollen oder können, die Chance, ein Werk einzustudieren und aufzuführen. Nicht nur Sänger, sondern auch Instrumentalisten.</p>



<span id="more-14216"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Angebot für Laien, nicht nur im Chor, sondern auch im Orchester. Einfach mal nach nur zwei Proben ein einigermaßen leichtes Werk der Kirchenmusik aufführen. Geplant ist in diesem Jahr nach Angaben von Kirchenmusiker Norbert Drechsler ein besonders schönes Werk: der Eingangs-Chor aus Mendelssohns Psalmkantate „Kommt, lasst uns anbeten“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mendelssohns wunderbare Kirchenmusik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass das ein sehr schönes Stück Musik ist, kann ich bestätigen. Ich habe es schon ein paarmal gesungen, nicht nur den Eingangs-Chor, sondern die ganze Kantate. Überhaupt steht Mendelssohn bei uns öfter auf dem Programm, weil er <a href="https://pyrolim.de/pyropro/mendelssohn-musik-und-text-im-einklang/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">so wunderschöne Musik geschrieben hat</a>. Seine Vertonung von Psalm 25, &#8222;Kommt, lasst uns anbeten&#8220;, ist ein herrliches Stück Kirchenmusik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier die Karaoke-Version. Es geht los mit einem Tenor-Solo, ab Minute 2.29 setzt der Chor ein.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Mendelssohn: Psalm 95 - I. Kommt, laßt uns anbeten" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/LI4p9QmGqMs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich freue m ich sehr auf das Stück. Aber genauso gerne hätte ich diesmal mit der <a href="https://pyrolim.de/pyropro/querfloete-endlich-wieder-gespielt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Querflöte</a> bei der Kirchenmusik zum Mitmachen dabei gewesen. Das geht aber nicht, weil ich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/100-jahre-st-johannes-chor-eine-ausstellung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Chor</a> gebraucht werde. Schade. Ich habe erst vor einiger Zeit mit dem Musizieren im Ensemble angefangen und mag es sehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das sind die Termine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt Lust bekommen hat mitzumachen, für den kommen hier die wichtigsten Daten: Aufführung am Sonntag, 27. Juli, um 18 Uhr in der Reihe der Sommergottesdienste in St.-Johannes (Lübeck-Kücknitz, Kirchplatz 6), dieses Mal im Rahmen des Kirchenkreisprojekts <a href="https://www.kirche-ll.de/termine/cantate.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Cantate 2025“</a> des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. Proben für Sänger(innen) sind am Mittwoch, 16. Juli, und am Mittwoch, 23. Juli, jeweils um 19.30 Uhr im Kirchenforum Kücknitz (Straßenfeld 2). Die Orchesterprobe ist für Freitag, 25. Juli, um 19 Uhr geplant. Die gemeinsame Probe ist dann direkt vor dem Gottesdienst am Sonntag. Im Anschluss lädt der St.-Johannes-Chor zum gemütlichen Ausklang in den Pastoratsgarten ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Planung und Bereitstellung des Notenmaterials ist eine baldige Anmeldung hilfreich: Tel.: 0451/6926348 oder <a href="mailto:norbertdrechsler@t-online.de"><u>norbertdrechsler@t-online.de</u></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Frieder Schöning</p>
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		<title>Chorstimmen einüben mit Youtube</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Feb 2025 10:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[geklickt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="600" height="400" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Immer noch überall gängig: Noten, in diesem Fall Klavierauszüge, auf Papier." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><p>Ich bin eine durchaus erfahrene Chorsängerin. Aber manchmal stoße ich an meine Grenzen. Für ein Stück habe ich jetzt eine Einstudierungshilfe auf Youtube gefunden. Sehr hilfreich. &#8222;Domine ad adjuvandum&#8220; von Gottfried August Homilius ist ein alter Chorschlager. Das sechsstimmig Werk ist mit zwei Sopranen und zwei Bässen besetzt. Unser Chor, der St.-Johannes-Chor Lübeck-Kücknitz, hat es seit Jahrzehnten im Repertoire. Und seit Jahrzehnten singe ich den zweiten Sopran. Zwischendurch sogar auswendig, so oft haben wir das aufgeführt. Nun lag das Stück ein paar Jahre ungesungen in den Notenmappen. Gerade wird es wieder zum Leben erweckt. Diesmal bin ich in den ersten Sopran gewechselt, den ich vorher nie gesungen habe. Jetzt ist die oberste Stimme zwar immer am leichtesten zu singen, aber ich hatte doch meine Schwierigkeiten. Zumal mir der so oft geübte und gesungene zweite Sopran immer noch durch den Kopf &#8211; und die Kehle &#8211; ging. Einmal bei Youtube reinhören Also habe ich bei Youtube nachgeguckt, um mir das Stück nochmal anzuhören. Und habe dabei Hilfen zur Einstudierung gefunden. Die Töne werden instrumental gespielt, die jeweilige Stimme ist hervorgehoben. So hört sich das für den ersten Sopran an. Nicht schön, aber hilfreich. Und das wäre die Variante für den zweiten Bass. Die finde ich nicht ganz so hilfreich, oft ist die Stimme nicht so klar hörbar und mitzusingen wie der erste Sopran. Das schwankt während des Stückes ein bisschen. Weitere Aufnahmen gibt es für das Einstudieren von erstem Bass &#8211; für mich ebenfalls eher schwer hörbar -, für Alt und Tenor. Und so klingt es, wenn alle ihre Stimmen beherrschen: Der Mann, der die Einstudierungen hochgeladen hat, hat sich nicht auf Homilius beschränkt. Wolfgang Hochstrate alias @kopist hat über 2000 Videos dieser Art auf Youtube hochgeladen. Eine Fleißarbeit und sicher eine Hilfe für viele Choristen. Dafür wird sein Kanal allerdings nicht so oft geklickt. Vielleicht weil es nicht so viele Choristen gibt oder weil es vor allem Kirchenchöre schwer haben, zumal nach Corona. Es sind vor allem geistliche Chorwerke, die auf dem Kanal zu finden sind. Für mich ist der Kanal eine Entdeckung.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="600" height="400" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Immer noch überall gängig: Noten, in diesem Fall Klavierauszüge, auf Papier." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/e-noten3-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin eine durchaus erfahrene Chorsängerin. Aber manchmal stoße ich an meine Grenzen. Für ein Stück habe ich jetzt eine Einstudierungshilfe auf Youtube gefunden. Sehr hilfreich.</p>



<span id="more-14014"></span>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Domine ad adjuvandum&#8220; von<a href="https://www.carus-verlag.com/personen/gottfried-august-homilius/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Gottfried August Homilius</a> ist ein alter Chorschlager. Das sechsstimmig Werk ist mit zwei Sopranen und zwei Bässen besetzt. Unser Chor, der St.-Johannes-Chor Lübeck-Kücknitz, hat es seit Jahrzehnten im Repertoire. Und seit Jahrzehnten singe ich den zweiten Sopran. Zwischendurch sogar auswendig, so oft haben wir das aufgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun lag das Stück ein paar Jahre ungesungen in den Notenmappen. Gerade wird es wieder zum Leben erweckt. Diesmal bin ich in den ersten Sopran gewechselt, den ich vorher nie gesungen habe. Jetzt ist die oberste Stimme zwar immer am leichtesten zu singen, aber ich hatte doch meine Schwierigkeiten. Zumal mir der so oft geübte und gesungene zweite Sopran immer noch durch den Kopf &#8211; und die Kehle &#8211; ging.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einmal bei Youtube reinhören</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also habe ich bei Youtube nachgeguckt, um mir das Stück nochmal anzuhören. Und habe dabei Hilfen zur Einstudierung gefunden. Die Töne werden instrumental gespielt, die jeweilige Stimme ist hervorgehoben. So hört sich das für den ersten Sopran an. Nicht schön, aber hilfreich.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Und das wäre die Variante für den zweiten Bass. Die finde ich nicht ganz so hilfreich, oft ist die Stimme nicht so klar hörbar und mitzusingen wie der erste Sopran. Das schwankt während des Stückes ein bisschen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Weitere Aufnahmen gibt es für das Einstudieren von erstem Bass &#8211; für mich ebenfalls eher schwer hörbar -, für Alt und Tenor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so klingt es, wenn alle ihre Stimmen beherrschen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Domine, ad adjuvandum me: Gottfried August Homilius | BYU Singers" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/2YW4gmoWTXU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Mann, der die Einstudierungen hochgeladen hat, hat sich nicht auf Homilius beschränkt. <a href="https://www.youtube.com/@kopist/videos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wolfgang Hochstrate alias @kopist</a> hat über 2000 Videos dieser Art auf Youtube hochgeladen. Eine Fleißarbeit und sicher eine Hilfe für viele Choristen. Dafür wird sein Kanal allerdings nicht so oft geklickt. Vielleicht weil es nicht so viele Choristen gibt oder weil es vor allem Kirchenchöre schwer haben, <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kultur-stirbt-leise-ist-sie-nach-corona-noch-zu-retten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zumal nach Corona</a>. Es sind vor allem geistliche Chorwerke, die auf dem Kanal zu finden sind. Für mich ist der Kanal eine Entdeckung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/chorstimmen-einueben-mit-youtube/">Chorstimmen einüben mit Youtube</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Jahresrückblick 2024: Foto-Schlagzahl wieder nicht erhöht</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/jahresrueckblick-2024-foto-schlagzahl-wieder-nicht-erhoeht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Dec 2024 18:16:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich mache jedes Jahr einen Jahresrückblick in Bildern. Doch die Ausbeute wird übers Jahr immer magerer. Einiges kommt diesmal aber doch zusammen. Ich weiß nicht so genau, woran es liegt, aber seit den Corona-Jahren bin ich seltener unterwegs, um zu fotografieren. Ein Grund ist vielleicht, dass ich so viel um die Ohren habe. Oder daran, dass ich in der näheren und weiteren Umgebung schon alles für Fotos abgegrast habe. Außerdem nehme ich die &#8211; echte &#8211; Kamera nicht mehr so oft mit, weil sie mir zu schwer geworden ist. Das Alter halt. Und so kommen immer mehr Handyfotos hinzu, was angesichts guter Qualität nicht schlimm ist, sich aber für mich immer noch falsch anfühlt. Januar Trotz der mageren Ausbeute fange ich mal wie üblich chronologisch an. Ich feiere schon lange nicht mehr Silvester, sondern ziehe stattdessen gegen Mitternacht mit der Kamera los, Feuerwerk fotografieren. Dieses Mal war die Lübecker Innenstadt mein Ziel, wo es an der Trave ein großes Hotel gibt, dessen Bau an einer Stelle den Fußweg überspannt. Perfekt bei dem feinen Nieselregen, der an diesem Abend fiel. In diesem Jahr werde ich das große Feuerwerk über der neuen Seebrücke in Timmendorfer Strand fotografieren. Ich habe mir schon einen Standort ausgeguckt. Februar Im Februar bin ich in Lamspringe gestrandet, einem verschlafenen Flecken im Süden Niedersachsens. Trüber geht&#8217;s kaum noch. Und auch die imposante Klosterkirche &#8211; um diese Jahreszeit natürlich geschlossen &#8211; und der Klosterpark waren nicht wirklich einladend: kalt, kahl, menschenleer. Ich wollte da im Sommer nochmal hin, aber es hat sich nicht ergeben. März Der März bescherte mir einen der Höhepunkte des Jahres. Auf den letzten Drücker habe ich die Caspar-David-Friedrich-Ausstellung in Hamburg besucht. Was für eine großartige Schau, die aber leider viel zu voll war. Ich bin dennoch auf meine Kosten gekommen, musste halt ab und zu ein bisschen warten, um ein Bild mal mit etwas Abstand anschauen zu können. Zum Fotografieren hatte ich in der Ausstellung das Handy dabei. Mein Lieblingsbild zeigt eine Frau, die das Eismeer betrachtet. April Eichen spielten im April und Mai eine große Rolle, wie fast immer bei mir. So sehr, dass ich ihr mal ein ganzes Fotoprojekt gewidmet habe. Als ich im Mai mal wieder bei einer meiner Lieblingseichen war, begann gerade zaghaft der Raps zu blühen. Mai Im Mai führte mich dann mein Weg zur Bräutigamseiche bei Eutin. Ein Astloch, zu dem eine Leiter hinaufführt, dient als Liebesbriefkasten. Selbst in Zeiten von Online-Plattformen wird diese Art der Eheanbahnung noch genutzt und funktioniert sogar ab und zu. Im Mai war die Fotoausbeute besonders hoch, kein Wunder, bei wonnemonatigem Wetter und vielen Veranstaltungen. Ich habe Oldtimer und Barockreiter in Traventhal fotografiert und bin mit der Kamera über den Lübecker Burgtorfriedhof gezogen. Juni Wieder Streifzüge durch die Umgebung, diesmal nach Travemünde. Es macht einfach Spaß, mit der Kamera im Sommer dort herumzulaufen. Vor allem, weil immer mal wieder große oder kleine Schiffe vorbeikommen. Geduld wird belohnt, und es lässt sich bei sommerlichen Temperaturen und einem Fischbrötchen ja auch gut aushalten. Juli Der Juli war mein Urlaubsmonat. Aus familiären Gründen war aber keine Reise möglich. Also ging es wieder in die Umgebung, unter anderem einen Tag ins Freilichtmuseum nach Molfsee. Auf 40 Hektar habe ich dort an einem Tag eine Reise durch Schleswig-Holstein erlebt. Alle Fotos davon sind im Flickr-Album zu finden. Die Häuser und Gärten waren um diese Jahreszeit eines schöner als das andere. Ebenfalls im Juli bin ich mit Wikingerfan, Titel- und Wappensammler Dietmar Anders bei den Slawentagen in Oldenburg in Holstein gewesen. Das ist an sich nicht meine Welt, aber es war spannend zu sehen, wie tief und mit wie viel Begeistung die vielen Aussteller und Besucher in diese Zeit eintauchen. Und natürlich gab es so viele Fotomotive, dass ich mich in einen Rausch fotografiert habe. Auch davon gibt es ein Flickr-Album. Besonders haben mich die Kampfszenen fasziniert, die aber schwer zu fotografieren waren. Zu viel Gewusel. August Ein Monat, in dem aus bestimmten Gründen nicht viel Freizeit blieb. Und damit nicht viele Fotos abfielen. In einem Friedwald, an dem ich bei einem kurzen Spaziergang vorbei kam, habe ich ein Schild entdeckt, das erst einmal Rätsel aufgibt. Wer nicht weiß, wo es hängt, könnte denken, hier sei Blumenpflücken verboten. Ganz im Gegenteil: Das Ablegen von Blumen ist hier unerwünscht. September Der September war für mich beruflich wie fotografisch der Monat der Seebrücken. Davon gibt es hier an der Ostseeküste ganz viele. Zwölf an der Zahl zwischen Niendorf und Weissenhäuser Strand. Zwei neue sind im September eröffnet worden. Die von Timmendorfer Strand bietet einen scheinbar schwebenden Rundweg übers Meer. Seebrücken sind immer wieder dankbare Fotomotive. Oktober Dass die Ostsee auch ohne Seebrücken immer einen Besuch und einen Spaziergang wert ist, habe ich im Oktober in Pelzerhaken erfahren. Ich musste ein wenig Zeit überbrücken, der Tag war schön, da habe ich den Strandspaziergang sehr genossen. Und einen schönen Holzweg in den Dünen entdeckt, über den ich hier nochmal schreiben will. Das ist eines der Themen, die ich aufs nächste Jahr verschoben haben. Außerdem habe ich im Oktober die Iberger Tropfsteinhöhle besucht. Ein schönes Erlebnis. November Im November hat es mich beruflich wie so oft an die Ostseeküste verschlagen, diesmal nach Dahme. Es war ein richtig novembertrüber Tag, mit Regen und Wolken. Alles lag verlassen da, alle Läden und Restaurants hatten geschlossen. Wo sich im Sommer die Menschen über die Promenade schieben, herrschte gähnende Leere. Arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist an diesen Tagen besonders angenehm. Im Sommer kostet es zu viele Nerven. Ein paar müde im Regen baumelnde Glühbirnen dokumentieren gut die Stimmung dieses Tages. Dezember Nochmal Seebrücken: Sie sind in der Nacht beleuchtet, das musste ich mir unbedingt angucken. Also bin ich mit Stativ und Kamera losgezogen. Es war bitterkalt, und überm Wasser ist es nochmal einen Tick kälter. Mit der Ausbeute bin ich aber durchaus zufrieden, wie der Blick auf die nächtliche Seebrücke in Haffkrug zeigt. Was es sonst noch gab Es war ein Jahr voller Sorgen (über die ich hier nichts sagen möchte), voller Arbeit und mit großen und kleinen Freuden zwischendurch. Wir haben mit dem Chor die Schöpfung von Haydn aufgeführt. Die Auftritte mit Orchester und Solisten sind stets die Höhepunkte des Chorjahres und eine besondere Freude. Ebenso viel Freude hat mir das Ensemble-Spiel gemacht. Gemeinsam mit zwei Geigen, einem Cello und der kleinen Orgel habe ich mit der Querflöte in der Adventszeit die Weihnachtssinfonie von Chiassi aufgeführt und im Sommer Tänze von Johann Joseph Fux (1660-1741). Davon gibt es sogar ein Video (das am Anfang etwas langatmig ist, aber Geduld). Eine Reihe meiner Vorhaben konnte ich nicht umsetzen, aber das wird noch werden. Und ich bin rückfällig geworden: Ich habe Bücher gekauft. Sogar mehrere. Als eifrige Bibliotheksbesucherin und jemand, der viel zu viele Bücher besitzt, wollte ich nur noch welche ausleihen. Aber wie das so ist, es sind so viele interessante Neuerscheinungen auf den Markt gekommen, dass ich nicht widerstehen konnte. Demnächst gibt es eine Übersicht mit kurzen Rezensionen dazu. Dieses Jahr gefunden Und dann sind die noch die Entdeckungen des Jahres: der Online-Marktplatz oldthing.de für Antiquitäten aller Art (ich kaufe nichts, aber vielleicht verkaufe ich mal was), einen Kraftöffner für Schraub- und Sicherheitsverschlüsse (habe immer Schmerzen in den Händen) und das schöne Blog von Susanne Wosnitzka über Musik und Geschichte. So, jetzt kann 2025 kommen. Ich habe noch viele Pläne und Ideen, und es wird hoffentlich ein besseres Jahr. Mit mehr Fotos, versprochen. Wer nochmal zurückschauen möchte: Hier steht der Jahresrückblick 2022 und hier der für 2023, der sich nicht mit Fotos, sondern mit Blogempfehlungen beschäftigt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jahresrueckblick-2024-foto-schlagzahl-wieder-nicht-erhoeht/">Jahresrückblick 2024: Foto-Schlagzahl wieder nicht erhöht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich mache jedes Jahr einen Jahresrückblick in Bildern. Doch die Ausbeute wird übers Jahr immer magerer. Einiges kommt diesmal aber doch zusammen.</p>



<span id="more-13939"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht so genau, woran es liegt, aber seit den Corona-Jahren bin ich seltener unterwegs, um zu fotografieren. Ein Grund ist vielleicht, dass ich so viel um die Ohren habe. Oder daran, dass ich in der näheren und weiteren Umgebung schon alles für Fotos abgegrast habe. Außerdem nehme ich die &#8211; echte &#8211; Kamera nicht mehr so oft mit, weil sie mir zu schwer geworden ist. Das Alter halt. Und so kommen immer mehr Handyfotos hinzu, was angesichts guter Qualität nicht schlimm ist, sich aber für mich immer noch falsch anfühlt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Januar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der mageren Ausbeute fange ich mal wie üblich chronologisch an. Ich feiere schon lange nicht mehr Silvester, sondern ziehe stattdessen gegen Mitternacht mit der Kamera los, Feuerwerk fotografieren. Dieses Mal<a href="https://pyrolim.de/pyropro/feuerwerk-fotografieren-gelungener-versuch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> war die Lübecker Innenstadt mein Ziel</a>, wo es an der Trave ein großes Hotel gibt, dessen Bau an einer Stelle den Fußweg überspannt. Perfekt bei dem feinen Nieselregen, der an diesem Abend fiel. In diesem Jahr werde ich das große Feuerwerk über der neuen Seebrücke in Timmendorfer Strand fotografieren. Ich habe mir schon einen Standort ausgeguckt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="494" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feuerwerk2024-9.jpg" alt="Feuerwerk über Lübeck, links die Altstadt, rechts die Wallhalbinsel, in der Mitte die Trave." class="wp-image-13396" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feuerwerk2024-9.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feuerwerk2024-9-150x93.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Feuerwerk2024-9-768x474.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feuerwerk über Lübeck, links die Altstadt, rechts die Wallhalbinsel, in der Mitte die Trave.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Februar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar bin ich in Lamspringe gestrandet, einem verschlafenen Flecken im Süden Niedersachsens. <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/februar-blues-unterwegs-in-der-provinz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trüber geht&#8217;s kaum noch</a>. Und auch die imposante Klosterkirche &#8211; um diese Jahreszeit natürlich geschlossen &#8211; <a href="https://www.hildesheim-tourismus.de/poi/kloster-und-klosterpark-lamspringe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">und der Klosterpark</a> waren nicht wirklich einladend: kalt, kahl, menschenleer. Ich wollte da im Sommer nochmal hin, aber es hat sich nicht ergeben.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pATsNg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53559699931_56ce2590f9_c.jpg" alt="Kirchengiebel" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Dach der Klosterkirche Lamspringe im trüben Februarlicht.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">März</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der März bescherte mir einen der Höhepunkte des Jahres. Auf den letzten Drücker habe ich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/caspar-david-friedrich-in-hamburg-rueckenansicht-mit-rueckenansicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Caspar-David-Friedrich-Ausstellung in Hamburg besucht</a>. Was für eine großartige Schau, die aber leider viel zu voll war. Ich bin dennoch auf meine Kosten gekommen, musste halt ab und zu ein bisschen warten, um ein Bild mal mit etwas Abstand anschauen zu können. Zum Fotografieren hatte ich in der Ausstellung das Handy dabei. Mein Lieblingsbild zeigt eine Frau, die das Eismeer betrachtet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pGvKrZ"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53623362455_1d66becf48_c.jpg" alt="Caspar-David-Friedrich-Ausstellung" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Eine Besucherin betrachtet das Gemälde „Eismeer“ in der Caspar-David-Friedrich-Ausstellung.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">April</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eichen spielten im April und Mai eine große Rolle, wie fast immer bei mir. So sehr, dass ich ihr <a href="https://pyrolim.de/geknipst/die-eiche-fotoprojekt-zwoelf2012/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mal ein ganzes Fotoprojekt gewidmet habe</a>. Als ich im Mai mal wieder bei einer meiner Lieblingseichen war, begann gerade zaghaft der Raps zu blühen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pKb6mp"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53653476659_9d8ab60974_c.jpg" alt="Lieblingseiche" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Weg zur Lieblingseiche ist nicht weit, sie steht ein paar hundert Meter hinter unserem Haus.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Mai</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai führte mich dann mein Weg zur <a href="https://www.holsteinischeschweiz.de/poi/braeutigamseiche-eutin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bräutigamseiche bei Eutin</a>. Ein Astloch, zu dem eine Leiter hinaufführt, dient als Liebesbriefkasten. Selbst in Zeiten von Online-Plattformen wird diese Art der Eheanbahnung noch genutzt und funktioniert sogar ab und zu.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pNqqy9"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53690222312_fd96147025_c.jpg" alt="Bräutigamseiche" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Bräutigamseiche im Dodauer Forst bei Eutin.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai war die Fotoausbeute besonders hoch, kein Wunder, bei wonnemonatigem Wetter und vielen Veranstaltungen. Ich habe <a href="https://pyrolim.de/pyropro/oldtimer-und-barockpferde-in-traventhal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oldtimer und Barockreiter in Traventhal fotografiert </a>und bin mit der Kamera <a href="https://pyrolim.de/pyropro/burgtorfriedhof-luebeck-ein-besuch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über den Lübecker Burgtorfriedhof gezogen</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Juni</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder Streifzüge durch die Umgebung, diesmal nach Travemünde. Es macht einfach Spaß, mit der Kamera im Sommer dort herumzulaufen. Vor allem, weil immer mal wieder große oder kleine Schiffe vorbeikommen. Geduld wird belohnt, und es lässt sich bei sommerlichen Temperaturen und einem Fischbrötchen ja auch gut aushalten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2q7Lv2g"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53897836509_ff463a6bd0_c.jpg" alt="Heimkehr der Segler" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Heimkehr der Segler am Leuchtturm in Travemünde.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Juli</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Juli war mein Urlaubsmonat. Aus familiären Gründen war aber keine Reise möglich. Also ging es wieder in die Umgebung, unter anderem einen Tag ins Freilichtmuseum nach Molfsee. Auf 40 Hektar habe ich dort an einem Tag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/freilichtmuseum-molfsee-reise-durch-schleswig-holstein/">eine Reise durch Schleswig-Holstein erlebt</a>. Alle Fotos davon sind <a href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/albums/72177720318745920/with/53854363209" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Flickr-Album</a> zu finden. Die Häuser und Gärten waren um diese Jahreszeit eines schöner als das andere.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg" alt="Hof Schmielau im Freilichtmuseum Molfsee mit Bauerngarten." class="wp-image-13665" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hof Schmielau im Freilichtmuseum Molfsee mit Bauerngarten.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls im Juli bin ich mit <a href="https://www.dietmar-anders.de/meine-wappengalerie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikingerfan, Titel- und Wappensammler Dietmar Anders</a> bei den Slawentagen in Oldenburg in Holstein gewesen. Das ist an sich nicht meine Welt, aber es war spannend zu sehen, wie tief und mit wie viel Begeistung die vielen Aussteller und Besucher in diese Zeit eintauchen. Und natürlich gab es so viele Fotomotive, dass ich mich in einen Rausch fotografiert habe. Auch davon gibt es <a href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/albums/72177720319010255/with/53873170553" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Flickr-Album</a>. Besonders haben mich die Kampfszenen fasziniert, die aber schwer zu fotografieren waren. Zu viel Gewusel. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2q5ABPB"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53873275269_8539845627_c.jpg" alt="Slawentage Oldenburg/Holstein 2024" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Wuselige Kampfszene bei den Slawentagen in Oldenburg.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">August</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Monat, in dem aus bestimmten Gründen nicht viel Freizeit blieb. Und damit nicht viele Fotos abfielen. In einem Friedwald, an dem ich bei einem kurzen Spaziergang vorbei kam, habe ich ein Schild entdeckt, das erst einmal Rätsel aufgibt. Wer nicht weiß, wo es hängt, könnte denken, hier sei Blumenpflücken verboten. Ganz im Gegenteil: Das Ablegen von Blumen ist hier unerwünscht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/friedwald1.jpg" alt="Ein Schild im Friedwald signalisiert, dass das Ablegen von Blumen unterwünscht ist. " class="wp-image-13948" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/friedwald1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/friedwald1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/friedwald1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Schild im Friedwald signalisiert, dass das Ablegen von Blumen unterwünscht ist.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">September</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der September war für mich beruflich wie fotografisch der Monat der Seebrücken. Davon gibt es hier an der Ostseeküste ganz viele. <a href="https://www.ln-online.de/lokales/ostholstein/seebruecken-an-der-ostsee-vergleich-von-timmendorf-ueber-haffkrug-bis-weissenhaeuser-strand-D5CQCQJPDRAYREDI4PUNED4TXM.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwölf an der Zahl zwischen Niendorf und Weissenhäuser Strand</a>. Zwei neue sind im September eröffnet worden. Die von Timmendorfer Strand bietet einen scheinbar schwebenden Rundweg übers Meer. Seebrücken sind <a href="https://pyrolim.de/pyropro/seebruecken-lieblingsmotive-an-der-ostsee/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">immer wieder dankbare Fotomotive</a>. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qhWDPn"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54012982175_629f0040a3_c.jpg" alt="Weg überm Meer" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die neue Seebrücke von Timmendorfer Strand am Tag nach der Eröffnung.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Oktober</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Ostsee auch ohne Seebrücken immer einen Besuch und einen Spaziergang wert ist, habe ich im Oktober in Pelzerhaken erfahren. Ich musste ein wenig Zeit überbrücken, der Tag war schön, da habe ich den Strandspaziergang sehr genossen. Und einen schönen Holzweg in den Dünen entdeckt, über den ich hier nochmal schreiben will. Das ist eines der Themen, die ich aufs nächste Jahr verschoben haben.  Außerdem habe ich im Oktober die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/iberger-tropfsteinhoehle-ein-spannender-besuch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Iberger Tropfsteinhöhle besucht</a>. Ein schönes Erlebnis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">November</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im November hat es mich beruflich wie so oft an die Ostseeküste verschlagen, diesmal nach Dahme. Es war ein richtig novembertrüber Tag, mit Regen und Wolken. Alles lag verlassen da, alle Läden und Restaurants hatten geschlossen. Wo sich im Sommer die Menschen über die Promenade schieben, herrschte gähnende Leere. Arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist an diesen Tagen besonders angenehm. Im Sommer kostet es zu viele Nerven. Ein paar müde im Regen baumelnde Glühbirnen dokumentieren gut die Stimmung dieses Tages.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg" alt="Glühbirnen baumeln an einem Novembertag vor dem menschenleeren Strand von Dahme." class="wp-image-13947" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Dahme-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Glühbirnen baumeln an einem Novembertag vor dem menschenleeren Strand von Dahme.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Dezember</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Seebrücken: Sie sind in der Nacht beleuchtet, das musste ich mir unbedingt angucken. Also bin ich mit Stativ und Kamera losgezogen. Es war bitterkalt, und überm Wasser ist es nochmal einen Tick kälter. Mit der Ausbeute bin ich aber durchaus zufrieden, wie der Blick auf die nächtliche Seebrücke in Haffkrug zeigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qxo9Es"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54176387958_f3d9841b7a_c.jpg" alt="Seebrücke in Haffkrug" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Blick vom Vorplatz auf die Seebrücke Haffkrug. Das DLRG-Haus links ist noch nicht fertig.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was es sonst noch gab</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein Jahr voller Sorgen (über die ich hier nichts sagen möchte), voller Arbeit und mit großen und kleinen Freuden zwischendurch. Wir haben mit dem Chor <a href="https://pyrolim.de/pyropro/schoepfung-das-naechste-grosse-konzert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Schöpfung von Haydn aufgefüh</a>rt. Die Auftritte mit Orchester und Solisten sind stets die Höhepunkte des Chorjahres und eine besondere Freude. Ebenso viel Freude hat mir das Ensemble-Spiel gemacht. Gemeinsam mit zwei Geigen, einem Cello und der kleinen Orgel habe ich mit der Querflöte in der Adventszeit <a href="https://pyrolim.de/pyropro/weihnachtskonzert-mit-geatano-maria-schiassi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Weihnachtssinfonie von Chiassi</a> aufgeführt und im Sommer Tänze von Johann Joseph Fux (1660-1741). Davon gibt es sogar ein Video (das am Anfang etwas langatmig ist, aber Geduld).</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Konzert Dreifaltigkeit" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/4ZipseOg6jE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe meiner Vorhaben konnte ich nicht umsetzen, aber das wird noch werden. Und ich bin rückfällig geworden: Ich habe Bücher gekauft. Sogar mehrere. Als eifrige Bibliotheksbesucherin und jemand, der viel zu viele Bücher besitzt, wollte ich nur noch welche ausleihen. Aber wie das so ist, es sind so viele interessante Neuerscheinungen auf den Markt gekommen, dass ich nicht widerstehen konnte. Demnächst gibt es eine Übersicht mit kurzen Rezensionen dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dieses Jahr gefunden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann sind die noch die Entdeckungen des Jahres: der Online-Marktplatz <a href="https://oldthing.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">oldthing.de</a> für Antiquitäten aller Art (ich kaufe nichts, aber vielleicht verkaufe ich mal was), einen <a href="https://www.sisenior.de/essen-trinken/oeffner-flaschenoeffner-zugringoeffner-schraubdeckel-oeffner/kraftoeffner-fuer-schraub-und-sicherheitsverschluesse-detail" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kraftöffner für Schraub- und Sicherheitsverschlüsse</a> (habe immer Schmerzen in den Händen) und das <a href="https://susanne-wosnitzka.de/blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schöne Blog von Susanne Wosnitzka</a> über Musik und Geschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So, jetzt kann 2025 kommen. Ich habe noch viele Pläne und Ideen, und es wird hoffentlich ein besseres Jahr. Mit mehr Fotos, versprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nochmal zurückschauen möchte: Hier steht der <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jahresrueckblick-in-bildern-magere-ausbeute/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresrückblick 2022 </a>und hier <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jahresrueckblick-mal-anders-beste-blogs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der für 2023</a>, der sich nicht mit Fotos, sondern mit Blogempfehlungen beschäftigt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jahresrueckblick-2024-foto-schlagzahl-wieder-nicht-erhoeht/">Jahresrückblick 2024: Foto-Schlagzahl wieder nicht erhöht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Weihnachtskonzert mit Geatano-Maria Schiassi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 10:33:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Chor]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="517" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum-150x96.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es ist wieder Zeit für ein Weihnachtskonzert zum Zuhören und Mitsingen. Diesmal sind wir wieder mit unserem kleinen Instrumentalensemble dabei. Auf dem Programm steht unter anderem die Weihnachtssinfonie von Geatano-Maria Schiassi. Ich hatte zuvor niemals von Schiassi gehört. Geboren 1698 in Bologna, gestorben 1754 in Lissabon, gehört er zu den heute eher unbekannteren Komponisten. Zu seinen meistgespielten und eingespielten Werken gehört die Weihnachtssinfonie, auch unter dem Titel Sinfonia pastorale per il santissimo natale di nostro Jesu bekannt. Ein Werk, das Schiassi für eine Besetzung mit Geigen komponiert hat. Erste Geige auf der Flöte Unser kleines Laien-Instrumentalensemble setzt sich aus zwei Cellistinnen, einer Violinistin und einem Violinisten und mir als Querflöten-Spielerin zusammen. Also spiele ich die erste Geigenstimme mit der Flöte. Was Schiassi komponiert hat, ist von den Noten und dem Rhythmus so wenig anspruchsvoll, dass ich als Laienmusikerin es gut hinkriege. Wir haben dennoch lange geprobt, denn es ist nicht so einfach, mehrere Musiker mit unterschiedlichem Können so unter einen Hut zu kriegen, dass am Ende alles passt. Niemand zu früh oder zu spät einsetzt, das Tempo gehalten wird und alles gut klingt. Dabei habe ich es mit der Melodiestimme noch am leichtesten, weil ich vor allem im Allegro immer als erste losspiele und die anderen an der richtigen Stelle einsetzen müssen. Nach mehreren Übungseinheiten klappt der Schiassi jetzt so gut, dass wir getrost in die Aufführung gehen können. Ich hoffe, meine ein, zwei schwierige Stellen gut hinzukriegen. Als Flötistin eine Gegenstimme zu spielen, ist an sich kein Problem. Bei einem 16tel-Lauf muss ich allerdings so blöd greifen, dass ich da manchmal rausfliege. Zudem muss ich einige Passagen oktavieren, da der Tonumfang der Flöte nicht für die tiefsten Töne in der ersten Geigenstimme reicht. Mit Übung klappt das aber jetzt gut. Angst vor dem Husten Was mit Sorgen macht, ist die leichte Erkältung mit trockenem Husten, die mich ein paar Tage vor dem Konzert erwischt hat. Hustenanfälle beim Geige spielen sind nicht schön, aber zur Not wegzustecken. Hustenanfälle sind für Flötistinnen verheerend. Ich behandele mich seit einem Tag mit Hustenstiller und hoffe, gut durch meine Partien durchzukommen. Auf dem Programm steht neben dem Schiassi die Pifa aus dem Messias von Händel. Das kennen viele. Es schwingt so schön, dass man beim Spielen kaum zählen muss, um den richtigen Einsatz zu kriegen. Ergänzt wird das Programm noch durch Chorstücke und von Blechbläsern begleiteten Weihnachtsliedern zum Mitsingen. Das mögen die Leute besonders. &#8222;Tochter Zion&#8220; mit dem Satz von Händel begleiten wir ebenfalls mit dem Instrumentalensemble. Ergänzt wird das Programm schließlich von der Weihnachtshymne von Mendelssohn-Bartholdy. Die hatten wir schon einmal im Programm. Wer zuhören will und hoffentlich nicht mein Hustenspiel erleben muss: 8. Dezember, 17 Uhr, Kirche Dreifaltigkeit, Lübeck-Küücknitz, Schlesenring 1, Eintritt frei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/weihnachtskonzert-mit-geatano-maria-schiassi/">Weihnachtskonzert mit Geatano-Maria Schiassi</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="517" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum-150x96.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Es ist wieder Zeit für ein Weihnachtskonzert zum Zuhören und Mitsingen. Diesmal sind wir wieder mit unserem kleinen Instrumentalensemble dabei. Auf dem Programm steht unter anderem die Weihnachtssinfonie von Geatano-Maria Schiassi.</p>



<span id="more-13920"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte zuvor niemals von Schiassi gehört. Geboren 1698 in Bologna, gestorben 1754 in Lissabon, gehört er zu den heute eher unbekannteren Komponisten. Zu seinen meistgespielten und eingespielten Werken gehört die Weihnachtssinfonie, auch unter dem Titel Sinfonia pastorale per il santissimo natale di nostro Jesu bekannt. Ein Werk, das Schiassi für eine Besetzung mit Geigen komponiert hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Geige auf der Flöte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unser kleines Laien-Instrumentalensemble setzt sich aus zwei Cellistinnen, einer Violinistin und einem Violinisten und mir als Querflöten-Spielerin zusammen. Also spiele ich die erste Geigenstimme mit der Flöte. Was Schiassi komponiert hat, ist von den Noten und dem Rhythmus so wenig anspruchsvoll, dass ich als Laienmusikerin es gut hinkriege.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Wir haben dennoch lange geprobt, denn es ist nicht so einfach, <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-abend-im-konzertsaal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrere Musiker mit unterschiedlichem Können</a> so unter einen Hut zu kriegen, dass am Ende alles passt. Niemand zu früh oder zu spät einsetzt, das Tempo gehalten wird und alles gut klingt. Dabei habe ich es mit der Melodiestimme noch am leichtesten, weil ich vor allem im Allegro immer als erste losspiele und die anderen an der richtigen Stelle einsetzen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Übungseinheiten klappt der Schiassi jetzt so gut, dass wir getrost in die Aufführung gehen können. Ich hoffe, meine ein, zwei schwierige Stellen gut hinzukriegen. Als Flötistin eine Gegenstimme zu spielen, ist an sich kein Problem. Bei einem 16tel-Lauf muss ich allerdings so blöd greifen, dass ich da manchmal rausfliege. Zudem muss ich einige Passagen oktavieren, da der Tonumfang der Flöte nicht für die tiefsten Töne in der ersten Geigenstimme reicht. Mit Übung klappt das aber jetzt gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst vor dem Husten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was mit Sorgen macht, ist die leichte Erkältung mit trockenem Husten, die mich ein paar Tage vor dem Konzert erwischt hat. Hustenanfälle beim Geige spielen sind nicht schön, aber zur Not wegzustecken. Hustenanfälle sind für Flötistinnen verheerend. Ich behandele mich seit einem Tag mit Hustenstiller und hoffe, gut durch meine Partien durchzukommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Programm steht neben dem Schiassi die <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Pifa+H%C3%A4ndel#fpstate=ive&amp;vld=cid:5024e00a,vid:huxS7s_2k6Y,st:0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pifa aus dem Messias von Händel</a>. Das kennen viele. Es schwingt so schön, dass man beim Spielen kaum zählen muss, um den richtigen Einsatz zu kriegen. Ergänzt wird das Programm noch durch Chorstücke und von Blechbläsern begleiteten Weihnachtsliedern zum Mitsingen. Das mögen die Leute besonders. <a href="https://www.evangeliums.net/lieder/lied_tochter_zion_freue_dich.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Tochter Zion&#8220;</a> mit dem Satz von Händel begleiten wir ebenfalls mit dem Instrumentalensemble. Ergänzt wird das Programm schließlich von der Weihnachtshymne von Mendelssohn-Bartholdy. Die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/weihnachtslieder-und-ein-komponist-namens-hosianna/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hatten wir schon einmal im Programm</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer zuhören will und hoffentlich nicht mein Hustenspiel erleben muss: 8. Dezember, 17 Uhr, Kirche Dreifaltigkeit, Lübeck-Küücknitz, Schlesenring 1, Eintritt frei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/weihnachtskonzert-mit-geatano-maria-schiassi/">Weihnachtskonzert mit Geatano-Maria Schiassi</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Ein Abend im Konzertsaal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 17:44:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Querflöte und Noten: Ausdruck für Musik, wie sie der Deutche Musikrat versteht." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto-150x99.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe den Samstagabend im Konzertsaal der Musikhochschule Lübeck verbracht. Auf dem Programm stand ein gemeinsames Konzert von Lübecker Kammerorchester (LKO) und Musikhochschule. Es war ein Abend nach meinem Geschmack: mit Hardcore-Klassik. Ich bin oft gefragt worden, was ich damit meine. Einfache Erklärung: Fast alles jenseits der Kammermusik. Das Gesäusel von Quartetten oder Quintetten mag ich nicht so sehr, für mich muss es bei der Klassik richtig krachen. Ich will volles Orchester, großen Klang, Brüllen und Trommeln und dazwischen lyrische Klänge von den Holzbläsern. All das bot das Programm des Konzertes im Konzertsaal der Musikhochschule. Auftakt mit Mendelssohn Bartholdy Los ging es mit der Konzertouvertüre &#8222;Meeresstille und glückliche Fahrt&#8220;, opus 27, von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Stück, bei dem das Orchester unter der Leitung von Bruno Merse sein volles Potenzial ausspielen konnte und einen ersten Eindruck davon gab, was in ihm steckt und was noch kommen sollte. Nach dem Mendelssohn folgte das Konzert für Trompete und Orchester von Alexander Arutjunjan (1920-2012), gespielt von dem jungen Trompeter Vincent Dettenborn. Der Solist überzeugte mit einem glasklaren Ton und großer Virtuosität. Als Zuschauerin hat mich allerdings sein Gehabe in den Pausen etwas irritiert. Dass Dettenborn die Züge der Trompete ausleert, ist für einen Blechbläser normal. Das dauernde Lippenlecken und Grimassen schneiden fand ich allerdings etwas irritierend. Aber vielleicht muss das so sein, ich kenne mich mit dem Trompetenspiel nicht aus. Ich hätte einfach die Augen schließen und die Musik genießen sollen. Wenn der Konzertsaal erzittert Nach der Pause folgte die Sinfonie Nr. 5, opus 47, von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975). Ein fulminantes Werk, das den Konzertsaal erzittern ließ. Alles, was es zum Werk zu wissen gibt und wie sehr die stalinistische Diktatur dem Komponisten die Hand führte, findet sich bei der Wikipedia. Das Programm des Abends gab ebenfalls Auskunft darüber, sodass ich mit einiger Kenntnis zuhören konnte. Das Lübecker Kammerorchester setzt sich aus ambitionierten Laien und Profimusikern zusammen und ist längst zu einem ausgewachsenen Sinfonieorchester geworden. Den einen oder anderen Instrumentalisten kenne ich bereits, weil er bei unseren Chorkonzerten im Orchester saß. Und ich bin selbst Laienmusikerin. Ich weiß, wie schwer das Ensemblespiel für Laien sein kann. Es geht weniger darum, die richtigen Töne zu spielen, als an der richtigen Stelle einzusetzen und im richtigen Rhythmus zu spielen, damit das Gesamtbild nicht auseinanderfällt. Deshalb ist meine Hochachtung für die Musiker des Abends umso größer. Großer Körpereinsatz der Musiker Die drei Werke, vor allem der Schostakowitsch, verlangen den Instrumentalisten alles ab. Rasende Tempi verlangen über lange Passagen großen Körpereinsatz, vor allem von den Geigern, die ich gut sehen konnte. Eine maßgebliche Rolle fällt beim Schostakowitsch den groß besetzten Schlagzeugern zu, die ich schon immer sehr bewundert habe. Stets an der richtigen Stelle einzusetzen, um an exponierter Stelle hörbar zu sein, ist eine Herausforderung. Womit das Können der Bläser, die zwischen Geigen und Schlagzeugern sitzen, keinesfalls geschmälert werden soll. Am Anfang des vierten Satzes (ab Minute 38.15) ist dieser Schlagzeuger-Einsatz sehr gut zu sehen und zu hören. Ich stelle es mir für Laien sehr schwierig vor, in einem so hochklassigen Ensemble mitzuspielen und in einem großen Konzertsaal vor Publikum aufzutreten. Aber offenbar gibt es genug dieser ambitionierten Laien in einer Stadt wie Lübeck. Alle Instrumente waren, so weit ich das sehen konnte, groß besetzt. Ich bin keine erfahrene Musikkritikerin. Aber nach meinem Eindruck war das, was die Laien und die Profis ablieferten, eine großartige Leistung. Nur einen deutlichen Patzer habe ich gehört, aber über den will ich schweigen. In zwei Stunden im Konzertsaal (einschließlich Pause) ist ein einziger Patzer zu vernachlässigen. Ich sollte viel öfter ins Konzert gehen, das habe ich mir nach diesem Abend fest vorgenommen. Aber wenn man wie ich auf dem Land wohnt, ist es immer aufwändig, dafür in die große Stadt zu fahren. Natürlich gibt es auch hier Konzert, vor allem in Kirchen, aber eben keine Hardcore-Klassik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Querflöte und Noten: Ausdruck für Musik, wie sie der Deutche Musikrat versteht." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fllauto-150x99.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe den Samstagabend im Konzertsaal der Musikhochschule Lübeck verbracht. Auf dem Programm stand ein gemeinsames Konzert von Lübecker Kammerorchester (LKO) und Musikhochschule. Es war ein Abend nach meinem Geschmack: mit Hardcore-Klassik.</p>



<span id="more-13896"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin oft gefragt worden, was ich damit meine. Einfache Erklärung: Fast alles jenseits der Kammermusik. Das Gesäusel von Quartetten oder Quintetten mag ich nicht so sehr, für mich muss es bei der Klassik richtig krachen. Ich will volles Orchester, großen Klang, Brüllen und Trommeln und dazwischen lyrische Klänge von den Holzbläsern. All das <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/herbstkonzert-von-musikhochschule-luebeck-und-luebecker-kammerorchester-zusammenarbeit-bietet-fuer-4EZMDUCDEFEANOREBCLECBNZFQ.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bot das Programm des Konzertes</a> im Konzertsaal der Musikhochschule. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auftakt mit Mendelssohn Bartholdy</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Los ging es mit der Konzertouvertüre &#8222;Meeresstille und glückliche Fahrt&#8220;, opus 27, von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Stück, bei dem das Orchester unter der Leitung von <a href="https://www.symphonikerhamburg.de/laeiszhalle-orchester-symphoniker-hamburg/bruno-merse-37" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bruno Merse</a> sein volles Potenzial ausspielen konnte und einen ersten Eindruck davon gab, was in ihm steckt und was noch kommen sollte. Nach dem Mendelssohn folgte das Konzert für Trompete und Orchester von Alexander Arutjunjan (1920-2012), gespielt von dem jungen Trompeter Vincent Dettenborn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Solist überzeugte mit einem glasklaren Ton und großer Virtuosität. Als Zuschauerin hat mich allerdings sein Gehabe in den Pausen etwas irritiert. Dass Dettenborn die Züge der Trompete ausleert, ist für einen Blechbläser normal. Das dauernde Lippenlecken und Grimassen schneiden fand ich allerdings etwas irritierend. Aber vielleicht muss das so sein, ich kenne mich mit dem Trompetenspiel nicht aus. Ich hätte einfach die Augen schließen und die Musik genießen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn der Konzertsaal erzittert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Pause folgte die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-sinfonie-der-symphonie-schreibung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sinfonie</a> Nr. 5, opus 47, von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975). Ein fulminantes Werk, das den Konzertsaal erzittern ließ. Alles, was es zum Werk zu wissen gibt und wie sehr die stalinistische Diktatur dem Komponisten die Hand führte, findet sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/5._Sinfonie_(Schostakowitsch)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bei der Wikipedia</a>. Das Programm des Abends gab ebenfalls Auskunft darüber, sodass ich mit einiger Kenntnis zuhören konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.luebeckerkammerorchester.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lübecker Kammerorchester</a> setzt sich aus ambitionierten Laien und Profimusikern zusammen und ist längst zu einem ausgewachsenen Sinfonieorchester geworden. Den einen oder anderen Instrumentalisten kenne ich bereits, weil er bei unseren <a href="https://pyrolim.de/pyropro/schoepfung-das-naechste-grosse-konzert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chorkonzerten</a> im Orchester saß. Und ich bin selbst <a href="https://pyrolim.de/pyropro/querfloete-endlich-wieder-gespielt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Laienmusikerin</a>. Ich weiß, wie schwer das Ensemblespiel für Laien sein kann. Es geht weniger darum, die richtigen Töne zu spielen, als an der richtigen Stelle einzusetzen und im richtigen Rhythmus zu spielen, damit das Gesamtbild nicht auseinanderfällt. Deshalb ist meine Hochachtung für die Musiker des Abends umso größer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Großer Körpereinsatz der Musiker</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Werke, vor allem der Schostakowitsch, verlangen den Instrumentalisten alles ab. Rasende Tempi verlangen über lange Passagen großen Körpereinsatz, vor allem von den Geigern, die ich gut sehen konnte. Eine maßgebliche Rolle fällt beim Schostakowitsch den groß besetzten Schlagzeugern zu, die ich schon immer sehr bewundert habe. Stets an der richtigen Stelle einzusetzen, um an exponierter Stelle hörbar zu sein, ist eine Herausforderung. Womit das Können der Bläser, die zwischen Geigen und Schlagzeugern sitzen, keinesfalls geschmälert werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang des vierten Satzes (ab Minute 38.15) ist dieser Schlagzeuger-Einsatz sehr gut zu sehen und zu hören.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stelle es mir für Laien sehr schwierig vor, in einem so hochklassigen Ensemble mitzuspielen und in einem großen Konzertsaal vor Publikum aufzutreten. Aber offenbar gibt es genug dieser ambitionierten Laien in einer Stadt wie Lübeck. Alle Instrumente waren, so weit ich das sehen konnte, groß besetzt. Ich bin keine erfahrene Musikkritikerin. Aber nach meinem Eindruck war das, was die Laien und die Profis ablieferten, eine großartige Leistung. Nur einen deutlichen Patzer habe ich gehört, aber über den will ich schweigen. In zwei Stunden im Konzertsaal (einschließlich Pause) ist ein einziger Patzer zu vernachlässigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sollte viel öfter ins Konzert gehen, das habe ich mir nach diesem Abend fest vorgenommen. Aber wenn man wie ich auf dem Land wohnt, ist es immer aufwändig, dafür in die große Stadt zu fahren. Natürlich gibt es auch hier Konzert, vor allem in Kirchen, aber eben keine Hardcore-Klassik.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-abend-im-konzertsaal/">Ein Abend im Konzertsaal</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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